Sicherungseinrichtung an einer Frankier- und Stempelmaschine. Bei einer bekannten Frankier- und Stem pelmaschine sind auf einer hohlen. Stempel welle drei Sprossenräder befestigt, auf denen je eine mit einer Kurvennut versehene Kur venscheibe drehbar gelagert. ist. über einen Sektor eines jeden Sprossenrades sind zehn Schaltzähne gelagert, die regelmässig verteilt sind und in. radialer Richtung verschoben wer den können. Jeder Schaltzahn weist- einen seit lichen Fortsatz auf, der in die Kurvennut eingreift.
Letztere ist derart gestaltet, dass, wenn die Kurvenscheibe gegenüber dem Spros senrad gedreht wird, die Schaltzähne der Reihe nach radial nach aussen. gedrückt wer den. Die Einstellung der Schaltzähne eines jeden Sprossenrades findet durch Tastenhebel statt. Beim Eindrücken eines Tastenhebels wird derselbe mit der Kurvenscheibe gekup pelt.. Hierauf wird der Tastenhebel um einen Winkel verschwen'kt, der einer einzustellenden Ziffer entspricht, zum Beispiel .der Ziffer 7.
Die gekuppelte Kurvenscheibe wird dann um den gleichen Winkel gedreht. und bewirkt, dass eine entsprechende Zahl von Schaltzähnen radial herausgedrückt; wird, im gewählten Bei spiel also sieben Schaltzähne. Hierauf wird die Kupplung zwischen dem Tastenhebel und der Kurv enseheibe wieder aufgehoben.
Mit jeder Kurvenscheibe ist ein Zahn kranzsektor fest verbunden, mit welchem ein auf einer senkrecht zur Stempelaxe angeord neten Querwelle befestigtes Ritzel kämmt. Im Innern der hohlen Stempelwelle ist. auf die ser Querwelle ein zweites, mit einer axial ge- führten Zahnstange zusammenwirkendes- Rit- zel befestigt.
Vermittels dieser drei Zahnstan gen werden am einen Ende d er Stempelwelle, die einen Stempelkopf trägt., drei Typenräder eingestellt. Die Verhältnisse sind so gewählt, dass an den Typenrädern diejenigen Ziffern zur Einstellung kommen, die mittels der Tastenhebel gewählt worden sind.
Wird die Stempelwelle jetzt um eine Um drehung gedreht., so wird einerseits mittels der Schaltzähne ein Zählwerk angetrieben und der eingestellte Taxbetrag auf dieses übertragen und anderseits durch die'Typenräder der Tax wert auf den abzustempelnden Brief usw. auf gedruckt.
Diese bekannte Frankier- und Stempel maschine ist im schweiz. Patent Nr.2'67817 in allen Einzelheiten beschrieben, so dass sich hier eine eingehendere Darstellung erübrigt. Gemäss dem in der Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung dargestellten Schnitt. quer zur Stempelwelle ist nun 'bei .der bekannten Ein richtung auf der Stempelwelle 1 ein Nocken-' scheibe 2 vorgesehen, an deren Umfang seit lich eine Rolle 3 gelagert ist, auf welche eine Arretierklinke J unter der Wirkung einer Fe der 5 einwirkt.
Diese Arretierklinke bewirkt beim Auflaufender Rolle 3 auf ihr verdicktes Ende 6 eine federnde Feststellung der Stem- pelwelle 1 in ihrer Ausgangsstellung. In der Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den am Ende der Stempelwelle 1 angeordneten. Stempel kopf 7 dargestellt, in welchem die drei die Ziffern 0 bis 9 tragenden Typenräder 8 auf einer Achse 9 drehbar gelagert sind.
