CH304586A - Bremseinrichtung an Krafträdern mit Beiwagen. - Google Patents
Bremseinrichtung an Krafträdern mit Beiwagen.Info
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Description
<B>Bremseinrichtung an</B> Krafträdern <B>mit Beiwagen.</B> Bei Krafträdern mit Beiwagen ohne Bei wagenradbremse wirkt sich die Masse des Bei wagens beim Bremsen durch das Beharrungs vermögen des Beiwagens sehr ungünstig auf die Lenkung des Gefährtes aus. Jedes Brem sen verursacht eine oft erhebliche Fahrtrich tungsänderung, die vom Fahrer über den Len ker ausgeglichen werden muss, wodurch sich bei diesem vorzeitig Ermüdungserscheinungen zeigen. Weiterhin unterliegen hierdurch die Teile der Lenkung einem unerwünschten grö sseren Verschleiss, ganz abgesehen davon, dass die beiden Kraftradbremsen die gesamte Masse des Beiwagens mitabbremsen müssen, so dass auch deren Lebensdauer bei einem Gefährt mit ungebremstem Beiwagenrad erheblich herab gesetzt wird. Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde bereits das Beiwagenrad mit einer mechani schen Bremse ausgestattet, die an das Brems gestänge des Kraftrades angeschlossen war. Die Bremskraft wurde auf den Beiwagenrad- Bremshebel durch einen Seilzug übertragen, der, unter dem Beiwagenkasten verlegt und somit ständig der Einwirkung von Wasser und Staub ausgesetzt war; ausserdem trat hier durch der allen Seilzügen anhaftende Nachteil auf, dass sie im Winter schnell zur Vereisung neigen, wodurch die Bremse wirkungslos wurde. Die vorliegende Erfindung soll diese Nach teile dadurch vermeiden, dass am Beiwagenrad eine hydraulische oder pneumatische Bremse angeordnet ist, die mit der Hinterradbremse des Kraftrades gekuppelt ist. Vorteilhaft ist im Falle einer mechanischen Hinterradbremse das mechanische Brems gestänge des Kraftrades geteilt ausgeführt, wo bei die beiden Teile über einen Hauptbrems- zylinder miteinander gekuppelt sind, von dem aus auch die Beiwagenbremse beeinflusst wird. Dabei kann der eine Teil des Bremsgestänges mit dem Gehäuse des Hauptbremszylinders und der andere mit dessen Kolben verbunden sein, derart, dass der Kraftfluss. vom Brems hebel zur Hinterradbremse durch das Brems medium übertragen wird. Zweckmässig ist der nach dem Bremshebel führende Gestängeteil mit dem Kolben und der nach der Bremse füh rende Gestängeteil mit dem Gehäuse des Hauptbremszylinders verbunden. Dabei kann das Gehäuse des Hauptbremszylinders beim Bremsen auf Druck oder auf Zug beansprucht sein. Vorzugsweise ist der Hauptbremszylinder dem Radbremszylinder des Beiwagenrades be züglich des Beiwagenkastens gegenüberliegend in das Bremsgestänge eingesetzt. Er kann aber auch beim. Bremshebel oder bei der Hin terradbremse angeordnet sein. In allen Fällen erfolgt die Verbindung zwischen dem Haupt bremszylinder und dem Radbremszylinder des Beiwagenrades zweckmässig über eine Schlauch- Leitung. Zu diesem Zweck besitzt der Haupt bremszylinder vorteilhaft ein Anachlussauge, welches mit einem Verscbluss versehen ist; der beim Anschluss der Schlauchleitung geöffnet wird. Dieser Verschluss kann als ein feder belastetes Ventil ausgebildet sein. In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 schematisch das erste Beispiel der Bremseinrichtung an einem Kraftrad mit Bei wagen, Fig. 2 den Häuptbremszylinder ziun Teil im Schnitt und ziun Teil in Seitenansicht, Fig. -3 diesen Hauptbremszylinder in Draufsicht und Fig. 4 das zweite Beispiel der Bremsein richtung. In Fig. 1 ist mit 1 das Hinterrad des Kraft rades und mit 2 das Beiwagenrad bezeichnet; 3 bedeutet den Bremshebel der mechanischen Hinterradbremse des Kraftrades und 4 des sen Lager. Am Arm 5 des Bremshebels greift der Gestängeteil 6 an, welcher an den Haupt bremszylinder 7 angeschlossen ist. 8 be deutet den zum Hinterradbremsglied 9 füh renden Gestängeteil; 10 stellt den Rad bremszylinder des Beiwagenrades und 11 die Schlauchleitung dar. Gemäss den Fig. 2 und 3 ist im Gehäuse des Hauptbremszylinders 7 die Kolbenstange 12 verschiebbar gelagert, die über die Muffe 13 mit dem Gestängeteil 6 verbunden ist. Starr mit der Kolbenstange 12 ist. der Kolben 14 verbunden, vor welchem die Dichtung 15 liegt. Eine weitere Dichtung 16 ist am Austritts ende des Gehäuses angeordnet; mit 17 ist eine Schmutzdichtung bezeichnet, die ausserhalb des Gehäuses vorgesehen ist. Zwischen den beiden Dichtungen 15 und 16 befindet sich der Druckraum 18, in dem sich beispielsweise Öl befindet. In den Druckraum mündet eine Öffnung 19, die das Anschlussauge 20 des Hauptzylinders 7 durchsetzt. In diese Öff nung ragt ein Einsatzstück 21, in dessen Boh rung 22 ein vierkantiger Ventilkörper 23 ver schiebbar geführt ist, der mit seinem einen Ende über das Einsatzstück 21 vorsteht. Der Ventilkörper 23 weist einen Konus 24 auf, der in den Gegenkonus des Einsatzstückes passt und gegen