<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung-zur Regelung und/oder Steuerung von
Wechselstromgeneratoren
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Stromkreis der Erregerwicklung des Generators geschaltet werden.
Die mit dem Ausgang des Siebgliedes verbundene Schaltungsanordnung kann vorteilhaft eine Brückenschaltung mit zwei diagonal gegenüberliegenden Widerständen und zwei ebenfalls diagonal gegenüberliegenden Zenerdioden aufweisen.
Zwischen der Brückenschaltung und dem Transistor können je nach Grösse des zu regelnden Generators sowie der gewünschten Regelgenauigkeit eine oder mehrere Transistorvorstufen vorgesehen sein.
Sämtliche Transistoren sind vorzugsweise in Emittergrundschaltung betrieben, wobei jeweils der Kollektorstrom eines vorangehenden Transistors ganz oder teilweise über die Basis der nachfolgenden Transistoren geführt ist (unter Emittergrundschaltung versteht man bekanntlich, dass der Emitter den gemeinsamen Bezugspunkt für Eingangs- und Ausgangskreis bildet).
Die Emitter-Kollektor-Betriebsspannung der Vorstufentransistoren lässt sich zweckmässig von der Erregerspannung abzweigen. Dies kann über einen oder mehrere geeignet dimensionierte Spannungsteiler aus ohmschen Widerständen geschehen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, hiefür einen oder mehrere mit ihren Enden an der Erregerspannung liegende Spannungsteiler zu verwenden, die aus der Serienschaltung eines Widerstandes und einer Zenerdiode bestehen (eine Zenerdiode hat bekanntlich die Eigenschaft, bis zu einer gewissen Gegen- oder Sperrspannung, der sogenannten Zenerspannung, zu sperren, bei einer geringfügig höheren Spannung aber praktisch jeden Strom durchzulassen).
Solche Spannungsteiler erfordern gegenüber den aus ohmschen Widerständen aufgebauten Teilern einen wesentlich geringeren Teilerquerstrom, und beim Anlaufen des Generators, d. h. zunächst niedriger Erregerspannung, steht diese, solange sie die Zenerspannung noch nicht überschritten hat, praktisch voll und ohne Aufteilung als Emitter-Kollektor-Betriebsspannung zur Verfügung, da praktisch die ganze Spannung an der gesperrten Zenerdiode abfällt.
Vorteilhafterweise wird die Regelspannung über einen einstellbaren Widerstand abgenommen. Hiedurch kann auf einfache Weise die Grösse der Spannung eingestellt werden, auf welche der Generator geregelt werden soll.
Es ist auch möglich, bei der Regelung und/oder Steuerung eines Dreiphasen-Synchrongenerators einen Spannungswandler vorzusehen, dessen Primärseite an zwei Phasen der zu regelnden Spannung liegt, und an dessen Sekundärseite über einen einstellbaren Widerstand eine erste Regelspannung abgegriffen werden kann, ferner einen Stromwandler, dessen Primärseite in der dritten Phase der zu regelnden Spannung liegt und an dessen Sekundärseite eine zweite Regelspannung abgenommen werden kann, sowie Mittel, um die beiden Regelspannungen miteinander zu addieren. Es lässt sich auf diese Weise eine Gesamtregelspannung gewinnen, die ausser von der zu regelnden Spannung auch von dem Belastungsstrom und dem Kosinus no abhängig ist. Eine derartige Regelung ist bekanntlich bei Generatoren erforderlich, die in Parallelbetrieb arbeiten sollen.
Zur Addition der zweiten Regelspannung zur ersten Regelspannung eignet sich ein parallel zur Sekundärseite des Stromwandler und in Reihe mit der Sekundärseite des Spannungswandlers liegender Widerstand.
Macht man diesen Widerstand veränderlich, so kann die Statik eingestellt werden, was insbesondere bei Generatoren für Parallelbetrieb erwünscht sein kann.
Zur Veränderung der Statik kann statt dessen auch ein einstellbarer Widerstand vor dem Emitter des im Erregerkreis liegenden Transistors bzw. des ersten Vorstufentransistors vorgesehen sein.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen.
