CH302702A - Gleichlaufregler für Mehrmotorenantriebe. - Google Patents
Gleichlaufregler für Mehrmotorenantriebe.Info
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Description
Gleichlaufregler für Mehrmotorenantriebe. Die Erfindung bezieht. sich auf Gleich- Laufregler für Mehrmotorenantriebe mit we nigstens einem Differeritialmesswerk, das mit tels eines Regelstellgliedes die relative Win kellage und damit das Drehzahlverhältnis der Einzelmotoren beeinflusst.
Es sind Gleichlaufregulierungen für Mehr motorenantriebe bekannt, die elektrische bzw. mechanische Differentialmesswerke benützen, welche einerseits von einem Leitnetz mit ein stellbarer Frequenz gespeist bzw. durch eine Leitwelle mit einstellbarer Drehzahl angetrie ben werden und welche anderseits durch einen mit dem regulierten Motor verbundenen Wechselstromkopiergenerator gespeist bzw. vom regulierten Motor angetrieben werden. Die Differentialmesswerke betätigen dabei ein Regelstellglied über ein Getriebe mit einstell barer Drehzahlübersetzung, sei es direkt oder über Verstärker, wie z. B.
Druckheft- oder Elektro-Servomotoren. Das Differentialmess- werk misst den Nachlaufwinkel (oder einen proportionalen Winkel) des regulierten Mo tors gegenüber einem Leitmotor und somit auch die Differenz der Drehzahl des regulier ten Motors und des Leitmotors bzw. eine die ser Differenz proportionale Drehzahl. Die Übersetzlingen zwischen dem Differentialmess- werk und den beiden Motoren werden gewöhn lich so gewählt, dass bei Gleichlauf der beiden Motoren die Differenzwelle des Differential- messwerkes stehenbleibt.
Gleichlauf bedeutet dabei nicht unbedingt, dass die beiden Moto ren mit der gleichen Drehzahl laufen, sondern es genügt, wenn ein vorbestimmtes Drehzahl verhältnis eingehalten wird. Ein solcher Dreh- zahlverhältnis-Gleichlauf besteht bei verschie denen Differenzwellenstellungen des Differen- tialmesswerkes, z.
B. bei verschiedenen Län gen einer zwischen zwei Walzen .frei verlau fenden Stoffbahn., Die üblichen Gleichlaiü- regulierüngen arbeiten daher mit Weg-. und Winkelverlusten, die von der Lage eines Stellorgans im Regelstellglied abhängig sind. Beispielsweise mit steigender Belastung des regulierten Motors ändern die Differenzwelle und -das Stellorgan ihre Gleichlauflage, und das Stellorgan bleibt bei grosser konstanter Be lastung des regulierten Motors in der -Nähe der Endlage für maximale Feldschwächung stehen.
Dabei weichen zum Beispiel die den verschiedenen Feldreglerstellungen zugeord- neten Längen einer frei verlaufenden so stark voneinander ab, dass- nur bei einer kleinen Verstellgeschwindigkeit die Stoffbahn ohne übermässige Streckung oder Stäuchung -durchlaufen kann.
Eine Erhöhung der Verstellgeschwindigkeit ist- aber aueh des halb nicht zulässig, weil Reguliereinrichtun gen für höhere Verstellgeschwindigkeit -der Stellorgane umstabil arbeiten und versagen, wenn Belastungsstösse auftreten.
Die geschilderten Nachteile zu beseitigen, ist Zweck der vorliegenden Erfindung: Diese besteht darin, dass zwischen dem Differential- messwerk und dem Regelstellglied zwei par allel wirkende Verbindungseinrichtungen an geordnet sind, von denen die. eine Verbin- dungseinrichtung so ausgebildet ist, dass sie mit gleichbleibender Drehzahlübersetzung ar beitet, während die andere Verbindungsein richtung als eine Schlupfkupplung mit ver änderlicher Drehzahlübersetzung ausgebildet ist..
Das Regelstellglied ist dabei so ausgebil det, dass es die Wirkung der beiden Verbin- dungseinrichtungen addiert.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, und zwar zeigen: Fig.1, 2, 3 drei verschiedene Schlupfkupp- lungen, Fig. 4 einen Gleicblaiüregler mit einer als Schlupfkupplung wirkenden Wirbelstrom kupplung, Fig. 5 einen Teil eines andern Gleichlauf reglers mit einem als Schlupfkupplung wir kenden Differentialgetriebe,
Fig. 6 einen Teil eines weiteren Gleichlauf reglers mit einem als Schlupfkupplung wir kenden Planetengetriebe und Fig. 7 einen Teil eines andern Gleichlauf reglers mit einem elektrischen Differential- messwerk.
