Raumabschlu & mit biegsamem Abschlu & organ. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Raumabsehluss mit biegsamem Ab schlussorgan.
Es hat sieh gezeigt, dass die bekannten Rolläden, die entweder seitlich geführt oder auf eine Tragwelle aufrollbar sind und die in ihrer Verschieberichtung beweglich aneinan- dergereihte Querleisten besitzen, für horizon tale bewegliche Raumabschlüsse grösserer flöhe, z. B. für Schränke, Trennwände in Zim mern und dergleichen oder für Abschlüsse, bei welchen es besonders auf staubdichten Ab schluss ankommt, nicht geeignet sind, da die einzelnen Leisten sich beim Verschieben ent weder schräg zu stellen oder seitlich einander auszuweichen suchen, was ein Verklemmen des Rolladens in seinen Führungen verursachen kann.
Die Vielzahl der Fugen solcher Ab schlussorgane, die besonders an Krümmungs- stellen offen sind, verunmöglichen praktisch die Herstellung eines staubdichten Raumab schlusses. Ihr komplizierter Aufbau, (viele Einzelelemente, Gelenkstellen usw.) verteuert ausserdem Herstellung und Unterhalt solcher Organe.
Für -rössere, insbesondere horizontal be wegliebe Raumabschlüsse werden vielfach Schiebetüren verwendet, die jedoch den Nach teil besitzen, in Offenlage immer noch die halbe zur Verfügung stehende Öffnung zu versperren.
Um diese Nachteile zu beseitigen, ist als Abschlussorgan beim erfindungsgemässen<B>B</B> aum- absehluss wenigstens eine plattenförmige, längs einander gegenüberliegender, paralleler Führungen verschiebbare, fugenlose Wand aus einem mit einem Krümmungsradius von weni ger als 10 cm biegbaren Material vorgesehen.
Zweckmässig ist die Wand aus einer iHe- tall- oder Kunststoffolie z. B. ans Zellulose- aeetat hergestellt. Die Wand kann ferner durchsichtig oder durchscheinend, farblos, farbig, matt. oder glänzend sein. Ferner kann sie einen Überzug z. B. aus Stoff aufweisen. Wie leicht ersichtlich, ermöglicht die erfin dungsgemässe Ausbildung die Schaffung eines staubdichten, grossflächigen Raumabschlusses; durch einfachen Zuschnitt der plattenförmi- gen, z.
B. einstöckigen Wand, kann diese den verschiedensten Anforderungen bezüglich Höhe und Länge angepasst und sowohl als Zimmertrennwand als auch als Schrankab- schlussorgan oder bei Verwendung von durch sichtigen Kunststoffen von besonders schleeh- t <B>N</B> als Fenster- er Värmeleitfähigkeit auch absehluss verwendet werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Er findungsgegenstand beispielsweise näher dar gestellt; es zeigt: Fig.1 einen Schrank in Ansicht mit teil weise weggenommenem Wandteil, Fig.2 einen Grundriss zu Fig.1 bei ent fernten Wänden, Fig. 3 in grösserem Massstab einen Schnitt nach der Linie III-111 in Fig. 2, Fig. 4- in kleinerem Massstab eine Variante zum Grundriss gemäss Fig. 2, Fig. 5 eine Raumecke mit Abschlussorgan im Grundriss,
Fig. 6 den Grundriss eines Zimmers mit verschiebbarer Trennwand, Fig. 7 im Querschnitt die Schliessränder zweier Wandteile, Fig. 8 im Querschnitt die Endränder der Wandteile nach Fig. 7 und Fig. 9 schematisch einen Vertikalschnitt durch einen Fensterabschluss.
In den Fig.1 bis 3 ist als Beispiel eines Raumabschlusses ein mittels zweier biegsamer Wandplatten 1, 2 abschliessbarer Schrank dar gestellt. Dieser besitzt einen Boden 3 und eine Decke 4, die durch zwei Rahmen 5 miteinan der fest verbunden sind. Wie in den Fig.1 und 3 ersichtlich, ist die Decke 4 mittels 'j"- förmiger und der Boden 3 mittels kreuzför miger Metallflanschen 6 bzw. 7 mit den Rah men 5 verbunden.
