Masehinengewehrlafette mit drei Stützen. Vorliegende Erfindung bezieht sieh auf eine Masehinengewehrlafette mit drei Stützen, von welchen die eine als Doppelbein ausge- führt ist.
in der Weise, dass die beiden Bein hälften am untern Ende zu einem Erdsporn fest miteinander verbunden sind, während die beiden obern Enden Zahnkupphings- hälften aufweisen, welche mittels eines Betä tigungshebels gegeneinandergepresst und in entsprechende Zahnkupplungshälften des La fettenkopfes eingerückt werden können, um die Stütze gegen Verdrehung zii sichern.
Die llaschinengewehrlafette gemäss vorliegender Erfindun- ist nun dadurch gekennzeichnet, < lass die Zahnkupplungshälften der Beinhälf ten derart durch ein den Betätigungshebel enthaltendes Gestänge miteinander verbunden sind, dass alle gegenseitigen Bewegungen der Zahnkupplungshälften kraftschlüssig steuer- ljar sind,
so dass in der einen Endstellung des Betätigungshebels die Zahnkupplungshälften leide kraftschlüssig ausgerückt gehalten sind und die Stütze als Ganzes drehbar ist und in der andern Endstellung des Betätigungs- hebels die Beinhälften zusammengedrückt und die Zahnkupplungshälften eingerückt sind, wobei sowohl die ausgerückte als auch die eingerückte Stellung der Beinhälften durch das Gestänge gesichert sind.
Beiliegende Zeichnung zeigt eine beispiels- ueise Ausführungsform des Erfindungsgegen standes. Darin ist Fig. 1 ein Horizontalschnitt durch den Lafettenkopf und ein teilweiser Schnitt durch die Beinhälften einer Stütze mit den Kupp lungen in eingerücktem Zustande, und Fig. 2 ist ein gleicher Schnitt mit den Kupplungen in ausgerücktem Zustande. Am Lafettenkopf 1 ist ausser zwei weite ren, nicht dargestellten Stützen eine vordere, die zwei Beinhälften 2 und 3 aufweisende Stütze auf unten beschriebene Art so mon tiert,
dass sie gegenüber dem Lafettenkopf abwechslungsweise festgestellt und ver- schwenkt werden kann. Am untern Ende (rechts in Fig. 1) sind die beiden Beinhälften 2' und 3 fest zu einem Erdsporn 4 miteinan der verbunden. Die obern, auseinanderfe- dernden Enden der beiden Hälften 2 und 3 weisen Kupplungszahnkränze 5 und 6 auf, die dazu bestimmt sind, mit Kupplungszahn kränzen 7 und 8 des Lafettenkopfes 1 ein und ausgerückt zu werden. Koaxial zu den Zahnkränzen 5 und 6 sind in die Enden der Beinhälften 2 und 3 Büchsen 9 und 10 fest eingeschraubt.
Diese Büchsen sind in zueinan der gleichachsige Bohrungen 11 und 12 des Lafettenkopfes 1 axial verschiebbar. Die Büchse 10 hat eine Nut 13, in welche ein am Lafettenkopf 1 befestigter Anschlagstift 14 eingreift und die axiale Hin- und IIerbewe- gung der Büchse 10 beiderends begrenzt. Die Büchse 9 hat einen Innenflansch 15. In der Bohrung 12 der Büchse 10 und in der Boh rung 16 des Bodens 17 des Lafettenkopfes 1 ist ein Bolzen 18 mit Schultern 19 und 20 axial verschiebbar gelagert. Dieser Bolzen 18 tritt auch durch die Büchse 9 hindurch, und auf seinem Ende 21 ist. eine Mutter 22 auf geschraubt.
