CH314366A - Visier - Google Patents
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- G—PHYSICS
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Description
<B>Visier</B> Es sind Visiere mit einem optischen Sy stem zur Kombination eines Zielbildes mit einem Visiermarkenbild unter der Bezeich nung Reflexvisiere bekannt. Als Licht quelle dient dabei meistens das Aussenlicht. Dämmerlicht, das noch eine Zielbeobachtung ermöglicht, ist aber oft zu schwach, um noch eine genügende Leuchtstärke des Visier markenbildes zu gewährleisten. Die schon vor geschlagene Verwendung einer elektrischen Lampe als Lichtquelle für das Visiermarken- bild setzt das Vorhandensein einer Strom quelle, z. B. einer Batterie, voraus, welche Vor aussetzung im Felde für Einzelwaffen nicht immer leicht erfüllt werden kann.
Nach der vorliegenden Erfindung ist vor gesehen, dass als Lichtquelle für das Visier markenbild eine unter dem Einfluss radio aktiver Strahlung phosphoreszierende Leueht- stoffmasse wirkt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Nach Fig.1 enthält ein Gehäuse 1 ein Objektivfenster 2, ein Umlenkprisma 3, einen halbdurchlässigen Spiegel 4 und ein Okular fenster 5. Auf dem Okularstutzen des Gehäu ses sitzt eine Gummihülse 6, durch welche der Beobachter in das Okular hineinsehen kann. Im schematisch angedeuteten Auge A erscheint dabei ein Zielbild, beispielsweise das Bild eines Hauses, wie das in der Zeichnung angedeutet ist. Das Ziellicht gelangt dabei durch das Objektivfenster 2 ins Gehäuse und wird am Prisma 3 und am Spiegel 4 um je 90 ab gelenkt. Die Fenster 2 und 5 könnten auch durch geeignete Linsensysteme ersetzt werden.
In der optischen Achse des Okularfensters 5 befindet sich hinter dem halbdurchlässigen Spiegel 4 ein Linsensystem 7, das die Auf gabe hat, ein Bild einer Visiermarkenanord- nung durch den Spiegel 4 und das Okular 5 auf die Netzhaut des Beobachterauges A zu entwer fen, das heisst, das Visiermarkenbild dem Ziel bild zu überlagern. Im vorliegenden Fall ist vorgesehen, dass die Visiermarken in Form eines Balkenkreuzes 8' auf der Innenflüche einer auf den die Linse 7 enthaltenden Ge häusestutzen aufsteckbaren Deckelhaube 8 in Leuchtfarbe aufgemalt sind.
Die Leuchtfarbe 8' besteht beispielsweise aus einer Mischung von Zinksulfid, Bindemittel und radioaktiven Substanzen.
Je nach der Menge und der Strahlungs stärke der der Leuchtfarbe beigemischten Sub stanzen ergibt sich eine grössere oder kleinere Leuchtdichte der Visiermarken. Da eine ver hältnismässig hohe Leuchtdichte des Visier markenbildes notwendig ist, um auch bei hel len Zielbildern eine gute Sichtbarkeit des Visiermarkenbildes zu gewährleisten, wäre eine Leuchtfarbe notwendig, die viel radioaktive Substanzen enthält. In diesem Fall ergibt sich aber eine rasche Ermüdung der Leuchtfarbe, die hauptsächlich auf die Zersetzung der Leuchtkristalle und des Bindemittels durch die radioaktive Strahlung zurückzuführen ist.
Weil aber der Visiermarkenträger, das heisst die Deckelhaube 8, abnehmbar und auswechsel bar ist, können ermüdete Leuchtstoffvisier- marken leicht durch frische ersetzt werden.
Für den Fall, dass der häufige Ersatz von übermässig stark radiumhaltigen Visiermarken zu kostspielig erscheint, kann es vorteilhaft sein, radiumhaltige Substanzen so im Gehäuse anzuordnen, dass die auf der Innenseite des Deckels aufgemalten Visiermarken nur dann der intensiven Radiumstrahlung ausgesetzt sind, wenn die Deckelhaube auf das Visier gehäuse aufgesetzt ist.
Im vorliegenden Fall ist beispielsweise ein Ring von radioaktiver Masse 9 zwischen der Gehäusewand und einem Blendenring 10 ein gesetzt. Es könnten aber auch durchsichtige radioaktive Substanzen auf die Aussenseite eines Glasfensters aufgebracht werden, welches Fenster an der Stelle des Blendenringes 10 im Gehäuse 1 eingesetzt wäre.
