CH247120A - Elektrischer Glasschmelzofen. - Google Patents
Elektrischer Glasschmelzofen.Info
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Description
Elektrischer Glasschmelzofen. Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Glasschmelzofen, bei welchem die Glasmasse selbst als Widerstand zur Beheizung des Glases benutzt wird, und der Strom mit Hilfe von die Wände des Ofens durchdringenden Elektroden eingeführt wird. Diese Elektroden können z. B. zwi schen dem Zufuhrende der Rohstoffe und dem Entnahmeende des Glases so angeord net sein, dass sie unter dem Niveau der Glas schmelze, zweckmässig waagrecht, also par allel mit dem Glasniveau im Ofen unterge bracht sind.
Bei bekannten Öfen dieser Art sind An ordnungen üblich, bei denen die Elektroden entweder nur durch die eine Längswand oder dann durch beide gegenüberliegenden Längs wände in den Ofen eingeführt sind. Bei diesen Öfen sind aber die Elektroden der art an die Stromquelle angeschlossen, dass der Stromübergang hauptsächlich zwischen Elektroden erfolgt, welche die gleiche Seiten wand durchdringen.
Wenn der eigene elektrische Widerstand der Elektroden, verglichen mit dem elektri schen Widerstand des Glasbades, nicht ver- nachlässigbar gering ist, -wie z.
B. bei den in der Praxis allgemein verwendeten Gra- phitelektroden, so wird die Stromdichte im Glasbade in der Nähe der Wand eine grössere sein als in den mittleren Teilen des Glas bades..Da die in Frage stehende Ofenwand mit der durch die grössere Stromdichte be- lasteten Glasschmelze in Berührung steht, sind die Wärmeverluste des Ofens hoch, und treten auch an den mit der Glasschmelze in Berührung stehenden innern Ofenwand oberflächen Kriechströme auf.
A11 dies führte zu einer raschen Korrosion der schwer bean spruchten Ofenwände und hatte auch auf die Wärmeausnutzung des Ofens eine schädliche Wirkung.
Auf Grund der obigen Überlegungen wurde gefunden, dass alle - diese Nachteile beseitigt werden können, wenn gemäss der Erfindung eine solche Anordnung angewandt wird, bei welcher die an verschiedene Pole der Stromquelle angeschlossenen Elektroden in Richtung der Längsachse des Ofens nach einander abwechselnd durch die eine und die andere der gegenüberstehenden Längswände des Ofens hindurchgeführt sind, wobei der Abstand des mit dem Glas in Berührung stehenden Endpunktes wenigstens einer Elektrode, zweckmässig aber die Endpunkte aller Elektroden,
von jener Seitenwand die diese Elektrode durchstösst, 40-90% der Breite des Ofens beträgt.
Bei der Anordnung gemäss der Erfindung ist die Wärmeentwicklung in der Nähe der Wände den längeren elektrischen Strom linien entsprechend kleiner als im Mittelteil des Bades.
So bildet sich eine aus verhältnismässig kaltem Glas bestehende Schutzschicht längs der Wände aus, die hauptsächlich durch den Stro#mdurchfluss und in kleinerem Masse durch Wärmeleitung geheizt wird und die die Wand vor der unmittelbaren Berührung mit dem heissen Glas schützend teils die Korrosion derselben verhindert, teils aber durch ihre wärmeisolierende Wirkung die Wärmeverluste wesentlich verringert.
Da aber die Elektroden abwechselnd durch die einander gegenüberstehenden Wände in den Ofen eingeleitet werden, verlängert diese Anordnung an den mit der Glas schmelze in Berührung stehenden Ofenwän den den Weg der Kriechströme.
Die beiliegende Zeichnung stellt sehema- tisch ein Ausführungsbeispiel eines Ofens gemäss der Erfindung dar, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht eines mit Drei phasenstrom gespeisten, zur fortlaufenden Herstellung des Glases dienenden Ofens, Fig. 2 den Längsschnitt des Ofens gemäss Fig. 1.
Die Graphitelektroden 1, 2 und 3 .sind an die sekundäre Wicklung des Transfor mators 4 geschaltet. Der zur Schmelzung des Glases dienende elektrische Strom wird durch diese -ins Glas eingeführt. Die Roh stoffe werden am Zufuhrende 5 zugeführt, die Entnahme des Glases geht aber aus dem Arbeitsraum 6 vor sich. Die Elektroden ragen durch die Seitenwände 7-8 ins Glasbad ab wechselnd hinein.
Jede Elektrode ist an der Stelle der Durchleitung durch die Wand mit einem zweckmässig wassergekühlten - Mantel um geben, welcher höchstens bis 40%, zum Bei spiel etwa, um 20% der Breite des Ofens in die Schmelze hineinragt. Diese Mäntel werden bekanntlich. aus zu diesen Zwecken günstigen keramischen Stoffen hergestellt; die -elektrische Isolierstoffe sind.
