CH263142A - Geburtshilfliche Einrichtung. - Google Patents

Geburtshilfliche Einrichtung.

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CH263142A
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CH
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belt
circle
pressure
obstetric
fetus
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Heidenwolf Hermann
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Heidenwolf Hermann
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/42Gynaecological or obstetrical instruments or methods

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Description


  
 



     Geburtshilfliche    Einrichtung.



   Es ist bekannt, dass die   zivilisationsbe.    dingten   Degenerationserseheinungen    des weibliehen   Organismus,    daneben aber auch des öfteren körperliche Anomalien, eine unnatürliche Verzögerung des Geburtsvorganges bedingen, so dass eine Unterstützung des Organismus zwecks Ermöglichung der nötigen Dilatationen der Geburtswege meist unerlässlieh ist. Die hierfür bekannten Methoden bestehen, von der Darreichung von Pharmaeeutiea, welche die Wehentätigkeit fördern, und von der Nachhilfe mit der Geburtszange abgesehen, meist in der Anwendung von äusserem Druck auf den Unterleib der Kreissenden, welche Art der Hilfeleistung in verschiedenen Verfahrensweisen bei allen Kulturvölkern seit langem bekannt ist.



     Diese    Art von   Geburtshilie    ist indessen aus mancherlei Gründen unbefriedigend. Da es sich um eine Druekanwendung von Hand handelt, kann der   hervorgebrachte    Druck   im-    mer nur örtlich beschränkt sein und ist daher oft unnötig schmerzhaft; sie ist aber auch, selbst bei grösstmöglicher Kraftanwendung, meistens ungenügend und muss oft über einen sehr langen Zeitraum angewendet werden, was eine beträchtliche physische und   psy-    chische Beanspruchung der Kreissenden darstellt.

   Die Kreissende muss dabei in der Lage sein, die   Wehentätigkeit    durch   willkürliehes    Anspannen des Zwerchfelles zu unterstützen; dieses Mitpressen erhöht indes den Blutdruck nicht unbeträchtlich und verbietet sich daher bei Gebärenden, die an einer   Ereislauferkran-    kung leiden.



   Die erfindungsgemässe geburtshilfliche Einrichtung will diese Nachteile vermeiden.



  Sie dient zur Hervorbringung einer äusserlich wirkenden, geburtsfördernden Kraft und weist zu diesem Zwecke   Alittel    auf, welche eine   Kraftübertragung    über den Foetus umhül  lende    Körperteile der   Kreissenden    auf den Foetus in   gdiurtsverlaufender    Richtung ermöglichen.



   Im folgenden werden an Hand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung er  läutert.   



   Fig. 1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungs- beispiel der Erfindung, ausgeführt als ein um den Leib der Kreissenden zu schnallender hohler Gürtel 10, welcher sich nach Füllung mit Luft unter Hervorbringung einer sich in geburtsverlaufender Richtung auswirkenden Pressung verengt. Der Gürtel, dessen Anwendung die Fig. 2 zeigt, weist eine Gummiseele 11 auf, welche durch eine starke äussere Gewebeauflage 12 geschützt ist; er wird der Kreissenden umgeschnallt (Schnallen 13, Riemen 14) und weist noch versteifende Einlagen 15 aus Stahl, Fisehbein oder dergleichen auf, um ein Aufrollen unter dem Einfluss des Druckanstieges zu vermeiden.



  Die Gummiseele 11 ist in einem durch das Gewebe 12 gebildeten Sack 12' mit Spiel untergebracht. Da eine Druekausübung in der Kreuzgegend den Geburtsakt nicht wesentlich  unterstützt, ist der Gürtel so beschaffen, dass er hauptsächlich von Hüfte zu Hüfte auf die Bauchdecke bzw. den Uterusfundus wirkt.



  Er kann, was zweckmässig ist, so beschaffen sein, dass er nicht auf alle Stellen der Bauchdecke den gleichen Druck ausübt. Bei Anwendung hoher Drucke hängt der Gürtel   iiber    Riemen 16 an Gurten 17, welche an den Oberschenkeln der   Kreissenden    befestigt werden, um ein Ausweichen nach oben bzw. eine Überbeanspruchung des Rippenbogens, gegen den der Gürtel sich abstützt, zu verhindern.



  Obgleich die Umfangsweite des Gürtels dank der Schnallen 13 dem Körper angepasst werden kann, empfiehlt es sieh, diese Gürtel in mehreren Grössen anzufertigen.



   In Fig. 3 ist noch der Querschnitt durch einen Gürtel gemäss einer   Ausfühzungs-    variante in etwas grösserem Massstab dargestellt. Der dehnbare Gummiteil 18 schliesst sich an die durch Stahlauflagen 15 versteifte und durch   Ilordeinlagen    verfestigte Aussenhülle 19 direkt   an;    20 ist der   Drackmittel-      ein- bzw. -auslass.   



   Die Benutzung dieses Gürtels geht so vor    sich, dass man n den Druckanstieg durch Zu-    fuhr von Druckgas, zweckmässig über einen Dreiweghahn, im Rhythmus der Wehentätigkeit anschwellen und abklingen lässt. Dabei werden die foetalen   Herztöne    laufend kon  trolliert;    sinkt ihre Frequenz   zu    stark, so wird der Druck vermindert, bis sich die Herztätigkeit wieder erholt hat.



