CH288117A - Vorrichtung zum Lesen in liegender Stellung. - Google Patents

Vorrichtung zum Lesen in liegender Stellung.

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CH288117A
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Brockhaus Siegfried
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Brockhaus Siegfried
Brockhaus Gerhard
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Description


  Vorrichtung zum Lesen in liegender Stellung.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Vorrichtung zum Lesen in liegender Stel  lung, z. B. im Bett oder Liegestuhl. Allgemein  wird es als Nachteil empfunden, dass man  irgendwie das Buch oder die Zeitschrift, die  man     lesen    will, halten muss. Wegen der er  zwungenen, unbequemen Lage ist das Lesen  anstrengend; deshalb wird auch ärztlicherseits  davor gewarnt.  



  Es wurde ein Weg gesucht, diese Nachteile  zu vermeiden. Die erfindungsgemässe Vor  richtung weist eine durchsichtige Unterlage,  z. B. eine Glasplatte, auf, zum Zwecke, auf  diese das zu lesende Schriftstück mit. der zu  lesenden Seite nach unten zu legen. Gegebe  nenfalls kann die Unterlage von unten mit  einer angebauten Lampe beleuchtet werden.  Die durchsichtige Unterlage wird vorteilhaft  an einem verstellbaren Gestell angebracht, das  es ermöglichen soll, die Lage der durchsichti  gen Unterlage den verschiedenen Bedürfnis  sen anzupassen. Dies ist deswegen besonders  wichtig, da das Lesen in stets gleicher Stel  lung auf die Dauer unbequem ist. Es ist  zweckmässig, das verstellbare Gestell so auszu  bilden, dass es zum Beispiel am Oberteil des  Bettes oder Liegestuhls oder an der Wand     be@     festigt werden kann.  



  Der Gegenstand der Erfindung soll an       l1and    von zwei Ausführungsbeispielen erläu  tert werden.         Abb.1    zeigt das erste     Ausführungsbeispiel     in Gebrauchsstellung, von der Seite gesehen,       Abb.    2 das zweite     Ausführungsbeispiel    in  Gebrauchsstellung, schaubildlich gesehen,       Abb.    3 dasselbe     Ausführungsbeispiel    in  Seitenansicht und Ruhestellung ausser Ge  brauch, und       Abb.    4 zeigt einen Schnitt nach der Linie       IV-IV    der     Abb.    3 in grösserem Massstab.  



  Es soll zunächst das erste     Ausführungs-          beispiel        (Abb.    1) beschrieben werden. Diese  Ausführung soll. ein schnelles Anbringen am.  Bett und ein schnelles Abnehmen sowie eine  vielseitige     Einstellbarkeit    der durchsichtigen  Unterlage und der Beleuchtungslampe ermög  lichen. Auf die Glasplatte 1 wird das     Bucli     oder die Zeitschrift gelegt. Die Glasplatte ist  in einem Rahmen 2 befestigt, der seinerseits  durch die Leisten 3 gehalten wird.

   Die  Klemmvorrichtung 4, die aus einem Exzen  ter 5, einem Lagerbock 6 und dem Winkel  stück 7 besteht, ermöglicht     es,    die Vorrichtung  am Oberteil des Bettes 8     anzuklemmen    und  mit einem Handgriff wieder zu entfernen. ;  Zur Beleuchtung ist noch eine Lampe 9 vor  gesehen, die gleichfalls an die Leisten 3 an  gebaut ist. Infolge der Drehpunkte 10 und  11 kann die     Vorrichtung    in zahlreiche Lagen  gebracht und mit Klemmschrauben befestigt c  werden. Die Lampe 9 ist gleichfalls durch die  Gelenke 12 und 13 einstellbar, so dass das  Buch     günstig    beleuchtet werden kann.      Der Lesende liegt unter der Vorrichtung  bequem auf dem Rücken und muss lediglich  zum Umblättern das Buch abheben.

   Damit ist  ein angenehmes und gesundes Lesen ermög  licht.  



  Gegebenenfalls kann auch bei 1.0 oder 11  sowie bei 12 oder 13 ein Kugelgelenk ange  bracht werden, das auch ein seitliches Schwen  ken der Unterlage sowie der Lampe ermög  licht, so dass auch auf der Seite liegend ge  lesen werden kann.  



