CH306830A - Selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung. - Google Patents

Selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung.

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CH306830A
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Bromsregulator Sv Aktiebolaget
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Bromsregulator Svenska Ab
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H15/00Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters
    • B61H15/0035Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters mechanical and self-acting in both directions
    • B61H15/0042Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters mechanical and self-acting in both directions by means of linear adjustment
    • B61H15/0057Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters mechanical and self-acting in both directions by means of linear adjustment with screw-thread and nut

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description


  Selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung.    Die Erfindung bezieht sieh auf eine solche  selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung, insbe  sondere für Eisenbahnwagen, die eine im  Bremsgestänge enthaltene zweiteilige Brems  stange bildet, deren zueinander axial ver  schiebbare, aber undrehbare Teile ein Rohr  und eine in dieses hineingeschobene Schrau  benspindel sind, auf welche zwei     Verriege-          lungsmuttern    aufgeschraubt sind, von denen  die eine als Kupplungsmutter in einem Ge  häuse am Rohr untergebracht ist und zur  Übertragung der Bremskraft     zwischen    den  beiden Stangenteilen beim Bremsen mit einem  Sitz im.

   Gehäuse zusammenwirkt, während die  andere als Vorschubmutter in einem auf dem  Rohr axial verschiebbaren     Betätigungsglied     untergebracht ist, wobei zur     Verschiebung    des  Betätigungsgliedes auf dem Rohr in der einen  Richtung entgegen der Wirkung einer Feder  ein selbsttätig in Abhängigkeit vom Brems  hub beim Bremsen wirkender     Steueranschlag     vorgesehen ist und die Vorschubmutter durch  Zusammenwirken mit einem Sitz im Betäti  gungsglied die Schraubenspindel bei Verschie  bung des Betätigungsgliedes     in    der andern  Richtung mitnimmt.  



  Bei diesen selbsttätigen Bremsnachstell  vorrichtungen ist ein manuelles Verstellen der  Vorrichtung zum Vergrössern der     Bremsspiel     räume oft im     Zusammenhang    mit dem Aus  tausch verschlissener     Bremsklötze    gegen neue  erforderlich. Nach der Erfindung soll ein  solches manuelles Verstellen ausgeführt wer  den können, ohne dass ein Auseinanderbauen    und Wiederzusammensetzen, wie z. B. Ent  fernen und     Anbringen    von Bolzen im Brems  gestänge, nötig, ist, was besonders in den Fäl  len, wo der im Untergestell des Fahrzeuges  zur     Verfügung    stehende Raum, wie z.

   B. in  Strassenbahnwagen, von Motoren     und,    andern       sperrigen        Ausrüstungen    ausgefüllt ist, ziem  lich     schwierig    sein kann.  



       Gemäss    der Erfindung sind Vorkehrungen  getroffen, damit in der normalen Lage des  Betätigungsgliedes bei gelöster Bremse das  Betätigungsglied mit der Kupplungsmutter  und der Vorschubmutter auf Verdrehung ge  kuppelt und die Kupplungsmutter ausser Ein  griff mit dem für diese im Gehäuse des Roh  res vorgesehenen Sitz gehalten sowie das Betä  tigungsglied von Hand auf dem Rohr ver  drehbar ist, so dass durch Drehung des Betä  tigungsgliedes von Hand die Vorschubmutter  und die Kupplungsmutter auf der Schrauben  spindel wenigstens     in.    der Richtung     zur        Ver-          grösserung    der Bremsspielräume verschraubt  werden können.  



  Die     Erfindung    umfasst dabei sowohl ein  fachwirkende wie doppeltwirkende selbsttätige  Bremsnaecstellvorrichtungen.  



  Die einfachwirkenden     Vorrichtungen    ver  mindern selbsttätig die Bremsspielräume (das  heisst hauptsächlich die bei gelöster Bremse  vorliegenden Bremsklotzspielräume), wenn  diese z. B. durch Verschleiss der Bremsklötze  zu gross geworden sind, können aber nicht  wie die     doppeltwirkenden    Vorrichtungen     auch     selbsttätig die     Bremsspielräume    vergrössern,      wenn diese z. B. dadurch zu klein geworden  sind, dass verschlissene Bremsklötze durch  neue ersetzt worden sind.  