Es zeigen : Fig. 1 die Schaltung einer Ausführungsform nach der Erfindung, Fig. 2 einen abgewandelten Transistorteil der Ausführungsform nach Fig. 1, Fig. 3 eine weitere Abwandlung des Transistorteils der Ausführungsform nach Fig. l. Fig. 4 eine andere Ausführungsform nach der Erfindung, und Fig. 5 einen abgewandelten Teil zur Abnahme der Regelspannung der Ausführungsform nach Fig. 4.
Fig. 1 zeigt als Beispiel eine Ausführungsform der Regelvorrichtung nach der Erfindung in Verbindung mit einem Synchrongenerator 17, der mit einer gewöhnlichen Nebenschlusserregermaschine 16 ausgerüstet ist.
Eine vom Synchrongenerator abgenommene Spannung wird über zwei gestrichelt eingezeichnete Zuführleitungen 21,22 den beiden Klemmen 23,24 eines Spannungsteilers 1 zugeführt. Mit dem verstellbaren Schleifer 25 des Spannungsteilers 1 wird ein Teil dieser Spannung als Regelspannung abgegriffen und einem Gleichrichtersatz 2 sowie über eine Siebkette aus zwei Kondensatoren 3, 4 und eine Drosselspule 5 dem Eingang 26,27 einer Brückenschaltung mit zwei diagonal gegenüberliegenden Widerständen 8, 9 und zwei ebenfalls diagonal gegenüberliegenden Zenerdioden 6,7 zugeleitet. Die Widerstände 8, 9 können einstellbar sein.
<Desc/Clms Page number 3>
Der Ausgang 28,29 der Brückenschaltung ist mit der Basis bzw. über einen einstellbaren Widerstand 15 mit dem Emitter eines Transistors 10 verbunden, der in Emitter-Grundschaltung betrieben wird. Emitter und Basis bilden hiebei denEingangskreis des Transistors. Über den Widerstand 15 ist der Emitter des Tran-
EMI3.1
Erregervorwiderstand 14, der über die Klemmen 31,32 und die gestrichelt eingezeichneten Verbindungsleitungen 33, 34 in Reihe mit der Erregerwicklung 30 der Erregermaschine 16 geschaltet ist.
Der Transistor 10 wird über den Spannungsteiler 13, dessen eines Ende über die Klemme 32 und die Verbindungsleitung 34 und dessen anderes Ende über die Klemme 35 und die ebenfalls gestrichelt eingezeichnete Verbindungsleitung 36 mit der Erregermaschine 16 verbunden ist, aus der Erregerspannung, der Transistor 11 durch den Spannungsabfall am Erregerwiderstand 14 mit Emitter-Kollektor-Betriebsspannung versorgt.
Durch Einstellung des Schleifers 25 des Spannungsteilers 1 lässt sich die Grösse der konstant zu haltenden Spannung des Generators 17 wählen. Mit Widerstand 15 kann die Statik der Regeleinrichtung verändert werden. Der Widerstand 12 hat die Aufgabe, das Basispotential am Transistor 11 zu stabilisieren.
Durch die Siebkette 3,4, 5 werden Oberwellen der Regelspannung in entsprechendem Masse ausgesiebt.
Zur Erklärung der Wirkungsweise der Einrichtung seien zunächst die Vorgänge an der Brückenschaltung 6,7, 8, 9 erläutert und sei hiebei der Einfachheit halber nur die Gleichspannungskomponente der Regelspannung betrachtet, welche der vom Generator 17 abgegebenen Spannung praktisch proportional ist.
Die Zenerdioden 6,7 haben, wie schon erwähnt, die Eigenschaft, bis zu einer gewissen Gegenspannung der sogenannten Zenerspannung, zu sperren, während bei einer geringfügig höheren Spannung der differentielle Widerstand praktisch völlig zusammenbricht. Der dann fliessende Strom bewirkt an den Widerständen 8,9 einen Spannungsabfall, der zusammen mit demjenigen an den Zenerdioden der eingespeisten Brückenspannung das Gleichgewicht hält.
