CH319243A - Verfahren zur Herstellung einer zur Erzeugung von Deckschichten geeigneten, pastenförmigen Melaminharzdispersion - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer zur Erzeugung von Deckschichten geeigneten, pastenförmigen Melaminharzdispersion

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CH319243A
CH319243A CH319243DA CH319243A CH 319243 A CH319243 A CH 319243A CH 319243D A CH319243D A CH 319243DA CH 319243 A CH319243 A CH 319243A
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Peter Wohnsiedler Henry
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Ciba Geigy
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/20Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08L61/26Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds
    • C08L61/28Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds with melamine

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung einer zur Erzeugung von Deckschichten geeigneten,    pastenformigen    Melaminharzdispersion    Es ist bekannt, Melaminharze,    die sich allgemein durch ihre Widerstandsfähigkeit,   Harte    und helle Eigenfarbe   auszeiehnen,    zur ¯berschichtung von faserigen, vorzugsweise mit hÏrtbaren Harzen imprÏgnierten TrÏgerstoffen zu verwenden. Die bisher erhaltenen   Produkte konnten jedoch nicht    in jeder Hinsicht befriedigen, weil sie zu wenig kratz  uud    f'leekenfest waren und unbefriedigende WiderstandsfÏhigkeit gegen Ri¯bildung aufwiesen.

   Versuche haben   gezeigt, dass Deek-    schichten, welche unter Verwendung von   plastitiziertens    aber nicht gemäss vorliegender Erfindung plastifizierten und dispergierten Melamin-Formaldehydharzen, hergestellt wer (lell, eine wesentlich geringere Alkoholbestän  digkcit    aufweisen, als unter Verwendung von iehtplastifizierten   Alelamin-Formaldehydhaar-      zen    hergestellte Deckschichten. Eine gewisse    l'last. ifizierung des : ! lelamin-Formaldehydhar    zes ist jedoch notwendig, um gut gebrauchs  fähige Produkte zu erhalten.   



   Zur Erhöhung der Elastizität, insbesondere zur Vermeidung von Rissbildung, wurde der oberflächlichen   Harzsehicht    auch sehon   nls Verstarknng    dienendes Fasermaterial, zum Beispiel Gewebe, einverleibt. Dadureh wurden jedoch Flecken- und Kratzfestigkeit vermin  ilert    sowie die M¯glichkeit der Erzielung von Farheffekten und der gewünsehten   Tiefenfär-      bung    begrenzt.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung einer zur Erzeugung von Deckschichten geeigneten, pa   stenformigenMelaminharzdispersion. Das Ver-    fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein wasserlösliches, unveräthertes Melamin  Fomnaldehydharz    mit einem in Alkohol oder verdünntem Alkohol   lösliehen,      synthetisehen    linearen Polyamid, das einen bei   Atmosphä-      rendruck      165     C   nicht    übersteigenden   Erwei-      chungspunkt    und   einen Wassergeha. lt    von h¯chstens   25"/o aufweist,    als Weichmacher im Verhältnis von   85    : 15 bis 60 :

     4 auf geheiz-    ten Mischwalzen bis zur Erlangung des unlöslichen, jedoch noeh   schmelzbaren Zustan-    des des Alelamin-Formaldehydharzes mischt und das plastifizierte Harz dann mit einer wässerigen Lösung eines einwertigen Alkohols mit 1 bis 4   Kolilenstoffatomen    als   Disper-    sionsmedium vermÏhlt, wobei das Mengenver  hältnis von plastifiziertem Harz    zum wÏsse  rig-alkoholischen Medium 40    : 60 bis 20 : 80 und dasjenige von Wasser zu Alkohol im   wässerig-alkoholischen    Medium 90 : 10 bis   50    :

   50 betrÏgt,
Unter   unverätherten Melamin-Formalde-    hydharzen, welche im vorliegenden Verfahren verwendet werden können, sind solche zu verstehen, bei deren Herstellung im   wesent-    lichen keine Verbindung mit alkoholischer Hydroxylgruppe, wie Methyl-, Butyl-und   ähnliche Alkohole, mitkondensiert wurde.    Die wesentlichen Komponenten für die   Herstel-      lung    des Harzes sind Melamin und Formaldehyd, wobei zweckmϯig von einem molaren Verhältnis von 1 : 1, 5 bis 1 : 6, insbesondere von 1 :   2    bis 1 : 3, auszugehen ist.