Jedem Typenrad ist ein mit ihm fest verbundenes Zahnrad 10 zugeordnet, und in jedes dieser Zahnräder greift eine in der Stempelwelle 1 axial geführte Zahnstange 11 ein, welche Stangen über Zahnräder 12 angetrieben wer den.. Beim Einstellen der nicht gezeichneten Sprossenräder werden die Zahnräder 12 und damit. die Typenräder 8 mitgedreht, was hier der Einfachheit halber nicht weiter darge stellt worden ist. Bei der Abstempelung wird der .Stempelkopf 7 im Uhrzeigersinn gedreht, wobei die zylindrische Di-tickfläche des Stem pelkopfes 7 durch eine Farbwalze 13 einge färbt wird.
Sobald die Druckfläche des Stem pelkopfes nach unten gerichtet ist, wird ein auf einen Tisch 1-1 gelegter, abzustempelnder Brief usw. durch, die Hammerwalze 15, die durch weiter nicht dargestellte Mittel von der Nockenscheibe 2 gesteuert wird!, während des ganzen Durchganges der Druckfläche gegen letztere gedrückt.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Sicherungseinrichtung an einer Fran kier- und Stempelmaschine, welche mit einer zweiarmigen Arretierklinke, die mit einer auf einem mit der Stempelwelle fest verbundenen Betätigungsorgan drehbar gelagerten Rolle zusammenwirkt und die Stempelwelle nach jeder Umdrehung in der Ausgangsstellung festhält, versehen ist, und welche an einem Ende der Stempelwelle einen eine zylindrische Druckfläehe aufweisenden Stempelkopf trägt.
Diese Sicherungseinrichtung ist. dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Arretier- klinke zusammenwirkendes Sperrorgan vorge sehen ist, bei dessen Sperrstellung die Stem pelstelle gegen Drehung gesichert. ist, und dass der Stempelkopf mindestens ein. senkrecht zur Stempelachse verschwenkbares Segment auf weist., durch welches mindestens ein Teil der Stempelkopfdruekfläche vom Druckvorgang ausschaltbar ist.
In der beiliegenden sind in den Fig. 3 bis 6 verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 3 bis 5 verschiedene Ausführungsbei- spiele einer mit: d'er Arretierklinke zusammen- s wirkenden Sperre und Fig.6 ein verschwenkbares Segment am Stempelkopf.
In den Fig. 3 bis 5 bedeuten 1 die Stem pelwelle, 2 die Nockenscheibe, 3 die auf dieser drehbar gelagerte Rolle und- 4 die unter der Wirkung der Feder 5 stehende, zweiarmige Arretieiklinke. Alle diese Teile sind bereits bei der Erläuterung der Fig. 1 angeführt wor den. Die zweiarmige Arretierklinke ist in den f Fig. 3 bis 5 winklig gebogen dargestellt.
Bei der Ausführung der Sieherungseinrichtung gemäss den Fig. 3 und .l kann die Arretier klinke jedoch auch gerade, ausgeführt sein. Um die Stempelwelle 1 gegen Drehung zu sichern, ist.
nun eine Sperre für die Arretier- klinke 4 vorgesehen, die gemäss den Fig. 3 und aus einem Sperriegel 16 besteht, mittels welchem die Bewegeng des freien, nicht mit der Rolle 3 zusammenwirkenden Armes der Arretierklinke 1 (Fig.3) oder des mit der Rolle 3 zusammenwirkenden Armes der Arre- tierklinke 4 (Fig. J) gesperrt. wird.
Es ist leicht ersichtlich, dass, sobald die Arretier klinke 4 durch den -Sperriegel 16 gesperrt s wird, die Stempelwelle 1 nicht, mehr gedreht werden kann. Der Sperriegel 16 kann nun zum Beispiel dazu dienen, die Frankier- und Stempelmaschine nach der Arbeit gegen eine unbefugte Verwendung zu sichern. In diesem Fall ist ein Schloss vorgesehen, mittels dessen der Sperriegel in die Verriegelungslage ge bracht werden kann. Der Sperriegel<B>16</B> kann aber auch d'a'zu vorgesehen sein, die Stempel welle 1 bis zur Einführung eines abzustem- i pelnden Briefes in die Maschine zu sichern.
