CH304529A - Vorrichtung zum Hochfrequenzheizen mittels eines Induktors und eines mit ihm zusammenwirkenden Körpers zum Konzentrieren der Kraftlinien. - Google Patents
Vorrichtung zum Hochfrequenzheizen mittels eines Induktors und eines mit ihm zusammenwirkenden Körpers zum Konzentrieren der Kraftlinien.Info
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Description
Vorrichtung zum Hochfrequenzheizen mittels eines Induktors undeines mit ihm zusammen wirkenden Körpers zum Konzentrieren der Kraftlinien. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung züm Hoclifrequenzlieizen mittels eines Ind-Lik- tors (einer Arbeitsspule) und eines mit ihm zusammenwirkenden,
<B>-</B>zum Konzentrieren der Kraftlinien dienenden Körpers aus ferro- magnetischem Material mit hohem spezifi- seliem Widerstand (das heisst einem spezifi schen Widerstand von über<B>1000</B> Ohm<B>-</B> ein, insbesondere über<B>105</B> Ohm<B>-</B> ein) für hohe Frequenzen, zweckmässig eines Ferrits.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung weist einen scheibenförmigen Körper auf, ins besondere in Form eines Ringes, der an min destens einem Ende ausserhalb des Induktors konzentriseh zu dessen Achse derart angeord- ii et ist, dass die Ebene der Scheibe senkrecht oder nahezu senkrecht zu der erwähnten Ach- qenrichtung steht.
Hierdurcli ergibt sich einmal der Vorteil, dass das Hochfrequenzfeld nur in einem vor herbestimmten, beschränkten Gebiet wirksam ist und zum andern, dass die Kraftlinien in der Achsenrichtung des Induktors abge schirmt sind, wodurch verllütet wird, dass gewisse Teile des Werkstückes in -Lmerwünsch- ter Weise erhitzt werden.
Eine solche Vor- rielitung ist besonders brauchbar zum Zu sammenschmelzen von Einzelteilen aus Isolier stoff, wie zum Beispiel -,Glas oder keram!- sehen Materialien, bei denen die Schmelzzone beschränkt sein muss. An der Verbindungs stelle kann- als ZwiseUenlage ein Stoff vorge- sehen sein, der in einem Hochfrequenzield schneller erhitzt wird oder einen niedrigeren Erweichungspunkt als das zu verbindende Material hat, wobei man infolge der starken Konzentrierung des Hoehfrequenzfeldes für die Zwischenlage ein Material wählen kann,
das hinsichtlich seiner elektrischen und ther mischen Eigenschaften nur wenig von dem zusammenzuschmelzenden Material verschie den ist. Infolgedessen ist man freier in der Wahl des Materials dieser Zwischenschieht. Bei der Herstellung -von Entlad-LLugsröhren eignet sich eine solche konzentrierte Erhit zung auch gut zum Gettern> unter Vermei dung einer unerwünsehten *Erhitzung sonsti ger Einzelteile in der Röhre.
Wenn derartige seheibenförmige Körper in gleicher Weise auch am andern Ende des Induktors angeordnet sind, ergibt sieh, abge sehen von der schon erwähnten örtlichen Kon zentrierung und Abschirmung in der Achsen- richtung, noch eine Konzentrierung in einer kleinen Zone im Innern des Indul-,-tors.
Zweckmässig werden ringförmige Körper verwendet, wobei die Ringe derart mit einem Schlitz (von züm Beispiel wenigstens<B>1</B> nun Weite) versehen sind, dass der Ring offen ist, mu zu vermeiden, dass dieser als Kurz- sehlusswindung wirken würde.
Bei einer besonderen Ausführungsform, bei der zwei ringförmige Körper verwendet sind, kann zumindest in der Öffn-Lmg des einen der Ringe ein verschiebbarer, rolirför-_ miger, zweckmässig mit einem Schlitz ver- sehener Körper aus Hoclifrequenzeisen ange bracht sein.
In der beiliegenden Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindung9gegen- standes schematisch dargestellt.
In Fig.1 ist eine HochlreqLienzsp-Lile üb- lieber Ausführung längs ihrer Achse ge schnitten dargestellt, -Lun zu zeigen, dass die durch eine solche Spule erzeugten magneti schen Kraftlinien in nicht ohne weiteres kon trollierbarer Weise über die Längsausdeh- n-ung der Spule hinaus zur Wirkung kom men.
Bei der in Fig.2 dargestellten Ausfüh rungsform der Erfindung wird nun minde stens an einem Ende einer solchen Hoelifre- quenzspule <B>1.</B> ein vorzugsweise geschlitzter Ring 2 aus Hochfrequenzeisen angeordnet, wodurch die Kraftlinien <B>3 -</B> wie angedeu tet<B>-</B> gezwungen werden, ihren Weg durch den Ring 2 aus Hochfrequenzeisen zu neh men, so dass unterhalb des Ringes praktisch kein Feld mehr vorhanden ist.