Diese Mutter ist umgeben von einer auf die Büchse 9 aufgeschraubten I'berwurfmutter 23. Eine kräftige Druck feder 24, deren Windungen rechteckigen Querschnitt. haben und deren Lichtweite zwi schen den benachbarten Windungen sehr klein ist, stützt sich mit ihrem einen Ende am Innenflansch 15 und mit ihrem. andern Ende in der Einrückstellung (Fig. 1) auf der 3lutter 22, in der Ausrückstellung (Fig. 2) hingegen auf der Überwurfinutter 23 ab. Sie steht auch in der Stellung der Fig. 2 unter Spannung.
Ein Lenker 25 ist mit seinem einen Ende mittels des Stiftes 26 an einer Gabel 27 des Bolzens 18 und mittels eines Stiftes 28 an einem Betätigungshebel 29 an gelenkt. Das gabelförmige Ende 30 des Hebels 29 ist mit. Hilfe des Stiftes 31 an einem Auge 32 der Büchse 10 verschwenkbar gelagert.
Der Neigungswinkel der Flanken der Zähne der Kränze 5, 6, 7 und 8 ist nur um weniges grösser als der Reibungswinkel, so dass es angesichts der Stärke der Feder 24 in eingerücktem Zustande der Fig. 1 ausge schlossen ist, durch Kraftanwendung an den Beinhälften 2 und 3 die Zähne der Kränze 5 und 6 über die Zähne der Kränze 7 und e rätschen zu lassen, die Beinhälften 2 und 3 also bei eingerückter Stellung der Kupplun gen 5, 7 und 6, 8 zu verschwenken.
In der Lage der Teile gemäss Fig. 1 drückt die sich auf der Mutter 22 abstützende Feder 24 den Zahnkranz 5 durch Kraftschluss über den Innenflansch 15, den Hantel der Büchse 9, den Aussenflansch 34 der letzteren und die Beinhälfte 2 in den Zahnkranz 7 des Lafet- tenkopfes 1. Die Kupplung 5, 7 ist also ein gerückt.
Im weiteren drückt die am Flansch 15 abgestützte Feder 24 durch Kraftschluss über die Mutter 22, den Bolzen 18, den Stift 26, den Lenli:er 25, den Stift 28, die Gabel 30, den Stift 31, das Auge 32, den Aussen flansch 33 der Büchse 10 und die Beinhälfte s 3 den Zahnkranz 6 der letzteren in den Zahn kranz 8 des Lafettenkopfes 1, so dass auch die Kupplung 6, 8 eingerückt ist. Die Zahn kränze 5 und 6 sind also durch das durch die Feder 24 belastete Gestänge 18, 25, 29 kraft schlüssig miteinander verbunden und mit den ; Kränzen 7 und 8 in Eingriff gehalten.
Da ausserdem in Fig. 1 die Achse des Stiftes 28 rechts der Längsachse des Bolzens 18 liegt, so ist die eingerückte Stellung der Bein hälften durch das CTestän -@e -esiehert. Die nach aussen federnden, die Kupplungshälften 5 und 6 tragenden Beinhälften 2 und 3 haben also keine Möglichkeit, den Hebel 29 zu ver- schwenken, da.
die Feder 24 den Hebel 29 mit tels des Bolzens 18 und Lenkers 25 dauernd, im Uhrzeigersinn der Fig. 1 zu verschwen- ken trachtet. In der Lage der Teile gemäl:@ Fig. 1 wird die Blielise 10 durch den An schlagstift 14 und die obere Stirnkante der Nut 13 an einer weiteren Bewegung naeb innen gehindert.
Will man nun die Kupplungen 5, 7 und 6, 8 zwecks naehherigen Versehwenkens der vordern Stütze 2, 3 ausrücken, so versehwenkt man den Hebel 29 in Fig. 1 im (xegenuhr- zeigersinn. Dabei steht am Anfang die Büchse 10 still und wird zuerst der Bolzen 18 durch den Lenker 25 in Fig. 1 unter weiterer Span nung der Feder 24 nach oben verschoben, bis die Achse des Stiftes 28 die Längsa.ehse des Bolzens 18 passiert.
