CH264518A - Verfahren zur Behandlung eines geschlossenen Raumes zur Ungeziefervertilgung bzw. Desinfektion. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung eines geschlossenen Raumes zur Ungeziefervertilgung bzw. Desinfektion.

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CH264518A
CH264518A CH264518DA CH264518A CH 264518 A CH264518 A CH 264518A CH 264518D A CH264518D A CH 264518DA CH 264518 A CH264518 A CH 264518A
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/20Combustible or heat-generating compositions

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Description


  Verfahren zur Behandlung eines geschlossenen Raumes zur Ungeziefervertilgung  bzw.     Desinfektion.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Behandlung eines     gesehlosse-          nen    Raumes zur Ungeziefervertilgung bzw.       Desinfektion.     



  Im schweizerischen Patent. Nr. 258216 wird  die Herstellung von Schädlingsbekämpfungs  mitteln beschrieben, welche y -     Benzolhexa-          chlorid    oder eine     Lösung    desselben in inniger  Vermischung mit einem Trägermaterial oder  einem Verdünnungsmittel, in     welehem        Benzol-          hexaehlorid    unter den üblichen     Bedingungen     unlöslich ist, enthalten. Zur Vertilgung bei  spielsweise von Fliegen und -.Moskitos wurde  schon vorgeschlagen, wässerige Emulsionen  oder wässerige Suspensionen von     dispergier-          baren    Pulvern zu zerstäuben.

   Zur Verwen  dung von wässerigen, zur     Zerstäubung    geeig  neten Flüssigkeiten wird     einerseits    eine     Zer-          stäubungsvorriehtung    benötigt, und ander  seits muss eine gewisse Fertigkeit vorausge  setzt werden, wenn die Emulsionen oder Sus  pensionen am Ort, an dem sie gebraucht  werden, hergestellt oder z. B. mit Wasser ver  dünnt werden müssen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Be  handlung von geschlossenen Räumen     zwecks          IJngeziefervertilgting    bzw. Desinfektion ist.  dadurch gekennzeichnet, dass der besagte  Raum mit, einem Aerosol behandelt wird, wel  ches     Benzolhexachlorid    enthält, das minde  stens zum Teil aus der     y-isomeren    Verbin  dung besteht.    Das Verfahren lässt sich z. B. zur Des  infektion von Gegenständen, die sieh in einem  geschlossenen Raume befinden, mittels eines       derartigen    Aerosols anwenden.  



  Die Behandlung eines geschlossenen Rau  mes nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren  unter Verwendung eines     Benzolhexachlorid     enthaltenden Aerosols ist. hauptsächlich wirk  sam zufolge der ungeziefervertilgenden Eigen  schaften dieses     Aerosols,    welches überdies den  Vorteil aufweist, dass es nach einiger Zeit  einen Niederschlag bildet, der sich innerhalb  des geschlossenen Raumes auf die Wände und  die darin lagernden Gegenstände absetzt und  ebenfalls ungeziefervertilgende Eigenschaften  aufweist.

   Dieser Niederschlag bleibt noch  einige Zeit nach der Behandlung bestehen  und wirkt     sowohl    als Kontaktgift als auch  zufolge seines     Dampfdruckes.    Die     durch    die  erfindungsgemässe Behandlung erzielte Unge  ziefervertilgung beschränkt sieh jedoch nicht  allein auf den Zeitraum der Behandlung, son  dern durch den während der     Behandlung     entstandenen Niederschlag werden die behan  delten Gegenstände auch noch über einen ge  wissen Zeitraum hinaus vor Neuinfektionen  geschützt.

   Die gegebenenfalls bei der Aus  führung des Verfahrens verwendeten Kom  positionen haben den Vorteil gegenüber wäs  serigen, zu     Zerstäubungen    verwendeten Mit  teln, dass sie einen ungleich grösseren Anteil       an    giftiger Substanz in einem     bestimmten         Volumen enthalten, ohne dass es     zu    deren Ge  brauch     einer    speziellen Handfertigkeit be  darf. Überdies ist ihr Gebrauch nicht an das  Vorhandensein von Wasser     gebunden,    -wie  dies für konzentrierte     Emulsionen    oder     di-          spergierbare    Pulver der Fall ist.