  Das zweite Ausführungsbeispiel zeigt eine  Haltevorrichtung, die bei Gebrauch und  Nichtgebrauch am Oberteil eines Bettes oder       Liegestuhls        befestigt    bleibt. Bei Gebrauch be  findet sich die Vorrichtung in der in     Abb.    2  dargestellten Gebrauchsstellung und bei Nicht  gebrauch in der in     Abb.    3 dargestellten Ruhe  lage. Die Haltevorrichtung ermöglicht es, die  Buchunterlage mit einem Griff aus der Ruhe  lage in die     Gebrauchsstellung    zu bringen und  umgekehrt. Zu diesem Zweck ist eine gelenkige  Haltevorrichtung des Rahmens 2 vorgesehen.  



  Die Haltevorrichtung     ist    am Oberteil 8     des     Bettes mittels eines     T-förmigen    Halters, be  stehend aus dem waagrechten     Schenkel    20 und  dem senkrechten Schenkel 21,     angehängt     (siehe     Abb.    2).

   An dein senkrechten Schenkel  sind zwei Lagerböcke 22 und 23 vorhanden,  in denen der senkrechte Bolzen 24     (Abb.3)     drehbar gelagert ist.     Zwischen    den beiden La  gern 22 und 23 ist das Gelenkstück 25 um die  senkrechte     Bolzenaclrse    schwenkbar gelagert       (Abb.   <B>3).</B> Der     Bolzen,24    und das Gelenkstück  25 bilden das erste Glied der fünfseitigen  Gelenkvorrichtung.

   Am Drehpunkt 27 des     Ge-          lenl-.stückes    25 ist. die Stange 26     angelenkt.     Am obern Ende des Bolzens 24 sind am Dreh  punkt 28 die Stangen 29     angelenkt.    Die Stan  gen 29 werden durch die am Drehpunkt 30       angelenkte    Stange 31 verlängert. Durch das  dem ersten Glied gegenüberliegende Glied 32,  das in den Drehpunkten 33 und 34 an die  Stangen 31 und 26     angelenkt    ist, wird das  Gelenkfünfeck geschlossen.

   Das Glied 32 be  steht aus zwei Platten 35 und 36, die durch  die Schraube 37 und die am Gelenkpunkt 34  befindliche Schraube 38     (Abb.4)    zusammen-    gehalten werden.     Zwischen    die Platten     3.5        und     36 ist ein Bolzen 39 eingeklemmt, an dem der  Rahmen 2 sitzt, in den die durchsichtige Un  terlage     leingelegt    ist. An dem     Rahmen.    '-'  sind unten und seitlich Leisten 40     vorgesehen,     die ein Herabfallen des Buches verhindern.  Bei 41 sind die. Leisten ausgespart. Dadurch       wird    ein leichtes Greifen des Buches ermög  licht.

   Seitliche Leuchten     4?    und 43     strahlen     das Buch blendungsfrei von unten an.     Zweek-          mä.ssig    wird der Lichtschalter     44        (Abb.    3)     ani     senkrechten Schenkel 21 des     T-förmig-en    Hal  ter;,     angebracht.    Die Leitungsführung ist als  innerheblich fortgelassen.

   Verschiedene Boh  rungen in der Stange 31 und im Glied 3? las  sen Längenveränderungen in den Gliedern     zii,     derart, dass bei Verstellung die     Ruhelage    un  gefähr dieselbe bleibt, während die     Gebraucbs-          stellung    in der Höhen-     und        @@        inhellage    der  Buchunterlage verändert werden kann.  



  Diese Grobeinstellung der     13öhen-    und       fVinkellage    muss bei     Benutzung        zunächst    ent  sprechend dem Bett erfolgen. Sie muss     nur     einmal vorgenommen werden. sofern die  Haltevorrichtung immer am     --]eichen    Bett ge  braucht wird.

   Will der Liegende     nun        lesen.,     ,so braucht er lediglich die     Haltevorriehtun-          in    die gewünschte Lage     zrr    ziehen und mit der  Klemmschraube 38 am Drehpunkt     3.1        festzu-          stellen.    Bei 34 ist die relative     Drehbewegrin-          verhältnismässig    gross, die zum Feststellen  notwendige Reibung also dementsprechend  niedrig.

   Will der Lesende auf der Seite     liegen,          schwenkt    er die gesamte V     orriehtung    um den  Bolzen 24 bis in eine ihm bequeme Lage     uncl     kann darin noch die     Unterla-e    um den Bolzen  39 kippen. Damit ist eine weitgehende Anpas  sung an individuelle     @Vünsehe    möglich.     Nach     Gebrauch wird die Schraube 38 wieder     gelöst     und die Vorrichtung aus der Mittellage nach  oben gedrückt.