  Die manuelle Verstellbarkeit ist bei den  einfachwirkenden Vorrichtungen am wertvoll  sten, bei denen eine Vergrösserung der Spiel  räume notwendigerweise von Hand ausge  führt werden muss. Indessen kann sie auch  bei den doppeltwirkenden Vorrichtungen     er-          wünscht    sein,     z.    B. damit das Entfernen ver  schlissener Bremsklötze     und.    das Anbringen  von netten     erleichtert    wird.  



  Vorteilhaft besitzen die Schraubenspindel  und die darauf sitzenden     Verriegelungsmut-          tern    ein nicht selbsthemmendes Gewinde, so  dass sich die Verriegelungsmuttern auf der  Schraubenspindel unter der Wirkung des  Druckes drehen, der auf das Gewinde der  Mutter durch das     Gewinde    der     Schrauben-          spindel    bei deren axialer Verschiebung in Be  zug auf die Verriegelungsmuttern ausgeübt  wird.

   Es können aber auch die     Verriegelungs-          muttern    in Sektoren geteilt sein, die um die       Schraubenspindel    federnd     zusammengehalten     sind und     durch    den Druck, den das Gewinde  der Spindel auf das Gewinde der Mutter bei  der axialen Verschiebung der Spindel in Bezug  auf die Verriegelungsmuttern ausübt, radial  ausser Eingriff mit dem Gewinde der Spindel  bewegt     werden.    Im letzteren Fall kann die  Gewindesteigung der Spindel und der     Mut-          tern    nach Belieben gewählt sein.  



  Auf der Zeichnung sind einige Ausfüh  rungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es  zeigen:  Fig. 1 einen schematischen Grundruss eines  Bremsgestänges, das eine selbsttätige     Brems-          nachstellvorrichtung    enthält und unter dem       Untergestell    eines mit strichpunktierten Linien  angedeuteten Fahrzeuges montiert ist,  Fig. 2 einen Längsschnitt der einfachwir  kenden Bremsnachstellvorrichtung dieses Ge  stänges,  Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie  III-III in Fig. 2,  Fig. 4 einen Aufriss der in Fig. 1 bis 3  gezeigten Bremsnachstellvorrichtung,  Fig. 5 einen Aufriss eines Bruchstückes    einer etwas abgeänderten Ausführungsform  der in Fig. 1 bis 4 gezeigten Bremsnachstell  vorrichtung,  Fig.

   6 einen Längsschnitt eines Bruch  stückes der Bremsnachstellvorrichtung in einer  andern Ausführung und  Fig. 7 einen ähnlichen Schnitt einer weite  ren Ausführungsform der Bremsnachstellvor  richtung.  



  In den auf der Zeichnung veranschaulich  ten Ausführungsformen bildet die Bremsnach  stellvorrichtung eine zweiteilige Bremsstange,  deren einer Teil, der eine Anschlussöse 1 am  einen Ende hat, aus einem Rohr 2 besteht,  während der andere Teil der Stange aus einer  Schraubenspindel 3 mit nichtselbsthemmen  dem Gewinde besteht, die in das Rohr 2 durch  das der Anschlussöse 1 entgegengesetzte Ende  hineingeschoben ist. Zwei     Verriegelungsmut-          tern    sind auf die Schraubenspindel 3 ge  schraubt. Das Rohr 2 weist ein Gehäuse 4 für  die eine Verriegelungsmutter, und zwar die  Kupplungsmutter 5, auf.

   Diese Kupplungs  mutter 5 wirkt mit einem Sitz 6 im Gehäuse  4 zusammen, um die beiden Stangenteile in  der einen     Richtung    miteinander zu kuppeln,  damit die Bremskraft.     zwischen    diesen Teilen  beim Bremsen übertragen wird. Die Kupp  lungsmutter 5 wirkt anderseits mit einem  Antifriktionslager 7 im Gehäuse 4 zusammen,  damit sie sich bei einem Verschieben der  Bremsstangenteile untereinander in der andern  Richtung drehen kann. Die andere Verriege  lungsmutter, die Vorschubmutter 8, wird  durch ein rohrförmiges Glied 9 betätigt, das  auf dem Rohr 2 axial verschiebbar ist und  einen Sitz 10 für die Vorschubmutter 8 auf  weist. In seinem einen Ende hat das Betäti  gungsglied 9 ein Endstück 11, das die Vor  schubmutter 8 enthält und den Sitz 10 für  diese Mutter bildet.

