Selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung. Die Erfindung bezieht sieh auf eine solche selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung, insbe sondere für Eisenbahnwagen, die eine im Bremsgestänge enthaltene zweiteilige Brems stange bildet, deren zueinander axial ver schiebbare, aber undrehbare Teile ein Rohr und eine in dieses hineingeschobene Schrau benspindel sind, auf welche zwei Verriege- lungsmuttern aufgeschraubt sind, von denen die eine als Kupplungsmutter in einem Ge häuse am Rohr untergebracht ist und zur Übertragung der Bremskraft zwischen den beiden Stangenteilen beim Bremsen mit einem Sitz im.
Gehäuse zusammenwirkt, während die andere als Vorschubmutter in einem auf dem Rohr axial verschiebbaren Betätigungsglied untergebracht ist, wobei zur Verschiebung des Betätigungsgliedes auf dem Rohr in der einen Richtung entgegen der Wirkung einer Feder ein selbsttätig in Abhängigkeit vom Brems hub beim Bremsen wirkender Steueranschlag vorgesehen ist und die Vorschubmutter durch Zusammenwirken mit einem Sitz im Betäti gungsglied die Schraubenspindel bei Verschie bung des Betätigungsgliedes in der andern Richtung mitnimmt.
Bei diesen selbsttätigen Bremsnachstell vorrichtungen ist ein manuelles Verstellen der Vorrichtung zum Vergrössern der Bremsspiel räume oft im Zusammenhang mit dem Aus tausch verschlissener Bremsklötze gegen neue erforderlich. Nach der Erfindung soll ein solches manuelles Verstellen ausgeführt wer den können, ohne dass ein Auseinanderbauen und Wiederzusammensetzen, wie z. B. Ent fernen und Anbringen von Bolzen im Brems gestänge, nötig, ist, was besonders in den Fäl len, wo der im Untergestell des Fahrzeuges zur Verfügung stehende Raum, wie z.
B. in Strassenbahnwagen, von Motoren und, andern sperrigen Ausrüstungen ausgefüllt ist, ziem lich schwierig sein kann.
Gemäss der Erfindung sind Vorkehrungen getroffen, damit in der normalen Lage des Betätigungsgliedes bei gelöster Bremse das Betätigungsglied mit der Kupplungsmutter und der Vorschubmutter auf Verdrehung ge kuppelt und die Kupplungsmutter ausser Ein griff mit dem für diese im Gehäuse des Roh res vorgesehenen Sitz gehalten sowie das Betä tigungsglied von Hand auf dem Rohr ver drehbar ist, so dass durch Drehung des Betä tigungsgliedes von Hand die Vorschubmutter und die Kupplungsmutter auf der Schrauben spindel wenigstens in. der Richtung zur Ver- grösserung der Bremsspielräume verschraubt werden können.
Die Erfindung umfasst dabei sowohl ein fachwirkende wie doppeltwirkende selbsttätige Bremsnaecstellvorrichtungen.
Die einfachwirkenden Vorrichtungen ver mindern selbsttätig die Bremsspielräume (das heisst hauptsächlich die bei gelöster Bremse vorliegenden Bremsklotzspielräume), wenn diese z. B. durch Verschleiss der Bremsklötze zu gross geworden sind, können aber nicht wie die doppeltwirkenden Vorrichtungen auch selbsttätig die Bremsspielräume vergrössern, wenn diese z. B. dadurch zu klein geworden sind, dass verschlissene Bremsklötze durch neue ersetzt worden sind.
Die manuelle Verstellbarkeit ist bei den einfachwirkenden Vorrichtungen am wertvoll sten, bei denen eine Vergrösserung der Spiel räume notwendigerweise von Hand ausge führt werden muss. Indessen kann sie auch bei den doppeltwirkenden Vorrichtungen er- wünscht sein, z. B. damit das Entfernen ver schlissener Bremsklötze und. das Anbringen von netten erleichtert wird.
Vorteilhaft besitzen die Schraubenspindel und die darauf sitzenden Verriegelungsmut- tern ein nicht selbsthemmendes Gewinde, so dass sich die Verriegelungsmuttern auf der Schraubenspindel unter der Wirkung des Druckes drehen, der auf das Gewinde der Mutter durch das Gewinde der Schrauben- spindel bei deren axialer Verschiebung in Be zug auf die Verriegelungsmuttern ausgeübt wird.
