CH310331A - Einrichtung zur Spannungsregelung eines selbsterregten Leonardgenerators. - Google Patents
Einrichtung zur Spannungsregelung eines selbsterregten Leonardgenerators.Info
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- H02P7/06—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
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Description
Einrichtung zur Spannungsregelung eines selbsterregten Leonardgenerators. Leonardantriebe werden überall dort an gewendet, wo hohe Ansprüche an die Steue rung gestellt werden, und insbesondere stetige Drehzahlregelung, rasches Reagieren auf Ein stellungsänderungen, rasehe Umsteuerung und stabiler Betrieb in grossen Regelbereichen er wünscht ist. Diese Eigenschaften sind z. B. bei Kran- und Liftanlagen von Wichtigkeit, ferner bei Tischhobelmaschinen, für die kurze Umsteuerzeit und Drehzahlkonstanz bei klei nen Drehzahlen verlangt wird.
Man hat diese Forderungen mit verschiedenen Einrichtun gen zu erfüllen versucht, die jedoch bezüglich der Wirkungsweise und infolge übermässiger Kompliziertheit nicht zu befriedigen vermoch ten.
So ist z. B. aus der deutschen Patentschrift Nr.229903 ein Leonardantrieb bekannt, bei dem zur Spannungsregelung eines Leonard= generators mit zusätzlicher Selbsterregung ein Hilfserreger mit einer Steuerwicklung und einer Gegenwicklung verwendet.
Die Gegen wicklung führt den Erregerstrom des Leonard- generators. Der Leonardgenerators, der Hilfs erreger, die Gegenwicklung des Hilfserregers und die Feldwicklung des Leonardgenerators sind in Reihe geschaltet, und die Summe der Spannungen des Leonardgenerators und des Hilfserregers wird über die Gegenwicklung des Hilfserregers an die Feldwieklung des Leonardgenerators gelegt.
Ohne Hilfserreger spannung entregt sich der Leonardgenerator. Die Spannungsregulierung erfolgt mittels eines Spannungseinstellwiderstandes im Steuer- Feldstromkreis. Der Erregerstrom des Leonard- generators besorgt die Stabilisierung in der Gegenwicklung des Hilfserregers. Eine solche Schaltung ist insbesondere für grosse Span nungsregulierbereiche unbefriedigend.
Bei kleinen Spannungen des Leonardgenerators verschwindet die Stabilisierung infolge Ab nahme des Erregerstromes des Leonardgene- rators. Die Remanenz des Hilfserregers und des Leonardgenerators stört das eindeutige Reagieren der Spannung des Leonardgenera- tors auf die Stellung der Steuerorgane. Der Drehzahlabfall des Antriebsmotors ist zu gross. Die Steuardurchflutung wird zu klein, so dass die Spannung des Leonardgenerators nur lang sam den Einstellungsänderungen der Steuer organe folgt.
Bei einer andern, aus der schweizerischen Patentschrift Nr. 264426 bekanntenAnordnung mit zusätzlich selbsterregtem Leonardgenera- tor und einer Schaltung, wie oben beschrieben, besitzt der Leonardgenerator zwei Teilerreger wicklungen und der Hilfserreger zwei Teil gegenwicklungen.
Doppeleinstellwiderstände besorgen den fortschreitenden Übergang von Parallel- auf Serieschaltung mit abnehmender Spannung des Leonardgenerators, so dass die stabilisierende Wirkung der Gegenwicklungen des Hilfserregers bei kleiner Spannung des Leonardgenerators aufrechterhalten bleibt. Da die Schaltung im obern und im untern Dreh zahlbereich verschieden ist, werden kompli zierte und teure Umschalteinrichtungen und mehrere Doppeleinstellwiderstände benötigt.