   Die Mutter 8 wirkt in  einer Richtung mit dem Sitz 10 und in der  andern Richtung mit einem     Antifriktionslager     12 zusammen, das seinerseits mit einem An  schlagring 13 im rohrförmigen Betätigungs  glied 9 zusammenwirkt. Eine     Schraubendruek-          feder    15 ist zwischen einem     Endstück    14 in  dem andern Ende des rohrförmigen Betäti-      gungsgliedes 9 und dem Gehäuse 4 am Rohr       \?    eingespannt.

   Von dieser kräftig zusammen  gedrückten Feder 15 wird das Betätigungs  glied 9 axial in einer Richtung auf dem Rohr  \? (auf die Anschlussöse 1 zu) in seine normale  Lage bei gelöster Bremse     gedrückt.    Im End  stück 11 ist ein Rohr 16 festgeschraubt, das  die Schraubenspindel 3 umgibt; um deren Ge  winde gegen Verschmutzung zu schützen. An  ihrem äussern Ende ist die Spindel 3 mit einer  Anschlussöse 17 versehen. Mittels der An  schlussösen 1 und 17 sind die Bremsstangen  teile im Bremsgestänge angeschlossen.

   Nach  Fig. 1 besitzt dieses Bremsgestänge einen  durch die Kolbenstange eines Bremszylinders  19 betätigten Zylinderhebel 18, einen Fest  punkthebel 20, eine Verbindungsstange 21  zwischen diesen beiden     Bremshebeln    und  Bremszugstangen zum Übertragen der Brems  kraft von den beiden     Bremshebeln    auf die  Radbremsen an den beiden Enden des Wa  gens. Die Bremsnachstellvorrichtung bildet  die eine der beiden Bremszugstangen, und die  andere ist in Fig. 1 mit 22 bezeichnet.  



  Wenn der Bremshub beim     Bremsen    des  wegen zu lang ist, weil die Bremsklotzspiel  räume zu .gross geworden sind, wird das rohr  förmige Betätigungsglied 9 im Verhältnis  zum Rohr 2 entgegen der Wirkung der Feder       1.5    dadurch verschoben, dass es von dem hierzu  vorgesehenen Steueranschlag 23     betätigt    wird.  Während der nachfolgenden Lösung der  Bremse kehrt das Betätigungsglied 9     unter     der Wirkung der Feder 15 in seine normale  Lage     zurück    und während dieser Rückbewe  gung verschiebt es die Spindel 3 im Verhältnis  zum Rohr 2 mittels der Vorschubmutter 8 in  der Spielraumverminderungsrichtung.

   In den  meisten Fällen ist. der     Steueranschlag    23  an einer Steuerstange 24 angebracht, die  mit einem Bremshebel des Bremsgestänges  verbunden ist. In dem in Fig. 1 gezeigten       Ausführungsbeispiel,    bei dem die Bremsnach  stellvorrichtung die mit dem Zylinderhebel 18  verbundene Bremsstange bildet, ist die Steuer  stange 24 mit dem Festpunkthebel 20 verbun  den. In gewissen Fällen, z.

   B. wenn die Brems  kraft nur auf das eine Wagenende     übertragen       werden soll     und    die     Bewegungsbahn    der An  schlussöse 1 somit bei richtigen     Bremsklotz-          spielräumen    nicht nur in     ihrer    Länge, son  dern auch in ihrer Lage bestimmt ist (der  Bremshebel, an den die Anschlussöse 1 ange  schlossen ist, hat einen festen     Stützpunkt    und  eine unveränderte Löselage, aus der er um  einen gewissen Winkel beim     Bremsen    ge  schwenkt wird), kann die Steuerstange voll  kommen weggelassen und der     Steueranschlag     fest angeordnet sein.  



  Zum Vergrössern der Bremsklotzspielräume  beim Erneuern der Bremsklötze oder derglei  chen russ von Hand die Spindel 3 gegenüber  den Muttern 5 und 8 in der Spielraumvergrö  sserungsrichtung gedreht werden. Um die  Komplikation zu vermeiden, die eine drehbare  Verbindung zwischen der Spindel 3 und der  Öse 17 bzw. zwischen dem Rohr 2 und der  Öse 1 sowie Mittel zum Sperren dieser Verbin  dung nach jedem manuellen Verstellen der  Nachstellvorrichtung durch Drehen der Spin  del 3 oder des Rohres 2 bedeuten, ist hier das  manuelle Verstellen der Nachstellvorrichtung  ganz einfach durch Drehen des Betätigungs  gliedes 9 ermöglicht, ohne dass einer der  Bremsstangenteile dabei gedreht zu werden  braucht.