   Dieser Um  stand ist insbesondere in tropischen Gegen  den von beträchtlicher Wichtigkeit.  



  Das Verfahren kann     zur        Räucherirrig    bzw.  Desinfektion der verschiedensten     Gegenstände     angewandt werden, so z. B. zur Behandlung  von Samenbehältern, Blumentöpfen, Hausrat,       Möbeln,    Kleidern und Getreide, indem man  diese     Gegenstände    in einen geschlossenen  Raum einführt     und    denselben einschliesslich  der darin     befindlichen    Gegenstände mit einem       Benzolhexachlorid-Aerosol,    welches die     y-iso-          mere        Verbindung    enthält, behandelt.

   Das Ver  fahren ist insbesondere auch zur Behandlung  von     Federviehställen,    Kuhställen, Schweine  ställen,     Lagerhänsern    und tropischen Aufent  haltsräumen usw. geeignet.  



  Es     wurde        gefunden,    dass für den Ge  brauch zu     Räucherungszwecken    das     y-Benzol-          hexachlorid    die aktivste Form von     Benzol-          hexachlorid    ist. Doch ist es auch möglich,       Gemische    von     isomeren        Benzolhexachloriden,     welche die     y-isomere        Verbindung    enthalten,  zu     verwenden.    So     kann    z.

   B. ein Gemisch von       Isomeren    verwendet werden, wie sie bei der       Chlorierung    von Benzol durch Bestrahlung  des letzteren während der zur     Ohlorierung     benötigten Zeit erhalten werden, wobei Sus  pensionen oder Lösungen von     Benzolhexa-          chlorid    entstehen, die durch Verdampfen von  unverändertem Benzol befreit werden. Das       unveränderte        Benzol    kann auch durch     Be-          handeln.    der     Suspension    mit heissem Wasser  entfernt werden.

   Ein solches Gemisch wird       ususgemäss        als    rohes     Benzolhexachlorid    be  zeichnet und enthält zu 10 bis 15      Jo    das     y-Iso-          mere:    Es können aber auch andere Gemische  von     Benzolhexachlorid-Isomeren        verwendet     werden, die einen erhöhten Anteil an     y-iso-          merer        Verbindung        aufweisen.    Die Herstel  lung solcher Mischungen wird in den schwei  zerischen Patenten Nr. 251383 und 252750  beschrieben.

      Gemäss einer Ausführungsform des Ver  fahrens kann das     Benzolhexachlorid    in eine  Schale oder einen andern offenen Behälter  eingetragen werden, der in     geeigneter    Weise  über einer Lampe oder einer andern     Heiz-          vorrichtung    angebracht wird, so dass das       Benzolhexachlorid    auf 100 bis 150  C oder hö  her, z. B. auf 200  C,     erwärmt    werden kann.

    Beim     Erwärmen    des     Benzolhexachlorids    auf  diese Temperaturen verdampft dasselbe     und     kühlt sich bei der Vermischung mit Luft wie  der ab, wobei durch Kondensation des     Ben-          zolhexachlorids    zu     feiest    verteilten     Partikeln,     welche in der Luft suspendiert bleiben, ein  Aerosol     entsteht.    Durch die auftretenden     Kon-          vektionsströme    wird das Aerosol über den ge  samten abgeschlossenen Raum verteilt und  durch diesen     Kunstgriff    die benötigte Wir  kung erzielt.

   Soll ein sehr grosser Raum auf  diese Weise behandelt werden, so ist es zweck  mässig, darauf zu achten, dass das Aerosol  durch einen Ventilator oder eine ähnliche,  eine Strömung verursachende Vorrichtung  während des     RäucherLmgsprozesses    über den  ganzen Raum verteilt wird. Für manche  Zwecke sind jedoch solche Hilfsmittel nicht  erforderlich, da die     Konvektionsströme    genü  gen,     iun    den ganzen     Raum    zu behandeln.  



