CH313652A - Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage - Google Patents

Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage

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CH313652A
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CH
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deflagration
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turbine system
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turbine
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Inventor
Holzwarth Hans Dr E H
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Schilling Estate Company
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
    • F02C5/12Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the combustion chambers having inlet or outlet valves, e.g. Holzwarth gas-turbine plants

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Description


  Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  die bekannte Bauart von     Verpuffungsbrenu-          kraftturbinenanlagen    mit Verpuffungskam  mern, die in Riehtung ihrer Längserstreckung  parallel zur Achse des Turbinenläufers sowie  des diesen umgebenden Gehäuses um letzteres  angeordnet sind.  



  Diese Anordnung erwies sich in     Verbin-          dung    mit einem älteren Arbeitsverfahren  zweckmässig, nach welchem die in den Ver  puffungskammern erzeugten Feuergase über  ein an ihrem Ende angebrachtes Düsenventil  zur Beschaufelung entlassen werden, an die  sich nach weiteren Vorschlägen ein zweites  Turbinengehäuse anschliessen kann, in     wel-          ehem    die nach Druek und Temperatur in  Zwischenbehältern ausgeglichenen Gase mit  höherem Radwirkungsgrad als in der ersten,  stossweise beaufschlagten Turbinenstufe verar  beitet werden. Die Verpuffungskammern  waren dabei stets mit gleichen peripheren Ab  ständen voneinander um die verlängert ge  dachte Achse der Turbinenwelle angeordnet.  



  Inzwischen sind Arbeitsverfahren vorge  schlagen worden, bei denen die bei einer Ver  puffung erzeugten Feuergase in mindestens  zwei Stufen expandiert und die hierzu erfor  derlichen Beschaufelungen in demselben Tur  binengehäuse angeordnet werden. Die Feuer  gase werden dabei den Verpuffungskammern  mit wenigstens zwei verschiedenen Anfangs  drücken entnommen, so dass unter Einschluss    der     Entnahme    des durchweg mit der     Lade-          laftspannung    entnommenen Feuergasrestes  eine mindestens dreifache Anzapfung der Ver  puffungskammern erforderlich wird.

   Würde  man unter Anlehnung an die eingangs er  wähnten, bekannten Bauarten diese Anzapfun  gen über an einem Ende der Kammern an  geordnete Düsen- und Auslassventile bewir  ken, so ergäben sich nicht nur     infolge    der  notwendigen Ventilsteuerungen baulich ge  drängte Verhältnisse, sondern auch lange  Überführungsleitungen für die hochgespann  ten und hocherhitzten Feuergase mit der Not  wendigkeit der Kühlung und entsprechenden  thermodynamischen Nachteilen.

   Selbst wenn  sich Kammern und Gehäuse, quer zur Achs  richtung der Turbinenwelle gesehen, decken  würden, würden diese Nachteile mur unwesent  lich beseitigt werden, weil selbst bei Vertei  lung der Zapfstellen über die Länge der Ver  puffungskammern durch Unterbringung der       LTberführungsleitungen        zwischen        Kammern     und Gehäuse räumlich     gedrängte    Verhältnisse  und     Betriebsnachteile    deshalb entstehen wür  den, weil die Zugänglichkeit zum Läufer den  vorherigen Abbau sämtlicher dieser Leitungen  und den Ausbau der Ventilsteuerungen samt  dem mechanischen und/oder     hydraulischen          Steuerungsgestänge    bedingen würde.

   Die sich       hiermit    ergebende Aufgabe, den Gesamtauf  bau der     'Turbine    nach Anordnung der     Ver-          puffungskammern    und Ausbildung der 'Steue-           rung    dem     erwähnten    Arbeitsverfahren ohne  Zulassung baulich gedrängter Verhältnisse  und ohne Entstehen betrieblicher Nachteile  anzupassen, wird erfindungsgemäss dadurch  grundsätzlich gelöst, dass, ausgehend von     Ver-          puffungsbrennkraftturbinenanlagen    mit Ver  puffungskammern, die in Richtung ihrer  Längserstreckung parallel zur Achse des Ver  puffungsturbinenläufers sowie des diesen um  gebenden Gehäuses um letzteres angeordnet  sind,

   die Verpuffungskammern nur um die  untere Hälfte des mehrteilig ausgebildeten Ge  häuses angeordnet sind.  