Wird beispielsweise der Schleifer 25 des Spannungsteilers 1 bei einer bestimmten, am Teiler 1 anliegenden Wechselspannung so eingestellt, dass der Brückenschaltung gerade die doppelte Zenerspannung zugeführt wird, so tritt am Brückenausgang 28, 29 keine Spannung auf, da dann an allen Elementen 6, 7, 8,9 der Brücke jeweils eine Spannung in der Grösse der einfachen Zenerspannung abfällt. Sinkt die Wechselspannung des Generators 17 und damit die Spannung am Brückeneingang 26,27 so behalten die Zenerdioden ihr Potential bei, während der Spannungsabfall an den Widerständen 8,9 entsprechend zurückgeht. Hiedurch kommt die Brücke ausser Gleichgewicht und dem Eingang des Transistors 10 wird eine Spannung mit der Polarität Emitter-plus, Basis-minus zugeführt, was dessen Aussteuerung zur Folge hat.
Die umgekehrten Verhältnisse gelten bei einem Anstieg der Wechselspannung des Generators 17. Hiebei erhält der Transistor 10 positive Basisspannung und bleibt daher gesperrt.
Die beschriebene Brückenschaltung bietet als steuerndes Organ eine Reihe von Vorteilen. Die Ausgangsspannung am Brückenausgang 28,29 steigt von der Spannung 0 bis zur Zenerspannung an, wenn die am Eingang 26, 27 der Brücke eingespeiste Spannung vom doppelten bis zum einfachen Wert der Zenerspannung zurückgeht. Vermindert sich beispielsweise die eingespeiste Spannung vom doppelten Zenerspannungswert um 1 Volt, so erscheint am Ausgang der Brücke eine Steuerspannung von 1 Volt. Es wird hiedurch ein scharfes und präzises Ansprechen der Steuerspannung auf geringe Änderungen der eingespeisten Regelspannung erreicht.
Der Ausgang 28,29 der Brücke erweist sich ferner als Spannungsquelle geringen inneren Widerstandes, sofern die zugeführte Brückenspannung grösser als die Zenerspannung ist. Der innere Widerstand wäre 0, wenn die Zenerdioden eine exakt rechtwinklige Strom-Spannungs-Kennlinie hätten. Die Aussteuerung des Transistors 10 geschieht, weil sein Eingangswiderstand damit keinen Zusammenbruch der Steuerspannung herbeiführt, besonders wirkungsvoll. Schliesslich verhindern die Widerstände 8,9 bei geeigneter Grösse eine Übersteuerung des Transistors 10. Geht man wieder von einer Eingangsspannung der Brücke gleich der doppelten Zenerspannung aus, kann beispielsweise durch die Widerstände 8,9 in beiden Brükkenzweigen ein gleich grosser, bestimmter Strom eingestellt werden.
Sinkt nun die der Brücke. zugeführte Spannung fortlaufend ab, so nimmt derBasisstrom des Transistors 10 zunächst steil zu, bis der ganze Strom der Widerstände 8,9 über den Ausgang 28, 29 abfliesst-solange halten die Zenerdioden ihr Potentialum dann etwa linear mit der weiter abfallenden Speisespannung zurückzugehen. Die Widerstände 8,9 können aber auch verschieden eingestellt werden. Es lässt sich bequem erreichen, dass der Transistor 10 bei allen Spannungen des Generators 17 z. B. von 50 bis nahe 10Wo der Sollspannung voll ausgesteuert ist.
Bei zu hoher Wechselspannung erhält die Basis des Transistors 10 positives Potential gegenüber dem Emitter. Da der Transistor hiebei gesperrt wird, sind Überspannungen des Synchrongenerators für die Regeleinrichtung ungefährlich.
<Desc/Clms Page number 4>
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der gesamten Regeleinrichtung einschliesslich des Transistorver- stärkers 10, 11 sei zunächst angenommen, dass der unbelastete Synchrongenerator 17 von der Erregerma- schine 16 bereits auf eine solche Spannung erregt ist, dass am Ausgang 28,29 der Brücke keine Gleich- spannungskomponente, sondern nur die von der Siebkette 3,4, 5 durchgelassene Oberwellenkomponente erscheint, deren Frequenz bei 50 Hz Generatorspannung und der verwendeten Doppelweggleichrichtung
100 Hz beträgt. Dies lässt sich durch entsprechende Einstellung des Erregervorwiderstandes 14 und/oder des Schleifers25 des Spannungsteilers l ohne weiteres erreichen.