Die geschilderten Nachteile zu vermeiden, ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Diese bezieht sich auf eine Einrichtung zur Span nungsregelung eines: selbsterregten Leonard- generators mittels eines Hilfserregers mit Steuer- und Gegenwicklung und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfserreger eine niederohmige Gegenwicklung aufweist,
die für mindestens einen Teil des maximalen Erreger- stromes des Leonardgenerators dimensioniert ist und die bei der kleinsten einstellbaren Leonardgenerator-Spannixng über einen Re gulierwiderstand an die Leonardgenerator- Spannung gelegt ist, wobei die Gegenwicklung vom Leonardgenerator-Erregerstrom gleich sinnig durchflössen ist,
so dass mit steigendem Ohmwert des Regulierwiderstandes der An teil des Leonardgenerator-Erregerstromes am totalen Erregerstrom in der Gegenwicklung des Hilfserregers wächst, während der Strom im Regulierwiderstand bis auf Null:
sinkt, und dass zur Erweiterung des Regulierbereiches des Leonardgenerators ein zweiter, als Neben widerstand zur niederohmigen Gegenwicklung angeordneter Regulierwiderstand vorgesehen ist, der mit abnehmendem Ohmwert den Er regerstrom durch die Gegenwicklung verrin gert, wobei dieser zweite Regulierwiderstand so in Fortsetzung des ersten RegiLlierwider- standen angeordnet ist, dass ein für beide Re gulierwiderstände gemeinsamer Spannungs- einsteller verwendet werden kann.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, und zwar zeigt Fig.1 eine Einrichtung zur Spannungsregelung eines Leonardgenerators und Fig. 2 eine solche für einen Leonardantrieb mit Drehrichtungsum- kehrung des Leonardmotors.
In Fig.1 ist 1 ein Leonardgenerator mit einer selbsterregten Feldwicklung 11. 2 ist ein Hilfserreger mit einer Gegenwicklung 21 und einer Steuerwicklung 22. Der Leonard- generator 1 speist einen Motor 5 mit einer Spannung, deren Grösse mittels Regulierwider stände 3, 4 und eines Spannungseinstellers 31 gewählt wird.
Der Hilfserreger 2 erzeugt im stationären Betrieb eine Zusatzspannung zur Leonard- generator-Spannung und speist gemeinsam mit dem Leonardgenerator 1, dessen Erreger wicklung 11.
Die Steuerdurchflutung entspre chend dem Strom i & durch die Wicklung 22 und die Gegendurchflutung entsprechend dem Strom ig. durch die Wicklung 21 sind über den ganzen Regulierbereich wirksam und sichern eine eindeutige Abhängigkeit zwischen der mittels des Einstellers 31 erfolgenden Einstellung deg Regulierwiderstandes 3 und der Spannung des Leonardgenerators 1.
Bei abnehmendem Ohmwert des Regulierwider standes 3 wächst der Strom il und die Gegen- wicklung 21 wird in zunehmendem Masse von der Leonardgenerator-Spannung erregt. Wird der Erregerstrom in der Steuerwicklung 22 abgeschaltet, dann überwiegt die Wirkung der Gegenwicklung 21 und die Leonardgenerator- Spannung löscht sich selber aus.
Bei steigen dem Ohmwert des Regulierwiderstandes 3 wächst der Anteil des Erregerstromes i. des Leonardgenerators 1 am totalen Erregerstrom i,. in der Gegenwicklung 21 des Hilfserregers 2, während der Strom il im Regulierwider stand 3 sinkt und die Schaltung in eine Rei henschaltung: Leonardgenerator 1, Hilfser reger 2, Leonardgenerator-Erregerwicklung 11, Gegenwicklung 21 übergeht.
Die Gegen wicklung 21 des Hilfserregers 2 . führt dann den vollen Erregerstrom ig. <I>=</I> i" des Leonard- generators 1, für den sie dimensioniert ist. Der durch den Erregerstrom i, des Leonard- generators hervorgerufene Spannungsabfall in der Gegenwicklung 21 ist im Verhältnis zur Spannung des Leonardgenerators 1 klein.