In beiden Fällen wird die Leuchtsubstanz der auf das Gehäuse aufgesetzten Deckelhaube der Strahlungswirkung von radioaktivem Ma terial ausgesetzt, während die Visiermarken von Vorratsdeckeln dieser Strahlung nicht ausgesetzt sind, also nicht ermüden. Dabei ist es möglich, dass der Leuchtmasse selbst schon radioaktive Substanzen beigemischt sind, aber in so geringer Menge, dass sie nur zu schw a chem Leuchten vorerregt werden, während sie nur im Gebrauch der intensiven Strahlung ausgesetzt sind.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist das Gehäuse mit 11, das Objektivfenster mit 12, der Spiegel mit 14, das Okular mit 15 und die Abbildungslinse für die Visier marken mit 17 bezeichnet. Gegenüber dem Beispiel nach Fig. 1 ist also hier vorgesehen, dass das Zielbildlicht gerade vom Objektiv durch den Spiegel zum Okular gelangt, wäh rend das Visiermarkenlicht am Spiegel 14 ab gelenkt wird. Die Visiermarken sind in der metallisierten Oberseite der Glasplatte 18 ein geritzt und bestehen aus zwei durchsichtigen, konzentrischen Kreisen.
Sie werden vom Licht einer Leuchtstoffschicht 19 beleuchtet, die an der innern Stirnfläche eines in das Ge häuse 11 eingeschraubten Zapfens 20 ange bracht ist. Zwischen der Strichplatte 18 und der Leuchtschicht 19 ist eine Glasplatte 21 an geordnet, auf deren Oberseite eine durch sichtige Schicht 22 von stark radioaktiven Sub stanzen angeordnet ist, so dass die Leucht- stoffschicht 19 dieser Strahlung ausgesetzt ist. Die Distanz zwischen der Leuchtschicht und der Strahlungsschicht und damit die Bestrah- lungs- und Leuchtintensität der Schicht 19 kann durch die Verdrehung des Zapfens 20 geregelt werden.
Nach eingetretener Ermü dung der Leuchtschicht 19 kann sie leicht durch eine frische ersetzt werden. Das Vor handensein einer mit durchfallendem Licht beleuchteten Visiermarkenplatte ermöglicht auch die Verwendung von Aussenlicht zur Be leuchtung der Visiermarken, indem der Zapfen 20 durch ein Fenster ersetzt werden kann.
Im übrigen ist auch hier auf dem Okular- stutzen eine Gummihülse 16 angeordnet, an welche das Beobachterauge A angelegt werden kann, um die Kombination des Zielbildes und des Visiermarkenbildes zu beobachten.
Die radioaktiven Substanzen können auch direkt auf die metallisierte Aussenfläche der Visiermarkenplatte 18 aufgebracht werden, so dass die Glasplatte 21 wegfallen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Visier mit einem optischen System zur Kombination eines Zielbildes mit einem Visier markenbild, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtquelle für das Visiermarkenbild eine unter dem Einfluss von radioaktiver Strahlung phos phoreszierende Leuchtstoffmasse wirkt. UNTERANSPRLTCHE 1. Visier nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Visiermarken selbst aus Leuchtstoffmasse bestehen. 2.Visier nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Visiermarkenträger auswechselbar ist, damit ernnüdete Leuchtstoff- visiermarken durch frische ersetzt werden können. 3. Visier nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Leuchtmasse be stehenden Visiermarken auf einem Träger, der dem Visiergehäuse aufgesetzt werden kann, so angeordnet sind, dass sie bei auf das Ge häuse aufgesetztem Träger der Strahlungs wirkung von im Gehäuse angeordneten radio aktiven Substanzen ausgesetzt sind. 4.Visier nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine mit durchsichtigen Visier marken versehene, im übrigen undurchsichtige Platte und eine Leuchtstoffschicht zur Be leuchtung der Visiermarkenplatte mit Durch fallicht (Fig.2). 5. Visier nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstoffschicht auswechselbar ist. 6.Visier nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Gebrauchs lage der Leuchtstoffschicht und der Visier markenplatte radioaktive Substanzen derart angeordnet sind, dass die Leuchtstoffschicht der radioaktiven Strahlung ausgesetzt ist und der Lichtdurchtritt von der leuchtenden Schichtfläche zur Visiermarkenplatte nicht wesentlich beeinträchtigt wird. 7. Visier nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanz zwischen der radioaktiven Strahlungsquelle und der Leucht- stoffschicht veränderbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1952
- 1952-12-24 CH CH314366D patent/CH314366A/de unknown
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