   Zu -diesem Zweck sind Vorkehrun  gen getroffen, damit in der     normalen    Lage  des Betätigungsgliedes 9 dieses mit der Kupp  lungsmutter 5 und der Vorschubmutter 8 auf  Verdrehung gekuppelt und die Kupplungs  mutter 5 mit dem für diese     vorgesehenen    Sitz  6 ausser Eingriff gehalten sowie das Betäti  gungsglied von Hand auf dem Rohr 2     ver-          drehbar.    ist, so dass durch Drehen des Betäti  gungsgliedes 9 von Hand die beiden Muttern  5 und 8 als eine Einheit auf der Spindel 1  wenigstens in der Richtung geschraubt wer  den können, die eine     spielraumvergrössernde     Bewegung der Spindel 1 im Verhältnis zum  Rohr 2 bewirkt.

   Wäre die Kupplungsmutter  5 nicht mit dem Sitz 6 ausser Eingriff     gehal          ten,    würde sie sich durch ihren Angriff an  diesem der erwünschten manuellen Einstel  lung     entgegensetzen.     



  Bei der in     Fig.    2 gezeigten     Ausführungs-          form    der     Bremsnachstellvorriehtung    sind die      beiden Muttern 8     und    5 und .das Gehäuse 4       derart    ausgebildet, dass bei der Rückkehr des  Betätigungsgliedes     in    seine normale Lage bei  gelöster Bremse die Vorschubmutter 8 gegen  die     Kupplungsmutter    5     anschlägt        und.    sie  gegen das Antifriktionslager 7 verschiebt,

   so  dass die von der     zwischen    dem Gehäuse 4 und  dem     Endstück    14 des Betätigungsgliedes 9  eingespannten Druckfeder 15 auf das Betä  tigungsglied 9 ausgeübte Kraft durch den Sitz  10, die Vorschubmutter 8, die Kupplungsmut  ter 5 und das Antifriktionslager 7 zurück  auf das Gehäuse 4 übertragen wird.

   Die  Druckfeder 15 dient     also    nicht nur ihrem  üblichen Zweck, das Betätigungsglied in seine  normale Lage     zu        drücken"    sondern auch den       Zwecken,    die     Kupplungsmutter    5 ausser Ein  griff mit dem Sitz 6 zu halten,

   die Vorschub  mutter 8 mit dem Betätigungsglied 9 durch  Reibung zwischen dieser Mutter und dem Sitz  10 zu kuppeln und die Kupplungsmutter 5  mit der Vorschubmutter 8 und somit über die  letztere mit dem     Betätigungsglied    9 durch       Reibung        zwischen    den beiden gegeneinander  anliegenden Flächen der beiden Muttern zu       kuppeln.    Diese Reibungen sind weitaus hin  reichend,

   um den Wiederstand des Antifrik  tionslagers 7 gegen Drehung der Kupplungs  mutter 5 beim Drehen des Betätigungsgliedes  9     auf    der Bremsstange zu     überwinden.    Die  beiden Muttern 8 und 5     nehmen    deshalb     als     eine Einheit an der Drehung des Betätigungs  gliedes 9 teil, wenn sich dieses Glied in seiner  normalen Lage bei gelöster Bremse befindet.  



  Weil sich sowohl die Kupplungsmutter 5  wie die Vorschubmütter 8 bei gelöster Bremse  zusammen mit dem drehbaren Betätigungs  glied 9 frei drehen können, müssen gegen  eine unbeabsichtigte Drehung .des Betätigungs  gliedes 9 und somit auch der beiden Muttern  8 und 5 unter der Einwirkung von Erschütte  rungen oder Stössen während     der.Fahrt    des  Fahrzeuges     Vorkehrungen    getroffen sein.. Eine  einfache Vorkehrung gegen unbeabsichtigtes  Drehen des Betätigungsgliedes 9 ist ein Rei  bungswiderstand gegen Drehung zwischen  dem Betätigungsglied 9 und dem Rohr 2.  Dieser Widerstand muss durch das Dreh-    moment überwunden werden, das auf das Be  tätigungsglied 9 zum Drehen desselben ab  sichtlich von Hand gegenüber dem nicht.  drehbaren Rohr 2 auszuüben ist.

