Verfahren zum Anbringen eines Zeichens an einem Gegenstand zwecks Identifizierung desselben und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Bis anhin wurden die Zeichen zur Iden tifizierung von Gegenständen, z. B. Maschinen, Apparaten und insbesondere von Fahrrädern, an der Aussenseite dieser Gegenstände, bei Fahrrädern zum Beispiel aussen am Rahmen, angebracht. Diese bekannte Art der Bezeich nung weist jedoch den Nachteil auf, dass das Zeichen ohne auffällige Veränderung des Ge genstandes, zum Beispiel durch Stemmen oder Feilen, entfernt werden kann, so dass in vielen Fällen nicht einmal mit Röntgenstrahlen die ursprüngliche Bezeichnung festgestellt werden kann. Dieser Nachteil wird durch die vorlie gende Erfindung behoben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eile Verfahren zum Anbringen eines Zeichens an einem Gegenstand zwecks Identifizierung des selben, welches sich dadurch auszeichnet, dass das Zeichen bei der Herstellung des Gegen standes an einer solchen Stelle desselben an gebracht wird, dass es nach Fertigstellung des Gegenstandes von aussen kontrolliert, aber ohne auffällige Veränderung des Gegenstandes nicht entfernt werden kann.
So kann zum Beispiel das Zeichen, das aus Zahlen, Buchstaben oder Figuren will kürlicher Form und Art bestehen kann, an der Innenseite eines hohlen Teils des zu be zeichnenden Gegenstandes angebracht werden, so dass es durch eine Öffnung am fertigen Ge genstand dem Auge wahrnehmbar ist, oder es kann das Zeichen an einer solchen Stelle angebracht werden, wo es durch eine Durch leuchtung des fertigen Gegenstandes, gege benenfalls mit Röntgenstrahlen, sichtbar ge- machtwerdenkann.DasAnbringen des Zeichens kann zum Beispiel durch Prägung oder Giessen erfolgen,
und es können allenfalls auch aus anderem Material als der zu bezeichnende Ge genstand bestehende Zeichen eingegossen wer den. Schliesslich kann zum Beispiel bei einem Gummireifen für Autos, der aus mindestens zwei Schichten besteht, das Zeichen auf einer Platte angebracht werden, welche zwischen die beiden Schichten eingelegt wird, wobei diese Platte mit dem Zeichen durch Durch leuchtung sichtbar gemacht werden kann.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vor richtung zur Durehführung dieses Verfahrens. An Hand der Zeichnung sind drei Durch führungsbeispiele des Verfahrens gemäss der Erfindung erläutert. Ferner ist auf der Zeich nung eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemässen V orrielltung dargestellt.
Es zeigen Fig.1 eine Seitenansicht eines Rohrstückes mit innenseitig angebrachter Bezeichnung und Fig. 2 einen Querschnitt hiezu, Fig. 3 eine Seitenansicht eines Teils eines Kraftwagen-Gummireifens mit in der Wand angebrachter Bezeichnung und Fig. 4 einen Querschnitt hiezu, Fig. 5 eine Seitenansicht eines Teils eines Fahrradschlauches mit auf der Innenwand angebrachter Bezeichnung und Fig. 6 einen Querschnitt hiezu,
Fig. 7 einen Längsschnitt und Fig. 8 eine Ansicht einer Vorrichtung zur Bezeichnung von Gegenständen.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 ein zum unlös lichen Zusammenbau mit andern Teilen eines Fahrradgestelles bestimmtes Rohrstück, in dessen Innenseite die mit dem Überweisungs zeichen 2 bezeichnete Zahl 2050 zur Identi fikation angebracht ist. Die als Zeichen die nende Zahl ist zufolge ihrer Lage nach Fertig stellung des Gestelles nur durch eine Spalte 3 in der Rohrwand sichtbar, so dass das Zeichen von aussen kontrolliert, aber ohne auffällige Veränderung des Gestelles nicht entfernt wer den kann.
Da jedoch nicht alle Teile eines Fahrrades mit einer solchen Spalte versehen werden können, wird man in derartige Teile statt dessen an der Innenseite der Rohrwand das Zeichen derart prägen, dass das Material an der Prägungsstelle verdichtet bleibt, so dass das Zeichen bei Durchleuchtung mit Rönt genstrahlen von aussen kontrolliert werden kann. Man wird hiezu Stellen für das Zeichen wählen, die beim fertigen Fahrrad leicht einer solchen Durchleuchtung unterworfen werden können.