  Zur     Herstellung    des     Benzolhexachlorid-          Aerosols    ist es nicht absolut erforderlich, das       Benzolhexachlorid        züi    erhitzen, um es zuerst  zu verdampfen. Statt dessen kann das     Ben-          zolhexachlorid    auch in     einer    verflüssigten, bei  gewöhnlicher Temperatur gasförmigen     Ver-          bindung    gelöst werden, in der sich das     Ben-          zollhexachlorid    löst.

   Diese Lösung wird in  einem Druckbehälter aufbewahrt, der mit  einer     Zerstäubungsvorrichtung    versehen ist,  durch welche die Lösung im gewünschten Mo  ment abgelassen werden kann. Dabei wird  die     Lösung    durch den Dampfdruck heraus  gedrückt und zerstäubt. Aus den gebildeten  feinsten Tröpfchen verdampft dabei das Lö  sungsmittel     unter    Bildung eines Aerosols von       Benzolhexachlorid.    In tropischen Ländern  können daher     Lösungen    von     Benzolhexa-          chlorid    in     1,1-Dichlor-2,2-difluoräthylen    vom       Sdp.    19  C verwendet werden.

   Ebenso kön-           nen    auch andere     Chlorfluor-Verbindungen    des  Äthylens oder des Methans, die bei normalen  Temperaturen gasförmig sind, sowie andere       Lösungsmittel,    wie     Dimethyläther    und     Me-          thy        lchlorid,    verwendet werden.  



  Eine andere Methode zur Herstellung von       Benzolhexachlorid-Aerosolen    besteht darin, das       Benzolhexachlorid    mit einem festen, brenn  baren Trägermaterial in solchen Proportionen  zu vereinigen, dass die Konzentration des       Benzolhexachlorids    nicht genügend hoch ist,  um die Brennbarkeit des imprägnierten Trä  gerstoffes zu verhindern, und diese Kom  position hierauf zu entzünden. Der maximale  Anteil an     Benzolhexachlorid,    der ohne Be  hinderung der Verbrennung zugesetzt werden  kann, hängt vom Trägermaterial ab und  kann in jedem gegebenen Fall durch Ver  suche festgestellt werden.

   Im allgemeinen  können 5 bis 25 Gewichtsprozente     Benzol-          hexachlorid    zugesetzt werden. Die Brennbar  keit des Trägermaterials kann natürlich  durch Zusätze erhöht werden, wobei eine er  höhte     Benzolhexachlorid    - Konzentration er  möglicht wird. Zu diesem Zweck kann der  Träger noch mit     Kaliumnitrat,        Kaliumchlorat     oder andern sauerstoffreichen Verbindungen,  welche die Verbrennung fördern, imprägniert  werden. Auf diese Weise ist es möglich, Pro  dukte mit mehr als 50 % an     Benzolhexa-          chlorid    zu verwenden.

   Passende brennbare  Produkte können auch dadurch hergestellt  werden, dass     ungeleimtes    Papier, Kork, Kar  ton, Sägemehl oder anderes saugfähiges,  brennbares,     zellulosehaltiges    Material mit Lö.  sungen von     Benzolhexachlorid    in leicht flüch  tigen     Lösungsmitteln,    wie Aceton, Benzol,       Xylol    oder Methanol, imprägniert und die       Lösungsmittel    anschliessend verdampft wer  den. Das     Benzolhexachlorid    kann auch mit  andern brennbaren Substanzen, wie Mehl,  Holzmehl, Pech, Bitumen oder Schwefel, ver  mischt werden.

   Ebenfalls können auch nicht  brennbare Materialien, wie Gipsstaub,     Schie#     ferntaub, Steinmehl oder Kalk, und Binde  mittel, wie Leim oder Gummi, zur Mässigung  der Verbrennung oder zur leichteren Verfor  mung des     Produktes        zugesetzt    werden.    Eine besonders bequeme Methode zur  Durchführung der     Räucherung    besteht darin,  dass man das     Benzolhexachlorid    dem brenn  baren Material einverleibt und ihm die Ge  stalt einer Kerze gibt, die     mittels    eines Doch  tes entzündet werden kann. Der Docht kann  z. B. mit     Kaliumnitrat    imprägniert sein.

