CH296010A - Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium.Info
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Description
Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium, vorzugsweise für Beleuchtungs zwecke, insbesondere für Strassenbeleuchtung, Grossraumbeleuchtung, Scheinwerfer, Film projektion oder dergleichen.
Es sind Metallreflektoren bekannt, die in versilberter, vernickelter, verchromter oder emaillierter Ausführung oder aus Aluminium mit polierter, anodisch glänzender oder elek- troly tisch oxydierter Oberfläche hergestellt werden. In vielen Fällen werden die Ober flächen mit Überzugslacken für einen gewis sen Zeitraum wetterfest und oxydations unempfindlich gemacht.
Derartige Reflektoren weisen aber ver schiedene Nachteile auf. Die Nachteile der hochglänzenden Reflektoren aus Metall, die im wesentlichen nur für stark gerichtetes und konstantes Licht von Lichtquellen mit be sonders kleinen Lichtpunkten zweckmässig sind, bestellen in der stark projizierenden Wiedergabe sämtlicher Unreinheiten der nicht mattierten Glühlampen oder dergleichen und in einer zeitlich stark abfallenden Licht leistung.
Das gleiche trifft zu bei Aluminiumireflek- toren, die nach demn anodischen Glänzvefah- ren mit anschliessender elektrolytischer Oxy dationsbehandlung hergestellt werden. Die anodisehe Behandlung setzt eine einwandfreie, vorbereitete Werkstoffoberfläclhe voraus, weil sämtliche durch Schleifen und Polieren dem blossen Auge unkenntlich gewordenen Ober flächenfehler im Werkstoff wieder zum Vor schein kommen.
Insbesondere sind beim an- odischen Glänzen ganz erhebliche Anlage- und Betriebskosten aufzuwenden, die die Wirt- sehaftlichkeit von Ahuminiumr eflektoren bis her in Frage gestellt haben.
Um diese Nachteile der Herstellungsver fahren für Reflektoren aus Aluminium zu vermeiden, werden gemäss der Erfindung die aus einem Aluminiumblech mit 99,0 bis 99,99 % Aluminium unter Anwendung einer Zwisehenglühung hergestellten Reflektoren einem chemischen Glänzverfahren unterwor fen und anschliessend elektrolytisch oxydiert. Die für das chemische Glänzverfahren benutz ten Bäder können sauer oder alkalisch sein und in bekannter Weise z. B. aus Flusssäure mit Eisenchloriden oder aus Ätznatron oder Natriumphosphat mit Natriumnitrit oder Kup fernitrat oder dergleichen bestehen.
Ein sol ches Herstelhlngsverfahren ist(-, zumal das Glä.nzverfahren ohne Stromverwendung er folgt, wesentlich billiger als die bisher übli chen, und es wird mit derartig hergestellten Reflektoren eine grössere und qualitativ bes sere Lichtleistung erreicht.
Durch die an sieh bekannte Naehbeliandluna der elektrolytischen Oxydation erreicht man eine Dauerhaftigkeit der Reflexionswirkung. Der wesentliche Vor teil der Anwendung des chemischen Glänz t erfahrens in Verbindung mit der thermi schen Zwischenbehandlung und dem ange- gebenen Ausgangswerkstoff liegt darin, dass vollständig neue und bisher unbekannte re flektierende Oberflächen erreicht werden kön nen.
Das Rein- oder Reinstaluminiumblech kann weniger als 1,0% Magnesium enthalten und einer Glühung zwischen 350 und 600 unter worfen werden, bevor das chemische Glänz- verfahren angewandt wird. Je höher der Magnesiumgehalt ist, desto gröber wird das Gefüge bei der Glühbehandlung. Es kann hierdurch eine Werkstoffhärte erreicht wer den, die bei der anschliessenden mechanischen Verformung zur Bildung des Reflektors ein Aufreissen der Oberfläche bewirkt, wodurch vor Anwendung des chemischen Glänzverfah- rens eine Aufrauhung erreicht wird.