   Die erfindungsgemäss zu verwendenden Polyamide werden durch Polykondensation eines Diamins mit einer Diearbonsäure oder einer   Aminocarbonsäure    oder einem   amidbil-    denden Derivat erhalten Ein typisches Pol, yamid erhält man zum Beispiel durch   Umset-      zung von    6 Teilen Hexamethylendiammoniumadipat   und    3, 5 Teilen Caprolactam m oder einer entsprechenden Menge ?-AminocaprylsÏure unter polyamidbildenden Bedingungen. Man kann zur Polykondensation auch mehr als ein Diamin und mehr als eine   Diearbonsäure ver-    wenden, doch müssen beide Komponenten in Ï quimolekularen Mengen vorliegen.

   So werden   zum    Beispiel 2 Mol ?-Caprolactam, 0, 5 Mol   Hexamethylendiammoniumadipat    und 0,   5 Mol       Hexamethylendiammoniumsebacat zusammen    mit einer kleinen Menge Wasser auf 170¯ C erhitzt, worauf man die Temperatur innerhalb    4 Stunden auf 235  C erhöht Man erhält ein    zu einem zähen Film kaltstreckbares, in A]kohol gut lösliches Polyamid, dessen Erwei  chungspunkt    bei   130     C liegt und dessen innere Viskosität 0, 71 beträgt.



   Im Vergleich dazu besitzt ein Polyamid, welches in analoger Weise aus 2Mol ?-Caprolaetam und 1 Mol Hexamethylendiammo  niumsebacat hergestellt    wurde, einen Erwei  ehungspunkt    von   14      und eine innere ViskositÏt von 0, 81. Eine Lösung daraus in warmem Alkohol neigt beim Abkühlen zur Gelbildung.



   Die folgende Tabelle zeigt eine Übersieht  ber einige typische Polyamide, deren   Eigen-    schaften und Ausgangskomponenten.



   Komponenten Erweichungspunkt Innere LÍslichkeit
Gewichtsteile ¯C ViskositÏt 4,4 ?-Caprolactam   130    0, 71 loslich in Alkohol   2,    5 Hexamethylendiammoniumadipat   3,    1   Hexamethylendiammoniumsebaeat      145    0,   81    löslich in warmem 4,2 ?-Caprolactam Alkohol 5, 8   Hexamethylendiammoniumsebacat 165    1,   29 loslieh    in verdünntem    4 E-Aminocaprylsäure Alkohol   
6   Hexamethvlendiammoniumadipat    105 0, 46 l¯slich in Alkohol 4,   4      e-Caprolactam    5, 6 Piperazinsebaeat
Wie bereits gesagt, müssen die Polyamide in Alkohol oder verdünntem Alkohol löslieh sein ;

   dies gewährleistet die erforderliehe Ver  träglichkeit    mit dem Melamin-Formaldehydharz. Ihr Erweichungspunkt liegt normalerweise in einem für die Mischung mit Melaminharz g nstigen Temperaturbereich.