   Mit einem  solchen Reibungswiderstand allein gegen eine       Drehung    zwischen dem Betätigungsglied 9  und dem Rohr 2 liegt. indessen die Gefahr  vor, dass mit, der Zeit eine bedeutende unbe  absichtigte Winkelbewegung des Betätigungs  gliedes 9 auf dem nicht drehbaren Rohr 2  durch Anhäufung von geringfügigen (je für  sieh belanglosen) Winkelbewegungen des Be  tätigungsgliedes -unter der Einwirkung von  Erschütterungen oder Stössen hervorgerufen  wird.

   Bei der in Fig. 2 gezeigten Bremsnach  stellvorrichtung ist diese Gefahr dadurch be  seitigt, dass der Reibungswiderstand gegen  Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9  und dein nicht drehbaren Rohr 2 durch die  Schraubendruckfeder 15 erzeugt wird, und  zwar derart, dass die Feder 7.5 gleichzeitig als  eine Torsionsfeder zwischen den Endstützen       4a    und     14a    für die Feder auf dem     Gehäuse     4 am Rohr 2 bzw. auf dem     Endstück    14 des  Betätigungsgliedes 9 wirkt.

   Der Reibungs  widerstand, den die Feder 15 einer Drehung  des     Betätigungsgliedes    9     auf    dem Rohr 2 ent  gegensetzt, kann verhältnismässig niedrig sein,  ohne dass man eine fortlaufende Drehung des  Betätigungsgliedes unter der Wirkung von  Erschütterungen oder Stössen zu befürchten  braucht, weil die Feder als Torsionsfeder wohl  geringfügigen     Winkelbewegungen    des Betäti  gungsgliedes 9 federnd nachgibt, aber danach  das Betätigungsglied in seine Ausgangswinkel  lage zurückbringt.  



  Da die manuelle Einstellbarkeit der Brems  nachstellvorrichtung den Hauptzweck hat,  eine Vergrösserung, der Spielräume beim     Aus-          tauschen    verschlissener Bremsklötze bei ge  löster     Bremse    zu ermöglichen, genügt es, wenn  das Betätigungsglied 9 in einer     Richtung;    auf  dem Rohr gedreht werden kann, und zwar in  der Richtung, in der das Betätigungsglied 9  zum manuellen Verstellen der     Bremsnachstell-          vorrichtung    in der     Spielraumvergrösserungs-          riehtung    von Hand zu drehen ist.

   Zur Mit  nahme des Betätigungsgliedes 9 ist nach     Fig.2         eine Einwegkupplung vorhanden, die im Be  tätigungsglied 9 untergebracht ist und aus  einer Schraubenfeder 25 besteht, die sich auf  axial fluchtenden     zylindrischen    Flächen eines  mit dem Endstück 14 in einem Stück herge  stellten Kragens 26 und einer Hülse 27 ab  stützt, welch letztere     auf    dem Rohr 2 dreh  bar ist und ein hervorstehendes Ende     27,a     hat, auf dem mittels eines Bolzens 28 (siehe  Fig. 3) ein Arm 29 befestigt ist. Das Betäti  gungsglied 9 kann in der erwünschten Rich  tung durch. Schwenken des Armes 29 gedreht  werden.

   Griffstangen 30 (siehe Fig. 1), die  mit dem Arm 29 verbunden     sind    und     nach    bei  den     Seiten,    des Fahrzeuges reichen, können vor  gesehen sein, welche ein Hin- und Herschwen  ken des Armes 29 gestatten, wodurch die  Bremsnachstellvorrichtung in Spielraumver  grösserungsrichtung verstellt wird, ohne dass  die Arbeiter unter das Fahrzeug kriechen  müssen.  



  Das Betätigungsglied 9 kann bei gelöster  Bremse von Hand auf dem Rohr 2 nur dann  gedreht werden,     wenn.    der Steueranschlag 23  zur selbsttätigen Verschiebung des     rohrförmi-          gen    Betätigungsgliedes 9 in Abhängigkeit von  dem Hub der Bremse beim Bremsen ein     sol-          ehes    absichtliches Drehen des genannten Glie  des nicht behindert. Falls der     Steueranschlag     fest angebracht ist, ist obengenannte     Bedin-          rung    automatisch erfüllt, weil bei gelöster  Bremse das Betätigungsglied 9 ,den genannten  Anschlag nicht einmal berührt.