Dadurch ergibt sich eine Oberflächenvergrösserung, die auch bei starker Fokussierung des Lichtes durch den Reflektor Projektionsstörungen durch den Glühlampenfaden verhindert. Die gleiche Wirkung kann auch durch Aufrauhen des Werkstoffes mittels Sandstrahlens oder eines mechanischen Bürstens oder durch Ver wendung von aufgerauhten Drückwerkzeugen oder dergleichen erreicht werden, so dass bei dem anschliessenden Glänzverfahren auch die tiefer gelegenen Stellen hochglänzend herge stellt werden können. Schliesslich lässt sieh die Aufrauhung auch durch chemische Ein wirkung, z. B. durch Ätzen mit 10 bis 20% iger Salzsäurelösung unter Zusetzung von mindestens 5 % Eisenchlorid, erreichen, wo durch ebenfalls eine Oberfläehenvergrösserung eintritt.
Durch die wahlweise Anwendung der einzelnen Aufrauhungsverfahren und durch Wahl des geeigneten Werkstoffes für den Reflektor kann seine Reflexionsqualität be stimmt werden. So lassen sieh z. B. durch die Anwendung von Reinaluminium (etwa 99,5 % ) hochwertige mattglänzende Oberflächen er zielen, die ein gutes und weiches Streulicht er geben, während Reinstaluminium mit 99,99 h eine hochspiegelnde Oberfläche für stark ge richtetes Licht ergibt, wobei Reflexionswerte von 91 % erzielt werden können.
Durch die Oberflächenvergrösserung (Auf- rauhung, grobe Körnung oder dergleichen) in Verbindung mit dem chemischen Glänzver- fahren wird trotzdem eine einheitliche, ent weder matte oder hochglänzende Oberfläche erreicht, die sowohl an den höher als auch an den tiefer gelegenen Stellen eine gleichmässige Glänzsehieht aufweist, was beim mechanischen Schleifen und Polieren nicht möglich ist.
Die chemische Oberflächenbehandlung in Verbindung mit der thernmisehen Zwischen behandlung des Werkstoffes erfordert keinen meehanisehen Aufrauhun gsprozess, wodurch die Herstellungskosten von hochwertigen Re flektoren wesentlich verbilligt werden. Die Wahl des zweckmässigsten Bearbeitungsver fahrens richtet sieh auch nach der jeweiligen Form und Grösse des Reflektors.
Man kann nun die Reflektoren aus homo genen Blechen aus Rein- oder Reinstalumi- nium herstellen. Es ist jedoch auch möglich, plattierte Bleche zu verwenden, auf deren Reinaluminiumschieht (99,0 bis 99,9%) eine Schicht aus Reinstaluminium (99,90 bis 99,99 %) für die reflektierende Seite aufge bracht ist. Hierdurch lassen sieh besondere Effekte erzielen, da man z. B. bei einem hoch glänzenden Reflektor die Aussenseite matt. gestalten kann. Auch hat sieh gezeigt, dass sieh derartige plattierte Bleche besonders gün stig bei der Formung der Reflektoren ver halten.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zum Herstellen von Reflektoren aus Aluminium, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einem Aluniiniuinbleeh mit 99,0 bis 99,99 ,.;, Aluminium unter Anwendung einer Zwischenglühung hergestellten Reflektoren einem chemischen Glänzverfahren unterwor fen und anschliessend elektrolytisch oxydiert werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Aluminium- bleeh weniger als 7.,0 ä Magnesium enthält. und einer Glühun g zwischen 350 und 600 unterworfen wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor Anwendung des chemischen Glänzverfahrens die Ober- fläehe der Reflektoren aufgerauht wird. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch Sandstrahlen erfolgt. 4l. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch mechanisches Bürsten erfolgt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch aufgerauhte Werkzeuge erfolgt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen durch einen chemischen Prozess erfolgt. 7.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Aluminium blech ein plattiertes Blech verwendet wird, auf dessen Reinaluminiumschicht mit 99,0 bis 99,9% Aluminium eine Schicht aus Reinst- aluminium mit 99,90 bis<B>99,99%</B> Aluminium für die reflektierende Seite aufgebracht ist. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das chemische Glänzverfahren in einem sauren Bad erfolgt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das chemische Glänzverfahren in einem alkalischen Bad er folgt.
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