    Ein für diesen Zweck passendes Produkt ent  hält 30 bis     35,-,        Benzölhexaehlorid    und 45  bis 50 %     Kaliumnitrat,    während der Rest aus  Sägemehl besteht. Diese Mischung kann in  einen zylindrischen Behälter aus beispiels  weise Zinkblech, Kupfer, Asbestpapier oder  Patronenhülsen aus     Karton,    die mit. chlo  riertem Naphthalin oder andern verbren  nungshemmenden Materialien imprägniert  sind, verpackt werden.  



  Die, wie beschrieben, erhältlichen, brenn  baren Produkte werden beim Gebrauch in  dem zu behandelnden Raum, der gegebenen  falls noch zu behandelnde Gegenstände ent  hält, entzündet und abgebrannt. Durch die  Verbrennung wird das     Benzolhexachlorid    ver  dampft und das dabei gebildete Aerosol über  den ganzen Raum verteilt. Im allgemeinen  ist es vorteilhaft, den Raum nach beendigter  Verbrennung während einer gewissen Zeit  geschlossen zu halten, um die Verteilung über  den ganzen Raum zu gewährleisten und die  ganze toxische Wirkung auszunützen. Schliess  lich werden sich die das Aerosol bildenden  Partikel als feiner, ungeziefervertilgender  Film auf die Wände und den Boden des  Raumes sowie die darin befindlichen Gegen  stände absetzen.

   Der Film ist natürlich am  dicksten auf den horizontalen Flächen,  daneben setzt er sich aber auch auf allen  vertikalen und andern Flächen in wesent  lichen Anteilen nieder.  



  Zur Anwendung im zu     behandelnden     Raum gelangen     zweckmässig    Konzentrationen  von 0,1 bis 20 mg     Benzolhexaehlorid    pro  Liter. Für die meisten Zwecke sind Konzen  trationen zwischen 1 und 10 mg pro Liter ge  eignet; so wird man beispielsweise für einen  Raum von 5000     Litern    5 bis 50 g     Benzol-          hexachlorid    benötigen.

   Ist das zu vertilgende  Ungeziefer sehr     empfindlieh    gegen Benzol-           hexaehlorid,    so werden     entsprechend        kleinere     Dosen notwendig sein, während in den Fäl  len von abnormal hoher Resistenz grössere  Mengen gebraucht werden. Die oben angege  benen Konzentrationen genügen z. B. zur  Vernichtung von Kleidermotten, Bettwanzen       und        Kornkäfern.    Zur     Vernichtung    von Haus  fliegen     und    Moskitos genügen schon Kon  zentrationen in der Grössenordnung von 0,1  bis 0,2 mg pro Liter freien Raumes.

   Es ist  auf diese Weise auch möglich,      aphids     zu  vernichten, wozu jedoch Konzentrationen von  10 bis 20 mg     Benzolhexaehlorid    pro Liter  notwendig sind. Bei der     Behandlung    gemäss  der vorliegenden     Erfindung    mit den letztge  nannten hohen     Konzentrationen    können bei  verschiedenen Pflanzen     Schädigungen    auftre  ten, so dass das Verfahren normalerweise  nicht     zur        Behandlung    von      aphids     bei wach  senden Pflanzen angewendet werden darf.

    Trotzdem kann das Verfahren zur Vernich  tung von      aphids     in Gewächshäusern und       andern        Bauten    dienen, sofern die wachsenden  Pflanzen zuvor entfernt werden. Die oben  angegebenen Konzentrationen beziehen sich  auf rohes     Benzolhexachlorid.    Bei der Ver  wendung von reinem     y-Benzolhexachlorid    ge  nügt im allgemeinen ein Viertel bis ein Achtel  der angegebenen Mengen.  