Im Takt der Oberwellenkomponente än- dert sich dann das Basispotential des Transistors 10 gegenüber dessen Emitterpotential und werden in den Zeitbereichen, in denen das Basispotential negativer gegenüber dem Emitterpotential ist als ein bestimm- ter Schwellwert, die Transistoren 10, 11 geöffnet. Ein Öffnen des Transistors 11, d. h. ein Stromfluss durch dessen Kollektor-Emitter-Kreis, wirkt als Verringerung des insgesamt im Erregerkreis liegenden
Vorwiderstandes ; die Erregerspannung steigt gegenüber der bei gesperrtem Transistor vorherrschenden Er- regerspannung an. Insgesamt ergibt sich also ein Zweipunktbetrieb, bei welchem die Transistoren 10,11 abwechselnd geöffnet und gesperrt werden und entsprechend die Erregerspannung erhöht und verringert wird.
Der Spannungsteiler 13 ist zweckmässig so einzustellen, dass die jeweils maximal im Ausgangs- oder
Arbeitskreis des Transistors 10 auftretenden Spannungsabfälle gedeckt werden können. Hiebei ist zu be- rücksichtigen, dass die Erregerspannung, an welche der Spannungsteiler 13 angeschlossen ist, sich um den
Faktor 2-3 ändern kann. Dieser Umstand erweist sich jedoch als günstig, weil z. B. bei einem höheren
Nebenschlussstrom des Erregers 16, der einen höheren Basisstrom des Transistors 11 zur Vollaussteuerung bedingt, auch gleichzeitig eine höhere Spannung im Ausgangs- oder Arbeitskreis des Transistors 10 zur
Verfügung steht. Die Spannungsversorgung des Ausgangskreises des Transistors 11, erfolgt, wie dargetan, durch den Spannungsabfall am Erregervorwiderstand 14.
Da bei Vollaussteuerung des Transistors 11 eine sehr geringe Spannung zwischen Emitter und Kollektor genügt, kann praktisch der ganze Nebenschluss- strom des Erregers 16 durch den Transistor 11 gezogen werden.
Geht die Spannung des Synchrongenerators 17 infolge einer Störung, z. B. Belastung, Erwärmung oder
Drehzahländerung zurück, wird der Oberwellenkomponente am Ausgang 28, 29 der Brücke eine Gleich- spannungskomponente der Polarität Basis-minus, Emitter-plus überlagert. Dies bedingt, dass das Verhält- nis von Öffnungszeit zu Sperrzeit der Transistoren vergrössert wird. Die effektive Erregerspannung steigt an, bis die Ausgangslage wieder erreicht ist.
Die Einrichtung nach der Erfindung hat eine gewisse Statik, da zur vollen Aufmagnetisierung des Er- regers 16 stets eine geringe Absenkung der Spannung des Synchrongenerators 17 notwendig ist. Diese ist jedoch äusserst klein und lässt sich leicht unter, z. B. 3% bringen. Der Nachweis ist leicht zu führen.
Nimmt man an, dass die der Brücke zuzuführende Gleichspannung bei Spannung 0 am Brückenausgang 28,
29 beispielsweise 15, 3 Volt beträgt, so erscheinen bei einem Rückgang derselben auf 15, 0 Volt etwa
0, 3 Volt Gleichspannung am Brückenausgang. Diese Spannung genügt aber beispielsweise schon, um den
Transistor 10 und damit auch den nachfolgenden Transistor 11 voll auszusteuern. Da die der Brücke zuge- führte Regelgleichspannung und die von aussen angelegte Wechselspannung des Generators 17 einander et- wa proportional sind, hat also theoretisch ein Rückgang der Wechselspannung um 0, 3) ( 100/15, 3=1, 96% eine volle Aussteuerung zur Folge.