   Ist aber in der  in Fig. 1 bis 4 gezeigten Weise eine Steuer  stange 24 vorhanden, wobei das Betätigungs    glied 9 mit einem Arm 31 versehen ist, der  mit dem Anschlag 23 zusammenwirkt und der  die durch ein Loch im Arme 31 hindurch  gehende Steuerstange 24 führt, so mass der  Arm 31 um die Längsachse der Bremsnach  stellvorrichtung frei drehbar sein. Der Arm  31 ist vorzugsweise auf dem Schutzrohr 16       zwischen    einem darauf angebrachten Halte  ring 32 und dem     Endstück    11 des,     rohrför-          migen    Betätigungsgliedes 9 angeordnet. Durch  eine solche Anordnung des     Armes    31 erzielt  man eine schlankere Konstruktion als bei An  ordnung des Armes 31 auf dem Betätigungs-    glied 9 selbst.

   Infolge seiner drehbaren Lage  rung kann der Arm 31 in seiner Lage zum  Befestigungspunkt der Steuerstange 24 am       Bremshebel    20 verbleiben, auch wenn das Be  tätigungsglied 9 gedreht wird. Die Steuer  stange 24 braucht also nicht losgemacht zu  werden, um eine Drehung des Betätigungs  gliedes 9 nicht zu behindern.  



  In der Ausführungsform nach Fig. 5 ist  der     Anschlag    23 auf einem Ring 33 vorge  sehen, der auf dem Rohr 2     zwischen    der An  sehlussöse 1 und dem Betätigungsglied 9 ver  schiebbar ist und mit dem Betätigungsglied 9  zusammenwirkt. Die Steuerstange 24 ist mit  tels einer Gabel 34 mit dem     Ring    33 verbun  den.  



  Bei den in Fig. 6 und 7 gezeigten Brems  nachstellvorrichtungen ist die Kupplungsmut  ter 5 im wesentlichen von der Aufgabe be  freit, die von der Feder 15 auf das Betäti  gungsglied 9 ausgeübte Kraft auf das Ge  häuse 4 am Rohr 2 zurückzuübertragen. Ge  mäss Fig. 6 ist die Vorschubmutter 8 mit  einem flanschförmigen Anschlag 35 versehen.

         Wenn    das Betätigungsglied 9 seine normale  Lage einnimmt, in der die Vorschubmutter 8       entgegen,    der     Wirkung    einer zwischen dem  Antifriktionslager 7 und dem Gehäuse 4 ein  gespannten Feder 36 die Kupplungsmutter 5  ausser Eingriff mit ihrem Sitz 6 hält, legt sich  der Anschlag 35 gegen das ihm zugekehrte  Ende des Gehäuses 4 an und überträgt direkt  auf dieses den grösseren Teil der Kraft der  Feder 15, mit der die     Vorschubmutter    8 gegen  ihren Sitz 10 gepresst wird.

   Der Druck zwi  schen den beiden gegeneinander anliegenden       Muttern    5 und 8 wird durch die Feder 36 be  stimmt und ist so gross, dass die Kupplungs  mutter 5 an der Drehung der     Vorschubmutter     8     zusammen    mit dem     Betätigungsglied    9 teil  nimmt.

   Bei der in     Fig.    7 dargestellten Aus  führung ist auch die V     orschubmutter    8     dar     durch von dem grösseren Teil des auf das  Gehäuse 4 zurückzuübertragenden Druckes  der Feder 15 entlastet, dass das Endstück 11  des Betätigungsgliedes 9 in der gezeigten nor  malen Lage desselben     ,gegen    das ihm     zage-          kehrte    Ende des Gehäuses 4 anliegt und      direkt auf dasselbe den grösseren Teil der von  der Feder 15 auf das     Betätigungsglied    9 aus  geübten Axialkraft überträgt.