  Die Vorteile dieser Lösung liegen auf der  Hand. Durch diese Anordnung wird bei einer  beispielsweise zweiteiligen Gehäuseausführung  die gesamte obere Gehäusehälfte frei von allen  An- und Einbauten, so dass sie nach Art  der obern Gehäuseschale einer Dampfturbine  ausgebildet werden kann. Weitere Verein  fachungen lassen sich dadurch erzielen, dass  jeweils mehrere Verpuffungskammern, vor  zugsweise paarweise, etwa durch     Aneinander-          flansehung,    Zusammengiessen,     Aneinander-          schweissen,        Verschrauben    oder dergleichen,  blockartig vereinigt sind.  



  Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbei  spiel der Erfindung eine vierkammerige     Ver-          puffungsbrennkraftturbinenanlage.    Im ein  zelnen veranschaulicht  Fig.1 in schematischer Darstellung eine  Seitenansicht auf die Gesamtanlage, wobei  eine der Kammern im senkrechten Längs  schnitt gemäss der Linie I-I der Fig. 2 dar  gestellt ist.  



  Fig. 2 entspricht in zwei Ebenen geführ  ten, senkrechten Querschnitten durch die Tur  bine nach Linie II-II der Fig.1.  



  Fig.3 zeigt die bauliche Ausbildung der  Steuertung eines Düsenventils im einzelnen.  Fig. 4 entspricht einem senkrechten Schnitt  nach Linie IV IV der Fig. 3.  



  Fig. 5 zeigt eine Stirnansicht auf die  Steuereinrichtung der Turbine, während  Fig. 6 einem senkrechten Querschnitt nach  Linie VI-VI der Fig. 5 entspricht.  



  Fig.7 zeigt eine gegenüber Fig.2 etwas  abgeänderte Ausführungsform des Sitzes für    ein Auslassventil und der sich anschliessenden  Leitungsteile.  



  In der in den Fig. 1 bis 7 dargestell  ten Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage be  zeichnet 1 den Läufer der Verpuffungstur  bine mit den Rädern 2 und 3 sowie den um  laufenden, einkränzigen Beschaufelungen 4  und 5; das diese Teile aufnehmende Turbinen  gehäuse ist mit 6 bezeichnet. Vorhanden ist  ausserdem die Nutzleistungsturbine 33, zu  deren Betrieb die Ausströmgase der vorer  wähnten, als Treibgaserzeuger ansehbaren  Turbinenanlage dienen. Der umlaufenden     Be-          schaufelungsanordnung    4, 5 zugeordnet sind  vier Verpuffungskammern, die paarweise zu  je einem Doppelkammerblock vereinigt sind.  Der rechts gelegene Doppelkammerblock mit  den Verpuffungskammern 7 und 8 ist in den  Fig. 1 und 2 erkennbar.

   Ein. entsprechender  Doppelkammerblock liegt, wie Fig. 2 erkennen  lässt, auf der linken Seite mit den in Fig. 1  durch die Kammern 7, 8 überdeckten Ver  puffungskammern 9 Lund 10. Man erkennt,  dass die Symmetrieebene jedes Doppelkammer  blockes, welche die Zeichnungsebene in der  Linie 11-11 in Fig. 2 schneidet, etwa unter  45  zur horizontalen Teilungsebene 12-12  des Turbinengehäuses 6 angeordnet ist. Wäh  rend das Turbinengehäuse die Teilungsfuge  12-12 aufweist, sind die Seitendeckel 13, die  Lager     14,    die nicht sichtbaren     ;Stopfbuchsen     sowie die nichtgezeichneten     Labyrinthe    und  Dichtungen ungeteilt ausgeführt.