   Da die     Buchunterlage    bis über  die     Totpunktlage    der Teile ?6, 3? gehoben  wird, genügen     geringe    Reibungskräfte, um sie  sicher     zrr    halten.  



  Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die  Stange ''6 am Drehpunkt zu schlitzen und  eine     \Seheibe    45     (Abb.    4)     aus    Hartgewebe  oder einem ähnlichen Material, mit hohem           lleibting:\koeffizienten        zwisehenzulegen,    die       c-on        der    Sehraube 38     mitgefasst    wird.

   Damit  wird eine Wirkung erzielt, die der einer     La-          wellenkupplung    entspricht und ein sicheres       Halten    in jeder Lage gewährleistet.     Weiter-          l,in    ist es von Vorteil, dass sieh die     Druck-          kräfte    der Schrauben     37    und 38 addieren, so       @la1,i    auch nach Lösen der Schraube 38 eine       restliehe    Reibung vorhanden ist, die gewähr  leistet, dass die Vorrichtung sicher in ihrer       1kitliestellung    verharrt.

   Es können auch     ineh-          i'ere    Scheiben am gleichen Gelenkpunkt vor  handen sein.  



  In besonderen Fällen kann eine     Befesti-          gun        @g    der     Lesevorriehtung    an einem fahrbaren  <B>w</B>     ler    auf das Bett     aufsetzbaren    Gestell, z. B.       @m    den bekannten fahrbaren     Esstischchen,          7weeklna-ssig    sein.  



       1@s    können an     mehreren    Drehpunkten des  Vieleckes Klemmschrauben und Bremsschei  ben vorgesehen sein.

Claims (1)

  1. P AT.ENT ANSPRUCII: Vorrichtung zum Lesen in liegender Stel lung, beispielsweise im Bett, gekennzeichnet durch eine durchsichtige Unterlage (1, Abb. 1 und ?) , zum Zwecke, auf diese das zu lesende Sclii#iftstück mit der zu lesenden Seite nach unten zu legen.
    UNTERANSPRÜCHE l.. 'Vorrichtung nach Patentanspruch, da- diii-cli gekennzeichnet, dass die durchsichtige L"nterlaf,,e an einem verstellbaren Gestell be-. festigt ist. ''. V orrielitung naeh Unteransprueh 7 , da- darch gekennzeichnet, dass an dem Gestell eine Beleuehtungsvorrichtung angebracht ist. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet., da.ss die Belexichtungs- @-orriclitung schwenkbar angebracht, ist. 4-. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da- (lttrcli dass sie einen Exzenter (5, Abb. <B>1)</B> besitzt, um sie an den Oberteil des Bettes anzuklemmen und mit. einem einzigen llandgriff davon zu entfernen. 5.
    Vorrichtung nach Unteransprueh 1, da- (lureli gekennzeichnet., dass das Gestell ein Ge- lenkvieleck besitzt, dessen erstes Glied am Oberteil des Bettes zu befestigen ist und an dessen dem ersten gegenüberliegenden Glied die Unterlage befestigt ist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass zwei Glieder des Vieleckes in ihrer Länge so verändert werden können, dass sich dadurch die Höhen- und Winkelstellung der Unterlage verändern. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass das erste Vieleck glied um eine senkrechte Achse schwenkbar ist. B. Vorrichtung nach Unter ansprucli 5, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage für sich gegenüber dem Vieleckglied, an dem sie befestigt ist, kippbar ist. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass an einem Dreh punkt des Vieleckes eine Klemmschraube vorgesehen ist. 10.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemm schraube an dem Drehpunkt angebracht ist, der die grösste relative Drehbewegung der Vieleckglieder aufweist. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Glied des Vieleckes mehrere Klemmschrauben vor gesehen sind. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an mehreren Drehpunkten des Vieleckes Klemmschrauben vorgesehen sind.
    7.3. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Dreh punkt des Vieleckes eine Bremsscheibe vor gesehen ist. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Dreh punkt des Vieleckes mehrere Bremsscheiben vorgesehen sind. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet., dass an mehreren Drehpunkten des Vieleckes Bremsscheiben vorgesehen sind, 16. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage durch Leisten umrandet wird, zum Zwecke, ein Herabfallen des Buches m-L verhindern.
    17. Vorrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Leisten un- ten eine Aussparung besitzen, zum Zwecke, ein gutes Ergreifen des Buches zu ermög lichen. 18. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die Unterlage aus Glas besteht.
CH288117D 1949-11-24 1950-11-18 Vorrichtung zum Lesen in liegender Stellung. CH288117A (de)

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