Der Ring 2 muss mindestens einen -Schlitz von etwa<B>1</B> mm Breite aufweisen, da er<B>im</B> andern Falle als Kurzschlusswicklung wirken und sieh erwär men würde. Man kann einen derartigen ferro- magnetischen Ring 2 auch am obern Ende der Spule oder aber an beiden Enden vor sehen, wenn man das Feld nach oben bzw. gleichzeitig nach oben und unten begrenzen <B>will.</B>
Derartige Vorrichtungen können mit be sonderem Vorteil bei der Herstellung von elektrischen Entlad-Lmgsgefässen benutzt wer den. Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass das Gettern dabei in wesentlich kürzerer Zeit erfolgt und dass dabei. einwandfrei die thermiselie Überbeanspruchung anderer<B>Sy-</B> stemteile vermieden werden kann. Thermiseh gefährdete Teile wären beispielsweise die Oxydkathoden von Verstärkerröhren.
Vorrichtungen nach der Erfindung kön nen auch auf andern Gebieten vorteilhaft be nutzt werden, zum Beispiel zum Glühen des Unterteils oder aber zur Einschmelzung von elektrischen Entladungsgefässen und derglei- elien.
In Fig. <B>3</B> ist im Schnitt eine Vorrichtung schematisch dargestellt, die sich besonders dafür eignet, runde Gegenstände miteinander zu verschmelzen, beispielsweise den Glasteller und den Glaskolben einer Elektronenröhre.
In Fig. 4 ist dargestellt, wie die mitein ander zu verschmelzenden 'Teile einer Röhre zweckmässig im Hochfrequenzfeld angeordnet werden.
Fig. <B>5</B> zeigt einen Ring, der zur Vor- erhitzung Anwendung finden kann.
Fig.,6 zeigt die Anordnung eines Ringes aus Hochfrequenzeisen, wodurch die Kontakt stifte einer Elektronenröhre vor unerwünsch ter Erhitzung geschützt werden.
Die Spule 4 mi Fig. <B>3</B> besteht aus acht in zwei Lagen gewickelten Kupferrohrwin- dungen. Die Enden<B>5</B> und<B>6</B> der Spule 4 sind über nicht dargestellte Schlauchverbindungen in den Kreislauf eines Kühlmittels eingeschlos sen, während gleichzeitig ein Hochfrequenz- strom von beispielsweise<B>100 A</B> hindurchge- schickt wird.
Die Spule 4 ist zwischen zwei Isolierschiehten <B>7</B> -und<B>8</B> eingeklemmt, an die sich Scheiben<B>9</B> und <B>10</B> aus Hochfrequenz- eisen sowie Isolierplatten<B>11</B> und 12 an schliessen. Durch Bolzen<B>13</B> und Muttern 14 wird die Anordn-Luig zusammengepresst und mechanisch gehalten.
Die Kraftlinien des .magnetischen Feldes der Spule 4 ohne die Scheiben<B>9</B> mid <B>10</B> würden etwa einen Ver lauf haben, wie er durch die beiden gestri- eUelten Linien<B>15</B> angedeutet ist. Es würde sieh also im Innenraum der Spule ein an nähernd homogenes Feld ausbilden, so dass in das Feld eingebrachte Gegenstände nahezu gleichmässig erwärmt würden.
Durch die Scheiben<B>9</B> und <B>10</B> aus Hochfrequenzeisen wird jedoch das Hochfrequenzfeld derart ver formt, dass die Kraftlinien im mittleren Teil der Spule gegen die Achse zu konzentriert -werden. Das Feld ist also an dieser Stelle der Spule konzentriert und verstärkt, wäli- rend der Aussenraum der Spule nahezu feld frei bleibt.
Eine solche Anordnung lässt sieh auch mit Vorteil verwenden, um das Getter- material in einem Vakuumgefäss, beispiels weise einer Elektronenröhre, zu verdampfen; denn dabei ist es oft erwünscht, die Erliit- zung auf den Träger des Gettermaterials zu beschränken und von den -übrigen 'Teilen des Elektrodensystems fernzuhalten.
In Fig.4 ist dargestellt, welche Lage der Glaskolben<B>17</B> und der Glasteller<B>18,</B> mit den Kontaktstilten <B>19</B> einer Elektronenröhre wäh rend des Einschmelzvorganges in dem gestri chelt<B>(16)</B> angedeuteten Feld einer HF-Er- hitzungsanordnung gemäss Fig. <B>3</B> einnehmen sollen. Es ist jedoch einzusehen, dass die Erhitzung vorwiegend am Tellerrand 20- er folgt.