Da die volle Aussteuerung der Erregermaschine nur bei Stosslast oder eventueller Vollast mit cos cl = 0 induktiv für den Generator in Frage kommt, ergibt sich im praktischen
Betrieb ein noch günstigeres Verhältnis. Die erfindungsgemässe Regeleinrichtung erfüllt daher mit ein- fachsten Mitteln hohe Ansprüche an Spannungsgenauigkeit.
Der über den einstellbaren Widerstand 15 fliessende Arbeitsstrom des Transistors 10 erzeugt einen
Spannungsabfall, welcher der Steuerspannung an der Brücke entgegenwirkt. Er vergrössert somit die Statik. deren wahlweise Einstellung bei Parallelbetrieb zweier oder mehrerer Generatoren erwünscht sein kann.
Im Einzelbetrieb des Generators 17 wird er normalerweise kurzgeschlossen. Der Widerstand 12 ist im Ver- gleich zum Eingangswiderstand des Transistors 11 hochohmig, so dass nur ein kleiner Teil des vom Tran- sistor 10 freigegebenen Stromes über ihn fliesst. Er hat die Aufgabe, das Basispotential des Transistors 11 zu stabilisieren.
Da die beschriebene Einrichtung praktisch trägheitslos arbeitet, bewirkt eine Spannungsabsenkung des
Synchrongenerators 17 eine unverzügliche Änderung des gesamten aus der Parallelschaltung des Emitter-
Kollektor-Ausgangspfades des Transistors 11 und des Widerstandes 14 gebildeten resultierenden Erreger- vorwiderstandes. Bei einem plötzlichen Spannungseinbruch wird der Erregervorwiderstand 14 praktisch sofort bis auf einen kleinen Restbetrag kurzgeschlossen. Die Ausregelung erfolgt daher in der für die Ma- schinen 16, 17 kürzesten Zeit.
<Desc/Clms Page number 5>
Im praktischen Betrieb ist es zweckmässig, den Widerstand 14 etwa so einzustellen, dass der Synchrongenerator 17 ohne Mitwirkung der Regeleinrichtung eine Spannung abgeben würde, die im kalten Zustand und bei höchster Frequenz um einiges unter der gewünschten konstant zu haltenden Generatorspannung bzw. des Spannungsbereiches liegt. Hiedurch vergrössert sich die Schnelligkeit bei der Abwärtsregelung der Generatorspannung 17. Ausserdem ist es dadurch möglich, eine gewisse kapazitive Belastung des Synchrongenerators 17 auszuregeln. Durch die Vergrösserung des Erregervorwiderstandes 14 leidet auch nicht der Aufregungsvorgang.
Die erfindungsgemässe Einrichtung hat nämlich die Eigenschaft, dass die an den Transistorverstärker gelegte Remanenzspannung der Erregermaschine 16 bzw. die an den Brückenkreis geführte Remanenzspannung des Synchrongenerators 17 ein zunächst schwaches Ansprechen im Sinne einer Aufregelung der Erregermaschine bewirken. Dies hat zur Folge, dass der Erreger 16 sich plötzlich stossartig auferregt und weit über den normalen Spannungswert schwingt, bis auch der Erregerstrom für den Synchrongenerator 17 nachgekommen ist.
Eine weitere günstige Eigenschaft der Einrichtung nach der Erfindung ist ihr geringer Eigenleistungsbedarf sowie ihr Verhalten bei einem Kurzschluss des Synchrongenerators 17. Bei einem solchen erfolgt keinerlei Nachregelung, sofern die Klemmenspannung des Synchrongenerators völlig zusammenbricht.
Entsprechend der Einstellung des Erregerwiderstandes 14 und der Widerstände 8,9 ist es sogar möglich, dass sich die Erregermaschine 16 entregt. Anderseits erlaubt, wie sich gezeigt hat, die Einrichtung nach der Erfindung, Drehstrommotoren mit Kurzschlussläufer von Generator-Nennleistung direkt einzuschalten, wobei sogar die Drehzahl des Synchrongenerators stark abfallen darf.