Bei weiterer Versehwen- kung des Hebels 29 und damit des Lenkers 25 im Gegenuhrzeigersinn bildet. die starke Feder 24 ein Widerlager für den Bolzen 18, so dass sich der Stift<B>28</B> nur auf einem Kreis bogen um die fixe Achse des Stiftes 26 be wegt. Die Achse des Stiftes 31 bleibt nun aber nicht, mehr, wie bis anhin, fest, sondern fängt. sieh im Gegenuhrzeigersinn um die Achse des Bolzens 28 zti drehen an.
Dadurch wird, immer noch bei stillstehendem Bolzen 18, die Büchse 10 mit dem Zahnkranz 6 in Fig. 1 nach oben gehoben, bis die Kupplung 6, 8 ausgerückt. ist und, wie Fig. 2 zeigt., die untere Stirnkante der Nut 13 an den An schlagstift 14 anstösst. Nunmehr kann sieh die Achse des Stiftes 31 nicht mehr um die Achse des Stiftes 28 drehen, sondern es ist nun bei weiterer Versehwenkung des Hebels 29 im Gegenuhrzeigersinn wiederum die Achse des Stiftes 28, die siele um die feste :1.elise des Stiftes 31 auf einem Kreisbogen im (egcriuhrzeigersinn dreht..
Dabei bewege aber der Stift. 28 über den Lenker 25 und den Stift. 26 den Bolzen 18 nach unten und die Schulter \30 des letzteren stösst auf den hinenflansch 15 und bewegt die Büchse 9 und damit den Zahnkranz 5 unter teilweiser l,:ntspannung der Feder 24 nach unten, bis die Kupplung 5, 7 ausgerückt ist und die Feder 24. sieh auf der Überwurfmutter 23 ab stützt. Die beiden Beinhälften. 2 und 3 wer den also durch das Gestänge 18, 25, 29 zwangläufig voneinander wegbewegt.
Sollte also die eine oder die andere der Beinhälften 2 und 3 derart verbogen sein, dass ein Aus rücken der Zahnkupplungen 5, 7 und 6, 8 infolge -Eigenfederung nicht mehr möglich @N äre, so wird ein solches Ausrücken durch das Gestänge unter allen Umständen erzwun gen.
Auch in der Stellung der Teile gemäss Fig. 2 sind die Kupplungshälften 5 und 6 durch das Gestänge kraftschlüssig miteinan der verbunden, und die Kupplungen können infolge der obgenannten allfälligen Verbie- pung der Beinhälften 2 und .3 nicht ungewollt eingerückt werden. Da die Achse des Stiftes 28 in Fit. 2 links der Achse des Bolzens 18 lieh, sichert ausserdem das Gestänge die Aus- riiekstellung.
Beim Einrücken der Kupplungen, also bei einer Verschwenkung des Betätigungshebels im Uhrzeigersinn aus der Stellung der Fig. 2 heraus treten die verschiedenen, obgenannten Bewetungen in umgekehrter Reihenfolge auf. Auch während des Einrückens sind die Zahn kränze 5 und 6 durch das Gestänge kraft sehlüssig miteinander verbunden, und eine Verkrümmung der Beinhälften im umgekehr ten Sinne als oben beschrieben-kann das Ein rücken somit nicht verhindern.
Da die Lielitweite zwischen benachbarten Windungen der Feder 24 sehr klein ist und der Querschnitt der Windungen fast die ,ranze Breite des Ringraumes zwischen Büchse 9 und Bolzen 18 ausfüllt, so wird der Kraft- schluss selbst. bei Bruch der Feder 24 erhalten. Es liegen dann einfach zwei oder mehr Ein zelfedern übereinander. Die gezeigte und beschriebene Vorrich tung erlaubt hiermit selbst bei starken Demo lierungen, wie sie sich bei Gebrauch im Felde ergeben können, ein zuverlässiges Ein- und Ausrücken der Kupplungen.