CH314005A - Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung von Trimethylentrinitramin - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung von Trimethylentrinitramin

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CH314005A
CH314005A CH314005DA CH314005A CH 314005 A CH314005 A CH 314005A CH 314005D A CH314005D A CH 314005DA CH 314005 A CH314005 A CH 314005A
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Diels Albert
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D251/00Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
    • C07D251/02Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
    • C07D251/04Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D251/06Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms directly attached to ring nitrogen atoms

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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung von     Trimethylentrinitramin       Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur  fortlaufenden Herstellung von     Trimethylen-          trinitramin,    im Verkehr bekannt als.     Hexogen     oder T4     (vg1.    Paul     Karner,    Lehrbuch der       organischen        Chemie,    Leipzig 1950, S. 1012).  



  Es ist bekannt,     Hexamethylentetramin          fortlaufend    in Kolonnenapparaten     zu    nitrie  ren, indem man diese mit     verschiedenen    Tem  peraturzonen     ausrüstet.        Diese        Durchführung     der     Nitrierung    bringt     den        technischen    Nach  teil mit sich,     ,

  dass    man in hohen Kolonnen       Flüssigkeitssäulen        beträchtlicherHöhe    auf den  untern Schichten     zwangläufig    lagern muss  und so offensichtlich     nicht    in der Lage     ist,     die     entsprechenden        Temperatumsteigerungen     rasch und sicher zu     beherrschen.    Ausserdem  kann man bei den in der Technik     bisher     üblichen Kolonnen geringen Durchmessers  eine     ausreichende    Rührung nicht durchfüh  ren.

       Dies    ist aber für eine rasche     Nitriex%ing          unbedingt        erforderlich.    Das     Ergebnis        ist,    dass  die in der Technik üblichen     Vorrichtungen     nur auf geringe Leistung kommen und     eine          praktische    Grossfabrikation auf diese     Art     nicht     durchzuführen        ist.    Auch die an die     Ni-          tzrierung    sich     anschliessende    Abführung der  Salpetersäure durch     

  Ausblasen    konnte man  bisher praktisch fast nur     ehargenmässig    durch  führen oder in Wannen im     Durchfluss,    wobei  aber Zonen     auftraten,    in denen eine     Rührring     nicht möglich war, was wieder     eine    sehr un  liebsame     Zersetzung        zwangl.äufig    zur Folge    hatte:

   Auch das     erforderliche-        Stabilisieren    ist       in    der     Technik        nur        ehargenmässig    in Druckge  fässen oder Kochern durchgeführt worden,  was     wieder    den     Nachteil    mit sieh     bringt,    dass  man einen sehr grossen     Apparaturaufwand    in  Kauf nehmen     muss.    Endlich     ist    auch das       Trockenproblem    bisher noch nicht     befriech-          gend    gelöst worden;

   denn das     Trocknen        wird     fast     ausnahmslos    in Trockenhäusern auf Hor  den mit Warmluft     ;durchgeführt,    was viele       Einzelgebäude    mit     Wallanlagen    erforderlich  macht,     dä    aus     begreiflichem.        Sicherheitsgrün-          den.    die     Beschickung    der     Einzelgebäude    nicht  zu gross gewählt werden darf.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren        ist.    nun       dadurch    gekennzeichnet,     :dass    die     Nitriexilng     in     verschiedenen        Stufen    vorgenommen     wird,     die bei     verschiedenen        Temperaturen    in     hinter-          einandergeschaIteten,

      durch     Leitungen        mitein-          and        ier    verbundenen     Nitrierbehältern    durchge  führt werden, und dass     ferner    auch die     Säure-          ausblasiung    und danach die     Stabilisierung     stufenweise in mehreren     hintereinanderge     schalteten Apparaten durchgeführt wird,

   wo  bei die     Stabilisierung    in mit     Pressluft    betrie  benen     Emulseuren    vorgenommen     urid        idie    Sal  petersäure in gekühltem Zustand aufgegeben  wird.  



  Man hat so die     Möglichkeit,    jeden     Einzel-          nitrierappa.rat    auf die gerade     zweckmässige     Temperatur     einzustellen.        @    Der     Gesamtnitrier          prozess        ist    durch die     Unterteilung    in jeder           einzelnen    Phase     gutbeherrschbar    und lässt  sich auch leicht unter dem. erforderlichen  starken Rühren durchführen.