Die Unterseite der Decke 4 sowie die Ober seite des Bodens 3 sind in ihren Randberei chen mit einer schlaufenförmig (Fig. 2) ver laufenden Führungsnut 8 bzw. 8' versehen, wobei Decken- und Bodennut parallel zuein ander sind und an einer Breitseite des Schran kes (in Fig. 2 rechts) bis an die Aussenkante der Decke 4 bzw. des Bodens 3 führen, das heisst nicht in sich geschlossen sind. Wenig stens die Deckennut 8 ist nach aussen hin abgesetzt, was durch die Deckplatte 9 er reicht wird, die längs der Nut 8 geschlitzt ist. Es können jedoch auch fertige Metall- oder Kunststoffnuten aufgesetzt oder eingelassen sein. Die Länge jeder Nut ist grösser als die Summe der Längen der beiden Wände 1, 2. Die beiden biegsamen, z.
B. aus Kunststoff- folie bestehenden Wände 1 und 2, die am Aus laufende 10 in die Nuten 8, 8' eingeschoben werden können, sind bezüglich ihrer Länge derart bemessen, dass sie im geschlossenen Zu stand des Schrankes mit ihren Schliesskanten 11, 12 (Fig.7) aneinanderstossen, wobei ihre Endkanten 13, 14 gemäss Fig. 8 übereinander greifen. Wie leicht ersichtlich, ist demzufolge die Schliesslage der Wände 1, 2 nicht nur durch die gegeneinanderstossenden Schliess- kanten 11, 12, sondern auch durch die mitein ander im Eingriff befindlichen Hakenteile 13. 14 festgelegt.
Die Wände 1, 2 können zwecks Versteifung auch senkrecht zur Laufrichtung gewellt sein. Die Randteile 11, 12, 13 und 14 bilden zweckmässig ein Stück mit den ent sprechenden Wänden; sie können jedoch auch aus getrennt hergestellten, angesetzten Leisten gebildet sein. Wie Fig.7 zeigt, ist im Be reich der Schliesskante 11 der Wand 1 eine Sikke 15 vorgesehen, die als Handgriff zum Verschieben der Wand 1 dient. Eine gleiche Sikke kann auch an der Wand 2 vorgesehen sein. Es versteht sieh, da.ss an den Wänden 1, 2 auch in üblicher Weise aufgesetzte Hand griffe angebracht sein können.
Um das Verschieben der relativ grossflächi gen, biegsamen Wände zu erleichtern, sind sie an ihrem obern Begrenzungsrand mittels Gleitkörpern 16 in der Nut 8 der Decke 4 aufgehängt. Diese Gleitkörper 16 bestehen zweckmässig aus dem gleichen Material wie die Wände 1, 2 und sind beim gezeichneten Bei spiel (Fig. 3) als Halbkugeln ausgebildet, die in gleichmässigen Abständen am Rand der Wände 1, 2 befestigt, z. B. angeklebt sind. Es könnten aber auch irgendwelche anders ausgebildete Gleitkörper, z. B. Rollen oder dergleichen, an Stelle der Körper 16 vorge sehen sein.
Soll der Schrank beispielsweise von beiden Seiten her geöffnet werden können, so ist es zweckmässig, die Anordnung der parallelen Nuten gemäss Fig. 4 zu wählen. Bei diesem Beispiel ist jede der beiden Wände in einem Paar voneinander unabhängiger Nuten 1.7 bzw. 18 geführt, die je an einer Breitseite des Schrankes ein Auslaufende 10 besitzen. Die miteinander zusammenwirkenden Schliess- und Endkanten der beiden nichtgezeichneten Wände sind bei diesem Beispiel gleich aus gebildet und je mit einem Handgriff versehen.
Fig. 5 zeigt im Grundriss den Abschluss einer Raumecke 19. Am Zimmerboden ist eine Nut 20 vorgesehen, die parallel einer nicht ge zeichneten Nut z. B. an der Zimmerdecke ver läuft und eine annähernd rechteckförmige Schlaufe bildet. Zu diesem Zweck können ge nutete Bretter mit Gewindestützen gegen Bo den und Decke gepresst werden. Die biegsame, plattenförmige und fugenlose Wand 21 ist in Fig. 5 in ihrer Schliessstellung gezeichnet. In dieser Lage ist in der Zimmerecke ein z. B. als Schrank verwendbares, allseitig geschlos senes Abteil geschaffen. Zum Öffnen oder bei Nichtgebrauch dieses Abteils wird die Wand 21 z.
