CH233302A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 3-Methoxy-4-oxyphenyl-n-butylamino-propanen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 3-Methoxy-4-oxyphenyl-n-butylamino-propanen.

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CH233302A
CH233302A CH233302DA CH233302A CH 233302 A CH233302 A CH 233302A CH 233302D A CH233302D A CH 233302DA CH 233302 A CH233302 A CH 233302A
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Troponwerke Dinklage & Co
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  Verfahren zur     Herstellung    eines Gemisches von     3-Methogy-4-ogyphenyl-          n-butylamino-propanen.            #-(Oxyp#henyl)#alkylamine    sind oft phar  makologisch     sehr    wirksame und medizinisch       wichtige        Verbindungen.        Dementsprechend     sind bereits zahlreiche     Darstellungsmethoden     für diese     Körperklasse    in der     Literatur    be  schrieben.

      In den meisten Bällen handelt es sich       :dabei    um Verfahren, nach :denen zuerst :die  entsprechende     Alkoxy-,    im allgemeinen die       Methoxy-VerbinJung    hergestellt wird,     :die     dann durch Abspaltung des     Alkylrestes    vom  Sauerstoff in :die     gewünschte        Oxyverbindung     übergeführt wird.    Seltener sind Verfahren, bei denen in die    Seitenkette     -von        Verbindungen    mit einem       Benzolkern    mit freiem     Hydroxyl    ein basi  scher Rest eingeführt wird.

   Der     Ilofmann-          sche    Abbau von     Säureamiden    mit freien       Hydroxylgruppen    im     Benzolkern    lässt :sich  zur     Darstellung    von     ss-:(Oxyphenyl)-alkyl-          aminen    nicht verwenden, da die zum Abbau       benötigte        unterchlorige        bezw.        unterbrumige       Säure :den     hydroxylierten        Benzolkern    an  greift. So ist man z.

   B. auf die     Kondensation     von     Oxybenzald.ehyden    mit Nitromethan oder       -äthan    und     Reduktion,der    Kondensationspro  dukte zu .den     Aminen    angewiesen, also auf       Reaktionen,    die oft nur mit mässiger Aus  beutedurchführbar sind.  



  Die     vorliegende    Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches  zweier in Rede stehender Stoffe, nämlich  eines . Gemisches zweier     3-Methoxy-4-oxy-          phenyl-n-butylamino.-propane.    Erfindungs  gemäss wird     Eugenol        mit    Halogenwasserstoff,  z. B.     mit        HCl,        HBr    und HJ, behandelt, wo  bei sich der     Halogenwasserstoff    an die     Dop-          pelbindung,des        Allylrestes    :des     Eugenols    an  lagert.

   Das     ReaktionGprodukt    aus Halogen-         wasserstoff    und     Eugenol        wird    dann mit     n-          Butylamin    behandelt, wobei unter Abspal  tung von Halogenwasserstoff Halogen gegen  die     Butylaminogrupp:e        ausgetauscht    wird.  Das Erzeugnis ist neu; es ist farblos und in  Wasser leicht löslich.      Es ist bereits bekannt, an     Alkoxy-        hezw.          lkylendioxy-allyl-benzolverbindungen,    z. B.  



  an das     Anethol,    das     Dlethyleugenol    oder     da.,;          Safrol,        llalogenwasserstoff        anzulagei-n.    Die  erhaltenen Reaktionsprodukte sind jedoch als,  unbeständig und leicht unter     Abspaltun        g-    von       Halogen"vasserstoff        zersetzbar        beschriebei-i          (ef.    deutsche     Patentschriften    Nr.

       ?7-I350    und       398011)    und können nach den     Angaben    in  der Literatur nicht einmal im Vakuum     ur-          zersetzt    destilliert werden. Es konnte daher  nicht erwartet      -erden.    dass das aus     Eugenol     gewonnene analoge     Anlagerungsprodukt    be  ständig sei, dies um so weniger, weil be  kanntlich das freie     ZVasserstoffatom    der     Hy-          droxylgruppe    am     Benzolkern    besonders re  aktionsfähig ist.  



       Überlegungen    dieser Art haben     offenbar     bisher davon abgehalten, die Darstellung von       ss-(Oxyphenyl)-amino-propanen    auf     d.em        'N,#Teg     über die Additionsprodukte von Halogen  wasserstoff an     Oxy-allylbenzole    zu versuchen.  