Es können aber auch die Verriegelungs- muttern in Sektoren geteilt sein, die um die Schraubenspindel federnd zusammengehalten sind und durch den Druck, den das Gewinde der Spindel auf das Gewinde der Mutter bei der axialen Verschiebung der Spindel in Bezug auf die Verriegelungsmuttern ausübt, radial ausser Eingriff mit dem Gewinde der Spindel bewegt werden. Im letzteren Fall kann die Gewindesteigung der Spindel und der Mut- tern nach Belieben gewählt sein.
Auf der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Grundruss eines Bremsgestänges, das eine selbsttätige Brems- nachstellvorrichtung enthält und unter dem Untergestell eines mit strichpunktierten Linien angedeuteten Fahrzeuges montiert ist, Fig. 2 einen Längsschnitt der einfachwir kenden Bremsnachstellvorrichtung dieses Ge stänges, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 einen Aufriss der in Fig. 1 bis 3 gezeigten Bremsnachstellvorrichtung, Fig. 5 einen Aufriss eines Bruchstückes einer etwas abgeänderten Ausführungsform der in Fig. 1 bis 4 gezeigten Bremsnachstell vorrichtung, Fig.
6 einen Längsschnitt eines Bruch stückes der Bremsnachstellvorrichtung in einer andern Ausführung und Fig. 7 einen ähnlichen Schnitt einer weite ren Ausführungsform der Bremsnachstellvor richtung.
In den auf der Zeichnung veranschaulich ten Ausführungsformen bildet die Bremsnach stellvorrichtung eine zweiteilige Bremsstange, deren einer Teil, der eine Anschlussöse 1 am einen Ende hat, aus einem Rohr 2 besteht, während der andere Teil der Stange aus einer Schraubenspindel 3 mit nichtselbsthemmen dem Gewinde besteht, die in das Rohr 2 durch das der Anschlussöse 1 entgegengesetzte Ende hineingeschoben ist. Zwei Verriegelungsmut- tern sind auf die Schraubenspindel 3 ge schraubt. Das Rohr 2 weist ein Gehäuse 4 für die eine Verriegelungsmutter, und zwar die Kupplungsmutter 5, auf.
Diese Kupplungs mutter 5 wirkt mit einem Sitz 6 im Gehäuse 4 zusammen, um die beiden Stangenteile in der einen Richtung miteinander zu kuppeln, damit die Bremskraft. zwischen diesen Teilen beim Bremsen übertragen wird. Die Kupp lungsmutter 5 wirkt anderseits mit einem Antifriktionslager 7 im Gehäuse 4 zusammen, damit sie sich bei einem Verschieben der Bremsstangenteile untereinander in der andern Richtung drehen kann. Die andere Verriege lungsmutter, die Vorschubmutter 8, wird durch ein rohrförmiges Glied 9 betätigt, das auf dem Rohr 2 axial verschiebbar ist und einen Sitz 10 für die Vorschubmutter 8 auf weist. In seinem einen Ende hat das Betäti gungsglied 9 ein Endstück 11, das die Vor schubmutter 8 enthält und den Sitz 10 für diese Mutter bildet.
Die Mutter 8 wirkt in einer Richtung mit dem Sitz 10 und in der andern Richtung mit einem Antifriktionslager 12 zusammen, das seinerseits mit einem An schlagring 13 im rohrförmigen Betätigungs glied 9 zusammenwirkt. Eine Schraubendruek- feder 15 ist zwischen einem Endstück 14 in dem andern Ende des rohrförmigen Betäti- gungsgliedes 9 und dem Gehäuse 4 am Rohr \? eingespannt.
Von dieser kräftig zusammen gedrückten Feder 15 wird das Betätigungs glied 9 axial in einer Richtung auf dem Rohr \? (auf die Anschlussöse 1 zu) in seine normale Lage bei gelöster Bremse gedrückt. Im End stück 11 ist ein Rohr 16 festgeschraubt, das die Schraubenspindel 3 umgibt; um deren Ge winde gegen Verschmutzung zu schützen. An ihrem äussern Ende ist die Spindel 3 mit einer Anschlussöse 17 versehen. Mittels der An schlussösen 1 und 17 sind die Bremsstangen teile im Bremsgestänge angeschlossen.