  Wenn der Erweichungspunkt bei   atmosphäri-    schem Druck auch bei 165¯ C liegt, wird die Fliesstemperatur unter dem   Scberdruck    der   Misehwalzen noch    so erniedrigt, dass eine erfolgreiche Vermischung bereits bei 135 bis 150¯ C oder in gewissen Fällen sogar bei niedrigeren Temperaturen erreicht wird. Um die   notice    ZÏhigkeit und Biegsamkeit des   Polyamides    zu erzielen, ist es im allgemeinen notwendig, die Polykondensation so weit durchzuf hren, da¯ die innere Viskosität mindestens 0, 25 betrÏgt In diesem Bereic. zeigen die Polyamide eine kristalline Struktur, wie dies   dureh    die   Rönt genstrahlenmethode nach-    gewiesen werden kann.



   Von den im Handel   erhältliehen Poly-    a. miden sind die unter der   Bezeiehnung     ¸Nylon¯ FM-100, FM-101, 100 JM-6377 be  kannten Polyamide der Firma    E. I. Du Pont   de      Nemour. s besonders    geeignet. Sie besitzen einen Erweichungspunkt von   150    bis   165"C    und sind in Alkohol oder verdünntem Alkohol   loslich. Die    Sorte     FM-100      ist   gekennzeich-    net durch eine innere Viskosität von 1, 31.



   Es wurde festgestellt, da¯ mindestens 15%   an weiehmachendem    Polyamid, vorzugsweise   20 bis 2  /o, zu verwenden    sind, da, in diesem Bereich die Dauerhaftigkeit der   Deekschich-    ten ein Optimum erreieht, ohne dass die ändern   gewünsehten    Eigenschaften vermindert werden. Man kann aber a. uch grössere   Alengell    an Weichmachern verwenden, nÏmlich bis zu 40%, bezogen auf das   Gesamt-      s'ewieht    an Harz und Weichmacher, insbeson (lere dann, wenn die   Eigenschaft einer nach-      träglichen    Formbarkeit der gehärteten Decksehichten gewünseht wird.



   Gelegentlich   ist es wünsehenswert,    die Weichmacher selbst noch durch Zusatz von 25 bis   50 11/o    eines Fliessmittels, wie Monophenylglyeeryläther, Mono-o-cresylglyceryl äther, MonobenzylglycerylÏther, Acrylamid, Benzamid, N-¯-oxÏthylbenzamid, p-Toluolsulfamid oder   N-4-oxäthyltoluolsulfona. mid,    zu erweichen.



   Man kann mit, aber auch ohne Zusatz eines der üblichen   Formsehmiermittel      aber ;    ten, um befriedigende Resultate zu erzielen.



  Ein solcher Zusatz hat sich immerhin als vorteilhaft erwiesen, wobei als Schmiermittel vorzugsweise Zinkstearat verwendet wird.



   Zur Durehführung des Verfahrens vorliegender Erfindung geht man zweckmässig folgendermassen vor : Das wasserlösliehe Melamin-Formaldehydharz wird in einem Mischwalzwerk mit geheizten Walzen zusammen mit der weichmachenden Substanz weiter kon  densiert    und in den unlöslichen Zustand übergeführt. Dieses plastifizierte Harz wird zusammen mit einem Pigment in der Kugelm hle gemahlen und mit Wasser oder einer   Wasser-Alkohol-Mischung    zur Herstellung einer   Überxugspaste    dispergiert, wie in den naelistehend   ausgeführten Beispielen darge-    legt wird. Für die Kondensation auf den Walzen sind zwei verschiedene Methoden geeignet.

   Nach der einen Methode wird das Plastifizierungsmittel mit einem weiteren Weichmacher gemischt, worauf die Mischung mit dem Melaminharz und vorzugsweise mit einem   Formschmiermittel,    wie Zinkstearat, gewalzt und in die Form eines Felles gebracht wird. Die andere Methode ist ein einstufiges Verfahren, nach welchem alle Komponenten in trockenem Zustand auf erwärmte   Mischwalzen    gebracht, gemischt und kondensiert werden, unter Beibehaltung einer günstigen Temperatur. In beiden Fällen wird zweckmässig ein zweites Plastifizie. rungsmittel zugesetzt, um den Erweichungspunkt des ersten Plastifizierungsmittels auf eine normale   Walztemperatur    zu erniedrigen und damit eine bessere Verträglichkeit des Gemisches zu erhalten.