Um unerwünschte Spannungen im Glas zui vermeiden, ist es meist erforderlich, einen gTösseren Teil des Glases in der Nähe der Anschmelzstelle, zweckmässig mit abnehmen der Stärke, vorzuwärmen. Dazu eignet sieh besonders gut ein Ring 21 nach Fig. <B>5,</B> der aus dem eigentlichen Kurzseblussring 2.2 und Zungen<B>23</B> besteht. Zur Durchführung der Vorerwärmung des Glases wird der Ring über den zu verschmelzenden Gegenstand ge schoben.
Das Hochfrequenzfeld erhitzt den Ring 22 bis zum Glühen; durch die Zungen <B>23</B> wird die Wärme in abnehmendem Masse noch auf das angrenzende Material, vorwie gend durell,Strahlung, übertragen, so dass hier ein gleiehmässigesTemperaturgefälle erhalten wird. Derartige Heizorgane können erforder lichenfalls auch auf der andern Seite (in Fig. <B>5</B> nach unten gerichtet) des Ringes 22 vorgesehen sein. Ihre Form kann der Gestalt des Werkstückes sowie der gewünschten Tem peraturverteilung beliebig angepasst sein.
Durch geeignete Formgebung und Anord nung der Hochfrequenzeisenteile kann das Feld in der jeweils gewünseliten Weise aus gestaltet und die Erwärmung entsprechend verteilt werden.
Uni Metallteile, wie beispielsweise die Kon taktstifte im Teller einer Elektronenröhre, mr unerwünschter Erwärmung zu schützen, können diese nach Fig.#6 unterhalb des Tel lers<B>18</B> mit einem zweckmässig geschlitzten Abschirmmantei 2,4 (Schutzring) aus Hoch-- frequenzeisen oder auch in bekannter Weise. mit einem geschlossenen Ring aus gutleiten dem Material, wie Kupfer, umgeben werden.
In Fig. <B>7</B> sind die Windungen der Hoch- frequenzspule mit 25 bezeichnet. An beiden Enden der,Spule sind radial geschlitzte Ringe <B>2,6</B> angeordnet, die aus Hochfrequenzeisen, beispielsweise aus Ferritmaterial, bestehen können. In die Öffnungen der Ringe 26 sind im Bedarfsfalle geschlitzte Rohrstücke<B>27</B> verschiebbar eingesetzt.
Die Zeichnung zeigt nur eines solcher Rohrstücke; es kann jedoch auch in die Öffnung des obern Ringes 2-6 ein gleiches Rohrstück verschiebbar einge setzt sein, wodurch sich dann die wirksame Zone im Spuleninnenrauin beliebig verlagern lässt.
Es ist auch üblich, Verstärkerröhren mit einem in der Regel aus sogenanntem 'Streck metall bestehenden Absehirmkäfig zu ver sehen, der das System im Innern der Röhre umgibt. Bei den bisherigen Verfahren zur I-IoeMrequenzer'hitzung von Verstärkerröhren zeigte es sich oft, dass der obere Rand der artiger Käfige infolge der thermischen Be anspruchung durch die Hochfrequenzerhitzung aufgerissen wurde. Auch dieser Nachteil lässt, sich mit Vorrichtiingen nach der Erfindung sicher vermeiden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Vorrichtung zum Hochlrequenzheizen mit tels eines Induktors und eines mit ihm zu sammenwirkenden, zum Konzentrieren der Kraftlinien dienenden Körpers aus ferro- magnetiselleinMaterial. mithollemspezifischein Widerstand für hohe Frequenzen, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Körper durch mindestens eine am einen Ende ausser halb des Induktors angeordnete Scheibe ge bildet ist, welche konzentrisch zur Achse des Induktors angeordnet ist und deren Ebene mindestens annähernd senkrecht zur Achse stellt.UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der seheibenför- miüe- Körper äls'Ring ausgebildet und mit einem radialen Schlitz versehen ist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass im Innern des Iaduktors ein Karzschlussring mit wärmeab leitenden Zungen angebracht ist.<B>3.</B> Vorrichtung nach Unteranspruch,<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass im Innern des In- duktors ein ringförmiger Körper zum<B>Ab-</B> schirmen bestimmter Teile des Werkstückes angebracht ist, wobei dieser Ring aus ferro- magnetischem Material mit hohem elektri- sellem Wid stand für hohe Frequenzen be stellt -Luld mit einem Schlitz versehen ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, bei der<B>je</B> ein ringförnüger Körper an jedem Ende des Induktors vorgesehen ist, dadurch ge kennzeichnet, dass in der öffnung zumindest eines der Ringe ein in ihr verschiebbarer, rohrförmiger, mit einem Schlitz versehener Körper aus ferromagnetischem Material mit hohem elektrischem Widerstand für hohe Frequenzen angebracht ist.
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