       Eine    andere Ausführungsform des Ver  fahrens dient     zur        Desinfektion    bzw.     Räuche-          rumg    von grossen Mengen von Getreide. Zur       Vernichtung    der Getreidekäfer werden grosse  Mengen Luft durch ein Gefäss mit verdamp  fendem     Benzolhexachlorid    und dann durch  den Behälter,     in    dem das befallene Getreide  lagert, durchgeleitet. Dabei wird die Luft in  geeigneter Konzentration mit dem     Benzol-          hexaehlorid-Aerosol.    beladen und streicht dann  durch die das Getreide enthaltende Kammer.

    <I>Beispiel 1:</I>  Filterpapier wird mit 4 Gewichtsteilen       Kaliumnitrat    imprägniert, getrocknet und  hierauf nochmals     mit    25 Gewichtsteilen ro  hem     Benzolhexachlorid,    welches 10 bis 15       y-Isomer    enthält, imprägniert. Ein Teil die  ses imprägnierten Papiers, das etwa 64 mg         Benzölhexachlorid    enthält, wird in einem Ge  fäss von 16 Litern Inhalt, in dem sich eine  gewisse Anzahl Bettwanzen befinden, ver  brannt. Nach einer Stunde sind     97 o    der  Bettwanzen tot.  



  In einem Kontrollversuch     wurde-eine    An  zahl     Bettwanzen    einem     Ärosol    ausgesetzt, das  vergleichsweise aus einem entsprechenden,  nur mit 4 Gewichtsteilen     Kaliumnitrat    im  prägnierten     und    verbrannten Papier herge  stellt wurde. Auf diese Weise wurden nur  12% der Bettwanzen getötet.  



  <I>Beispiel 2:</I>  In einem grossen Raum, der eine Anzahl  Hausfliegen enthält, wird so viel     Benzol-          hexaehlorid,    welches 10 bis 15     %        y-Isomer    ent  hält, während etwa 20 Minuten auf eine  Temperatur von     annähernd    120  C erwärmt,  dass dadurch bei vollständiger Verdamp  fung     eine    Konzentration von 2 mg pro Liter  entsteht. Nach dieser Zeitdauer ist ein be  trächtlicher Teil des     Benzolhexachlorids    un  ter Zurücklassen einer wesentlichen Menge  einer     unverdampften,    schwarzen, harten Masse  verdampft. Alle im Raum vorhandenen Flie  gen werden in weniger als einer Stunde ver  nichtet.  



  Eine ähnliche Sterblichkeit wird festge  stellt, wenn Moskitos mit einem     Benzolhexa-          chlorid-Aerosoi    in ähnlicher Weise behandelt  werden.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Aus 30 Teilen Mehl., 20 Teilen Gips, 20  Teilen rohem     Benzolhexachlorid,    welches 10  bis<B>15%</B>     y-Isomer    enthält, und 30 Teilen     Ka-          liumnitrat,    stellt man eine brennbare Mi  schung dar. Durch Zusatz einer kleinen  Menge Wasser stellt man daraus eine Paste  dar, die     als    dünne Schicht auf Papier auf  gestrichen wird. Dann wird das Papier zu  einem Zylinder zusammengerollt, den man bei  gewöhnlicher Temperatur trocknen lässt.

   Der  auf diese Weise erhaltene Zylinder wird ange  zündet und in einem grossen Raum, der Pa  pierstücke enthielt, die     teils    in vertikaler       Lage    aufgehängt und teils in horizontaler  Lage auf dem Böden des Raumes ausgebrei-           tet    sind, zur Verbrennung gebracht. Die  Grösse des     Zylinders    wird derart gewählt, dass  beim vollständigen     Abbrennen    eine Konzen  tration von 0,125 mg     Benzolhexachlorid    pro  Liter entsteht. Die Brenndauer des brenn  baren Gemisches bis zum vollständigen Ab  brennen beträgt etwa 1 bis 2 Minuten. Der  entstehende Rauch wird während 2 Stunden  im Raum belassen und dann beispielsweise  mittels eines grossen Ventilators herausgebla  sen.

