CH260990A - Kompresse. - Google Patents
Kompresse.Info
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Classifications
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Description
Kompresse. Zur Behandlung von kranken Körperteilen mit Kompresse wird bekannterweise ein Lappen mit der Behandlungsflüssigkeit getränkt, auf den betreffenden Körperteil aufgelegt und, um den Lappen festzuhalten, mit einem Tuch umwickelt; hierauf verbindet man das Ganze mittels eines Bandes, einer Sicherheitsnadel oder dergleichen. Das hat einmal den Nachteil, dass eine solche Kompresse aus mehreren voneinander getrennten Teilen besteht, und sodann, dass ein Lappen aus irgendeinem Textilgewebe verwendet wird, das nicht genügend Flüssigkeit aufzunehmen vermag, damit die Kompresse eine Dauerwirkung von mindestens einer Stunde ausüben kann. Zweck der Erfindung ist nun die Schaffung einer Kompresse, welche wenigstens den zweiten dieser Nachteile nicht besitzt. Erfindungsgemäss zeichnet sich die Kompresse dadurch aus, dass sie einen Lappen aus Viskoseschwamm aufweist. Auf beiliegender Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt ein erstes Beispiel in ausgebreiteter Lage und Fig. 2 dasselhe mit auf den Bandagestreifen eingeklapptem Lappen. Fig. 3, 4 und 5 veranschaulichen drei weitere Ausführungsformen in gleicher Darstellung wie Fig. 1. Gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 1 und 2) ist an einem Bandagestreifen 1, beispielsweise aus Leinwand, an dessen einer Schmalseite mittels Litzen 2 ein Lappen 3 befestigt. Dieser besteht aus Viskoseschwamm, also aus einem Stoff, welcher fähig ist, grosse Mengen Flüssigkeit in sich aufzunehmen und auch zu behalten. Ein Viskoseschwamm, welcher im trockenen Zustande eine Plattendicke von ungefähr einem Millimeter aufweist, schwellt beim Vollsaugen mit Flüssigkeit auf eine Dicke von ungefähr einem Zentimeter an. 4 sind Bänder, um die Kompresse beim Anlegen an dem zu behandelnden Körperteil zu befestigen. Der Bandagestreifen 1 ist etwas breiter als der Lappen 3, damit die Ränder des ersteren beim Aufbinden der Kompresse über die Lappenränder heruntergebogen werden und damit den Lappen allseitig nach aussen abschliessen und ihn so weitgehend an der Abgabe von Feuchtigkeit verhindern. Die Form naeh Fig. 1 und 2 eignet sich beispielsweise für die Behandlung von Handgelenken und andern Gliedmassen. Bei der Verwendung wird zuerst der Lappen 3 in die für die Behandlung vorgeschriebene Flüssigkeit eingetaucht, bis sich der Lappen vollgesaugt hat. Dann wird dieser mit den Fingern so weit ausgequetscht, dass die überschüssige Flüssigkeit daraus entfernt wird. Der Lappen 3 wird nun, wie in Fig. 2 gezeigt ist, umgeklappt und auf den Bandagestreifen 1 gelegt. In dieser Stellung wird die Kompresse auf respektive um den zu behandelnden Körperteil gelegt und mit den Bän dern 4 in bekannter Weise festgebunden. An statt den Lappen 3 und den Bandagestreifen 1 an Schmalseiten aneinander zu befestigen, können auch Breitseiten dieser beiden Teile durch Litzen 2 miteinander verbunden werden. Durch die stark hydrophile Eigenschaft des Lappens 3 wird ein langes Feuchtbleiben tmd damit eine lange andauernde Wirkung der Kompresse gewährleistet. Soll ein Verdunsten nach aussen vermieden und damit die Zeitdauer der Kompressenwiil'ning erhöht werden, so kann die am Körperteil angebrachte Kompresse noch mit einem Streifen aus Guttapercha umwickelt werden. Das zweite Beispiel gemäss Fig. 3 zeigt den Lappen 3 ungefähr in der Mitte des Bandagestreifens 1 mittels kurzen Streifen 5 auf letzterem befestigt. Diese Form kann dem glei chen Zweck dienen. Sofern diese Kompresse für Leibbehandlung verwendet werden soll, wird man vorteilhafterweise die beiden zur Befestigung dienenden Bänder 4 anstatt an der gleichen Schmalseite des Bandagestreifens an beiden Schmalseiten befestigen. Dabei wird man, um die Kompresse, insbesondere den Bandagestreifen 1, nicht unnötig gross wählen zu müssen, nur die nähere Umgebung der zu behandelnden Körperteile von diesem Streifen bedecken. Die in Fig. 4 gezeigte dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der vorbesehriebenen zweiten einzig dadurch, dass die Befestigungsstreifen 5 für den Lappen 3 un Bandagestreifen 1 länger sind. Sie können in diesem