   Die Kam  mern jedes     Doppelkammerblockes    sind, wie  die     Fig.    2 und 3 erkennen lassen, durch Zu  sammengiessen miteinander vereinigt. Durch  diese Anordnung ergibt sieh die Möglichkeit,  die obere Hälfte des Gehäuses 16 als ein  fachen Gehäusedeckel auszubilden und sämt  liche     feuergasbespülten    Bauelemente in der  untern Hälfte des     'Gehäuses    unterzubringen,  in der die     Verpuffungskammern    angeordnet  sind. Diese     feuergasbespülten    Teile bestehen  ausser dem bereits     erwähnten    Läufer 1 aus  Düsen 15, die der     Besehaufelung    4 des Rades  2 vorgeordnet sind.

   Vorhanden sind weiter  die Düsenvorräume 16 mit den     öffnungen    17  als Sitz der Düsenventile 18, während die      Düsen 15 segmentförmig an die zu beauf  schlagende Beschaufelung 4 herangezogen  sind. Fig.2 lässt weiter erkennen, dass die  Sitze 17 der Düsenventile annähernd in einer  Tangentialebene zum Turbinengehäuse 6 lie  gen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die  Übergänge zwischen den Verpuffungskam  merhohlräumen 20, und den Düsenventilsitzen  17 als dünnwandige und gekühlte krümmer  artige Teile 19 auszubilden, in deren     ventil-          sitzseitig    gelegenen Hälsen 21 die an ihren  Enden halbkugeligen Führungsteile 22 der  zwischen den Kammern jedes Doppelkammer  blockes gelegenen Düsenventile angeordnet  sind.  



  Hinter der ersten     Turbinenstufe,    gegeben  durch die Teile 15, 4, liegt die Auffangdüse  24, an die sich eine Auffüllkammer 25 an  schliesst, deren Auslass als Düse 26 der     Be-          schaufelung    5 der zweiten Turbinenstufe 26, 5  vorgeordnet ist. Die Auffüllkammer 25 erhält  aber nicht nur Feuergase über die Auffang  düse 24, die in. der ersten Turbinenstufe 15, 4  einer Teilexpansion unterworfen waren, son  dern sie erhält auch unmittelbar aus den     Ver-          puffungskammern    Frischgase über Düsenven  tile 27, deren Ausbildung sich von der der  Ventile 18 nicht unterscheidet. Zu diesem  Zwecke schliessen sich an die Sitze der Düsen  ventile 27 Krümmer 28 an, die bei 29 in die  Auffüllkammer 25 übergehen.

    



  Hinter der zweiten Turbinenstufe 26, 5  liegt eine Fangdüse 30, welche die der zweiten  Teilexpansion unterworfenen Feuergasteil  mengen über den Leitungsteil 31 zur Treib  gasentnahmeleitung 32 führt. Über die     Treib-          gasentnahmeleitulng    32 erhält der Verbraucher  33 die zu seinem Betriebe erforderlichen  Treibgase. Der Läufer 1 der     Verpuffungs-          brennkraftturbinenanlage    treibt seinerseits  über die Kupplung 34 die Hilfsmaschinen der  Anlage, soweit sie nicht, wie Zündmaschinen  und Brennstoffpumpen, mit der Brennkraft  turbine ummittelbar vereinigt sind, an.

   In  vorliegendem Falle bestehen die ausserhalb  der Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage an  geordneten Hilfsmaschinen aus dem Lade  luftverdichter 35; im Falle des Brenngas-    betriebes wäre auch der Brenngasverdichter  mitanzutreiben.  



  Wie Fig.1 weiter erkennen lässt, ist jede  Verpuffungskammer mit einem Ladeluftven  til 36 ausgerüstet, in das das     Brennstoffein-          spritzventil    37 unmittelbar eingebaut ist. Eine  Ladeluftzuführungsleitung 38 verbindet die  Verpuffungskammern mit dem Ladeluftver  dichter 35, gegebenenfalls unter Einschal  tung eines Zwischenkühlers. Die Steuerung  des Ladeluftventils 36 ist bei 39 schematisch  angegeben. Die Brennstoffzuführungsleitung       zum    Ventil 37 ist als allgemein bekannt nicht  eingezeichnet worden.  