   In diesem Falle  kann es vorkommen, dass, wenn     sich    das Be  tätigungsglied 9 in seiner     normalen    Lage be  findet, der Druck zwischen der Vorschubmut  ter 8 und deren Sitz 10 nicht so gross ist,  dass die Vorschubmutter 8 bei der Drehung  des Betätigungsgliedes 9 mitgenommen wird,       und    es ist deshalb zweckmässig eine Zwangs  kupplung zwischen dem     Betätigungsglied    9  und der Vorschubmutter 8 vorgesehen, damit  die letztere bei der Drehung des Betätigungs  gliedes 9 zum Schrauben der beiden Muttern  8 und 5 in der Spielraumvergrösserungsrich  tung auf der Schraubenspindel 3 mitgenom  men wird.

   Nach Fig. 7 besteht die Zwangs  kupplung     aus    einem gezahnten Flansch 37  auf der Vorschubmutter 8 und einem axial  verschiebbaren, federbeeinflussten Zapfen 38  in     dem    Endstück 11, welcher mit den Zähnen  des Flansches 37 zusammenwirkt. Diese Kupp  lung ist in der gezeigten normalen Lage des  Betätigungsgliedes 9     eingeschaltet    und wird  durch eine axiale Verschiebung dieses Gliedes  im Verhältnis zum Rohr 2 entgegen der Wir  kung der Feder 15 ausgeschaltet. Somit hat  die Feder 15, wenn sie das Betätigungsglied 9  in seiner normalen Lage hält, auch in diesem  Falle die Aufgabe, die Kupplungsmutter 5  ausser Eingriff mit ihrem Sitz 6 und die Vor  schubmutter 8 und die Kupplungsmutter 5  an das Betätigungsglied 9 gekuppelt zu halten.  