Die Gegenwicklung 21 kann deshalb schon bei niedriger Spannung des Leonardgenerators 1 voll erregt werden. Ist. der Regulierwider stand 3 kurzgeschlossen, so wird die Gegen- wicklung 21 direkt vom Generator 1 gespeist, ist dagegen der Widerstand 3 abgeschaltet, so wird die Wicklung 21 vom Strom i. durch flossen.
Bei den dazwischenliegenden Ohm werten des Regulierwiderstandes 3 fliessen beide Stromanteile il und i, gleichsinnig durch die Gegenwicklung 21, während ihr Anteil am Gesamtstrom i.. je nach dem Ohmwert ändert. . Ein zweiter regulierbarer Widerstand 4 ist in Nebenschluss zur Gegenwicklung 21 ge schaltet. Dieser zweite Widerstand 4 ist in Fortsetzung des Widerstandes 3 angeordnet, so dass der Spannungseinsteller 31 für beide Widerstände 3, 4 gemeinsam verwendet wer den kann.
Bei abnehmendem Ohmwert des Wider standes 4 wächst der durch diesen Widerstand fliessende Anteil des Erregerstromes i,. Die Gegenerregung wird dadurch schwächer und die Spannung des Leonardgenerators 1 steigt.
Der Leonardgenerator 1 ist aus Sicher heitsgründen normalerweise schwach selbst erregt, damit bei fehlender Hilfserregerspan- nung seine Spannung verschwindet.
In Fällen, wo der Motor 5 nahezu zum Stillstand ge bracht werden soll, ist es auch möglich, den Selbsterregungsanteil des Leonardgenerators zu steigern, wobei dann die Gegenwicklungs- durchflutung entsprechend dem Strom i, durch die Wicklung 21 gegenüber der Steuer wicklungsdurchflutung entsprechend dem Strom i" durch die Wicklung 22 beim Hilfs erreger 2 überwiegt.
Das Regulierprinzip bleibt dabei unverändert, nur erzeugt der Hilfserreger 2 dann eine Gegenspannung zur Spannung des Leonardgenerators 1.
Fig.2 zeigt einen für eine Werkzeugma schine bestimmten Umkehrantrieb mit Span- nungsvorwahl und Langsamgang. Die Span nungsvorwahl gestattet für - jede Drehrich tung eine eigene Leonardgenerator-Spannung zu wählen und diese wahlweise auf den An triebsmotor 5 zu übertragen.
Für jede Dreh richtung sind dazu zwei Widerstände 3, 4 mit einem gemeinsamen Spannungseinsteller 41 und 42 vorgesehen, wobei in den Zuleitun gen zu den Nebenwiderständen 4 je ein Trok- kengleichrichter 7 eingeschaltet ist. Ferner ist eine Schaltvorrichtung 43 vorhanden mit der wahlweise die Widerstände für die eine oder andere Drehrichtung eingeschaltet wer den können.
Bei der Drehrichtungsumkehrung wird mit dem Schalter 23 die Steuerwicklung 22 des Hilfserregers 2 umgepolt und mit dem Schalter 43 die Spannungseinstellung auf den Einsteller 42 umgeschaltet, so dass die Erre gung der Gegenwiekliusg 21 nun über die als gestrichelte Linie gezeichnete Leitung geregelt wird.. Die Trockengleichrichter 7 erlauben, je nach der Richtung des Stromes, dessen Durch gang zum Spannungseinsteller 41 oder zum Einsteller 42.
Zu Beginn des Umkehrvor ganges, ;solange der Strom noch in der alten Richtung fliesst, verhindert ein Gleichrichter 7 den Stromdurchgang von der Gegenwick lung 21 über den nun eingeschalteten Span nungseinsteller 42. Durch die Gegenwicklung 21 fliesst daher der gleiche Strom wie durch die Erregerwicklung 11, so dass das Feld der Gegenwicklung 21 zunächst erhalten bleibt und somit das Absinken der Spannung am. Leonardgenerator beschleunigt.