  Nicht gezeichnet sind auch     Leitungsteile,     die sich an das bisher nicht erwähnte Aus  lassventil 40 der in Fig.1 im 'Schnitt gezeig  ten Verpuffungskammer 8 anschliessen. Diese  sich an die Sitze der Auslassventile 40 der  Doppelkammerblöcke in Feuergasrichtung an  schliessenden Leitungsteile sind ebenfalls als       dünnwandige    und gekühlte sowie durch flach  gedrückten, taschenartigen Verlauf den Un  terbringungsräumen zwischen     Turbineninnen-          und    -aussengehäuse angepasste Teile ausgebil  det, deren zur Treibgasentnahmeleitung 32  offenen Hälse in Richtung deren Längs  erstreckung abgebogen sind. Dadurch wird er  reicht, dass der Feuergasrest in das Leitungs  stück 31 und die Treibgasentnahmeleitung 32  übergeschoben wird.

   Hier bildet sich     infolge     zeitlich     veränderlicher        Zufluss-    und     Abfluss-          verhältnisse    ein zuerst ansteigender, dann ab  fallender Druckverlauf aus,     der    als Gegen  druck auf die zweite     ,Stufe    zur Wirkung  kommt. Demgemäss wird die     zweite    Turbinen  stufe einem Gegendruck unterworfen, der mit       Ausnahme    der     Auffüllperiode    den Charak  ter einer Expansion hat.

   Da der     Verlauf    die  ses Gegendruckes durch Versetzung der Ar  beitsspielabschnitte     in    den einzelnen Kam  mern gleichzeitig und     gleichartig    zum Verlauf  der     Beaufschlagungsdrücke    in der Düse 26       und    der     Beschaufelung    5 der     zweiten.    Tur  binenstufe vor sich geht, werden in dieser       Turbinenstufe    die     Gefälleschwankungen    be  deutend     verringert,    so dass höhere     Ra:'dwir-          kungsgrade    als bisher verwirklicht werden      können.

   Gleichzeitig kann das Teilgefälle so  bemessen werden, dass die einkränzige     Be-          schaufelung    5 zur Bewältigung dieses Teil  gefälles ausreicht. Die für die zweite Tur  binenstufe geschilderten Verhältnisse gelten  sinngemäss für die erste Turbinenstufe. Denn  auch der in der Auffüllkammer 25 unter dem  Einfluss der beiden Feuergaszuflüsse auftre  tende Druck wirkt sich über die Auffang  düse 24 als Gegendruck in bezug auf die vor  geordnete Turbinenstufe 15, 4 aus. Der Ver  lauf des Druckes innerhalb der Auffüllkam  mer 25 hat wieder bis auf eine Auffüllperiode  den Charakter einer Expansion, da der In  halt der Auffüllkammer über die Düse 26 ent  spannt wird.

   Wiederum ist es auf die er  wähnte Versetzung der Arbeitsspiele um einen  Arbeitsspielabschnitt in den einzelnen Kam  mern zurückzuführen, dass diese Gegendruck  bildung gleichzeitig zu den Beaufschlagungs  drücken der ersten Turbinenstufe abg     ewik-          kelt    wird. Infolge der gleichartigen Charakte  ristik     und    des     synchronen    Ablaufs     unterliegt     also<I>auch</I> die erste Turbinenstufe bedeutend  kleineren Gefälleschwankungen als bei frü  heren Ausführungen, so dass sie mit hohem  Radwirkungsgrad betrieben werden kann,  weil die maximalen Gefälländerungen nach  oben höchstens 30 %, nach unten höchstens  15 % des optimalen Gefälles betragen.

