CH296010A - Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium.

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CH296010A
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aluminum
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Schellenbach Eugen
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Schellenbach Eugen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F3/00Brightening metals by chemical means
    • C23F3/02Light metals

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Description


  Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum Herstellen von Reflektoren aus  Aluminium, vorzugsweise für Beleuchtungs  zwecke, insbesondere für Strassenbeleuchtung,  Grossraumbeleuchtung, Scheinwerfer, Film  projektion oder dergleichen.  



  Es sind Metallreflektoren bekannt, die in  versilberter, vernickelter, verchromter oder  emaillierter Ausführung oder aus Aluminium  mit polierter, anodisch glänzender oder     elek-          troly    tisch oxydierter Oberfläche hergestellt  werden. In vielen Fällen werden die Ober  flächen mit Überzugslacken für einen gewis  sen Zeitraum wetterfest und oxydations  unempfindlich gemacht.  



       Derartige    Reflektoren weisen aber ver  schiedene Nachteile auf. Die Nachteile der  hochglänzenden Reflektoren aus Metall, die  im wesentlichen nur für stark gerichtetes und  konstantes Licht von Lichtquellen mit be  sonders kleinen Lichtpunkten zweckmässig  sind, bestellen in der stark projizierenden  Wiedergabe sämtlicher Unreinheiten der nicht  mattierten Glühlampen oder dergleichen und  in einer zeitlich stark     abfallenden    Licht  leistung.  



  Das gleiche trifft zu bei     Aluminiumireflek-          toren,    die nach demn anodischen     Glänzvefah-          ren    mit anschliessender elektrolytischer Oxy  dationsbehandlung hergestellt werden. Die  anodisehe Behandlung setzt eine einwandfreie,  vorbereitete Werkstoffoberfläclhe voraus, weil  sämtliche durch Schleifen und Polieren dem    blossen Auge unkenntlich gewordenen Ober  flächenfehler im Werkstoff wieder zum Vor  schein kommen.

   Insbesondere sind beim     an-          odischen    Glänzen ganz erhebliche Anlage- und  Betriebskosten aufzuwenden, die die     Wirt-          sehaftlichkeit    von Ahuminiumr eflektoren bis  her in Frage gestellt haben.  



  Um diese Nachteile der Herstellungsver  fahren für Reflektoren aus Aluminium zu  vermeiden, werden gemäss der Erfindung die  aus einem Aluminiumblech mit 99,0 bis  99,99 % Aluminium unter Anwendung einer  Zwisehenglühung hergestellten Reflektoren  einem chemischen Glänzverfahren unterwor  fen und anschliessend elektrolytisch oxydiert.  Die für das chemische Glänzverfahren benutz  ten Bäder können sauer oder alkalisch sein  und in bekannter Weise z. B. aus Flusssäure  mit Eisenchloriden oder aus     Ätznatron    oder       Natriumphosphat    mit     Natriumnitrit    oder Kup  fernitrat oder dergleichen bestehen.

   Ein sol  ches     Herstelhlngsverfahren        ist(-,    zumal das       Glä.nzverfahren    ohne Stromverwendung er  folgt, wesentlich billiger als die bisher übli  chen, und es wird mit derartig hergestellten  Reflektoren eine grössere und qualitativ bes  sere Lichtleistung erreicht.

   Durch die an sieh  bekannte     Naehbeliandluna    der     elektrolytischen          Oxydation    erreicht man eine Dauerhaftigkeit  der     Reflexionswirkung.    Der wesentliche Vor  teil der Anwendung des chemischen Glänz  t     erfahrens    in Verbindung mit der thermi  schen     Zwischenbehandlung    und dem ange-      gebenen Ausgangswerkstoff liegt darin, dass  vollständig neue und bisher unbekannte re  flektierende Oberflächen erreicht werden kön  nen.  



  Das Rein- oder Reinstaluminiumblech kann  weniger als 1,0% Magnesium enthalten und  einer Glühung zwischen 350 und 600  unter  worfen werden, bevor das chemische     Glänz-          verfahren    angewandt wird. Je höher der  Magnesiumgehalt ist, desto gröber wird das  Gefüge bei der Glühbehandlung. Es kann  hierdurch eine Werkstoffhärte erreicht wer  den, die bei der anschliessenden mechanischen       Verformung    zur Bildung des Reflektors ein  Aufreissen der Oberfläche bewirkt, wodurch  vor Anwendung des chemischen     Glänzverfah-          rens    eine Aufrauhung erreicht wird.