Nach Fig. 1 besitzt dieses Bremsgestänge einen durch die Kolbenstange eines Bremszylinders 19 betätigten Zylinderhebel 18, einen Fest punkthebel 20, eine Verbindungsstange 21 zwischen diesen beiden Bremshebeln und Bremszugstangen zum Übertragen der Brems kraft von den beiden Bremshebeln auf die Radbremsen an den beiden Enden des Wa gens. Die Bremsnachstellvorrichtung bildet die eine der beiden Bremszugstangen, und die andere ist in Fig. 1 mit 22 bezeichnet.
Wenn der Bremshub beim Bremsen des wegen zu lang ist, weil die Bremsklotzspiel räume zu .gross geworden sind, wird das rohr förmige Betätigungsglied 9 im Verhältnis zum Rohr 2 entgegen der Wirkung der Feder 1.5 dadurch verschoben, dass es von dem hierzu vorgesehenen Steueranschlag 23 betätigt wird. Während der nachfolgenden Lösung der Bremse kehrt das Betätigungsglied 9 unter der Wirkung der Feder 15 in seine normale Lage zurück und während dieser Rückbewe gung verschiebt es die Spindel 3 im Verhältnis zum Rohr 2 mittels der Vorschubmutter 8 in der Spielraumverminderungsrichtung.
In den meisten Fällen ist. der Steueranschlag 23 an einer Steuerstange 24 angebracht, die mit einem Bremshebel des Bremsgestänges verbunden ist. In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel, bei dem die Bremsnach stellvorrichtung die mit dem Zylinderhebel 18 verbundene Bremsstange bildet, ist die Steuer stange 24 mit dem Festpunkthebel 20 verbun den. In gewissen Fällen, z.
B. wenn die Brems kraft nur auf das eine Wagenende übertragen werden soll und die Bewegungsbahn der An schlussöse 1 somit bei richtigen Bremsklotz- spielräumen nicht nur in ihrer Länge, son dern auch in ihrer Lage bestimmt ist (der Bremshebel, an den die Anschlussöse 1 ange schlossen ist, hat einen festen Stützpunkt und eine unveränderte Löselage, aus der er um einen gewissen Winkel beim Bremsen ge schwenkt wird), kann die Steuerstange voll kommen weggelassen und der Steueranschlag fest angeordnet sein.
Zum Vergrössern der Bremsklotzspielräume beim Erneuern der Bremsklötze oder derglei chen russ von Hand die Spindel 3 gegenüber den Muttern 5 und 8 in der Spielraumvergrö sserungsrichtung gedreht werden. Um die Komplikation zu vermeiden, die eine drehbare Verbindung zwischen der Spindel 3 und der Öse 17 bzw. zwischen dem Rohr 2 und der Öse 1 sowie Mittel zum Sperren dieser Verbin dung nach jedem manuellen Verstellen der Nachstellvorrichtung durch Drehen der Spin del 3 oder des Rohres 2 bedeuten, ist hier das manuelle Verstellen der Nachstellvorrichtung ganz einfach durch Drehen des Betätigungs gliedes 9 ermöglicht, ohne dass einer der Bremsstangenteile dabei gedreht zu werden braucht.
Zu -diesem Zweck sind Vorkehrun gen getroffen, damit in der normalen Lage des Betätigungsgliedes 9 dieses mit der Kupp lungsmutter 5 und der Vorschubmutter 8 auf Verdrehung gekuppelt und die Kupplungs mutter 5 mit dem für diese vorgesehenen Sitz 6 ausser Eingriff gehalten sowie das Betäti gungsglied von Hand auf dem Rohr 2 ver- drehbar. ist, so dass durch Drehen des Betäti gungsgliedes 9 von Hand die beiden Muttern 5 und 8 als eine Einheit auf der Spindel 1 wenigstens in der Richtung geschraubt wer den können, die eine spielraumvergrössernde Bewegung der Spindel 1 im Verhältnis zum Rohr 2 bewirkt.