   Wie  derum ist das in dieser Turbinenstufe zur  Verarbeitung gelangende Teilgefälle grössen  ordnungsmässig so zu bemessen, dass     einkrän-          zige    Beschaufelungen 4 zur Verarbeitung aus  reichen.  



  Die Erzeugung der Feuergase selbst ist  bekannt. Bei Eröffnung des Ladeventils 36  öffnet sich gleichzeitig Auslassventil 40. Die  eintretende Ladeluft schiebt infolge des  schlanken Diffusors der an der Einlassseite  der Verpuffungskammer vorgesehenen     Ven-          turidüse    den Feuergasrest aus der vorherge  henden Verpuffung über das geöffnete Aus  lassventil 40 aus, wobei es zu der bereits ge  schilderten Gegendruckbildung in bezug auf  die Türbinenstufe 26, 5 kommt.

   Noch wäh  rend dieses Vorganges führt der Kolben der  Brennstoffpumpe seinen Förderhub aus     und       spritzt in die Ladeluft eine der jeweiligen  Leistung entsprechende Brennstoffmenge ein  Dadurch bildet sich in der Kammer bereits  während des Verdrängungsvorganges ein     zünd-          fähiges    Gemisch Dieses Gemisch füllt die  Kammer völlig in dem Zeitpunkt, in dem sich  die Ventile N und 40 schliessen. Damit ist  der erste Arbeitsspielabschnitt abgewickelt.  Es folgt der Arbeitsspielabschnitt der Zün  dung und Verpuffung bei völlig geschlossenen  Ventilen, wobei die Zündeinrichtungen als  allgemein bekannt nicht gezeigt sind. An den  Arbeitsspielabschnitt der Zündung und Ver  puffung schliesst sich derjenige der ersten  Teilexpansion an, in dem sich Düsenventil 18  öffnet.

   Gleichzeitig öffnet sich das Düsenventil  27 einer andern Kammer und entlässt eine  niedriger gespannte     Feuergasteilmenge    in die  Auffüllkammer 25. Diese erhält somit gleich  zeitig Feuergase aus der T urbinenstufe 15, 4  über die Auffangdüse 24 und     ummittelbar    aus  einer andern Verpuffungskammer Feuergase  über deren geöffnetes Düsenventil 27 und  Krümmer 28. Unter dem Einfluss dieser bei  den     Feuergaszuflüsse    füllt sich die Kammer  25 rasch mit Feuergasen an, die aber über die  Düse<B>26</B> zur     Beaufschlagung    der     Beschaufe-          lung        _    5 der zweiten Turbinenstufe benutzt  werden.

   Eine dritte Kammer hat gleichzeitig  mit diesen beiden Vorgängen ihr     Auslassventil     eröffnet, so dass der     ,Feuergasrest    über das       zugehörgie        Auslassventil        40        ausgeschoben    wird  und so zu einer entsprechenden Gegendruck  bildung im     Radkammerraum    der zweiten Tur  binenstufe Veranlassung gibt. In     einer    vierten  Kammer sind wiederum gleichzeitig mit die  sen drei Vorgängen Zündung und     Verpuf-          fung    abgewickelt worden. Was für die 'Kam  mer 8 ausgeführt worden ist, gilt sinngemäss  auch für die übrigen Kammern der Turbine.  



       'Fig.2    zeigt im einzelnen, noch die Be  festigung der obern Gehäusehälfte an der  untern. Zu diesem Zwecke     sind    in Umhül  lungsrohre 41 versenkte, somit unsichtbare,  zweckmässig nachträglich     hartverlötete'Schrau-          benverbindungen    42 vorgesehen, die die hori  zontalen Flanschen 43, 44 durchsetzen.      Es besteht die-zeichnerisch nicht. im ein  zelnen veranschaulichteMöglichkeit,     feuergas-          bespülte    Elemente zu einem gemeinsamen  Einsatzstück zu vereinigen, das als Ganzes  in die untere Gehäusehälfte ein- bzw. auszu  bauen wäre.  