   Zur Prüfung auf ihre     Wirksamkeit    wer  den die verschiedenen Papiere jedes für sich  auf den Boden eines Käfigs gelegt, der eine  grosse Menge Hausfliegen enthält. Diejenigen  Papierstücke, welche in der Räucherkammer  in horizontaler Lage behandelt wurden, wer  den wiederum mit der gleichen Seite, wie  dies in der Räucherkammer erfolgte, nach  oben in den Käfig gelegt. Die Sterblichkeit  der Fliegen wird hernach von Zeit zu Zeit  bestimmt. Befindet sich im Käfig ein Pa  pierstück, das in vertikaler Lage in der Räu  cherkammer behandelt wurde, so sind nach       21/z    Stunden nach Einbringung des Papiers  70     %    der Fliegen tot, während nach     51/,    Stun  den 91     j    und nach einem Tag alle Fliegen  tot sind.

   Es kann dabei festgestellt werden,  dass die Papiere ihre Wirksamkeit während  einigen Tagen beibehalten. In einem Raum,  der Papier enthält, das horizontal hängend  geräuchert wurde, sind schon nach     21/    Stun  den 95(, und nach     51,Stunden    alle     Fliegen     tot. In Kontrollkäfigen, die unbehandeltes  Papier enthalten, sind nach einem Tag nur  9     %    der Fliegen tot, während nach 51/2     Stun-          clen    noch alle leben.

           Beispiel   <I>4:</I>  Papierstücke werden, wie in Beispiel. 3  beschrieben, geräuchert und auf den Boden  eines     lloskito-Fliegen    enthaltenden Käfigs  gelegt.. 21     ;';    Stunden nach Einlegen des Pa  piers sind, bei Verwendung von in der Räu  cherkammer in vertikaler Lage geräuchertem    Papier, 20% der Moskitos tot, während nach       5?! < ,    Stunden<B>93%</B> und nach einem Tag alle  tot waren. Wird im Käfig in der Räucher  kammer in horizontaler Lage geräuchertes  Papier verwendet, so sind nach     2?.#,    Stunden  4020' und nach 51/2 Stunden beinahe 100  der Moskitos tot.

   In einem Kontrollversuch,  in welchem unbehandeltes Papier auf den  Boden des Käfigs gelegt wird, ist. nach     einem     Tag nur eine Moskitofliege tot.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung eines geschlos senen Raumes zur Ungeziefervertilgung bzw. Desinfektion, dadurch gekennzeichnet., dass der besagte Raum mit einem Aerosol behandelt wird, welches Benzolhexachlorid enthält, das mindestens zum Teil aus der y-isomeren Ver bindung besteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Benzolhexa- chlorid zur Verdampfung im besagten Raum erwärmt, wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Benzolhexachlorid auf Temperaturen zwischen 100 und 150 C erwärmt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im besagten Raum ein brennbares Gemisch, das Benzolhexa- chlorid enthält, verbrannt wird. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Aerosol durch Zerstäuben einer Lösung von Benzolhexa- ehloxid in einem verflüssigten, bei gewöhn licher Temperatur gasförmigen Lösungsmittel erzeugt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Konzentration des im besagten Raum dispergierten Benzol- hexachlorids 0,1 bis 20 mg pro Liter ent spricht.
CH264518D 1944-02-04 1945-02-24 Verfahren zur Behandlung eines geschlossenen Raumes zur Ungeziefervertilgung bzw. Desinfektion. CH264518A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939541C (de) * 1951-07-07 1956-02-23 Basf Ag Verfahren zur UEberfuehrung von Schaedlings- und Pflanzen-bekaempfungsmitteln in leicht verteilbare Form
DE965455C (de) * 1951-01-04 1957-06-06 Gentner Nigrin Werke Verfahren zur Herstellung eines Kartons zur Erzeugung insekticiden Rauches

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