welchen die Feder 26 anliegt, die sieh mit ihrem andern Ende an dem Absatz 27 des Auges 20 abstützt. Der Ventilkörper dient zum automatischen Abschluss des Druck raumes beim Abnehmen der Druckleitung; ein -entsprechendes Ventil ist am Ende der Schlauchleitung vorgesehen. Die Hutmutter 25 wird zum Schutz des Ventilkörpers 23 auf das Einsatzstück 21 aufgeschraubt, damit bei einer Fahrt ohne Beiwagen kein unerwünsch ter Druck auf den Ventilkörper 23 und somit kein Verlust aus dem Druckraum 18 erfolgen kann. Wird - hingegen die zum Radbrems- zylinder des Beiwagens führende Schlauch leitung 11 an das Auge 20 des Hauptbrems- zylinders 7 angeschlossen, so wird dadurch der Ventilkörper 23 nach innen gedrückt und dem Druckmittel die Möglichkeit gegeben, durch die Bohrung 22 in die Druckleitung ein zudringen. Der Gestängeteil 8 ist starr mit dem Anschlussstutzen 28 des Bremszylinders 7 ver bunden. Wird der Bremshebel 3 betätigt, so wird der Kolben 14 in Fig. 2 nach rechts bewegt, so dass das Druckmittel aus dem Raum 18 durch die Öffnung 19, die Bohrung 22 und die Leitung 11 dem Radbremszylinder 10 zuge führt wird, welcher dadurch anspricht. Gleich zeitig damit wird vom Kolben 14 über das Druckmittel und die Dichtung 16 auf das Ge häuse des Hauptbremszylinders 7 ein Zug aus geübt, so dass er sich in Fig. 2 nach rechts bewegt. Damit wird auch der Gestängeteil 8 nach rechts verschoben, so dass über-diesen die Hinterradbremse betätigt wird. Es ist auch ein Ausführungsbeispiel denk bar, bei welchem- das Gehäuse des Haupt bremszylinders beim Bremsen auf Druck be ansprucht wird. In diesem Falle greift der Gestängeteil 6 am Gehäuse an, während der Gestängeteil 8 mit dem Kolben 14 verbunden ist. Die Verbindung kann über Schwenkhebel erfolgen. Die Funktion des Hauptbremszylin- ders ist genau die gleiche, wie sie oben be schrieben wurde. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Hauptbremszylinder bezüglich des Bei wagenkastens gegenüber dem Radbremszylin- der 10 des Beiwagenrades angeordnet. Wie der Fig. 4 zu entnehmen ist, kann der Haupt- Bremszylinder auch bei der Hinterradbremse angeordnet sein. Es ist ersichtlich, dass .die Schlauchleitung auch an einen Hauptbrems- zylinder angeschlossen sein kann, der noch die Radbremszylinder der Räder des Kraft rades speist. In diesem Fall ist der Anschluss der Beiwagenbremse in die Radbremsen des Kraftrades äusserst einfach. Anstatt öl als Druckmittel kann auch Luft oder ein anderes Medium verwendet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Bremseinrichtung an Krafträdern mit Bei wagen, dadurch gekennzeichnet, dass am Bei wagenrad eine hydraulische oder pneumatische Bremse angeordnet ist, die mit der Hinterrad bremse des Kraftrades gekuppelt ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. BremseinrichtLing nach Patentanspruch, mit mechanischer Hinterradbremse, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Brems gestänge des Kraftrades geteilt ausgeführt ist, wobei die beiden Teile (6, 8) über einen Hauptbremszylinder (7) miteinander gekup pelt sind, von dem aus auch .die Beiwagendreh- bremse beeinflusst wird. z.Bremseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil (8) des Bremsgestänges mit dem Gehäuse des Hauptbremszylinders (7) und der andere mit dessen Kolben (12) verbunden ist, derart, dass der Kraftfluss vom Bremshebel (3) zum Hin terradbremsglied (9) durch das Bremsmedium übertragen wird. 3. Bremseinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der nach dem Bremshebel (3) führende Gestängeteil (6) mit dem Kolben (12) und der nach dem Brems glied führende Gestängeteil (8@ mit dem Gehäuse des Hauptbremszylinders (7) ver bunden ist. 4.Bremseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Hauptbremszylinders (7) beim Bremsen auf Druck beansprucht wird. 5. BremseinrichtLuig nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Hauptbremszylinders (7) beim Bremsen auf Zug beansprucht wird. 6. Bremseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupt bremszylinder (7) dem Radbremszylinder (10) des Beiwagenrades (2) bezüglich des Bei wagenkastens gegenüberliegend in das Brems gestänge eingesetzt ist. 7.Bremseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupt bremszylinder (7) bei dem Hinterradbrems- glied (9) in das Gestänge eingeschaltet ist. B. Bremseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin dung zwischen dem Hauptbremszylinder (7) und dem Radbremszylinder (10) über eine Schlauchleitung (11) erfolgt.9. Bremseinrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupt bremszylinder (7) ein Auschlussauge (20) für die zum. Radbremszylinder (10) führende Schlauchleitung (11) besitzt, das mit einem Verschluss versehen ist, der beim Anschliessen der Schlauchleitung geöffnet wird.
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