  Die Fig. 3 und 4 zeigen die Einzelausbil  dung der Verpuffungskammern und der Dü  senventilsteuerung. Die Steuerung selbst ist  mechanisch-hydraulisch. Jeder Doppelkam  merblock weist eine in seiner Symmetrieebene  11 liegende, parallel zur Achse des Turbinen  läufers 1 verlaufende Steuerwelle 46 auf, auf  der den Düsen- und Auslassventilen gegen  über eine vierdrehbare Büchse 47 angeordnet  ist. Ihre jeweilige Stellung ist über Aren 48,  Nut 48a in der Büchse 47, Wellenst-umpf 52  und Vierkant 50 einstellbar. An die Stelle  dieser Verstelleinrichtung kann jede andere  treten, mittels derer die Lage der Nocken  gegenüber ihrer Antriebswelle veränderlich  ist. Dadurch kann die Relativlage der Nocken  51 gegenüber der Antriebssteuerwelle 46 in  bestimmter Weise verstellt werden.

   Büchse 47  nimmt Kulissensteine 49 auf, die ihrerseits  in Schrägnuten 50a und 50b der sich berüh  renden Gleitflächen der Teile 46 und 4 7 lie  gen, wobei die     Richtung    der Schräge der  Nuten zueinander entgegengesetzt verläuft.  An jedem Nocken 51 liegt die Rolle 53 des  Winkelhebels 54 an, der bei 55 gelagert ist.  Der freie     Hebelarm    des     Winkelhebels    läuft  in einer Kugelpfanne 57 aus, in der der  Druckkopf 58 des Vorsteuerschiebers 59 des  Düsenventils l8 aufgenommen ist.

   Dieser Vor  steuerschieber bringt also in Abhängigkeit  von den Umlaufbewegungen der Steuerwelle  46 zu bestimmten Zeitpunkten während be  stimmter     Zeitspannen    das     Druckmittel,    etwa  in     Form    von Drucköl, auf die nicht gezeich  neten     Einflussflächen    der     Steuerung    des Ven  tils 18 zur Wirkung oder entlastet sie vom  Öldruck unter Belastung einer andern Steuer  fläche. Diesen Steuerbewegungen entspre  chend wird das Düsenventil 18 während be  stimmter Zeitspannen eröffnet oder geschlos  sen.

   Was für das eine Düsenventil ausge  führt worden ist, gilt in gleicher Weise für    die andern Düsenventile des gleichen     Dop-          pelkammerblockes    und     für    die vier Düsen  ventile des andern, nicht gezeichneten Doppel  kammerblockes. Es gilt ebenso für die Aus  lassventile 40 der beiden Doppelkammerblöcke,  die von derselben     Steuerwelle    46 mechanisch  hydraulisch gesteuert werden. Die Feinein  stellung erfolgt dabei jeweils über die Vier  kante 50.  



  Die Steuerwelle 46 (Fig.4) wird ange  trieben durch das Kegelrad 60. Das Kegelrad  60 greift in das Gegenrad einer Schrägwelle  ein, deren äussere Kapselung in Fig. 5 bei 61  zu erkennen ist. Mit einem zweiten, nicht ge  zeichneten Gegenrad greift die Schrägwelle  in das Kegelrad ein, das auf der Vorgelege  steuerquerwelle 63 (Fig. ss) angeordnet ist,  die als Steuerhauptwelle ausgebildet ist. Die  Achse dieser Steuerhauptwelle 63 verläuft un  terhalb der Verpuffungskammerblöcke 7, 8  und 9, 10 und des Turbinengehäuses 6 senk  recht zur Achse des Läufers 1 der Turbine.  Auf der Steuerhauptwelle 63 sind, wie Fig. 6  erkennen lässt, die Antriebsnocken 64 der  Brennstoffpumpen 65 untergebracht, wobei  je ein Kipphebel 66 die Nockenbewegung ab  nimmt und auf die Stössel     i67    der Brenn  stoffpumpen 65 überträgt.