   Sofern der Erweichungspunkt des ersten   Plastifizierungsmittels    im Bereieh der normalen   Walztemperatur    liegt, kann von der Beimisehung eines zweiten   Plastifizierungs-    mittels abgesehen werden. Die   Walztempera-    tur und   Walzzeit    werden in diesem Falle so geregelt, da¯ ein zähes Fliessen der Mischung erreicht wird.



   Zur Bereitung der Wasser-Alkohol-Mi  schung    als Dispersionsmedium verwendet    man einwertige Alkohole mit 1 bis 4 :    Kohlenstoffatomen, wie   Methyl-,    ¯thyl-, Propyl-,   Isopropyl-,    sekund. Butyl-,   Isobutyl-und    tert. Butylalkohol. Die Menge Alkohol in der wässerigen Losung soll 10 bis 50%, vorzugsweise 20 bis 40%, betragen.



   Der Gehalt an plastifiziertem Harz,   di-      spergiert    in   wässerig-alkoholischem    Medium, ist auf 30 bis 40%, insbesondere 25bis 35%, bezogen auf das Gesamtgewicht an   plastifi-      ziertem    Harz und Dispersionsmittel, einzustellen.



   Pigmentierte   Harzdispersionen    scheinen stabiler zu sein als   niehtpigmentierte.    Offenbar vermindern die Pigmentteilchen die Agglomerationsneigung des Harzes. Sofern sich eine wässerige Schicht aus der zur Herstellung der   Überzüge bestimmten pigmentier-    ten   Harzdispersion abscheidet,    kann der ursprünglicbe Zustand des Produktes dureh  Rühren oder   Schiitteln    wieder   hergestellt wer-    den, und in diesem Sinne sind diese   Disper-    sionen als unbeschränkt haltbar zu betrachten.



   Als Pigmente können auch andere als die in den Beispielen genannten verwendet werden, wie allgemein mineralische Pigmente, zum Beispiel Zinksulfid, Lithopon, Kobaltblau, Chromoxyd, Selenpigmente, dann aber auch   Farblaeke    und Pigmentfarbstoffe. Der   plu-vert    der Pasten oder Dispersionen kann durch Zusatz von alkalisch oder sauer rea   gierenden Mitteln oder Puffermitteln einge-    stellt werden, sei es, um die Stabilität der Paste bei der Dispersion der Pigmente zu erhalten oder sei es, um beim Pressen die   Här-    tung zu regeln. Es können   auch    kolloidale.



  Dispergiermittel, Sehutzkolloide oder ober  flächenaktive    Stoffe als die Dispersion des Harzes und des Pigmentes fordernde und erhaltende Mittel zugesetzt werden. Wenn auch die   Deckschichten ohne Pigmentzusa. tz    hergestellt werden können, ist ein solcher Zusatz von Vorteil. Im allgemeinen sollten nicht mehr als 60% Pigment, vorzugsweise 30 bis 50    /o,    bezogen auf das Gesamtgewicht an Harz und Pigment, zugesetzt werden.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Harzdispersionen ergeben Deckschichten, welche ausser der gewünschten Hitzebeständigkeit, in der Regel iiberraschend gutes Aussehen, ein  wandfreie Kratz-, Flecken-und    Alkoholbe  ständigkeit    aufweisen, und deren   oberfläch-    liche Harzschicht, trotz Abwesenheit von ver  stärkenden    Fasern, gegen Rissbildung   bestän-    dig ist und ausreichende Eigenfestigkeit besitzt.