Falle aus elastischem Material bestehen, was den Vorteil hat, dass der Bandagestreifen 1, bestimmten lÇörperbewegun- gen folgend, sich gegenüber dem Lappen 3 verschieben kann, wodurch ein Wundseheuern der Haut durch die : Kanten des Bandage- streifens 1 vermieden wird. In Fig. 5 ist ein viertes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welchem an beiden Sehmalseiten des Lappens 3 mittels Litzen 2 Bandagestreifen 1 befestigt sind. Dabei ist am äussern Ende eines jeden Bandagestrei fens 1 ein Band 4 zur Befestigung der : Kom- presse vorgesehen. Beim Gebrauch dieser IIompresse wird die der Körperauflage entgegengesetzte Fläche des Lappens 3 durch keinen Bandagestreifen überdeckt. Solche Kompresse werden vorteilhafterweise für Behandlungen am Kopf, z. B. bei ilÇopf- schmerzen, angewendet, ferner dort, wo die für die Behandlung verwendete Flüssigkeit sieh rasch verflüchtigt, wie z. B. bei Alkohol, und stets wieder erneuert werden muss. Das kann dann ohne Entfernen der Kompresse ge schehen. Soll dagegen auch hier der Lappen gegen Verdunsten geschützt werden, kann immer noch ein Gewebe oder eine Guttaperchaauflage über den Lappen gelegt werden. Der Lappen kann aus einer durch Pressung gewonnenen Viskoseschwammplatte gebildet sein. Um eine solche Platte herzustellen, werden Schwammteile zerkleinert, z. B. in Fasern zerrissen oder gemahlen, und dann gepresst. Der Lappen kann aus einem grob- oder feinporigen Viskoseschwamm gebildet sein; er kann aus einem Sehwammstüek herausgeschnitten oder direkt in der endgültigen Grösse, zum Beispiel im Giessverfahren, hergestellt sein. Die beschriebene Kompresse eignet sich für Zwecke aller Art. Der Lappen könnte auch selbst mit den Befestigungsmitteln, welche das Festmaehen am menschlichen Körper ermöglichen, versehen sein; er könnte aber auch lose in eine gewöhnliche Binde eingelegt sein. Ein Viskoseschwamm hat gegenüber einem Naturschwamm eine wesentlich grössere Saugfähigkeit, was auf die höhere Quellbarkeit des Viskosematerials selbst zurüekgeführt wird. Auch ein Viskoseschwamm in gepresstem Zustand weist noch immer eine wesentlich grö ssere Saugfähigkeit auf als gepresster Naturschwamm. Die beschriebene : Kompresse ist auch als Stirnkompresse für Sportzwecke verwendbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kompresse, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Lappen aus Viskoseschwamm auf weist.UNTERANSPlltCHE: 1. Kompresse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Befesti gungsmitteln zum Festmachen an : Körperteil len versehen ist.2. Kompresse nach Patentansprueh und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lappen aus Viskosesehwamm an einem Bandagestreifen angeordnet ist.3. Kompresse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lappen aus - Viskoseschwamm und der Bandagestreifen an Schmalseiten miteinander verbunden sind.4. Kompresse nach Patentansprueh und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lappen aus Viskoseschwamm und der Bandagestreifen an Breitseiten miteinander verbunden sind.5. Kompresse nach Patentansprueh und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lappen aus Viskoseschwamm wenigstens annähernd in der Mitte der Fläche des Bandagestreifens an beiden Enden mittels Bändern an diesem befestigt ist.6. Kompresse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Befestigung des Lappens am Bandagestreifen dienenden Bänder elastisch sind.7. Kompresse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lappen zwischen zwei Bandagestreifen angeordnet ist, derart, dass je eine Schmalseite des Lappens mit einer Schmalseite eines Bandagestreifens verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH260990T | 1947-09-18 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH260990D CH260990A (de) | 1947-09-18 | 1947-09-18 | Kompresse. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH260990A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2707392A1 (de) * | 1977-02-21 | 1978-08-31 | Hoechst Ag | Verband- und umschlagmaterial |
-
1947
- 1947-09-18 CH CH260990D patent/CH260990A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2707392A1 (de) * | 1977-02-21 | 1978-08-31 | Hoechst Ag | Verband- und umschlagmaterial |
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