In diesem Fall steht der Sperriegel 16 mit einem Fühler in Wirkverbindung, durch den er beim Einführen eines Briefes in die Ent- riegelungsstellung gedreht wird, so dass die < Maschine jeweils nur für einen Stempelvor- gang freigegeben wird. Der Sperriegel 16 kann auch dazu dienen, die Stempelwelle 1 während der Bedienung der Einstellorgane zu sichern, wobei Mittel vorgesehen. sind, um den Sperriegel nach der Einstellung von Hand auszuschalten.
Soll die Stempelwelle 1 dann gesperrt wer den, wenn die gestempelten Taxbeträge einen bestimmten Wert erreicht haben, so wird die Sperrung beispielsweise gemäss der Fig. 5 aus geführt. Hier ist. eine unter der Wirkung einer Feder 17 stehende Sperrplatte 18 vorgesehen, die in zwei Langlöehern geführt ist. In ihrer gespannten Lage wird die Sperrplatte 18 durch einen .Sperriegel 19 gehalten,. In dieser Lage kann ein Stift 20 der Arretierklinke 1 in einen.
Ausschnitt 21 der Sperrplatte 18 frei einschwenken, so dass die Arretierklinke 4 nicht gesichert ist. Wird am Registrierzähl- werk für die Summe der Taxbeträge der ein gestellte Betrag erreicht, so wird der :Sperr- riegel 19 verschwenkt und die Sperrplatte 18 freigegeben. Unter der Wirkung der Feder 17 bewegt sich die Sperrplatte 18 in ihre linke Endlage, die in d er Fig. 5 dargestellt ist.
Die Arretierklinke 4 kann jetzt nicht mehr ver- sehwenkt werden, das heisst: die Maschine ist blockiert, weil der Stift. 20 jetzt gegen eine Ansehlagfläche der Sperrplatte 18 auftrifft-.
Die beschriebene Sperre hat den Vorteil, (lass durch ihre Anordnung und ihren Aufbau verschiedene Funktionen durch das gleiche Organ ausführbar sind, wodurch die Fran kier- und Stempelmaschine erheblich verein- faeht wird. In der Fig. 6 ist eine der Fing. 2 entspre- eliende Ansicht des Stempelkopfes 7 der Fran kier- und Stempelmaschine dargestellt. Auf der vordern Seite des Stempelkopfes 'ist ein Segment 22 um eine Achse 23 schwenkbar ge lagert.
Durch eine Feder 21 wird das Seg- inent: 22 gegen einen Anschlagnocken 25 ge drückt gehalten. Wird letzterer um 90 im Ubrzeigersinn gedreht, so wird das Segment 22 unter der Wifiung der Feder im Gegen- ubrzeigersinn verschwenkt. Die Verhältnisse sind nun so gewählt, dass in diesem Falle ein Fortsatz 26 des Segmentes 22 nicht mehr in radialer Richtung über die zylindrische, Druck fläche 27 des Stempelkopfes 7 hinausragt.
In der Fig. 6 ist die beschriebene Sicherungsein- richtung in ihrer Sperrstellung dargestellt, das heisst der Fortsatz 26 ragt über die Druck fläche 27 hinaus. Wird die ,Stempelwelle 1 jetzt gedreht, so bewirkt der Fortsatz 26 beim Vorbeidrehen über der gegen die Druckfläche 27 'des Stempelkopfes 7 federnd angedrückten Hammerwalze 15 ein Niederd'rüeken- derselben. Dies hat. zur Folge, dass der durch den Fort satz 2-6 überdeckte Teil der Druckfläche 2 7 auf dem zwischen dem Stempelkopf 7 und der Hammerwalze 15 hindurchgeführten Brief nicht zum Abdruck kommt.
Durch entspre chende Augbildung des Segmentes 22 können auch mehrere Ausschnitte der Druckfläehe 2 7 vom Drucken ausgeschaltet werden. Statt nur ein Segment, können auch mehrere vorgesehen sein.