  Entgegen jeder     Erwartung    wurde nun  festgestellt., dass nicht nur die     Herstellung     der     Halogenwasserstoff-    Additionsprodukte  von     Eugenol    ahne     Schwierigkeiten    gelingt,  sondern dass diese     Additionsprodukte    sogar  sich ohne     Zersetzung    im Vakuum destillieren  lassen.

   Ebenso überraschend war die weitere  Feststellung, dass die freie     Hydroxylgruppe     bei der Umsetzung mit     n-Butylamin    in kei  ner     ZVeise    stört, dass vielmehr ein glatter  Austausch von     Halogen    durch die     Butyl-          aminogruppe    eintritt, ohne dass etwa durch  die     Halogenwa.sserstoff-Abspaltung    die Bil  dung     hochmolekularer        Kondensationsprodukfc     merklich würde.  



  Es empfiehlt sich, mit. möglichst     konzen-          triertem    Halogenwasserstoff zu arbeiten.       Selbsterhitzung    bei der Reaktion ist. mög  lichst zu vermeiden, und es ist vorteilhaft,  auf tiefere Temperaturen, z. B. auf etwa 0  C,  zu kühlen.    Das Halogenwasserstoff-     Anlagerungspro-          dukt    wird     zweckmässigerweise    durch Neutra  lisieren mit schwach alkalischen Lösungen  und Waschen von dem Überschuss am Halo-         genwasserstoff    befreit und anschliessend  sorgfältig     getrocknet.     



  Das     Zwischenprodukt    kann dann in ge  eigneter     Weise    weiter gereinigt werden, z. B.  durch     fraktionierte    Destillation unter redu  ziertem.     Druck.     



  Die Umsetzung des     Halogenwasserstoff-          Anlagerungsproduktes    mit     n-Butylamin    wird       vorzugsweise    unter Erhitzen     bezw.    Kochen  durchgeführt.  



  Das erhaltene Endprodukt kann von neu  tralen Anteilen, z. B durch Auflösen des       1@@ndproduktes    in verdünnter Säure und Ex  traktion dieser Lösung mit geeigneten     Lö-          siuigsmitteln,    z. B.     Äthyläther,        befreit    wer  den.  



       Schliesslich    kann das     Erdprodukt    vor  zugsweise unter vermindertem Druck destil  liert und fraktioniert werden.     wol>ei    unver  ändertes     A_inin        abgetrennt    wird, oder durch       Kristallisation    weiter     gereinigt    werden.  



  Das Endprodukt besteht aus einem     Ge-          inisch        entsprechend    ,den     nachfol-enden        For-          nreln    I und     II.     
EMI0002.0087     
         Die    Mengen der     Isorneren    gemäss Formel I       wird    Formel     II        schwanken        je        nach    den Arbeits  bedingungen.

   Auch die     halogenhaltigen        Zwi-          schenprodukte    bestehen aus zwei     Isomeren,     nämlich dein     normalen        Halogenwasserstoff-          Additionsprodukt    gemäss Formel  
EMI0002.0102     
      und dem durch     Pinakolinumlagerung    (Aus  tausch von Halogen und     Benzolkern)

      erhalte  nen     isomeren    Produkt der Formel  
EMI0003.0004     
    Das Endprodukt des beanspruchten Ver  fahrens lässt sich in die beiden     Isomeren    tren  nen durch Behandlung mit äquivalenten Men  gen Säure und     Umkristallisieren    der so er  haltenen Salze aus geeigneten Lösungsmit  teln. Es ,gelingt durch Auswahl geeigneter  Säuren für die Salzbildung, eine     besonders     scharfe Trennung der beiden     Isomeren    durch  Umkristallisation zu erzielen.

   Als geeignete  Säuren sind besonders     Chlorwasserstoffsäure,          Perchlorsäure,        Schwefelsäure,    Milchsäure,  Bernsteinsäure und     Pikrinsäure    befunden  worden.  



  Mit dem erfindungsgemässen Verfahren  gelingt es, aus dem natürlich vorkommenden       Eugenol    in im wesentlichen nur zwei Ar  beitsstufen zu einem Gemisch zweier     isomerer     3:-     Methoxy    - 4     -@axyphenyl    -     n-butylamino-pro-          pane    zu gelangen, welches einen therapeu  tisch wichtigen .Stoff darstellt.    <I>Beispiel 1:</I>  Ein Teil     Eugenol    wird mit 4 Teilen Salz  säure     (sp.ez.    Gewicht 1,19) einen Tag bei  Zimmertemperatur auf der Maschine geschüt  telt, wobei sich die Reaktionsmasse dunkel  grün verfärbt.

