CH303584A - Injektionsspritze für medizinische Zwecke. - Google Patents
Injektionsspritze für medizinische Zwecke.Info
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Description
Injektionsspritze für medizinische Zwecke. Das Hauptpatent betrifft eine Injektions- spritze für medizinisehe Zweeke mit einem aus durchsichtigem Material bestehenden zylindrisehen Rohr, an dessen Enden die Armaturen in lösbarer Weise befestigt sind und in dessen Innerem ein Kolben geführt ist. Der Er i'indungsgedanke des Hauptpatentes besteht darin, dass das Zylinderrohr an einem Ende einen Flansch trägt, gegen dessen Stirnseite ein mit einem kreisförmigen Teil versehenes Kanülenansatzstüek abdichtend durch Schraub- mittel gepresst wird, von denen ein Teil an dem Flansch abgestützt ist. Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Spritze nach dem Ilauptpatent so auszubilden, dass alle den Flüssigkeitsraum begrenzenden Teile aus niehtmetallischen Werkstoffen bestehen. Zu diesem Zweck bestehen das Zylinderrohr, das Kanülenansatzstück und der Spritzenkolben aus einem nichtmetallischen Werkstoff. Das Kanülenansatzstück kann mit einer geschliffenen ringförmigen Dichtfläehe an der Stirnseite des Flanches des Zylinderrohres anliegen. Vorzugsweise ist die dem Innenraum der Spritze zugewandte Fläche des Kanülen- ansatzstüekes glasiert. Dadureh wird die Ent lüftuntlr der Spritze erleichtert, zu welchem Zweck zusätzlich auf der Innenfläche des Ka nülenansatzstüekes eine radial gerichtete, rillenartige Vertiefung vorgesehen sein kann, die zu der Kanülenbohrung führt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im nachstehenden an Hand der Zeichnung beschrieben. Fig. 1 zeigt eine medizinische Injektionsspritze im Längsschnitt, Fig. 2 ein keramisehes Kanülenansatz-oder Bodenstück mit exzentrischem Kanülenansatz im Schnitt, und Fig. 3 ist ein Aufriss der an dem Bund anliegenden Seite des keramischen Bodenstückes nach Fig. 1. Es bezeichnet l das aus Glas oder einem andern durchsichtigen und hitzebeständigen, nichtmetallischen Material, wie z. B. Kunst- harz, bestehende Zylinderrohr, 2 den Kolben, 3 die Kolbenstange. Das Glasrohr 1 ist an seinen beiden Enden mit je einem Flansch oder Bund 4 bzw. 5 versehen, welche den Zweck haben, die Verbindung des Glasrohres 1 mit den erforderlichen Armature, nämlich einerseits mit einem kreisrunden Kanülenansatzoder Bodenstück 6 mit Kanülenansatz 7 und d anderseits einem lösbaren Deckel 8 mit Durch- trittsöffnung für die Kolbenstange 3 zu er- möglichen. Die Bodenplatte 6 ist an die gemeinsame Stirnfläche 10 des Glasrohres 1 und des Bundes 4 mittels eines auf dem Bodenstück 6 liegenden Gewinderinges 11 und einer mit diesem versehraubten Gewindemutter 12, die mit drei rechtwinklig einwärts gebogenen Lappen über einen Beilagering 16 auf der entgegengesetzten Stirnfläehe des Bundes greift, dichtschliessend angepresst. Insoweit bildet die Anordnung bereits Gegenstand des Hauptpatentes, auf die bez glich aller Ein zelheiten dieser Anordnung Bezug genommen wird. Hier bestehen nun das Kanülenansatzstüek 6 und der Kolben 2 aus einem nichtmetalli.- schen, insbesondere keramischen Werkstoff oder Kunststoff, wie z. B. Speekstein. Da auch das Spritzenrohr 1 aus einem nichtmetalli- schen Werkstoff besteht und die Befestigungs- mittel, durch die das Bodenstüek auf dem Bund 4 befestigt wird, nielit mit dem Innenraum der Spritze in Verbindung kommen, so ist der Serumraum der Spritze völlig metallfrei umschlossen. Das kann zum Beispiel bei Impfungen mit Penicillin von besonderer Bedeutung sein. Der eingeschliffene Keramik- kolben gibt eine wesentlieh bessere Dichtung gegen die Glaswand des Zylinders als ein Ale- tallkolben, was besonders dargestellt werden kann durch die Feststellung der sogenannten Senkdauer des Kolbens im leeren Zylinder. Bei Verwendung der Keramikkolben beträgt die Senkdauer etwa 90 bis 150 Sekunden. Die Porosität des für den Boden 6 und den Kolben 2 zur Anwendung gelangenden, z. B. keramischen Materials, ist bis zu 600 atü null, die HÏrte so, dass selbst bei längster Gebrauchsdauer eine Abnutzung wie bei Metall nicht entsteht. Der Kolben bleibt damit stets dicht. Ein farbiger Markierungsstrich 2a auf dem Kolben gewährt