   Sie eignen sieh zur Erzeugung von Deckschichten auf Trägerstoffen aller Art Zum Beispiel können sie auf teilweise gehärtete, geformte Produkte aus Phenol-, Harnstoff-, Melamin- oder Ïndern warmhÏrtbaren. Harzpressmassen aufgespritzt werden, worauf der ¯berzug: getrocknet und das geformte Produkt in der urspr nglichen Pressform einer   Wärme-    behandlung unterworfen wird, um die Deekschicht mit der UTnterlagssehieht fest zu vereinen und das ganze Gebilde zu härten. Dadurch kann eine dekorative OberflÏche oder eine Deckschicht mit au¯ergew¯hnlicher Dauerhaftigkeit und Fleckenfestigkeit erzielt werden.

   Man kann auch eine, mit einem heisshärtbaren Harz imprägnierte Trägersehieht mit der erfindungsgemϯeu Harzdispersion, zum Beispiel durch   Nufstreiehen,    ¯berziehen und die überzogene   Trägersehieht    kurze Zeit trocknen und mit einer Unterlage unter Anwendung von Hitze und Druek, vereinigen,   wobei ein geschichteter Korper    er  lialten wircl, der    eine die erwähnten Eigen   sehaften besitzende Deckschicht, a. ufweist.   



   Zur näheren Erläuterung des   erfindungs-    gemässen Verfahrens dienen die nachfolgend aufgeführten Beispiele, in welehen die ange  gebenen    Teile   Gewiciitsteile,    die Prozente Gewichtsprozente bedeuten. Die in den   Bei-    spielen verwendeten Harze wurden wie folgt hergestellt :
Harz A
Ein schmelzbares, l¯sliches Melaminharz wird   hergestellt durch Mischen von 512 Teilen    einer   37prozentigen wässerigen Formaldehyd-    l¯sung mit 386 Teilen Melamin, bei einer    Temperaturvon27 C.woraufmandurch    Zusatz von Natronlauge den PH-Wert auf 7, 0 (gemessen mittels Glaselektrode) einstellt.



  Die AufschlÏmmung wird in 30 bis 40 Mi   nuten zum Sieden unter Rückflusskühlung ge-    bracht, worauf der PH-Wert auf 8, 0 bis 9, 0 eingestellt wird Hierauf k hlt man langsam ab auf etwa 80¯   C und behält    das Produkt auf dieser Temperatur, unter   fortwährender    Kontrolle der Viskosität. Sobald der aus der Umsetzung sich ergebende Sirup eine ViskositÏt nach Stormer von 45 bis 50 Sekunden bei 25¯ C erreicht hat, wird dieser auf einen   H-Wert    von 9, 5 eingestellt und zur Trockne versprüht.

   Die   Sprühtrocknung wird    so geregelt, dass sich ein Produkt ergibt, welches in 50prozentiger wÏsseriger L¯sung bei 20¯C eine   Viskosität von 21 bis 28 Centipoisen,       einen PH- Wert von 8, 5 bis 9, 5 bei 23¯ C und    bei 15- bis 25prozentiger Verd nnung ausfÏllt.



   Harz B
Zur Umwandlung des schmelzbaren, l¯slichen Harzes A in cinen schmelzbaren, un   loslichen oder schwerlöslichen Zustand, bei    dessen Polymerisationsgrad das Harz zur unmittelbaren Verformung geeignet ist, wird dieses einer Wärmebehandlung unterworfen gemäss französischer Patentschrift Nr. 964178 vom 11. Februar   1948    der   American    Cyanamid Company. Zu diesem Zweck wird das Harz A in gemahlener Form, ausgebreitet auf Plättehen, im Ofen erhitzt, wobei die T'em  peratur während    5 Stunden auf 100¯C gehalten und. hierauf auf   12, h     C erhöht wird, bis eine Probe, mit einem gleichen Teil Wasser angeriihrt, eine nieht. klebrige Paste ergibt.



