CH239809A - Kupplung für Rohre und Schläuche mit gegeneinander drehbaren, abgedichteten Teilen. - Google Patents
Kupplung für Rohre und Schläuche mit gegeneinander drehbaren, abgedichteten Teilen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Kupplung für Rohre und Schläuche mit gegeneinander drehbaren, abgedichteten Teilen. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Kupplung für Rohre und Schläuche mit gegeneinander drehbaren, abgedichteten Teilen.
Bekannte derartige Kupplungen weisen gewisse Mängel auf, insbesondere den, dass sie sich unter hohem Druck nur mit verhält nismässig grossem Kraftaufwand drehen las sen, wodurch sie ihren Zweck nur noch teil weise erfüllen. Besonders zum Verbinden von Metallschläuchen mit Maschinen und Appa rateteilen, welche im Betrieb gewisse Drehun gen ausführen, besteht bisher noch keine ein wandfrei wirkende Kupplung. Der Metall schlauch ist sehr empfindlich gegen Torsions- beanspruchungen. Bei gewickelten Metall schläuchen besteht die Gefahr, dass sie sich in. ihrem Gefüge lockern und undicht werden.
Aber auch Ganzmetallschläuche, sogenannte Faltenrohre, sind ebenfalls sehr empfindlich gegen Torsionsbeanspruchung, d. h. sie lassen sich nicht verdrehen, und wenn dies gewalt sam erzwungen wird, so führt es zu vor zeitiger Ermüdung des Materials und damit zu baldigem Bruch. Schläuche, welche für hohen Druck bestimmt sind, werden zudem meistens mit einer Drahtumflechtung ver sehen, wobei das übliche Diagonalgeflecht ebenfalls ein Verdrehen des Schlauches um seine Achse verhindert.
Die bisher bekannten Kupplungen mit gegeneinander drehbaren Teilen sind zum Teil als abgedichtete Kugelgelenke konstruiert und zum Teil mit Stopfbüchsen versehen, wobei die Stopfbüchsen mit elastischen Federkör pern mit und ohne zusätzlicher Druckfeder und Kugellager kombiniert sein können. Bei niedrigem Druck arbeiten diese Kupplungen befriedigend; sobald aber höhere Drücke, z. B.
40 atü und mehr, in Frage kommen, -sind de- selben nur noch mit grossem Kraftaufwand drehbar, weil die Dichtungsmasse derart fest auf die drehbaren Teile gepresst wird, dass diese bei einer Rohrverdrehung blockiert oder wenigstens stark gehemmt werden. Der Me tallschlauch ist dann nicht mehr entlastet, sondern muss einen grossen Teil der Torsions- kräfte aufnehmen. Bei den Kupplungen mit eingebauten Federkörpern ist die Pressung der Dichtung vom Betriebsdruck abhängig, d. h. je höher der Druck, desto mehr presst der Federkörper auf die Dichtung.
Da dies aber auch der Fall ist, wenn kein Feder körper verwendet wird, so ist die Verwen dung eines solchen Konstruktionselementes im vorliegenden Falle teilweise illusorisch und macht die Kupplung nur unnötig teuer und voluminös.
Von den bekannten Kupplungen unter scheidet sieh diejenige gemäss vorliegender Erfindung dadurch, dass zwischen den gegen einander drehbaren Teilen ein im Querschnitt sich verjüngender, aus der achsialen in die radiale Richtung nach innen gekrümmter Hohlraum für eine Dichtungsmasse vorhanden ist, wobei an den breitesten Teil des Hohl raumes der mit dem Innenraum verbundene Spalt zwischen den drehbaren Teilen und an den schmalsten Teil des Hohlraumes der mit dem Aussenraum verbundene Spalt ange schlossen ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Kupplung auf der obern Hälfte der Figur im Längsschnitt und auf der untern Hälfte in Ansicht dargestellt.
Zwischen den beiden, durch eine Büchse 1 und eine Muffe 3 gebildeten, gegeneinander drehbaren Teilen ist ein im Querschnitt sich verjüngender Hohlraum gebildet, welcher aus der achsialen in die radiale Richtung nach einwärts gekrümmt ist und eine Dichtungs masse 7 enthält. Der auf die Teile 1 und 3 wirkende axiale Betriebsdruck ist bestrebt, den Teil 3 auf den Teil 1 hervorzuziehen, während der auf die Dichtungsmasse 7 wir kende Innendruck ihn zurückzuschieben be strebt ist, so dass auch bei sehr hohen Be triebsdrücken ein Druckausgleich vorhanden ist.