   Die Regelung der       Brennstoffp-unpen    ist bei 68 angedeutet. Auf  der     'Steuerhauptwelle        W    weiter     angeordnet     sind die Nocken -69, die zur     Betätigung    der  Ladeluftventile     316    dienen. Zu diesem Zwecke  sind wieder     Vorsteuerschieber,    entsprechend  den     Vorsteuerkolben        :59    (siehe     Fig.    3!) der  Düsenventile 18, in den Gehäusen 84 unterge  bracht.

   Diese     Vorsteuerschieber    sitzen auf in  Gehäusen 83     gekapselten    Stösseln 71, deren       Druckköpfe    7<B>2</B> in den     Pfannen   <B>78</B> der Win  kelhebel 74     aufgenommen    sind. Die Winkel  hebel 74 sind -am die     Drehbolzen    76     .schwenk-          bar.    Der eine Arm     trägt    die Rollen 77, die  an den Betätigungsnocken 69 der Steuer    hauptwelle zur     Anlage    kommen. Auf der       Steuerhauptwelle   <B>63</B> weiter     angeordnet    ist das  mit zweifacher Verzahnung versehene Rad 78.

    Die erste Verzahnung dieses Rades greift zu  nächst in das nicht gezeichnete     Ritzel    des  elektrischen     Antriebsmotors    der Steuerhaupt-      welle 63 ein. In die zweite Verzahnung greift  das Zahnrad 79 ein, das seinerseits wieder  eine Kegelverzahnung trägt. Mit dieser Kegel  verzahnung kämmen die Kegelräder 80 der  Zündmaschinen 81. Die Steuerhauptwelle ist  in einem Gehäuse 82 untergebracht, das mit  den Rohrführungen 61 der Antriebsschräg  wellen der Steuerwellen 46 und mit den Rohr  gehäusen 83 für die     Ladelütventil-Steuer-          stössel    71, weiter mit den Doppelkammer  blöcken 7 bis 10 und dem Gehäuse 6 bzw.  den Ventilgehäusen 84 ein starres Ganzes bil  det.

   Die gesamte Maschinenanlage ist auf  den Kammern 7 und 9 bei 85 abgestützt. Auf  diese Weise fallen sowohl ein besonderer Ma  schinenrahmen als auch ein Grundrahmen  der Maschine völlig fort, da alle Gehäuse  Stäbe eines auf diese Weise fachwerkartig  ausgebildeten Rahmens bilden.  



  Bei dem in Fig.7 dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel der Ventilsitzausbildung für ein       Auslassventil    ist von der Aufgabe ausgegan  gen worden, die Anschlussteile bereits ausser  halb der Turbine zu einer fertigen Einbau  einheit     zusammenzustellen.    Zu diesem Zwecke  besitzt der Krümmer 86, der sich an den den  Auslassventilsitz bildenden Gehäuseteil 87 an  schliesst     und    mit ihm abgedichtet verbunden  ist, wobei gegebenenfalls noch Zwischenstücke  zwischen beiden Teilen vorgesehen sein kön  nen, einen Kühlmantel 88. Der so entste  hende Kühlraum ist durch ein Abschlussstück  89 nach aussen abgeschlossen. Das Abschluss  stück 89 ist bei 90 mit dem Ende des Krüm  mers 86 verschweisst.