Fig. 2 veranschaulicht einen abgewandelten Transistorteil der Regeleinrichtung nach Fig. 1. Bei dieser Ausführungsform ist auf eine Transistorvorstufe verzichtet. Eine derart vereinfachte Regeleinrichtung lässt sich bei kleineren Generatoren oder geringeren Ansprüchen an die Regelgenauigkeit verwenden.
Es ist jedoch keinesfalls notwendig, sich auf eine oder zwei Stufen zu beschränken, vielmehr lassen sich auch mehrstufige Anordnungen verwenden. Fig. 3 veranschaulicht als Beispiel eine dreistufige Anordnung, bei welcher der zweite Transistor 11 eine eigene Stromversorgung über den Spannungsteiler 18 erhält und den Eingang des mit seinem Ausgang parallel zum Erregervorwiderstand 14 liegenden Transistors 19 aussteuert. Im Emitter-Basis-Eingangskreis des Transistors 19 liegt ein Widerstand 20, ähnlich dem Widerstand 12 im Emitter-Basiskreis des Transistors 11. Eine noch höhere Stufenzahl lässt sich leicht durch entsprechend häufige Reihenschaltung von Transistorstufen erzielen.
Der jeweils erste vorausgehende Transistor zieht bei einer Aussteuerung Strom über alle nachfolgenden Transistoreingänge.
Drei- und höherstufige Transistorverstärker erscheinen vor allem sinnvoll, wenn eine Astatik der Regeleinrichtung angestrebt wird, oder wenn die Grösse des zu regelnden Generators dies verlangt.
Fig. 4 veranschaulicht eine gegenüber der Anordnung nach Fig. 1 etwas abgewandelte, im wesentlichen jedoch in gleicher Weise arbeitende Ausführungsform der Erfindung, so dass im folgenden lediglich auf die abweichenden Merkmale hingewiesen ist.
Die Zufuhr der Regelspannung erfolgt statt über den Spannungsteiler 1 über einen Spannungswandler 37, dessen Primärwicklung 38 an der zu regelnden Generatorspannung liegt, und an dessen Sekundärwicklung 39 über eine Anzapfung 40 und ein Potentiometer 41 die Regelspannung abgenommen wird. Auf diese Weise ist eine galvanische Trennung der Regeleinrichtung von der Generatorspannung erreicht. die beispielsweise vor allem bei Hochspannungsgeneratoren erwünscht sein kann.
Die Siebkette besteht lediglich aus der Drossel 5 und dem Kondensator 4.
Die Widerstände 8, 9 und 12 sind als Festwiderstände, d. h. nicht einstellbare Widerstände, veranschaulicht und auf die Einstellung der Statik mittels des Widerstandes 15 ist verzichtet.
Die Emitter-Kollektor-Betriebsspannung für den Transistor 10 wird statt dem Teiler 13 mit ohmschen Widerständen einem Teiler aus der Serienschaltung eines Widerstandes 42 und einer Zenerdiode 43 entnommen. Hiebei ist nur ein besonders niedriger Teilerquerstrom erforderlich und bei Auferregung steht sofort ohne Teilung praktisch die volle Erregerspannung als Betriebsspannung für den Transistor zur Verfügung.
Der Erregerwiderstand 14 kann. wie veranschaulicht, auch entfallen, wobei eine zum Erregerfeld parallele Diode 44 zusätzliche Induktionsspannungen verhindert.
Fig. 5 zeigt eine abgewandelte Form der Entnahme der Regelspannung. Ausser dem Spannungswandler 37 ist ein mit der Primärseite in der dritten Phase liegender Stromwandler 45 vorgesehen und in Reihe zur Sekundärseite des Spannungswandlers liegt ein einstellbarer Widerstand 46. an dem über die Zuleitungen 47 und 48 eine dem Belastungsstrom entsprechende zweite Regelspannung aufgebaut wird. Eine derartige Regelung ist bekanntlich bei Generatoren für Parallelbetrieb erforderlich. Mit Veränderung des Widerstandes 46 lässt sich die Statik der Regeleinrichtung beeinflussen.