   Man trennt dann die ölige  Schicht ab, wäscht. sie mit Wasser,     Bikarbo-          na.tlösung    und nochmals mit Wasser, trocknet       sargfältig    mit     Chlorcalcium    und destilliert  das     Anlagerungsprodukt    von Chlorwasser  stoff an     E'ugenol    im Vakuum, wobei es ohne  Zersetzung bei 152-155 /12 mm übergeht.

    Analyse         C1oH13C,C1    (M = 200,6)       ber.:    Cl 17,67       gef.:    Cl 16,90    10,0     g,des        Anlagerungsproduktes    werden  mit 10,0     .g        n-Butylamin    in 20 cm" absolutem  Alkohol 5 Stunden auf dem Wasserbad     unter          Rückfluss    .gekocht.

   Man destilliert dann den  Alkohol und das überschüssige Amin im     i     Vakuum ab, säuert mit verdünnter Salzsäure  an,     äthert    zur Entfernung von     Neutralteilen     aus, setzt die Basen durch Zugabe von Am  moniak in Freiheit,     äthert    ,sie aus, trocknet  den Äther mit Natriumsulfat, verdampft ihn  und destilliert den Rückstand im Hoch  vakuum. Die entstandene Rohbase siedet bei  l20-125 /0,05 mm. Wird sie in Äther ge  löst und mit ätherischer Salzsäure behandelt.

    so erhält man ein     Chlorhydratgemisch,    das  unscharf bei     128-132     (Sintern ab l20 )  schmilzt und ein Gemisch zweier     isomerer     Verbindungen     darstellt.     



  Wird dieses     Gemisch    aus Methanol um  kristallisiert, so erhält man als schwerer  löslichen Anteil ein: zuerst bei 178-180 ,  nach nochmaligem     Umkri@stallisieren    aus       lletha.nol    aber konstant bei 184-185        (unkorrigiert)    schmelzendes Chlorhydrat.

   Die  erschöpfende     Methylierung    des Chlorhydrates  an Sauerstoff und Stickstoff mit     Dimethyl-          sulfat    und Alkali und der durch Kochen mit  Alkali     durchgeführte        Hofmannsche    Abbau  der entsprechenden     quartären    Salze ergab den  sogenannten     Pseudoeugenolmethyläther    (For  mel V) vom Schmelzpunkt     36-3-7 ,    der zum  Vergleich nach     Behal    und     Tiffeneau        (Bull.          So.c.        Chim.    France     [IVI    31,

       7,3,2,    1908) darge  stellt und :durch die Mischprobe identifiziert.  wurde. Daraus geht hervor, dass das Chlor  hydrat vom Schmelzpunkt 184-185  die  Konstitution des     2-(3-Methoxy-4-oxyphenyl)-          1-n-butylamino-propan-chlorh#ydrates    besitzen  muss (Formel     VI).     



  Analyse       C14H23V,,2N    .     HCl        @(M=    273,7)       ber.:    C 61,39 H 8,84 N 5,11       gef.:    C 61,28; 61,34 H 8,72; 8,75 N 5,29; 5,19  
EMI0003.0071     
    
EMI0004.0001     
    Aus der Mutterlauge dieses     Chlorhy        dra-          tes    wird durch Einengen oder auf Zusatz von  Äther ein     isomeres    Chlorhydrat erhalten, das  nach dem     Umkristallisieren    aus Methanol  unter Zusatz von     Essigester        konstant    bei       135-136         (unkorrigiert)

      schmilzt. Der in  gleicher Weise .durchgeführte     Hofmannsche     Abbau ergab hier     Isoeugenolmetliylätlier          (Formel        VII),    der durch die     Überführung    in  das     Pseudonitrosit    vom     Schmelzpunkt;    107   und Mischprobe mit einem nach     Angeli        (Ber.     Deutsch.     Chem.    Ges. 24, 3996, 1891) und  Wallach (Liebigs Annalen 332, 335, 1904)  dargestellten Vergleichspräparat identifiziert  wurde.