An den breitesten Teil des Hohlraumes ist der mit dem Innenraum verbundene Spalt zwischen den drehbaren Teilen und an den schmalsten Teil des Hohlraumes der mit; dem Aussenraum verbundene Spalt angeschlossen. Die Dichtungsmasse 7 besteht zweckmässig aus einer graphitierten Asbestschnur, an Stelle der jedoch auch andere Dichtungs- inaterialien, z. B. Leder, synthetischer Gummi oder dergleichen, verwendet werden können.
Die Dichtungsmasse 7 wird durch den Ge windering 2 vorgepresst, jedoch nur so stark, dass die Dichtung bei geringem Druck an der schmalsten Stelle genügend dichtet und sich leicht drehen lässt, d. h. der Gewindering 2 wird wohl fest angezogen, aber das Volumen der Dichtungsmasse ist so bemessen, dass diese Masse bei angezogenem Ring 2 nur verhältnis mässig leicht zusammengedrückt wird. Zwi schen dem Gewindering 2 und einem Ein schraubteil 8 ist ein Dichtungsring 4 vor handen.
Die beiden Kupplungsteile 1, 3 sind in an sich bekannter Weise durch ein Kugellager miteinander verbunden, dessen Kugeln 6 durch ein Einfülloch in der Muffe 3 ein gesetzt werden. In dieses Einfülloch wird nach dem Einfüllen der Kugeln 6 ein Stift 5 eingesetzt, der das Herausfallen der Kugeln 6 verhindert, und durch dessen Bohrung das Kugellager geschmiert werden kann. Es ist kein eigentliches Spurenlager für dieses Ku gellager erforderlich, da eine solche Kupp lung meistens nur langsame Drehungen und meistens nur Drehungen von wenigen Gra den ausführen muss.
Es genügt daher, wenn lose Kugeln 6 eingefüllt werden, wodurch eine bedeutende Verbilligung erzielt wird. An Stelle des Kugellagers könnte auch ein metallischer Gleitring aus selbstschmierender Komposition verwendet werden. Eine weitere Verbilligung der Kupplung ergibt sich dar aus, dass der Einschraubteil 8 aus einem han delsüblichen Fittingteil besteht, welcher in grossen Massen hergestellt wird und daher verhältnismässig billig ist.
Bei steigendem Druck in der Leitung wird durch den Spalt zwischen den drehbaren Tei len die Dichtungsmasse 7 stärker zusammen gepresst. Der Druck wirkt hierbei auf die breitere Stirnseite des sich verjüngenden Hohl raumes auf die Dichtungsmasse 7, wobei die Abdichtung an der schmalsten Stelle, also auf einer wesentlich kleineren Fläche erfolgt. Während der Innendruck den Teil 3 auf dem Teil 1 zurückzuschieben bestrebt ist, wird er durch den Agialdruck hervorgezogen, so dass ein Gegendruck entsteht, welcher das Kugel lager 6 entlastet.
Wie Versuche gezeigt haben, lassen sich die Teile einer solchen Kupplung selbst bei einem Betriebsdruck von 250 atü noch leicht drehen, während alle bisher be kannten drehbaren Kupplungen schon bei einem Druck von 100 atü derart stark blok- kiert sind, dass sie sich von Hand überhaupt nicht mehr drehen lassen.
Derartige Kupplungen können ohne wei teres zur Verbindung von auf Torsion bean spruchten starren Rohrstücken verwendet werden und damit zur Herstellung von so genannten Rohrgelenken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kupplung für Rohre und Schläuche mit gegeneinander drehbaren, abgedichteten Tei len, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den gegeneinander drehbaren Teilen ein im Querschnitt sich verjüngender, aus der ach- sialen in die radiale Richtung nach innen ge krümmter Hohlraum für eine Dichtungsmasse vorhanden ist, wobei an den breitesten Teil des Hohlraumes der mit dem Innenraum ver bundene Spalt zwischen den drehbaren Teilen und an den schmalsten Teil des Hohlraumes der mit dem Aussenraum verbundene Spalt angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH239809T | 1943-09-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH239809A true CH239809A (de) | 1945-11-15 |
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ID=4461444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH239809D CH239809A (de) | 1943-09-02 | 1943-09-02 | Kupplung für Rohre und Schläuche mit gegeneinander drehbaren, abgedichteten Teilen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH239809A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2663581A (en) * | 1950-06-03 | 1953-12-22 | Gilbert & Barker Mfg Co | Swivel pipe coupling |
-
1943
- 1943-09-02 CH CH239809D patent/CH239809A/de unknown
Cited By (1)
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