Gemäss Fig.1 ist eine Schlupfkupplung 51 als ein Differentialgetriebe ausgebildet, des sen zwei Kegelräder 6 im Gehäuse 5 gelagert sind, während ein Kegelrad 2 mit einer Ein gangswelle 1 und ein Kegelrad 3 mit einer Bremswelle 3 verbunden ist. Die Bremswelle 7 ist mit einer Wirbelstrombremse, bestehend aus einer Scheibe 4 und einem Magnet 8, ver bunden.
Nach Fig. 2 dient an Stelle des Differen tialgetriebes 51 der Fig. 1 ein Planeten getriebe 52 als Schlupfkupplung. Die Ein gangswelle 1 treibt mittels eines Planeten rades 12 ein innenverzahntes Rad 15, und das Sonnenrad 13 treibt die mit der Wirbelstrom bremse 4, 8 verbundene Bremswelle 7 an.
Fig. 3 zeigt als weiteres Beispiel einer Schlupfkupplung eine Wirbelstromschlupf- lmpplung 53 mit einer mit der Eingangs welle 1 verbundenen Wirbelstromscheibe 4' und einem mittels eines Armes 25 mit einer Ausgangswelle 23 verbundenen Magnet 8'. Gemäss Fig. 4 besitzt der Gleichlaufregler nach der Erfindung ein Regelstellglied 41 mit zwei Stellorganen 26, 27, die auf einen Feldr egulierwiderstand 28 des regulierten Motors 32 einwirken.
Die Stellorgane 26, 27 werden so verstellt, dass der Feldregulier- widerstand 28 entsprechend der Summe der einzelnen Verstellwirkungen mit der Bela stung des Motors 32 zunimmt. Das Stellorgan 27 wird mittels einer Verbindungseinrichtung 10 von der Differenzwelle 9 aus, eines als Differentialmesswerk dienenden Differential getriebes 37, mit konstanter Übersetzung ver stellt.
Je nach der Belastung des regulierten Motors 32 ist die stationäre Stellung des Stellorgans 27 verschieden, das heisst das Stellorgan 27 verschiebt sich mit zunehmender Belastung in Richtung der stärkeren Feld schwächung. Das andere Stellorgan 26 wird von der Differenzwelle 9 über eine Wirbel stromschlupfkupplung 53 verstellt. Der Ver- stellwinkel ist abhängig von der Änderung der Differenzwellenverstellung je Zeiteinheit.
Ein Leitmotor 31, dessen Drehzahl durch Ver änderung eines Leonardgenerator-Feldwider- standes 34 einer Umformergruppe 33 in gro ssen Drehzahlbereichen reguliert wird, treibt eine Leitwelle 17 des Differentialmesswerkes 37, während dessen Eingangswelle 18 vom regulierten Motor 32 über ein einstellbares Konusgetriebe 19 angetrieben wird.
Die Welle 23 ist mit einer Rückstellfeder 1.4 versehen, welche die Verdrehung der auf der Seite des Regelstellgliedes 41 angeordneten Teile 8', 25 der Schlupfkupplung 53 hemmt. Dadurch kommt nach der Schlupfkuppli-mg 53 eine Verdrehung zustande, die angenähert der Än derung .der Winkellage der Differenzwelle 9 je Zeiteinheit proportional ist. Auf diese Weise wird die Verstellgeschwindigkeit des Feldregulierwiderstandes 28 erhöht, ohne dass dadurch die Regulierung unstabil wird.
Zinn Addieren der beiden Wirkungen der über eine Schlupfkupplung übertragenen Be wegung und der durch die Verbindung 10 für gleichbleibende Übersetzung übertragenen Bewegung werden gemäss Fig. 5 in Serie ge schaltete Feldregulierwiderstände 29, 30 von zwei Regelstellgliedern verwendet. Das Teil regelstellglied 41" ist mit der Verbindungs einrichtung 10 für gleichbleibende Drehzahl übersetzung und das Teilstellglied 41' ist mit einem als Schlupfkupplung wirkenden Diffe rentialgetriebe 51 verbunden.