<Desc/Clms Page number 6>
Es versteht sich, dass zahlreiche Abwandlungen getroffen werden können. ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen. So können z. B. bei entsprechender Umpolung statt der veranschaulichten PNP-Transistoren auch NPN-Transistoren verwendet werden und die Transistoren lassen sich in anderer als der Emitter-Grundschaltung betreiben.
Die folgende Tabelle gibt schliesslich noch als Beispiel zweckmässige Daten für eine Schaltung entsprechend Fig. 4 an :
EMI6.1
<tb>
<tb> Positions-Anzahl <SEP> Bezeichnung <SEP> Daten
<tb> zahl
<tb> 37 <SEP> 1 <SEP> Transformator <SEP> Durchgangsleistung <SEP> 4 <SEP> VA <SEP> Leerlauf-
<tb> übersetzung <SEP> 400/20 <SEP> V <SEP> sec. <SEP> Anzapfung <SEP> 16 <SEP> V <SEP> Primärwicklungswid.
<tb> e <SEP> 6400 <SEP> Q <SEP> Sekundärwicklungswid.
<tb> ri <SEP> 17, <SEP> 2 <SEP> n <SEP>
<tb> 41 <SEP> 1 <SEP> Drehpotentiometer <SEP> 100 <SEP> Ohm <SEP>
<tb> 2 <SEP> 4 <SEP> Diode <SEP> FD <SEP> 6 <SEP> CLEVITE <SEP> TRANSISTOR
<tb> PRODUCTS
<tb> 5 <SEP> 1 <SEP> Luftdrossel <SEP> Wicklungswid. <SEP> zirka <SEP> 160 <SEP> Ohm
<tb> Indukt. <SEP> 4,3 <SEP> Hy
<tb> Luftspalt <SEP> 0.
<SEP> 5 <SEP> mm
<tb> 4 <SEP> 1 <SEP> Elektrolytkonden-25 <SEP> iF <SEP>
<tb> sator
<tb> 8,9 <SEP> 2 <SEP> Widerstand <SEP> 1 <SEP> Kiloohm
<tb> 6,7 <SEP> 2 <SEP> Zenerdiode <SEP> Z <SEP> 6, <SEP> 3 <SEP> +2% <SEP>
<tb> 10 <SEP> 1 <SEP> Transistor <SEP> OC <SEP> 308
<tb> 11 <SEP> 1 <SEP> Transistor <SEP> 2N <SEP> 268 <SEP>
<tb> 12 <SEP> 1 <SEP> Widerstand <SEP> 100 <SEP> Ohm <SEP>
<tb> 43 <SEP> 1 <SEP> Zenerdiode <SEP> Z <SEP> 3, <SEP> 8 <SEP> ko <SEP>
<tb> 42 <SEP> 1 <SEP> Widerstand <SEP> 350 <SEP> Ohm <SEP>
<tb> 44 <SEP> 1 <SEP> Silizium-OY <SEP> 6041
<tb> Leistungsgleichrichter
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Vorrichtung zur Regelung und/oder Steuerung von Wechselstromgeneratoren mit Einstellung der Erregung durch einen im Erregerkreis liegenden, gesteuerten Transistor, gekennzeichnet durch Gleichrichtermittel (2), denen eine der zu regelnden Generatorausgangsspannung entsprechende Wechselspannung zugeleitet wird und welche diese Spannung in eine pulsierende Gleichspannung umwandeln, ferner durch ein Siebglied (3, 4,5 bzw. 4,5), das aus der pulsierenden Gleichspannung die Wechselspannungskomponente bis auf einen vorbestimmten Betrag ausscheidet, sowie durch eine mit dem Ausgang des Siebgliedes verbundene Schaltungsanordnung, welche den im Erregerkreis liegenden Transistor (10 bzw. 11 bzw.
19) im Takt der vom Siebglied durchgelassenen Oberwellenkomponente abwechselnd öffnen und sperren lässt, wobei das Verhältnis von Sperrzeit zu Öffnungszeit von der Gleichspannungskomponente der pulsierenden Gleichspannung bestimmt ist.