   Dadurch  ergibt sich eine Oberflächenvergrösserung, die  auch bei starker Fokussierung des Lichtes  durch den Reflektor Projektionsstörungen  durch den Glühlampenfaden verhindert. Die  gleiche Wirkung kann auch durch Aufrauhen  des Werkstoffes mittels Sandstrahlens oder  eines mechanischen Bürstens oder durch Ver  wendung von aufgerauhten Drückwerkzeugen  oder dergleichen erreicht werden, so dass bei  dem anschliessenden Glänzverfahren auch die  tiefer gelegenen Stellen hochglänzend herge  stellt werden können. Schliesslich lässt sieh  die Aufrauhung auch durch chemische Ein  wirkung, z. B. durch Ätzen mit 10 bis  20% iger Salzsäurelösung unter Zusetzung von  mindestens 5 % Eisenchlorid, erreichen, wo  durch ebenfalls eine Oberfläehenvergrösserung  eintritt.  



  Durch die wahlweise Anwendung der  einzelnen Aufrauhungsverfahren und durch  Wahl des geeigneten Werkstoffes für den  Reflektor kann seine Reflexionsqualität be  stimmt werden. So lassen sieh z. B. durch die  Anwendung von Reinaluminium (etwa 99,5 % )  hochwertige mattglänzende Oberflächen er  zielen, die ein gutes und weiches Streulicht er  geben, während Reinstaluminium mit 99,99  h  eine hochspiegelnde Oberfläche für stark ge  richtetes Licht ergibt, wobei Reflexionswerte  von 91 % erzielt werden können.  



  Durch die     Oberflächenvergrösserung    (Auf-    rauhung, grobe Körnung oder dergleichen) in  Verbindung mit dem chemischen     Glänzver-          fahren    wird trotzdem eine einheitliche, ent  weder matte oder hochglänzende Oberfläche  erreicht, die sowohl an den höher als auch an  den tiefer gelegenen Stellen eine gleichmässige  Glänzsehieht aufweist, was beim mechanischen  Schleifen und Polieren nicht möglich ist.  



  Die chemische Oberflächenbehandlung in  Verbindung mit der thernmisehen Zwischen  behandlung des Werkstoffes erfordert keinen  meehanisehen Aufrauhun gsprozess, wodurch  die Herstellungskosten von hochwertigen Re  flektoren wesentlich verbilligt werden. Die  Wahl des zweckmässigsten Bearbeitungsver  fahrens richtet sieh auch nach der jeweiligen  Form und Grösse des Reflektors.  



  Man kann nun die Reflektoren aus homo  genen Blechen aus Rein- oder     Reinstalumi-          nium    herstellen. Es ist jedoch auch möglich,  plattierte Bleche zu verwenden, auf deren  Reinaluminiumschieht (99,0 bis 99,9%) eine  Schicht aus Reinstaluminium (99,90 bis  99,99     %)        für    die reflektierende Seite aufge  bracht ist. Hierdurch     lassen    sieh besondere  Effekte erzielen, da man z. B. bei einem hoch  glänzenden Reflektor die Aussenseite matt.  gestalten kann. Auch hat sieh gezeigt,     dass     sieh derartige plattierte Bleche besonders gün  stig bei der Formung der Reflektoren ver  halten.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einem Aluniiniuinbleeh mit 99,0 bis 99,99 ,.;, Aluminium unter Anwendung einer Zwischenglühung hergestellten Reflektoren einem chemischen Glänzverfahren unterwor fen und anschliessend elektrolytisch oxydiert werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Aluminium- bleeh weniger als 7.,0 ä Magnesium enthält. und einer Glühun g zwischen 350 und 600 unterworfen wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor Anwendung des chemischen Glänzverfahrens die Ober- fläehe der Reflektoren aufgerauht wird. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch Sandstrahlen erfolgt. 4l. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch mechanisches Bürsten erfolgt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch aufgerauhte Werkzeuge erfolgt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch einen chemischen Prozess erfolgt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Aluminium blech ein plattiertes Blech verwendet wird, auf dessen Reinaluminiumschicht mit 99,0 bis 99,9% Aluminium eine Schicht aus Reinst- aluminium mit 99,90 bis<B>99,99%</B> Aluminium für die reflektierende Seite aufgebracht ist. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das chemische Glänzverfahren in einem sauren Bad erfolgt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das chemische Glänzverfahren in einem alkalischen Bad er folgt.
CH296010D 1950-04-26 1951-04-23 Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium. CH296010A (de)

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