  Normalerweise genügen dazu 1 bis 3 Stunden, während welehen die erhöhte Temperatur eingehalten wird, Im Gegensatz zu Harz A löst sich das so behandelte Harz zu weniger als   15  /o    seines Gewichtes, wenn dieses mit gleichen Mengen oder einem ¯berschu¯ an Was  ser umgerührt wird   
Ein Harz mit wesentlich den gleichen    Schmelz-undLosliehkeitseigenschaftenerhält    man durch die polymerisierende Behandlung von Ha. rz A auf erwärmten   Misehwalzen.   



  Sofern beide Walzen eine Temperatur von 120¯C besitzen, gen gt dazu eine Behand  lungsdauer    von 33 Minuten.



     Beispie1L    1
Dieses nicht erfindungsgemässe Vergleiehsbeispiel dient lediglich dazu, den Vorteil des vorliegenden, in den naehfolgenden   Beispie-    len   2    und 3 gesehilderten erfindungsgemϯen Verfahrens klar aufzuzeigen.



   Harz B 88 Teile
Weichmacher (Polyamid) 22,,
Pigment (TiO2)   90       Äthylalkohol 75   
Wasser 225,,    Schmiermittel für die Form 1, 1   
Harz und Pigment werden zusammen in ciner Kugelm hle gemahlen und gemischt.



  Nach Zugabe der übrigen Zusätze wird noeh 16 Stunden weitergemischt, wobei eine Dispersion von einer zur   Auftraglmg    mit Spaeh  telil,    geeigneten Konsistenz erhalten wird.



   Aufgetragen auf eine Unterlage, ergibt die so erhaltene Harzdispersion eine Deckschicht, die nach hei¯em HÏrten ausgezeichnetes Aussehen, einwandfreie FarbbestÏndigkeit und Dauerhaftigkeit sowie hohe   Widerstands-       fa. higkeit gegen Da. mpf-und Wärmeeinwir-    kung aufweist. Dagegen werden die so e. rhaltenen Deckschichten durch Alkohol staxk angegriffen. Hervorzuheben ist, da¯ das Harz mit dem. Weichmacher   auf'erhitzten Misch-    walzen nieht, so weit gemischt wurde, bis es vollständig unlöslieh geworden wa. r.



   Ähnliche Ergebnisse wurden erhalten, wenn der Weichmacher des obigen Beispiels in Mischung mit einem zweiten Weichmacher, wie   o- ("resvlglyeeryläther, verwendet    wurde.



   Beispiel 2    25    Teile eines alkoholl¯slichen Polyamides und 10 Teile Monoorthocresylglyceryläther werden bei   155     C in einem Banbury-Mischer gemischt Die erhaltene zähe, pastisehe Masse wird auf geheizte Mischwalzen gebracht, und hierauf werden   65    Teile eines löslichen und schmelzbaren   Melamin-Formaldehydharzea    (Harz A) und   1    Teil Zinkstearat eingetragen. Das Gemisch wird während 8 Minuten und bei einer beidseitigen Walzentemperatur von   150     C bearbeitet, wobei das Melaminharz in den vollständig unlöslichen Zustand übergeht. Das plastifizierte Harz wird hierauf von den Walzen in Form eines Felles, abgehoben und granuliert.



     110    Teile des so behandelten Harzes werden in einer Kugelmühle mit 90 Teilen TiO2 Pigment und   300    Teilen einer Mischung aus 1 Teil Äthylalkohol und 3 Teilen   Wasser wäh-    rend 16 Stunden gemahlen. Nach dieser Ze. it erhÏlt man eine   glatt fliessende Überzugs-    paste.



   Diese Paste ergibt nach dem Auftrag auf eine   Unterlage und heissem Härten Deck-    schichten, welche ein   vorzügliches    Aussehen und andere hochwertige Eigenschaften, wie    Tiefenfärbung, Glanz, erhöhte Festigkeit, ge-    gen Abrieb, Dampf und Wärmeeinwirkung, besitzen und welche vor allem gegen die   Ein-       wirkung von Akohol, Säuren und Alkalien    sehr beständig sind. Die   Alkoholfestigkeit    wird dadurch bestimmt, dass die Deckschich ten ununterbrochen während 16 Stunden der Einwirkung von Alkohol ausgesetzt werden.



