AT165879B - Geburtshilflicher Apparat - Google Patents

Geburtshilflicher Apparat

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AT165879B
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Hermann Heidenwolf
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Hermann Heidenwolf
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Description


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  Geburtshilflicher Apparat   Es ist bekannt, dass die zivilisationsbedingten Degenerationserscheinungen des weiblichen Organismus, daneben aber auch des öfteren körperliche Anomalien eine unnatürliche Verzögerung des Geburtsvorganges bedingen, so dass eine Unterstützung des Organismus zwecks Ermöglichung der nötigen Dilatationen der Geburtswege meist unerlässlich ist. Die hiefür bekannten Methoden erstrecken sich, von der Darreichung von Pharmaceutica, welche die Wehentätigkeit fördern, und von der Nachhilfe mit der Geburtszange abgesehen, meist auf die Anwendung von äusserem Druck auf den Unterleib der Kreissenden, eine Art der Hilfeleistung, welche in verschiedenen Verfahrensweisen bei allen Kulturvölkern seit langem bekannt ist. 



  Diese Art von Geburtshilfe ist indessen aus mancherlei Gründen unbefriedigend. Da es sich in der Regel um eine Druckanwendung von Hand aus handelt, kann der hervorgebrachte Druck immer nur örtlich beschränkt sein und ist daher unnötig schmerzhaft ; sie ist aber auch, selbst bei grösstmöglicher Kraftanwendung, ungenügend und muss über einen meist sehr langen Zeitraum angewendet werden, was eine beträchtliche physische und psychische Beanspruchung der Kreissenden darstellt. Die Kreissende muss dabei in der Lage sein, die Wehentätigkeit durch willkürliches Anspannen des Zwerchfelles zu unterstützen ; dieses Mupressen erhöht indes den Blutdruck nicht unbeträchtlich und verbietet sich daher bei Gebärenden, die an einer Kreislauferkrankung leiden. 



  Der erfindungsgemässe geburtshilfliche Apparat vermeidet diese Nachteile in vollkommener Weise. 



  Er bringt eine äusserlich wirkende, geburtsfördernde Kraft hervor, die aber gleichmässig verteilt auf den Unterleib der Gebärenden einwirkt und entlastet sie weitestgehend von allen körperlichen und psychischen Anstrengungen, wobei Überbeanspruchungen des Kreislaufes mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Erreicht wird dies durch wenigstens einen zur mindestens teilweisen Aufnahme der Gebärenden bestimmten kastenförmigen Behälter, in welchem durch Veränderung des Innendruckes ein Druckunterschied zwischen dem Druck über dem Oberleib und über dem Unterleib der Gebärenden hervorgebracht wird, welcher sich in geburtsverlaufender Richtung als Kraft auswirkt. 



  Weitere Einzelheiten der Erfindung seien im folgenden an Hand der schematischen Zeichnung erläutert. 



  Gemäss der Zeichnung besteht der kastenförmige Behälter aus zwei luftdichten, druckfesten Hälften 1 und 2, die durch eine Zwischenwand mit weicher, dicht auf dem Leib der Kreissenden anliegenden Dichtungsmanschette 3 getrennt sind. Wird der Teil 2 unter mässigen Überdruck gesetzt, was   durch einen Luftkompressor, untergebracht in einem fahrbaren Kasten 4 mit Regelorganen 5 und Manometer   6,   geschieht, so bildet sich mit Bezug auf den Kasten 1 eine in geburtsverlaufender Richtung wirkende Kraft aus ; diese kann durch mässige Evakuierung der linken Kastenhälfte   1   mittels einer Pumpe, die ebenfalls im Kasten 4 untergebracht ist und durch ein Regelorgan 7 gesteuert wird, noch gesteigert werden.

   Beide Kastenteile besitzen durchsichtige Scheiben, der Kasten   1   überdies noch eine   Öffnung S,   die nach aussen durch handschuhförmige Abdeckungen 9 luftdicht abgeschlossen ist, durch welche die geburtshelfende Person in das Kasteninnere zwecks Durchführung allenfalls nötiger Handreichungen greifen kann. Es ist auch möglich, den Kastenteil 1 völlig wegzulassen, weil auch allein mit dem Kasten 2, durch blosse Erhöhung seines Innendruckes auf zirka 300 mm Hg ein in geburtsverlaufender Richtung wirkender zusätzlicher Druck auf den Fötus von etwa 100 kg ausgeübt werden kann. Der im Kasten 2 herrschende Überdruck wirkt dabei äusserlich etwa im Sinne der Pfeile A, aber auch innerlich über Lunge und Zwerchfell. 



  Der Blutdruck der Kreissenden steigt bei Verwendung dieses Apparates nur um zirka 20 mm, gegen 60-80 mm bei Geburten, welche ohne Verwendung des   erfindungsgemässen   Apparates vor sich gehen. 



   Die Benutzung dieses Gerätes geht so vor sich, dass man den Druckanstieg durch Betätigen der Dreiweghähne 5, 7 oder, falls der Kasten 1 fehlt, von 5 allein im Rhythmus der Wehentätigkeit anschwellen und abklingen lässt. Dabei werden die fötalen Herztöne laufend kontrolliert. Sinkt ihre Frequenz zu stark, so wird der Druck vermindert, bis sich die Herztätigkeit wieder erholt hat. Die Kreissende wird zweckmässig in ein Geschirr (nicht gezeichnet) eingeschnallt, um zu verhindern. dass die auf ihren Körper wirkenden beträchtlichen Kräfte Verschiebungen der Gebärenden im Kasten hervorrufen. Ist die Anwendung von Narkose erwünscht, so können   Detäu-   bungsmittel neben der erforderlichen Frischluft in den Kasten eingeführt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Geburtshilflicher Apparat zur Hervorbringung einer äusserlich wirkenden, geburtsfördernden Kraft, gekennzeichnet durch wenigstens einen zur mindestens teilweisen Aufnahme der Gebä- renden bestimmten kastenförmigen Behälter, in welchem durch Veränderung des Innendruckes ein Druckunterschied zwischen dem Druck über dem Oberleib und über dem Unterleib der Ge- bärenden hervorgebracht wird, welcher sich in geburtsverlaufender Richtung als Kraft auswirkt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT165879D 1946-09-12 1946-09-12 Geburtshilflicher Apparat AT165879B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2981255A (en) * 1956-01-14 1961-04-25 Ockert S Heyns Method and apparatus for facilitating the processes of parturition
DE1119460B (de) * 1957-01-14 1961-12-14 Ockert Stephanus Heyns Einrichtung zur Erleichterung und Beschleunigung des Entbindungsvorganges
DE1128077B (de) * 1958-07-31 1962-04-19 Ockert Stephanus Heyns Einrichtung zur Schmerzlinderung beim Geburtsvorgang
US5174281A (en) * 1990-11-26 1992-12-29 Wagi L.P. Birth-assisting pneumatic cuff

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