  Es braucht nicht die Vorschubmutter 8 als  ein Anschlag verwendet zu sein, der bei der  Rückkehr des Betätigungsgliedes 9 in seine  normale Lage beim Lösen der Bremse nach  einem Bremsvorgang zusammen mit dem ge  nannten Glied 9 bewegt und dadurch die  Kupplungsmutter 5 ausser     Eingriff    mit ihrem  Sitz 6 verschiebt     und.    sie an das Betätigungs  glied 9 kuppelt, sondern es kann auch ein be  sonderer Anschlagg zu diesem Zweck auf dem  genannten Glied 9 vorgesehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung, die eine im Bremsgestänge enthaltene zweiteilige Bremsstange bildet, deren zueinander axial verschiebbare, aber urdrehbare Teile ein Rohr und eine in dieses hineingeschobene Schrau benspindel sind, auf welche zwei Verriege- lungsmuttern aufgeschraubt sind, von denen die eine als Kupplungsmutter in einem Ge häuse am Rohr untergebracht ist und zur Übertragung der Bremskraft zwischen den beiden Stangenteilen beim Bremsen mit einem Sitz im Gehäuse zusammenwirkt, während die andere als Vorschubmutter in einem auf dem Rohr axial verschiebbaren Betätigungsglied untergebracht ist,
    wobei zur Verschiebung des Betätigungsgliedes auf dem Rohr in der einen Richtung entgegen der Wirkung einer Feder ein selbsttätig in Abhängigkeit vom Bremshub beim Bremsen wirkender Steuer ansehlag vorgesehen ist und die Vorschub mutter durch Zusammenwirken mit einem Sitz im Betätigungsglied die Schraubenspin del bei Verschiebung des Betätigungsgliedes in der andern Richtung mitnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass Vorkehrungen getroffen sind, damit in der normalen Lage des Betäti gungsgliedes bei gelöster Bremse das Betäti gungsglied mit der Kupplungsmutter und der Vorschubmutter auf Verdrehung gekuppelt und die Kupplungsmutter ausser Eingriff mit.
    dem für diese im Gehäuse des Rohres vor gesehenen Sitz gehalten sowie das Betäti- gungsglied von Hand auf dem Rohr verdreh bar ist, so dass durch Drehung des Betäti gungsgliedes von Hand die Vorschubmutter und die Kupplungsmutter auf der Schrauben spindel wenigstens in der Richtung zur Ver grösserung der Bremsspielräume verschraubt werden können.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Bremsnachstellvorrichtimg nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckfeder (15) vorgesehen ist, die zwischen dem Gehäuse (4) am Rohr (2) und dem Be tätigungsglied (9) eingespannt ist, und dass ein Anschlag vorhanden ist, der sieh zusam men mit dem Betätigungsglied (9) bei dessen Verschiebung in die normale Lage bewegt und unter der Wirkung der Driiekf'eder (15) in der normalen Lage des Betätigungsgliedes (9) die Kupplungsmutter (5) ausser Eingriff mit dem Sitz (6) im Gehäuse (4) hält. z.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag die Vorschubmutter (8) selbst ist. 3. Bremsnachstellvorrichtung nach Unter- ansprtie'h 2, dadurch gekennzeichnet, dass der für die Vorschubmutter (8) in dem Betäti gungsglied (9) vorgesehene Sitz (10) in der normalen Lage des genannten Gliedes durch die auf das Betätigungsglied (9) von der Druckfeder (15) ausgeübte Kraft zur Erzeu gung eines Reibungsschlusses gegen die Vor- sehulbmutter (8) gedrückt wird. 4.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubmutter (8) und die Kupplungsmut ter (5) in der normalen Lage des Betätigungs gliedes (9) durch wenigstens einen Teil der zwischen dem Betätigungsglied (9) und dem Rohr (2) eingespannten Druckfeder (15) aus- geübten Kraft zur Erzeugung eines Reibungs schlusses gegeneinandergedrückt werden und dass ein Antifriktionsaxiallager (7) vorge sehen ist, um die Kraft, die die Vorschubmut ter (8) und die Kupplungsmutter (5) in der normalen Lage des Betätigungsgliedes (9) gegeneinanderdrückt, von der Kupplungs mutter (5) auf das :am Rohr (2) vorgesehene Gehäuse (4) zu übertragen. 5.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Unter- anspx-tieh 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwi- schen der Kupplungsmutter (5) und dem dafür am Rohr (2) vorgesehenen Gehäuse (4) eine Feder (36) eingespannt ist, die die Kupplungsmutter (5) gegen ihren Sitz (6) im genannten Gehäuse (4) drückt, und dass ein Anschlag vorgesehen ist, der sieh zusam men mit dem Betätigungsglied (9) bei dessen Verschiebung in die normale Lage bewegt und gegen das Gehäuse (4) am Rohr (2) in der genannten normalen Lage des Betäti gungsgliedes zur Anliegung kommt. 6.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Anschlag (35) auf der Vorschub- mutter (8) angeordnet ist. 7.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Unter- ansprueh 5, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Anschlag auf dem Betätigungsglied (9) angeordnet ist und dass zwischen der Vorschubmutter (8) und dem Betätigungs glied (9) eine Zwangskupplung vorgesehen ist, die in der normalen Lage des Betätigungs gliedes (9) eingerückt ist und bei .der Ver schiebung des Betätigungsgliedes aus seiner normalen Lage entgegen der Wirkung der Druckfeder (15) ausgerückt wird. B.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Patent- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arm (29) auf dem Rohr (2) drehbar ange bracht und durch eine Einwegkupplung mit dem Betätigungsglied (9) verbunden ist, wo bei das Betätigungsglied durch Hin- und Her schwenken des Armes (29) mittels mit dem Arm verbundener Griffstangen (30) in, einer Richtung auf dem Rohr (2) gedreht werden kann. 9.
    Bremsnachstellvorrichtung nach Unter anspruch 8, dadurch .gekennzeichnet, dass eine Hülse (27) auf dem Rohr (2) drehbar ange- ordnet ist und dass das Betätigungsglied (9) an dem einen Ende auf der Hülse (27) dreh bar gelagert ist, wobei der Arm (29) mit der Hülse (27) verbunden und für die Einweg kupplung weiter eine Schraubenfeder (25) vorhanden ist, die in dem rohrförmigen Betä tigungsglied (9) untergebracht ist und mit axial fluchtenden zylindrischen Flächen des Betätigungsgliedes (9) und der Hülse (27) zusammenwirkt.
    10. Bremsnachstellvorriehtung nach Pa tentanspruch, bei der:der Steueranschlag- (23) auf einer Stange (24) vorgesehen ist und mit einem mit dem Betätigungsglied (9) axial unversehiebbar verbundenen Arm (31) zusam menwirkt, wobei im Arm (31) ein Loch vor gesehen ist, in dem die Steuerstange (24) ge führt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (31) bezüglich des Betätigungsgliedes (9) um die Längsachse der Bremsstange dreh bar ist.
CH306830D 1952-10-22 1952-10-22 Selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung. CH306830A (de)

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