CH242547A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presslingen aus keramischen Massen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presslingen aus keramischen Massen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presslingen aus keramischen Massen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich im besonderen auf das Pressen von kerami schen Massen, die wegen ihrer grobkörnigen Struktur oder abrasiven Eigenschaften nicht oder nur unter besonderen Schwierigkeiten durch Strangpressen bearbeitbar und form bar sind.
Ein Ausführungsbeispiel einer Pressvor- richtung zur Ausübung des Verfahrens. ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt und nachstehend erläutert, wobei das Verfah ren selbst und ein Erzeugnis beispielsweise umschrieben werden.
Fig. 1 ist eine Aussenansicht der Press- form zur Herstellung eines Rohres im Auf riss.
Fig. 2 ist der gern der Pressform, der als ein nach dem einen Ende hin schwach ver jüngter und am andern Ende zylindrischer Stift ausgebildet ist.
Fig. 3 ist ein Aufriss .der Pressform im Iängsschntt.
Fig. 4 stellt, zusammengesetzte Presslinge dar. Fig. 5 ist ein Schnitt nach .der Linie A-B in Fig. 1.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 1.
Die Pressform besteht aus einer längs in zwei Hälften a und b gespaltenen Hülse, die durch den Ring c und die Endaufsatzstücke d und e zusammengehalten werden. Die Stücke d und e haben in der Mitte eine Boh rung zum Hindurchstecken des Stiftes f. Innerhalb der Hülse befindet sich die zu pressende Masse, die schon vorher mit geeig netem Werkzeug, z.
B. einem Hammer und einem Stempel, fest hineingestopft werden kann. Alsdann wird der Stift f durch die Bohrung des Kopfstückes d mit seinem ver jüngten Teil eingeführt, bis dieser verjüngte Teil aus der Bohrung des Endstückes e aus tritt. Sodann wird unter erhöhtem Druck mittels einer geeigneten Vorrichtung, wie z. B.
Spindelpresse oder dergleichen, der Stift f vollkommen durch die Masse getrieben, bis seine ganze zylindrische Länge mit dem ge wünschten und für die Bohrung bestimmen- den Durchmesser sich innerhalb der Press- masse befindet, die er dann durchläuft. Man kann dann die Hülse öffnen und das Press- stück herausnehmen.
Trägt man Vorsorge, die Metallteile vor dem Einfüllen der Masse mit geeigneten Mit teln, wie z. B. Petroleum, leicht zu über ziehen, so vollzieht sich die Herausnahme des Formlings mit Leichtigkeit. Die Zentrierung des Stiftes durch die Pressmasse und das ebenfalls mit einer konisch versenkten Füh rung ausgestattete Endstück geschieht durch Festklemmen des Stiftes am Stempel der An triebspresse.
Der Stift f mit der zur Bewegungsrich tung schiefen Fläche mit schwacher Neigung ermöglicht es, dass man mit geringem Druck der Antriebspresse einen stark erhöhten Druck auf die Formmasse ausüben kann und anderseits die Formmasse bei diesem Press- verfahren selbst wenig in Bewegung bezw. Fliessen gebracht wird, so dass auch grob körniges, hartes und wenig plastisches Ma terial .geformt werden kann. Die Erfahrung hat gezeigt, dass z.
B. bei Röhren die Korn grösse des Pressmaterials fast die Wandstärke des zu pressenden Rohres erreichen darf, was mit keinem andern Verfahren möglich ist.
Besonders zweckmässig ist dieses. Pressver- fahren für die, Formung-, abrasiver Massen, die ohne Zusatz gleitender Hilfsmassen in keinem bisher bekannten - Werkzeug pressbar sind.
In Fig. ss sieht man um den Stift f am obern Teil innerhalb der Hülse einen lose aufgesetzten Ring g und auf dem Endstück e einen aus zwei Hälften bestehenden, der Hülse<I>a,</I> b anliegenden Ring<I>h.</I> Diese beiden Ringe bewirken die Formung .eines Rohres mit abgesetzten Enden, die ineinandergesteckt oder bei entsprechender Ausbildung (Ge- winde) der Ringe ineinander verschraubt werden können,
so dass man auf diese Weise aus einzelnen Stücken lange Rohre zusam mensetzen kann, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Je nach Art des Materials und der Anwen dung können diese Ansehlussstizcke lose ver- einigt oder durch Brennen, Schweissen, Kle- ben oder dergleichen fest verbunden bezw. verschraubt werden.
Ein Hauptanwendungsgebiet der vorlie genden Erfindung ist die Herstellung von Gegenständen aus Siliziumkarbid oder Bor karbid enthaltenden Massen oder andern Ma terialien, die schwer pulverisierbar sind und abrasive Eigenschaften aufweisen.
Die vorliegende Erfindung ist natürlich nicht auf die Herstellung von Rohren. be schränkt, sondern es können auch ovale oder eckige Presslinge hergestellt werden.
Als Beispiel eines durch die Anwendung des beschriebenen Verfahrens und der Vor richtung hergestellten Erzeugnisses sei ein Heizstab (elektrischer Widerstandsstab) aus garborundüm oder dergl. genannt, wobei die abrmiven Eigenschaften des Materials seine Verwendung durch Auspressen in- reiner Form bisher nicht gestattet haben.
Die Tat sache, da.ss ein solches Widerstandselement aus Einzelstücken in beschriebener Form zu sammengesetzt bezw. geschweisst werden kann, ermöglicht elektrisch und chemisch genau definierte Eigenschaften für die Einzelstücke zu erreichen. Z.
B. können die sogenannten kalten Enden (Anschlüsse) aus gut leitendem Material, der eigentliche Wi derstandsstab aus Widerstandsmaterial be stehen, das wiederum in seinen Einzelstücken genau definierbar hergestellt werden kann, um eine gewünschte Wärmeverteilung zu ge währleisten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜOEE: I. Verfahren zur Herstellung von Press- lingen aus keramischen Massen, insbesondere aus grobkörnigem und abrasivem Material, dadurch gekennzeichnet, dass in die eine Press- form füllende Masse ein gern mit einer zu seiner Bewegungsrichtung schief liegenden Fläche eingetrieben wird.II. Pressvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens .gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Pressform auf weist, die aus einer in mindestens zwei Teile zerlegbaren Hülse besteht mit einem in der Mitte durchführbaren, nach einem Ende zu verjüngten Stift. III. Formgegenstand zur Verwendung als Heizstab,hergestellt nach Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch .gekennzeichnet, dass der Stab aus mehreren miteinander ver bundenen Teilstücken besteht, wobei zur Er reichung einer genau definierten Wärmever teilung einzelne Teilstücke gegenüber andern aus Materialien mit verschiedenen Wärme leitwerten bestehen. UNTERANSPRÜCHE 1. Pressvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass um den Stift, im Innern der Hülse, Ringe zwecks weiterer Formgebung des Pressstückes ange bracht sind. 2.Formgegenstand nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Teilstücke aus grobkörnigem Siliziumkarbid bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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