ein besseres Ablesen der Skala beim Spritzvorgang. Er kann im Mittel- teil oder sogar an der Oberkante des Kolbens angeordnet werden und ermöglicht dadurch auch eine Höherlegung des Nullstriches der Skala auf dem Spritzenrohr. Bisher diente die Stirnkante am Kopfende der übliehen Aletall- kolben als Mark. Dureh diese H¯herlegung der Skala wird die Graduierung durch den Arzt übersichtlicher, da bei der früheren Lage der Skala der Nullstrich zu dicht über dem Boden sitzt und oft die ersten Teilstriehe nicht zu sehen sind. Wesentlich bei Verwendung niclitmetalli scher Werkstoffe für Boden und Kolben ist die Vermeidung des Hängenbleibens von Luft bläschen an diesen Teilen, wenn die gefüllte Spritze vom Arzt mit dem Kanülenansatz 7 zur Entlüttung nach oben gehalten wird. Es sind deshalb bei Verwendung von keramischen und ähnliehen Werkstoffen die Stirnfläche 2b des Kolbens und die entsprechende, konisch geformte Innenseite 6a des Bodenstüekes gla- siert. Die Diehtflächen dieser beiden Teile, nämlich die zvlindrisehe Mantelfläche des Kolbens 2 und die an dem Bund 4 anliegende Ringfläehe 6b sind geschliffen. Das Entweichen der ljuft aus der gefüllten Spritze kann weiterhin dadureh unterstützt werden, dass auf der Innenfläche des Boden stuekes eine rinnenartige, zur Kan lenboh rung 6d fiihrende Vertiefung 6c vorgesehen wird. Da es zweckmässig ist. den Kolben einer Injektionsspritze zu bremsen, wird auf dessen Rüekseite eine gegen den Glaszylinder 1 wir- kende Bremsfeder 3a angeordnet. Diese Brems- feder kann auch scheibenf¯rmig ausgebildet sein. Die Bewegung des Kolbens kann ferner durch andere Mittel, z. B. eine auf die Kolben stange wirkende, am Deelel befestigte Brems- feder, gebremst werden. Die Spritze hat den Vorteil der leiehten mechanischen Reinigungsmoglichkeit und der Austauschbarkeit einzelner Teile im Falle von Reparaturen. Die Spritze ist unempfindlieh gegen hohe Temperaturen beim Sterilisieren, da keine metallisehen Lötstellen vorhanden sind. Bei Verwendung eines keramischen Kol bens kann dieser bei der Sterilisation im Glas zylinder verbleiben, selbst bei Anwendung von Temperaturen von 200¯ C, da der Ausdeh- nungskoeffizient des keramischen Kolbenmate- rials gleich oder kleiner ist als der des Glas 'zvlinders.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Injektionsspritze naeh dem. Patentanspruch des Hauptpatentes, dadureh gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Begrenzung des Flüssig- keitsraumes durch nichtmetallische Werk- stoffe sowohl das Zylinderrohr als auch das Kanülenansatzstüek und der Spritzenkolben aus einem nichtmetallisehen'Werkstoff bestehen.UNTERANSPBÜCHE : 1. Spritze nach Patentanspruch, mit einer geschliffenen, ringförmigen Dichtfläche, die an der Stirnseite des einen Flanches des Zy linderrohres anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaniilenansatzstiiek und der Kolben aus keramischem Material bestehen.2. Spritze nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das Kan lenansatzst ck mit einer geschliffenen, ringförmigen DichtflÏche (6b) an der Stirnseite des einen Flansches des Zylinderrohres anliegt.3. Spritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ die dem Innenraum der Spritze zugewandte Fläche (6a) des Kanülen ansatzstückes glasiert ist.4. Spritze naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben an seiner Stirnseite glasiert ist.5. Spritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche des Kolbens geschliffen ist.6. Spritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben einen farbigen Markierungsstrich f r die Messskala des Zylinders trÏgt.7. Spritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremsfeder (3a) zur Bremsung der Kolbenbewegung vorgesehen ist.8. Spritze nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsfeder (3a) am Kolben (2) befestigt ist.9. Spritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenfläche des Kan lenansatzst ckes eine radial gerichtete, rillenartige Vertiefung zu der Kanülenboh- rung führt, um die Entlüftung der gefüllten Spritze zu erleichtern.
Applications Claiming Priority (2)
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1951
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