   Die eben beschriebene Ausführungsform des Gürtels lässt mannigfache   Anwendnngs-    variation zu. Man kann z. B. auf die periodische   Zu- und    Abfuhr der   Druckluft    verziehen, füllt den umgeschnallten Gürtel mit einer Handpumpe auf   strammen    Sitz und verengt ihn durch mechanische Hilfsmittel, wie in Fig. 4 dargestellt. Bei dieser Ausführung ist ein Spannband 21 aus Stahl oder dergleiehen vorgesehen, welches den Gürtel um  schlingt    und beim   Hin- und    Herbewegen des Hebels 22 eine   Elompression    der im Gürtelteil 23 befindlichen Luft bewirkt. Ein Aus  f öhrungsbeispiel    dieses   Hebelmeehanismus    zeigen die Fig. 5, 6.

   Durch Kippen des Hebels 22 im Pfeilsinne nimmt die   Klinke    24 das eine Ende des gelochten Spannbandes 21 mit, wobei die federnde Sperrklinke 25 überfahren wird. Das Band hängt dann an der Klinke 25. Um die Gürtelkontraktion zu ermässigen, wird der Hebel 26 zum Griff 27 gedrückt, wodurch zuerst die   Klinke    24 verdreht wird, bis der Klinkenzahn   24' in    das Band einfällt (Freigabe um einen Lochabstand); zwischendurch wurde die Federklinke 25 durch den Rahmen 28, der mit dem Steuerstab 29 fest verbunden ist, aus dem Bande 21 ausgehakt. Durch Wiederholen dieses Vorganges kann der   Gürteldruck    weiter ermässigt werden.



   An den Gürtel wird die Forderung gestellt, dass er sieh der   Körperform    der Gebärenden überall gut ansehmiegt und eine gleichmässige Verteilung der Druckwirkung ermöglicht. Daher wäre es auch möglich, den Gürtel gemäss Fig. 2 bis 4 an Stelle mit Luft mit Flüssigkeit zu füllen, obgleich Luft den Vorteil der Kompressibilität und der rascheren Zu- und   Abfuhrmögliehkeit    hat. Man kann aber auch den Gürtel massiv aus einem kompressiblen Material, z. B. weichem Gummi, ausführen und in seinem Innern Hilfsmittel verteilen, welche nach Wirksamwerden eine Verengung des Gürtels bewirken. Solche Hilfsmittel können z. B. Elektromagnete sein, und ein Ausführungsbeispiel eines solchen Gürtels ist in den Fig. 7 und 8 im Schnitt dargestellt.



   In einem massiven Gummigürtel 30 mit nicht gezeiehneten Schnallen sind Elektromagnete 31 in wechselnder Polfolge einvulkanisiert. Diese Magnete sind genügend kräftig, um im erregten Zustand eine Annäherung der Polenden zu bewirken. Je nachdem, ob viele oder wenige dieser Magnete eingeschaltet werden (Leitungen 32), ist die Gürtelverengung grösser oder geringer.



   Das beim zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel erforderliche Druckluftaggregat besitzt zweckmässig   Kofferform,    damit die Verwendung des Gürtels nicht an   Kliniken    oder dergleichen gebunden ist.



   Praktische   Erprobungen    der beschriebenen   Einriehümg    haben ergeben, dass diese eine   Abkürzung der Austreibungszeit von jetzt durchschnittlich vier Stunden bei Erstgebärenden auf etwa 30   Minuten    ermöglicht, wobei die besondere Schonung der Gebärenden vorteilhaft in Erscheinung tritt.



      PATENTANSPRUCll:   
Geburtshilfliche Einrichtung zur Hervorbringung einer äusserlich wirkenden, geburtsfördernden Kraft, gekennzeichnet durch   Mit-    tel, welche eine Kraftübertragung über den Foetus umhüllende Körperteile der Kreissenden auf den Foetus in geburtsverlaufender Richtung ermöglichen.



   UNTERANSPRÜCHE:
1. Einrichtung nach   Patentansprueh,    dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel. welche die Kraftübertragung auf den Foetus ermög  liehen,    aus einem um den Leib der Kreissenden zu schnallenden hohlen Gürtel bestehen, welcher sieh durch Füllung mit einem ver  drängbaren      Siledium    verengen lässt.



     2.    Einrichtung nach   Patentansprueh    und   Unteransprueb    1, dadurch gekennzeichnet,   dass    der hohle Gürtel dem Leib der Kreissen- den anpassbar ist und dass mechanisch wirkinde Mittel vorgesehen sind, die gestatten,   den    Hohlraum des mit einem kompressiblen   Medium    gefüllten Gürtels zu verkleinern.   

Claims (1)

  1. 3. Einriehtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ailittel, welche die Kraftübertragung auf den Foetus ermögliehen, aus einem um den Leib der Kreissenden zu sclmallenden Gürtel bestehen, welcher in kompressiblem Material eingebettet Hilfsmittel aufweist, welche, in Wirksamkeit gebracht, eine Verengung des Gürtels bewirken.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch Halteorgane zum Befestigen des Gürtels an den Oberschenkeln der Kreissenden.
CH263142D 1946-09-12 1947-08-19 Geburtshilfliche Einrichtung. CH263142A (de)

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CH263142D CH263142A (de) 1946-09-12 1947-08-19 Geburtshilfliche Einrichtung.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN103417271A (zh) * 2013-09-06 2013-12-04 四川大学华西第二医院 腹部助产器

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN103417271A (zh) * 2013-09-06 2013-12-04 四川大学华西第二医院 腹部助产器
CN103417271B (zh) * 2013-09-06 2015-04-15 四川大学华西第二医院 腹部助产器

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