   Man     wird    zweck  mässig die Salpetersäure sehr     stark    abkühlen,  um die     Mögliehkeit        zu    haben, das     Hexamethy-          lentetramin    schon dem ersten     Nitrieraggregat          zuzuführen.    Man kann es aber auch in       Portionen    in verschiedenen Stufen     zuführen.     Wie die     Nitrier        tng    geht.

   auch die     Ausblasimg     der     Salpetersäure        stufenweise    vor sich, wo  bei es auch möglich     ist        Zwillingsapparaturen     anzuwenden, um grosse     Ausdampfflächen    zu  erhalten.     Derartige    Zwillingsapparate lassen  es zu,     da-ss    man bei     guter        Rührung    eine     wei-          testgehendeTem,peraturbeherrsehungbei    maxi  maler Oberfläche     ,sicherstellen    kann.  



  Unter einem      Zivillingsapparat     versteht  man bekanntlich     zwei    gleichartige, parallel       geschaltete    Apparaturen, in denen derselbe  Prozess gleichzeitig durchgeführt wird.  



  In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur  Durchführung des     erfindungsgemässen    Ver  fahrens in     einem        Ausführ,ingsbeispiel    darge  stellt.  



  In     Fig.    1     bezeichnet    1 einen kühlbaren       Kessel    für die     Salpetersäure.    Diese fliesst au ,3  diesem Kessel über     die        Dosierpiunpe        lca        ünd     ein     Kontrollorgan    1b in die     Nitrierapparate     2,

   von denen hier vier     dargestellt        sind.    Jedes  einzelne der     Nitriergefässe    2     ist    mit einer       Aufgabevorriehttmg    3 für das     Hexamet.hjen-          tetramin    versehen. In -dem gewählten Beispiel  sind nur die     -ersten    beiden     Nitrierapparate          mit    solchen Vorrichtungen     ausgerüstet.    Mit 4  endlich     ist    die     gemeinsame        Absailgeleitung     angedeutet.  



  Aus den     Nitrierkesseln    2 gelangt das Gut  in die     Aiisblasapparate    5, von denen in dem       gewählten        Beispiel        zwei    vorgesehen sind.

   4       bezeichnet    wieder     eine        Absaugeleitung.        Aus     dem letzten     Zwillingsaippparat    gelangt das     CTut     in     die    Schleuder 6, aus     der    die     gewünschten     Kristalle bei 7     abgeschieden    werden, während  die     Abfallsäure    durch die     Leitung    8 der     Wei-          terverwendung        zugeführt    wird.  



  Die     Stabilisierung    des     Trimethylent.rini-          tramins    wird .dann so durchgeführt, dass.  das saure     Produkt,        mit        Warmwasser    aufge-    schwemmt einem     Emulseur        zugeführt,    und in  diesem     mitLuft    .     emulgiert    wird. Man erreicht so  eine intensive     Durchmischung    und sehr     rasche          Auswaschung.        Dieser    Prozess wird mehrmals  wiederholt.

   Zu     diesem    Zweck     wird    Aggregat  hinter     Aggregat        geschaltet,    wobei     hinter    je  dem     Emulseur    eine     vollständige    oder zumin  dest sehr     weitgehendeAbscheidung        desWaseh-          wassers    von den     Kristallen    mit     bekannten     Hilfsmitteln     .durchgeführt    wird.  



  In     Fig.    2     ist    eine solche     Stabilisiervorricli-          tung    schematisch     dargestellt.        Bei    9     wird    das  bei 7 der     Fig.    1 abgeschiedene Gut aufgege  ben     und    im     Aufschwemmapparat    10 mit       Warmwasser    weitgehend zerteilt,.

   Von dort       aus    wird     es    in die     hintereinandergeschalteten          Emulseure    11, von denen in dem gewählten       Beispiel    vier dargestellt sind, geführt, die mit  einander durch die Leitungen     11a    und die       Zwisehenabscheider    12 verbunden     sind.    Aus  dem letzten     Emulseur        gelangt    das Gut in die  Zentrifuge 13,

       aus    der die     gereinigten    Kri  stalle bei 15 abgeschieden     und    das     abgesehleu-          derte    Waschwasser durch die     Leitung    16 ab  geführt     wird'.    14     endlbeh    ist, eine Filterein  richtung für die aus den     Zwischenabscheidern     12 abgehenden Waschwässer. Für das Trock  nen .der bei 15     abgeschiedenen    Kristalle ist  ein Kanal vorgesehen, dem     dass    Gut fortlau  fend aufgegeben wird.