   Beispiel 3
80 Teile eines Melamin-Formaldehydharzes (Harz A), 15 Teile des   krista. llinen Poly-    amids          Nylon   FAT-101    (der Firma E.   I.   



  Du Pont de Nemours  &    Co.),    5 Teile Cresyl  glyceryläther    und 1 Teil Zinkstearat werden in ein Mischwalzwerk zu 2 Walzen, dessen sehnell drehende Walze auf   135     C, die langsam drehende Walze auf 65¯ C erhitzt sind, aufgetragen und wÏhrend 21 Minuten gemischt, worauf das gehärtete und   plastifi-    zierte Harz in Form einer Schicht abgezogen wird.



   110 Teile des so erhaltenen   Harzes wer-    den in einer Kugelm hle mit. 90 Teilen TiO2 Pigment, 75 Teilen Äthanol und 225 Teilen Wasser gemahlen.   Nach 16 Stunden Mahlzelt    wurde   eine Überzugspaste    erhalten, welche gehärtete Deckschichten ergibt, die ausgezeielmete Widerstandsfähigkeit gegen   Reagen-    zien, insbesondere Alkohol, und gleiche Be   ständigkeit gegen Einwirkung von trockener    Hitze und Dampf aufweisen, wie das gemäss Beispiel   2    erhaltene Produkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer zur Er zeugung von Deckschichten geeigneten, pastenförmigen Melaminharzdispersion, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein wasserlösliches, unveräthertes Melamin-Formaldehydharz mit einem in Alkohol oder verdünntem Alkohol losliehen, synthetischen linearen Polyamid, das einen bei Atmosphärendruck 165 C nicht übersteigenden Erweichungspunkt und einen Wassergehalt von h¯chstens 25% aufweist, als Weiehmaeher im Verhältnis von 85 : 15 bis 60 :
    40 auf gelieizten Mischwalzen bis zur Erlangung des unlöslichen, jedoch noch schmelzbaren Zustandes des Vlelamin-Form- aldeh-dharzes miseht und das plastifizierte Harz dann mit einer wässerigen Losung eines einwertigen Alkohols mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen als Dispersionsmedium vermahlt, wobei das Mengenverhältnis von plastifiziertem Harz zum wässerig-alkoholischen Medium 40 : 60 bis 20 : 80 und dasjenige von Wasser zu Alkohol im wässerig-alkoholischen Medium 90 : 10 bis 50 : 50 beträgt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadureh gekennzeichnet, dass das Polyamid mit, einem Fliessmittel plastifiziert ist.
    2. Verfahren gemäss Patentansprueh I und Unteranspruchl,dadurchgekennzeichnet, dass im Verlaufe des Verfahrens ein Pigment zugesetzt wird.
    3. Verfahren gemϯ Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Verlaufe des Verfahrens ein Formschmiermittel zugesetzt wird.
    4. Verfahren gemϯ Patentanspruch I und Unteranspr chen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Dispersion fordernde und erhaltende Mittel zugesetzt werden.
    PATENTANSPRUCHII Gemäss Patentanspruch I hergestellte Melaminharzdispersion.
    PATENTANSPRUCH III Verwendung der gemϯ Patentanspruch I hergestelltenMelaminharzdispersion zur Erzeugung von Deckschichten auf ?nterlagen.
CH319243D 1953-03-26 1953-03-26 Verfahren zur Herstellung einer zur Erzeugung von Deckschichten geeigneten, pastenförmigen Melaminharzdispersion CH319243A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2221482A1 (en) * 1973-03-13 1974-10-11 British Industrial Plastics Thermosetting aminoplast resin contg. polyamide - improves strength surface appearance, shrinkage and water absorption prods

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