B. mittels des Handgriffes 22 der art in den gestrichelt gezeichneten Teil der Nut 20 verschoben, dass sie vollständig längs der Zimmerwand 19 verläuft und somit keinen nennenswerten Platz mehr beansprucht. Die in dieser Offenstellung sichtbare Seite der Wand kann beispielsweise der Farbe der un- verdeckten Zimmerwand angepasst sein.
Ein weiteres Beispiel eines Raumabschlus ses mit biegsamer Verschlusswand ist in Fig. 6 im Grundriss dargestellt. Die in Nuten, wie an IIand der Fig. 5 beschrieben, verschiebbar geführte Wand 23 teilt in ihrer Schliesslage das Zimmer in zwei vollständig getrennte Teile. Mittels des Handgriffes 24 kann die Wand 23 geöffnet, das heisst hinter eine längs eines entsprechenden Teils der Zimmerwand verlaufende Deckwand 26 geschoben werden, so dass sie in ihrer Offenlage praktisch un sichtbar und das Zimmer in seiner ganzen Grösse verwendbar ist. Unter Umständen kann die Deckwand 26 auch weggelassen werden.
Es kann auch eine in parallelen seitlichen Nuten geführte, durchsichtige und wärmeiso lierende Kunststoffolie 28 auch als Fenster abschluss gemäss Fig.9 vorgesehen sein, die längs der Decke 29, z. B. unter eine Deckwand 30 wie im vorliegenden Fall, zurückgeschoben werden kann. Für diesen Zweck könnte auch eine auf eine Welle aufrollbare Kunststoff- folie vorgesehen sein. Eine gegen die Folie 28 drückende Blattfeder 31 ist beim gezeich neten Beispiel als Abschluss vorgesehen. Wie leicht ersichtlich, ermöglicht dies eine wesent lich vereinfachte Ausbildung des Fenster rahmens, und es sind keine vorstehenden Fen sterflügel oder Versenkbrüstungen mehr not wendig.
Da weniger Fugen als bei üblichen Fenstern vorhanden sind und der Kunststoff besser isoliert als Glas, kann damit ein ein wandfreier Fensterabschluss erzielt werden. Die Fensterplatte kann auch horizontal ver schiebbar angeordnet sein.
Wie aus dem Vorangehenden ersichtlich, sind die biegsamen Wände mit kleinen Krüm- mungsradien unter 10 cm von einer Ebene in eine andere verschiebbar, was z. B. bei be kannten, in Stahlblech ausgeführten kleineren Schiebetüren nicht der Fall ist. Zufolge ihrer fugenlosen, plattenförmigen Ausbildung sind sie sowohl billig in der Herstellung als auch einfach in der Bedienung. Sie lassen sich fer ner durch einfachen Zuschnitt an bestehende Raumverhältnisse anpassen und erfordern keine nachträgliche Oberflächenbehandlung. Beschädigungen von Gelenkstellen und ein zelnen Wandelementen, wie sie bei den übli chen Rolladen gerne auftreten, sind hier aus geschlossen. Auch lässt sich mit den beschrie benen biegsamen Wänden ein staubdichter Abschluss erzielen.
Die Wände können ferner aus abwaschbarem Material bestehen, so dass ihre Reinigung äusserst einfach ist. Ein be sonderer Vorteil der beschriebenen Raum abschlüsse besteht in der Anpassungsfähig keit des Wandmaterials an die verschieden sten Ansprüche bezüglich Grösse, Farbe usw. Schaukästen, Möbel mit einem oder mehreren Schrankabteilen, Lagerräume, bei welchen grösstmögliche Raumausnützung und Zugäng lichkeit verlangt werden und anderes mehr lassen sich mit Abschlüssen der beschriebenen Art versehen.
Es ist zu bemerken, dass die Wände solcher Abschlüsse auch aus mehreren, aufeinander liegenden oder aus zwei, z. B. durch ein Iso liermaterial wie Glaswolle voneinander ge trennten biegsamen Platten aus Kunststoff- folie gebildet sein können. Die Isolierschicht kann auch ein- oder beidseitig auf die Wand aufgespritzt sein. Auch gewellte oder mit Ver stärkungsleisten versehene Kunststoffolien können vorgesehen sein. Die Wand kann auch ein mit Kunststoff imprägnierter Träger sein, wobei letzterer Papier, Wellkarton, eine Glas fasermatte oder dergleichen sein kann.