Bei dem in Fig. 3 und 4 gezeigten Kraft wagenreifen ist das Zeichen 2, hier die Zahl 3056, auf einer Platte aus 'Metall in erha bener Prägung ausgeführt, und die Platte wird zwischen den Schichten des Reifens eingelegt; die Bezeichnung ist für das blosse Auge un sichtbar. Eine Röntgendurchleuchtung wird jedoch die Bezeichnung deutlich sichtbar ma chen, besonders wenn die Zahl aus anderem 3Iateri.ite besteht als die Grundplatte und der Gegenstand.
Das Einlegen einer Bezeichnungs platte kann besonders gilt bei massiven Körpern und dickwandigen Hohlkörpern angewendet werden, die aus verschiedenen Schichten herge stellt sind, zum Beispiel aus Holz und Leinwand; auch kann eine solche Bezeichnungsplatte in durch Giessen hergestellten Kunstharz- Gegenständen eingegossen werden.
Bei dem in Fig. 5 und 6 gezeigten Schlauchstück ist die die Zahl 50230 darstel lende Bezeichnung 2 an der Innenseite des Schlauches in erhabener Prägung angebracht.
Dieses dem blossen Auge unsichtbare Zei chen wird bei Durchleuchtung mit Röntgen strahlen zufolge der örtlichen Anhäufung des Materials auf der entsprechenden Stelle des Schlauches deutlich sichtbar, da die Wand stärke unter dem Zeichen mit Einschluss desselben grösser ist als neben ihm. Die letztgenannte Anbringungsart der Bezeich nung eignet sich besonders für Hohlkörper aus Kautschuk, Kunstharz und eventuell aus Metall, besonders bei gegossenen Gegenständen.
Das in Fig. 7 und 8 dargestellte Werkzeug eignet sieh zur Prägung der Bezeichnung in das in Fig. 1 und 2 gezeigte Rohrstück 1, welches dazu bestimmt ist, nach Prägung der Bezeichnung mit andern Gesteltteilen des Fahrrades zusammengebaut zu werden. Das Werkzeug bestellt in der Hauptsache aus einem Typenhalter in Form eines Rohrstückes 4, das einen kleineren Durchmesser aufweist als das Rohr 1, das bezeichnet werden soll. Im Rohr 4 ist ein Keil 5 axial verschiebbar an gebracht.
Der Keil 5 hat an der obern Seite eine mit der Achse des Rohres 1 parallel verlaufende Fläche 7, auf welcher die Typen 6 mit der Unterseite aufliegen. Die Typen sind in einer Reihe im Schlitz 8 des Rohrstückes 4 angebracht und ragen über den Schlitz heraus; oben tragen die Typen 6 die einzuprägenden Zeichen. Die Unterseite 9 des Keils 5 ist zur Achse des Rohres 1 geneigt und liegt auf der schrägen Oberseite des im Rohrstück 4 befestigten Klotzes 10 auf. Der Keil 5 wird bei einer Verschiebung nach links auf dem Klotz 10 empor gleiten und die Typen 6 nach, aussen aus dem Schlitz 8 treiben. Der geil 5 ist mit einer Gewinde spindel 11 versehen, welche in die Mutter 12 geschraubt ist, die drehbar, jedoch nicht ver schiebbar in der Stirnwand 13 des Rohres 4 gelagert ist.
Bei einer Drehung der Mutter 12 wird sich der geil 5 verschieben.
Das Werkzeug 4-13 wird in das Rohr 1 vor dessen Zusammenbau mit andern Teilen eingeführt, wonach der Keil 5 mittels der Mutter 12 nach links verschoben wird, bis die Typen 6 an der Innenseite des Rohres 1 stramm anliegen, hiernach wird das Rohr 1 samt dem darin befindlichen Werkzeug zwischen die Backen einer Presse oder einer ähnlichen Einrichtung gebracht und einem gegen die Typen gerichteten Druck ausgesetzt, so dass die Zeichen deutlich an der Innenseite des Rohres eingeprägt werden, wonach das Werk zeug entfernt wird. Nach dem Zusammen bau des Rohres 1 mit andern Teilen wird es dann nicht mehr ohne auffällige Verän derung des Gegenstandes möglich sein, mit einer Feile oder einem andern Werkzeug zu der im Rohr 1 angebrachten Bezeichnung zu gelangen, um diese zu entfernen.