   Dieser Kanal ist     gegen     die Horizontale etwas     geneigt    und in einen  obern und einen     unterm        Warn-luftr        aum        unter-          teilt.    Die Trennung     zwischen        Gutrauui        -Lund     Luftraum     erfolgt    durch Siebgewebe oder  keramische Platten. Man bläst     die    Warmluft  von etwa 50  in den Unterteil ein,     bringt    da:,  zu trocknende Gut     aiif    den Trennboden und  trocknet so das Gut     im    Fliessen.

   Die Trocken  luft geht durch Filter und fliesst am Ende  des Kanals aus.     Zweckmässig    wird man die       gesamteApparatair,    insbesondere die     Troeken-          kammer,    zur Abführung der     statischen    Elek  trizität     entsprechend    sichern,     beispielsweise     durch radioaktive Massen die Luft. ionisieren.  



  In der     Fig.    3 bezeichnet 17 die Aufgabe  vssrrichtung für das bei 15 der     Fig.    2 abge  schiedene Gut. 116     isst    das     Warmluftaggregat,     18 der Trockenkanal mit Luftkammer     18a         und     Gutraum        18b,    die .durch den Trennboden  18c getrennt     sind,    wie die Nebenskizze zu       Fig.    3 in     vergrössertem        Massstab    zeigt. 19 ist  das Filter für die Abluft, und bei 20 fliesst  das     Enderzeugnis    aus.

   21 endlich sind einge  hängte Platten     mit    radioaktiven Stoffen zur       Ionisierung    der Luft.  



  In den     Oberteilen,    der     E        mulseu:re        können     noch Schwebeteile, z. B.     Gummikugeln,    vor  gesehen sein, die durch die     Luftimpulse    auf  Sitzen bewegt werden und die Zerkleinerung  der     Kristalle        innerhalb    der Flüssigkeit be  wirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur fortlaufenden Herstel lung von Trimethylentrinitramin aus Hexa- methylentetsamin und Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, dass die Nitrierung in ver- sehiedenen Stufen vorgenommen wird, die bei verschiedenen Temperaturen in hintereinan- dergeschalteten, durch Leitungen miteinander verbundenen Nitrierbehältern durchgeführt.
    werden, und dass ferner auch die Säureaus- blasung und,dana.ch die Stabilisierung stufen weise in mehreren hintereinandergeschalteten Apparaten durchgeführt wird, wobei die Sta bilisierung in mit Pressluft betriebenen Emul- seuren vorgenommen und die Salpetersäure in gekühltem Zustand aufgegeben wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach PatentansprLich I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere miteinander ge schaltete, durch Leitungen miteinander ver bundene Nitriergefässe (2) vorgesehen sind', von denen mindestens eines eine Aufgabevor- richtung (3) für .das Hexamethylentetramin besitzt, an die sich Apparate (5)
    zur Säure- ausblasung anschliessen, und- dass ferner eine Aufschwemmvorrichtung und mehrere mit Luft betriebene, hintereinandergeschaltete Eml.11Se11re vorgesehen sind, von welchen das Nitriergut über eine Schleuder (13) zu einem Trockenkanal (18) mit geringer Neigung ge gen die Horizontale gelangt, der einen Zwi schenboden (18e) aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Säureausbla- sang in Zwillingsapparaten , durchgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass die Stabilisierung in den Emulseuren mit Zwisehenabscheldung durchgeführt wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Zwillingsappa- rate (5) zur Säureausblasung vorgesehen sind. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulseure mit Zwischenabscheidern (12) ausgestattet sind. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulseure im Oberteil schwebende Körper zur Zer- kleinexamg der Kristalle enthalten. 6. Vorrichtung nach Patentanispruch hI und Unteranspruch <B>5,</B> dadurch gekennzeich net, dass die schwebenden Körper aus Kau tschukkugeln bestehen.
CH314005D 1952-03-28 1953-01-30 Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung von Trimethylentrinitramin CH314005A (de)

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