Zur Erzielung eines Langsamganges der Werkzeugmaschine ist ein zusätzlicher Wider stand 6 und eine Schaltvorrichtung 45 vor handen, mit der die Regulierwiderstände 3, 4 abgeschaltet und der zusätzliche Wider stand 6 eingeschaltet werden kann. Der Wider stand 6 wird für beide Drehrichtungen ver wendet.
Zwecks Erzielung des Langsamganges könnte auch ein zusätzlicher Widerstand mit tels einer Schaltvorrichtung in den Steuer erregungskreis 22 des Hilfserregers 2 einge schaltet werden.
Das Umpolen des Leonardgenerators 1 könnte auch durch eine Schaltvorrichtung, die beim Umpolen einen. zusätzlichen Wider stand in Serie zur Erregerwicklung 11 des Leonardgenerators einschaltet, beschleunigt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Spannungsregelung eines selbsterregten Leonardgenerators mittels eines Hilfserregers mit Steuer- und Gegenwicklung, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfserreger (2) eine niederohmige Gegenwicklung (21) aufweist, die für mindestens einen Teil des maximalen Erregerstromes des Leonardgene- rators (1) dimensioniert ist und die bei der kleinsten einstellbaren Leonardgenerator-Span- nung über einen Regulierwiderstand (3)an die Leonardgenerator-Spannung gelegt ist, wobei die Gegenwicklung vom Leonardgene- rator-Erregerstrom gleichsinnig durchflossen ist, so dass mit steigendem Ohmwert des Re- gulierwiderstandes der Anteil des Leonard- generator-Erregerstromes am totalen Erreger strom in der Gegenwicklung des Hilfserregers wächst,während der Strom im Regulier- widerstand bis auf Nuuill sinkt, und dass zur Erweiterung des Regulierbereiches des Leonardgenerators ein zweiter, als Neben widerstand zur niederohmigen Gegenwicklung angeordneter Regulierwiderstand (4) vorge sehen ist,der mit abnehmendem Ohmwert den Erregerstrom durch die Gegenwicklung ver- Tingert, wobei dieser zweite. Regulierwider- stand so in Fortsetzung des ersten Regulier widerstandes angeordnet ist, dass ein für beide Regulierwiderstände gemeinsamer Spannungs- einsteller verwendet werden kann.UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, für Leonardantriebe mit Drehrichtungsumkehrung des Leonardmotors, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Drehrichtung zwei Widerstände mit einem gemeinsamen Spannungseinsteller vorgesehen sind, wobei in den Zuleitungen zu den Nebenwiderständen (4) je ein Trocken gleiehrichter (7) eingeschaltet ist, und dass eine Schaltvorrichtung (43) vorhanden ist,mit der wahlweise die Widerstände für die eine oder andere -Drehrichtung eingeschaltet werden können. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen zusätzlichen Wider stand (6) und eine Schaltvorrichtung (45), mit der die Regulierwiderstände für die Ge generregung abgeschaltet und gleichzeitig an Stelle der Regulierwiderstände der zusätz liche Widerstand eingeschaltet werden kann. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen zusätzlichen Wider- stand und eine Schaltvorrichtung, mit der der zusätzliche Widerstand in den Steuererre- gungskreis des Hilfserregers eingeschaltet wer den kann. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, für Leonardantriebe mit Drehrichtungsumkehrung des Leonardmotors, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Drehrichtung zwei Widerstände mit einem gemeinsamen Spannungseinsteller vorgesehen sind, dass ferner ein zusätzlicher Widerstand mit einem Überbrückungsschalter in Serie zur Erregerwicklung des Leonard- generators geschaltet ist, und dass eine Schalt- vGrrichtung vorhanden ist,mit der wahlweise die Widerstände für die eine oder andere Drehrichtung eingeschaltet werden können.
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