In einigen Fällen erwies es sich als vor teilhaft, diese Schutzmäntel nicht mit Was ser, sondern gelegentlich mit durch diese durchgeblasenen Luft, Wasserdampf oder mit andern Gasen, z. B. einem aus dem Ge misch von -Wasserstoff und Stickstoff be stehenden Gas, abzukühlen. Die Elektroden 1, 2, 3 in diesem Bei spiel ragen in den Ofen so weit hinein, dass der Abstand ihrer Enden von der gegen überstehenden Wand 20% der Breite des Ofens beträgt.
Der Strom folgt zwischen den Elektroden ungefähr den in der Zeich nung mit gestrichelten Linien gezeichneten Stromlinien.
Da die Fläche der Elektroden kleiner ist als der vertikale Ofenquerschnitt - wie es aus Fig. 2 ersichtlich ist -, bilden sich in der Nähe der Elektroden sogenannte Heizzonen aus, in welchen die Temperatur des Glases höher ist als an irgendeiner andern Stelle zwischen den Elektroden.
Die in der Nähe der Elektroden befind lichen Heizzonen bilden sich aber bei der beschriebenen Anordnung nur in den innern Teilen des Ofenquerschnittes aus, weil prak tisch kein Strom infolge des Vorhandenseins der Schutzmäntel in der Nähe der Wände fliessen wird. Dieser Vorteil kommt insbe sondere in jenen Fällen zum Ausdruck, wo die elektrische Leitfähigkeit des Glases ver hältnismässig hoch ist, wie es der Fall z. B. bei. Gläsern mit grossem Alkaligehalt ist.
Bei diesen letzteren ist es eben wegen des grösseren Alkaligehaltes und der daraus folgenden grossen Reaktionsfähigkeit wich tig, dass die bei der Wand liegenden Schich ten eine niedrige Temperatur haben, damit die rasche Korrosion der Wände gehindert wird.
Es wurde gefunden, dass es in den meisten Fällen vorteilhaft ist, wenn die Elektroden zur Längsachse- des Ofens praktisch senkrecht stehen, da die mit dem Glas in Berührung stehende Graphitfläche in diesem Falle die kleinste ist.
In einigen Fällen dagegen kann es aber auch vorteilhaft sein, dass die Strom- dichte auf der Oberfläche der Elektroden verringert wird; die Breitedimensionen des Ofens aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht vergrössert werden können.
In diesen Fällen schien es zweckmässig, dass die Elektroden in dem Ofen. mit der Längsachse einen von den rechtwinkligen verschiedenen Winkel bilden, das heisst, dass sie schief angeordnet seien.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Glasschmelzofen, bei wel chem die Glasmasse selbst als Widerstand zur Beheizung des Glases benutzt wird, und der Strom mit Hilfe von die Wände durch dringenden Elektroden eingeführt wird, da durch gekennzeichnet, dass die an verschie dene Pole der Stromquelle angeschlossenen Elektroden in Richtung der Längsachse des Ofens nacheinander abwechselnd durch die eine und die andere der gegenüberstehenden Längswände des Ofens hindurchgeführt sind, wobei der Abstand des mit dem Glas in Be rührung stehenden Endpunktes wenigstens einer Elektrode von jener Seitenwand, die diese Elektrode durchstösst,40-90% der Breite des Ofens beträgt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Glasschmelzofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Längs- achse des Ofens senkrechtstehende Elek- üroden besitzt. 2. Glasschmelzofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Längs achse des Ofens schiefstehende Elektroden hat. 3.Glasschmelzofen nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden bei der Durchführung durch die Wände mit einem Schutzmantel umgeben sind, der den in die Glasmasse hineinragenden Teil der Elektro den in einer Länge, die kleiner ist als 40% der Breite des Ofens, isoliert. 4. Glasschmelzofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die isolierenden Schutzmäntel für die Durchströmung durch ein Kühlmittel eingerichtet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU247120X | 1943-10-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH247120A true CH247120A (de) | 1947-02-15 |
Family
ID=10978548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH247120D CH247120A (de) | 1943-10-28 | 1944-10-16 | Elektrischer Glasschmelzofen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH247120A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2659764A (en) * | 1950-01-28 | 1953-11-17 | Mitterberger Glashuetten Ges M | Furnace and process for electrically melting glass |
-
1944
- 1944-10-16 CH CH247120D patent/CH247120A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2659764A (en) * | 1950-01-28 | 1953-11-17 | Mitterberger Glashuetten Ges M | Furnace and process for electrically melting glass |
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