Wäre die Kupplungsmutter 5 nicht mit dem Sitz 6 ausser Eingriff gehal ten, würde sie sich durch ihren Angriff an diesem der erwünschten manuellen Einstel lung entgegensetzen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungs- form der Bremsnachstellvorriehtung sind die beiden Muttern 8 und 5 und .das Gehäuse 4 derart ausgebildet, dass bei der Rückkehr des Betätigungsgliedes in seine normale Lage bei gelöster Bremse die Vorschubmutter 8 gegen die Kupplungsmutter 5 anschlägt und. sie gegen das Antifriktionslager 7 verschiebt,
so dass die von der zwischen dem Gehäuse 4 und dem Endstück 14 des Betätigungsgliedes 9 eingespannten Druckfeder 15 auf das Betä tigungsglied 9 ausgeübte Kraft durch den Sitz 10, die Vorschubmutter 8, die Kupplungsmut ter 5 und das Antifriktionslager 7 zurück auf das Gehäuse 4 übertragen wird.
Die Druckfeder 15 dient also nicht nur ihrem üblichen Zweck, das Betätigungsglied in seine normale Lage zu drücken" sondern auch den Zwecken, die Kupplungsmutter 5 ausser Ein griff mit dem Sitz 6 zu halten,
die Vorschub mutter 8 mit dem Betätigungsglied 9 durch Reibung zwischen dieser Mutter und dem Sitz 10 zu kuppeln und die Kupplungsmutter 5 mit der Vorschubmutter 8 und somit über die letztere mit dem Betätigungsglied 9 durch Reibung zwischen den beiden gegeneinander anliegenden Flächen der beiden Muttern zu kuppeln. Diese Reibungen sind weitaus hin reichend,
um den Wiederstand des Antifrik tionslagers 7 gegen Drehung der Kupplungs mutter 5 beim Drehen des Betätigungsgliedes 9 auf der Bremsstange zu überwinden. Die beiden Muttern 8 und 5 nehmen deshalb als eine Einheit an der Drehung des Betätigungs gliedes 9 teil, wenn sich dieses Glied in seiner normalen Lage bei gelöster Bremse befindet.
Weil sich sowohl die Kupplungsmutter 5 wie die Vorschubmütter 8 bei gelöster Bremse zusammen mit dem drehbaren Betätigungs glied 9 frei drehen können, müssen gegen eine unbeabsichtigte Drehung .des Betätigungs gliedes 9 und somit auch der beiden Muttern 8 und 5 unter der Einwirkung von Erschütte rungen oder Stössen während der.Fahrt des Fahrzeuges Vorkehrungen getroffen sein.. Eine einfache Vorkehrung gegen unbeabsichtigtes Drehen des Betätigungsgliedes 9 ist ein Rei bungswiderstand gegen Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem Rohr 2. Dieser Widerstand muss durch das Dreh- moment überwunden werden, das auf das Be tätigungsglied 9 zum Drehen desselben ab sichtlich von Hand gegenüber dem nicht. drehbaren Rohr 2 auszuüben ist.
Mit einem solchen Reibungswiderstand allein gegen eine Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem Rohr 2 liegt. indessen die Gefahr vor, dass mit, der Zeit eine bedeutende unbe absichtigte Winkelbewegung des Betätigungs gliedes 9 auf dem nicht drehbaren Rohr 2 durch Anhäufung von geringfügigen (je für sieh belanglosen) Winkelbewegungen des Be tätigungsgliedes -unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stössen hervorgerufen wird.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Bremsnach stellvorrichtung ist diese Gefahr dadurch be seitigt, dass der Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dein nicht drehbaren Rohr 2 durch die Schraubendruckfeder 15 erzeugt wird, und zwar derart, dass die Feder 7.5 gleichzeitig als eine Torsionsfeder zwischen den Endstützen 4a und 14a für die Feder auf dem Gehäuse 4 am Rohr 2 bzw. auf dem Endstück 14 des Betätigungsgliedes 9 wirkt.
Der Reibungs widerstand, den die Feder 15 einer Drehung des Betätigungsgliedes 9 auf dem Rohr 2 ent gegensetzt, kann verhältnismässig niedrig sein, ohne dass man eine fortlaufende Drehung des Betätigungsgliedes unter der Wirkung von Erschütterungen oder Stössen zu befürchten braucht, weil die Feder als Torsionsfeder wohl geringfügigen Winkelbewegungen des Betäti gungsgliedes 9 federnd nachgibt, aber danach das Betätigungsglied in seine Ausgangswinkel lage zurückbringt.