   Das plattenförmige     Ab-          sehlussstück    89 gewährt dadurch die Möglich  keit, feuergasaufnehmende Leitungsstücke an  schliessen zu können. Bei 91 ist das Einlass  ende des Krümmers mit dem Teil 92 ver  schweisst, der einen Teil des Kühlraummantels  bildet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage mit Verpuffungskammern, die in Richtung ihrer Längserstreckung parallel zur Achse des Ver puffungsturbinenläufers sowie des diesen um gebenden Gehäuses um letzteres angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- puffungskammern (20) nur tun die untere Hälfte des mehrteilig ausgebildeten Turbinen gehäuses (6) angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass jeweils mehrere Verpuffungskammern (20) blockartig vereinigt sind. 2. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Verpuffungskammern paar weise blockartig vereinigt sind. 3.
    Verpuff ungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass an die Verpuffungskammern (20) angeschlossene, in der untern Hälfte des Ge häuses (6) angeordnete, feuergasbespülte Bau elemente (15, 16; 25; 28, 29) zu einem ge meinsamen, als Ganzes in die zugehörige, un tere Gehäusehälfte ein- bzw. aus ihr auszu bauenden Einsatzstück zusammengefasst und vereinigt sind. 4. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass Seitendeckel, Lager und Stopfbuch sen (13, 14) der Verpuffungsturbine ungeteilt ausgebildet sind. 5.
    Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der obere Gehäuseteil am untern Gehäuseteil mittels in Umhüllungsrohrstücke (41) versenkter, somit unsichtbarer Schrau- benverbindungen (42.) befestigt ist, die die horizontalen, Innen- und Aussengehäilse. ver bindenden Teilungsflansche durchsetzen. 6. Verpiüfungsbrennkr aftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass je ein Doppelkammerblock, (7, 8;
    9, 10-) zu beiden Seiten des Gehäuseunterteils mit einer Neigung der Symmetrieebene (11-11) jedes Doppelkammerblockes unter 45 zur horizontalen Teilungsebene (12-12) des Gehäuses angeordnet ist. 7. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Sitze (17) der Düsen- und der Auslassventile (18, 27, 40) der Doppelkammer- Blöcke (7, 8; 9, 10) annähernd in Tangential ebenen zum Turbinengehäuse (6) liegen. B.
    Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Achse der die Düsen- und die Auslassventile (18, 27, 40) jedes Doppelkam merblockes (7, 8; 9, 10) betätigenden Steuer welle (46) parallel zur Turbinenachse ange ordnet ist. 9. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlae nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass die Achse der Düsen- und Auslass ventilsteuerwelle (46) in der Symmetrieebene des Doppelkammerblockes (7, 8; 9, 10) liegt. 10. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Antrieb der die Düsen- und die Auslassventile (18, 27,40) der Doppelkammer blöcke (7, 8; 9, 10) betätigenden, horizontal verlaufenden Steuerwellen (46) von einer Vorgelegesteuerquerwelle (63) abgeleitet ist. 11.
    Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Antrieb der die Einlassventile (36) der Verpuffungskammern (7, 8; 9, 10) betätigenden Steuerstangen (71) von einer horizontalen, senkrecht zur Turbinenachse verlaufenden Vorgelegesteuerquerwelle (63) abgeleitet ist, von der auch der Antrieb der Steuerwellen (46) für die Düsen- lund die Auslassventile (18, 27, 40) der Verpuffungs kammern abgeleitet ist. 12. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Vorgelegesteuerquerwelle (63) unterhalb von Verpuffungskammerblöcken (7, 8; 9, 10) und Turbinengehäuse (6) vorgese hen ist. 13.
    Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass die als Steuerungshauptwelle ausge bildete Vorgelegesteuerquerwelle (63) die Be tätigungsnocken (64) für die Brennstoffein spritzpumpen (65) trägt. 14. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass das die Steuerungshauptwelle (63) einkapselnde Gehäuse (82) einen Sockel für Brennstoffpumpen (65) und Zündmaschinen (81) bildet. 15. Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass das die Steuerungshauptwelle ein kapselnde Gehäuse (82) zusammen mit den Doppelkammerblöcken (7, 8; 9, 10) und dem mit letzteren verbundenen Turbinengehäuse versteifende Stäbe eines Fachwerkrahmens bilden.
    16. Verpiüfungsbrennkraftturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die -untersten Kammern (7, 9) der Doppelkammerblöcke auf einem Maschinen fundament abgestützt sind.
CH313652D 1951-12-24 1952-12-23 Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage CH313652A (de)

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