   Das Chlorhydrat vom     Schmelzpunkt          135-136         besitzt    demnach die Konstitution  des     1-(3-.#iTethoxy-4-oxypheny    1) - 2 - n -     butyl-          amino-propan-chlorhydrates    (Formel     VIII).     Analyse:

           C"H.,;O":N.        HCl        (M==273,7)          ber.:    C 61,39 H 8,84 N 5.11       gef.:    C 61,25; 61,42 H 8,76; 8,75 N 5,05; 5,0 7  
EMI0004.0033     
  
EMI0004.0034     
    <I>Beispiel 2:

  </I>  Zu 15g     Eugenol,    die mit Kältemischung  gekühlt sind und lebhaft gerührt werden,  werden allmählich 34 g 66 %     ige        Bromwasser-          stoffsäure        zugetropft,    wobei durch     Kühlung     mit Kältemischung die Innentemperatur bei    0  gehalten wird.     plan    rührt oder schüttelt  anschliessend noch 5-6     Stunden    unter Eis  kühlung, versetzt mit Wasser, schüttelt mit  Chloroform aus, wischt die     Chloroformlösung     mit Wasser, verdünnter     Sodalösung    und  nochmals mit Wasser und trocknet mit Chlor  calcium.

   Das nach dem Verdampfen des  Chloroforms als     (11        zurückbleibende    Anlage  rungsprodukt von Bromwasserstoff an     Euge-          nol    geht bei der     Vakuumdestillation    nach  einem kleinen Vorlauf von     Eugenol    bei  163 /10 mm oder bei     127-128 /0,5    mm     un-          zersetzt    über.  



  Zu 34 g     n-But;yla.min    wird eine Lösung  von 19,5 g des     dargestellten        Anlagerungs-          produktes    von Bromwasserstoff an     Eugenol     in 30 cm:'     abs.    Alkohol     zugetropft    und die       Mischung    3     Stunden    am     Rückfluss    gekocht.

    Man dampft dann     den    Alkohol und das     über-          schiissige    Amin im Vakuum ab, säuert mit       Salzsäure    an,     ä,thert    zur     Entfernung    von Neu  tralkörpern     aus,        gewinnt    das     Basengemisch     aus der salzsauren Lösung in üblicher Weise  und destilliert es im Hochvakuum, wobei es  bei 120-125 /0,05 mm übergeht. Werden  aus der Ätherlösung die Basen mit ätheri  scher Salzsäure als Chlorhydrate gefällt und  das     Chlorhydratgemisch,    wie im Beispiel 1.

    ans Methanol umkristallisiert, so erhält man  zwei     Komponenten    vom Schmelzpunkt 184  bis 185      bezw.        135-136 ,    die mit den in Bei  spiel 1 genannten     Chlorhydraten    identisch  sind.  



  <I>Beispiel 3:</I>  10 g     Eugenal    werden. unter ständigem  Rühren bei     Zimmertemperatur    mit 30 g  höchstkonzentrierter     Jodwasserstoffsäure    all  mä.hlich versetzt.     Anschliessend    wird die  Reaktionsmasse noch 5 Stunden gerührt,  dann mit Wasser verdünnt, das ausgeschie  dene 01 mit Chloroform aufgenommen, die       Chloroformlösung    mit schwefliger Säure,  Wasser,     Natriumbiearbonatlö        sung    und wie  der mit Wasser gewaschen, mit     Chlorcalcium     getrocknet und die farblose     Chloroformlösuug     eingedampft.

       Der    Rückstand destilliert im       lloehvakuum    nach einem Vorlauf von     unver-          ändertem        Eugenol    bei     130-135 /0,3    mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines pharma kologisch wertvollen Präparates, dadurch ge- kennzeichnet, dass man an Eugenol Halogen wasserstoff anlagert und das auf diese Weise erhaltene 3:-Methogy-4-oay-phenyl-halogen- propan mit n-Butylamin umsetzt.
    Das so er haltene Produkt siedet bei 120-l25 unter 0,05 mm.<B>Es</B> stellt ein Gemisch zweier iso- merer Verbindungen dar, deren Chlorhydrate bei 184-185 und 135-136 schmelzen und sich trennen lassen. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass die Anlagerung des Halogenwasserstoffes an das Eugenol bei tiefer Temperatur erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Reaktionspro dukt aus Eugenol und Halogenwasserstoff neutralisiert, gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druckdestilliert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung des 3 -,Methogy -4- ogy-ph.enyl-halogenpropan-Ge- misches mit n-Butylamin bei erhöhter Tem peratur erfolgt.
CH233302D 1940-06-25 1941-07-21 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 3-Methoxy-4-oxyphenyl-n-butylamino-propanen. CH233302A (de)

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