Da die manuelle Einstellbarkeit der Brems nachstellvorrichtung den Hauptzweck hat, eine Vergrösserung, der Spielräume beim Aus- tauschen verschlissener Bremsklötze bei ge löster Bremse zu ermöglichen, genügt es, wenn das Betätigungsglied 9 in einer Richtung; auf dem Rohr gedreht werden kann, und zwar in der Richtung, in der das Betätigungsglied 9 zum manuellen Verstellen der Bremsnachstell- vorrichtung in der Spielraumvergrösserungs- riehtung von Hand zu drehen ist.
Zur Mit nahme des Betätigungsgliedes 9 ist nach Fig.2 eine Einwegkupplung vorhanden, die im Be tätigungsglied 9 untergebracht ist und aus einer Schraubenfeder 25 besteht, die sich auf axial fluchtenden zylindrischen Flächen eines mit dem Endstück 14 in einem Stück herge stellten Kragens 26 und einer Hülse 27 ab stützt, welch letztere auf dem Rohr 2 dreh bar ist und ein hervorstehendes Ende 27,a hat, auf dem mittels eines Bolzens 28 (siehe Fig. 3) ein Arm 29 befestigt ist. Das Betäti gungsglied 9 kann in der erwünschten Rich tung durch. Schwenken des Armes 29 gedreht werden.
Griffstangen 30 (siehe Fig. 1), die mit dem Arm 29 verbunden sind und nach bei den Seiten, des Fahrzeuges reichen, können vor gesehen sein, welche ein Hin- und Herschwen ken des Armes 29 gestatten, wodurch die Bremsnachstellvorrichtung in Spielraumver grösserungsrichtung verstellt wird, ohne dass die Arbeiter unter das Fahrzeug kriechen müssen.
Das Betätigungsglied 9 kann bei gelöster Bremse von Hand auf dem Rohr 2 nur dann gedreht werden, wenn. der Steueranschlag 23 zur selbsttätigen Verschiebung des rohrförmi- gen Betätigungsgliedes 9 in Abhängigkeit von dem Hub der Bremse beim Bremsen ein sol- ehes absichtliches Drehen des genannten Glie des nicht behindert. Falls der Steueranschlag fest angebracht ist, ist obengenannte Bedin- rung automatisch erfüllt, weil bei gelöster Bremse das Betätigungsglied 9 ,den genannten Anschlag nicht einmal berührt.
Ist aber in der in Fig. 1 bis 4 gezeigten Weise eine Steuer stange 24 vorhanden, wobei das Betätigungs glied 9 mit einem Arm 31 versehen ist, der mit dem Anschlag 23 zusammenwirkt und der die durch ein Loch im Arme 31 hindurch gehende Steuerstange 24 führt, so mass der Arm 31 um die Längsachse der Bremsnach stellvorrichtung frei drehbar sein. Der Arm 31 ist vorzugsweise auf dem Schutzrohr 16 zwischen einem darauf angebrachten Halte ring 32 und dem Endstück 11 des, rohrför- migen Betätigungsgliedes 9 angeordnet. Durch eine solche Anordnung des Armes 31 erzielt man eine schlankere Konstruktion als bei An ordnung des Armes 31 auf dem Betätigungs- glied 9 selbst.
Infolge seiner drehbaren Lage rung kann der Arm 31 in seiner Lage zum Befestigungspunkt der Steuerstange 24 am Bremshebel 20 verbleiben, auch wenn das Be tätigungsglied 9 gedreht wird. Die Steuer stange 24 braucht also nicht losgemacht zu werden, um eine Drehung des Betätigungs gliedes 9 nicht zu behindern.
In der Ausführungsform nach Fig. 5 ist der Anschlag 23 auf einem Ring 33 vorge sehen, der auf dem Rohr 2 zwischen der An sehlussöse 1 und dem Betätigungsglied 9 ver schiebbar ist und mit dem Betätigungsglied 9 zusammenwirkt. Die Steuerstange 24 ist mit tels einer Gabel 34 mit dem Ring 33 verbun den.