Dieses ist mit tels einer Welle 7 an eine Wirbelstrombremse 4, 8 mit einer Bremsscheibe 4 und einem Ma gnet 8 angeschlossen. Werden für die Wirbel strombremse 4, 8 Elektromagnete mit Er regerwicklungen verwendet, so ist es durch Veränderung des Erregerstromes der Magnete möglich, die Stabilität der Regulierung für das Drehzahlverhältnis der regulierten Moto ren den verschiedenen Bedingungen bei den verschiedenen Drehzahlen des Leitmotors an zupassen.
Nach Fig. 6 ist nur ein Stellorgan 26 vor handen, da die Addition der Wirkungen von zwei Verbindungseinrichtungen 10, 52 in einem Planetengetriebe 52 erfolgt, das zu gleich als Sehlupfkupplung dient. Zwischen dieser und dem Stellorgan 26 ist auf der Welle 23 ein federndes Element 16 angebracht, wel ches mit der Verbindungseinrichttmg 10 für gleichbleibende Übersetzung verbunden ist und auf das Stellorgan 26 bremsend wirkt.
Gemäss Fig.7 wird ein elektrisches Diffe- rentialmesswerk 38 verwendet, mit einem Sta- tor, der von einem Drehstromleitnetz, dessen Frequenz in nicht gezeigter Weise auf einen vorbestimmten Wert einstellbar ist, und einem Rotor, der von einem Tachometergenerator 48 gespeist wird. Dieser wird vom regulierten Motor 32 (Fig.4) über ein einstellbares Ko- nusgetriebe 19 angetrieben.
Ein Schlupfdif- ferentialgetriebe 40 und eine Rückführfeder 1.6 sind konzentrisch auf der Differenzwelle 9 des Differentialmesswerkes 38 angeordnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gleichlaufregler für Mehrmotorenantriebe mit wenigstens einem Differentialmesswerk, das mittels eines Regelstellgliedes die relative Winkellage und damit das Drehzahlverhält nis der Einzelmotoren beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Differen- tialmesswerk und dem Regelstellglied zwei parallel wirkende Verbindungseinrichtungen angeordnet sind, von denen die eine Verbin dungseinrichtung so ausgebildet ist, dass sie mit gleichbleibender Drehzahlübersetzung ar beitet,während die andere Verbindungsein- richtung als eine Schlupfkupplung mit verän= derlicher Drehzahlübersetzung ausgebildet ist und das Regelstellglied so ausgebildet ist, dass es die Wirkung der beiden Verbindungsein richtungen addiert. UNTER.AIITSPRÜCHE 1.Gleichlaufregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Sehlupfkupplung und dem mit ihr verbun denen Regelstellglied eine Rückstellfeder an geordnet ist, die einer Verdrehung des mit dem Regelstellglied verbundenen Teils der Schlupfkupplung einen Widerstand entgegen setzt.2. Gleichlaüfregler nach Patentanspruch, bei dem das Regelstellglied aus zwei Teilregel stellgliedern besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Teilregelstellglied mit der Ver- bindungseinrichtung für gleichbleibende Dreh zahlübersetzung und das andere Teilregelstell- glied mit der Schlupfkupplung verbunden ist.3. Gleichlaufregler nach Unteranspruch 2, mit als Teilregelstellglieder wirkenden Regu lierwiderständen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Regulierwiderstände in einem Regulierstromkreis in Serie geschaltet sind.4. Gleichlaufregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelstell glied ein mit der Verbindungseinrichtung für gleichbleibende Übersetzung verbundenes fe derndes Element besitzt, das auf ein Stell organ des Regelstellgliedes bremsend wirkt, während die Schlupfkupplung direkt dieses Stellorgan antreibt.5. Gleichlaufregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlupf kupplung als ein Differentialgetriebe ausge bildet ist, dessen eine Welle mit einer Brems einrichtung mit drehzahlabhängiger Brems charakteristik verbunden ist. 6. Gleicblaufregler nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsein- richtimg eine Wirbelstrombremse ist.7. Gleichlaufregler nach den Unteransprü chen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Differentialgetriebe ein Planetenraddiffe- rentialgetriebe ist, dessen Zentralrad mit der Bremseinrichtung gekuppelt ist, während die Planetenradarme vom Differentialmesswerk bewegt werden und dessen mit einem federn- den Element verbundenes innenverzahntes Rad das Regelstellglied betätigt. B.Gleichlaufregler nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlupf- kupplimg als eine Wirbelstromkupplung aus gebildet ist. _ 9. Gleichlaufregler nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirbelstrom- bremse einen Elektromagnet mit veränder licher Erregung aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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