Bei den in Fig. 6 und 7 gezeigten Brems nachstellvorrichtungen ist die Kupplungsmut ter 5 im wesentlichen von der Aufgabe be freit, die von der Feder 15 auf das Betäti gungsglied 9 ausgeübte Kraft auf das Ge häuse 4 am Rohr 2 zurückzuübertragen. Ge mäss Fig. 6 ist die Vorschubmutter 8 mit einem flanschförmigen Anschlag 35 versehen.
Wenn das Betätigungsglied 9 seine normale Lage einnimmt, in der die Vorschubmutter 8 entgegen, der Wirkung einer zwischen dem Antifriktionslager 7 und dem Gehäuse 4 ein gespannten Feder 36 die Kupplungsmutter 5 ausser Eingriff mit ihrem Sitz 6 hält, legt sich der Anschlag 35 gegen das ihm zugekehrte Ende des Gehäuses 4 an und überträgt direkt auf dieses den grösseren Teil der Kraft der Feder 15, mit der die Vorschubmutter 8 gegen ihren Sitz 10 gepresst wird.
Der Druck zwi schen den beiden gegeneinander anliegenden Muttern 5 und 8 wird durch die Feder 36 be stimmt und ist so gross, dass die Kupplungs mutter 5 an der Drehung der Vorschubmutter 8 zusammen mit dem Betätigungsglied 9 teil nimmt.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Aus führung ist auch die V orschubmutter 8 dar durch von dem grösseren Teil des auf das Gehäuse 4 zurückzuübertragenden Druckes der Feder 15 entlastet, dass das Endstück 11 des Betätigungsgliedes 9 in der gezeigten nor malen Lage desselben ,gegen das ihm zage- kehrte Ende des Gehäuses 4 anliegt und direkt auf dasselbe den grösseren Teil der von der Feder 15 auf das Betätigungsglied 9 aus geübten Axialkraft überträgt.
In diesem Falle kann es vorkommen, dass, wenn sich das Be tätigungsglied 9 in seiner normalen Lage be findet, der Druck zwischen der Vorschubmut ter 8 und deren Sitz 10 nicht so gross ist, dass die Vorschubmutter 8 bei der Drehung des Betätigungsgliedes 9 mitgenommen wird, und es ist deshalb zweckmässig eine Zwangs kupplung zwischen dem Betätigungsglied 9 und der Vorschubmutter 8 vorgesehen, damit die letztere bei der Drehung des Betätigungs gliedes 9 zum Schrauben der beiden Muttern 8 und 5 in der Spielraumvergrösserungsrich tung auf der Schraubenspindel 3 mitgenom men wird.
Nach Fig. 7 besteht die Zwangs kupplung aus einem gezahnten Flansch 37 auf der Vorschubmutter 8 und einem axial verschiebbaren, federbeeinflussten Zapfen 38 in dem Endstück 11, welcher mit den Zähnen des Flansches 37 zusammenwirkt. Diese Kupp lung ist in der gezeigten normalen Lage des Betätigungsgliedes 9 eingeschaltet und wird durch eine axiale Verschiebung dieses Gliedes im Verhältnis zum Rohr 2 entgegen der Wir kung der Feder 15 ausgeschaltet. Somit hat die Feder 15, wenn sie das Betätigungsglied 9 in seiner normalen Lage hält, auch in diesem Falle die Aufgabe, die Kupplungsmutter 5 ausser Eingriff mit ihrem Sitz 6 und die Vor schubmutter 8 und die Kupplungsmutter 5 an das Betätigungsglied 9 gekuppelt zu halten.
Es braucht nicht die Vorschubmutter 8 als ein Anschlag verwendet zu sein, der bei der Rückkehr des Betätigungsgliedes 9 in seine normale Lage beim Lösen der Bremse nach einem Bremsvorgang zusammen mit dem ge nannten Glied 9 bewegt und dadurch die Kupplungsmutter 5 ausser Eingriff mit ihrem Sitz 6 verschiebt und. sie an das Betätigungs glied 9 kuppelt, sondern es kann auch ein be sonderer Anschlagg zu diesem Zweck auf dem genannten Glied 9 vorgesehen sein.