CH230010A - Fahrradantrieb mit Trethebeln. - Google Patents

Fahrradantrieb mit Trethebeln.

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CH230010A
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Tschalaer Adolf
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Tschalaer Adolf
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M11/00Transmissions characterised by the use of interengaging toothed wheels or frictionally-engaging wheels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description


  Fahrradantrieb mit Trethebeln.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine     Trethebel-Antriebsvorrichtung    für Fahr  räder.  



  Der heute beim Fahrrad übliche Drehkur  belantrieb weist den     grundsätzlichen    Nach  teil auf, dass der wirksame Hebelarm der  Drehkurbel sich fortwährend stark verändert  und das Treten in verhältnismässig ausge  dehnten     Totpunktbereichen    unwirksam macht,  so dass bei grossem Fahrwiderstand die Fahr  geschwindigkeit in den     Totpunktlagen    be  trächtlich zurückgeht. Ferner erfordert die  gebräuchliche Anwendung der Drehkurbel  eine horizontale Kraftübertragung auf die  angetriebene Radachse, wodurch das Trag  lager des angetriebenen Rades zusätzlich be  ansprucht wird.  



  Es sind deshalb schon mancherlei andere  Antriebe für Fahrräder, hauptsächlich solche  mit Trethebeln, vorgeschlagen worden, welche  einzelne der genannten Nachteile nicht auf  weisen. So sind     Antriebsvorrichtungen    be  kannt, bei denen zwar durch Steuerung der       Drebachsen    eines an einer Drehkurbel an-    greifenden     Trethebelpaares    zweckmässige He  belarmverhältnisse erzielt sind, bei denen  aber ausser der     Hebelsteuermechanik    noch eine  horizontale     Kraftübertragung    auf die ange  triebene Radachse erforderlich ist.  



  Demgegenüber bezweckt die     Erfindung     die Anwendung des an sieh bekannten, der  Drehkurbel hinsichtlich der     Hebelarmver-          hältnisse    grundsätzlich überlegenen     Tret-          hebelpaares    auf den Antrieb von Fahrrädern,  unter Vermeidung von Nachteilen, welche  bisher vorgeschlagene     Trethebelantriebe    auf  weisen. Insbesondere soll die Kraftübertra  gung von den Trethebeln auf die angetriebene  Radachse ohne zusätzliche Belastung, sondern  unter Entlastung des Traglagers der Rad  achse erfolgen.  



  Gemäss     Erfindung    sind beim vorliegenden  Fahrradantrieb zwei gleiche, auf die anzutrei  bende Radachse treibende Antriebsgruppen  in der Weise vorgesehen, dass in jeder An  triebsgruppe ein -     Trethebel    mit einem end  losen, für Zahneingriff eingerichteten, wäh  rend der Antriebsbewegung beider Antriebs-           gruppen    gleichsinnig umlaufenden biegsamen  Organ gelenkig verbunden ist. welches in  hängender Anordnung um ein auf der anzu  treibenden Radachse sitzendes und mit ihr  drehfest verbundenes, verzahntes Antriebs  rad geschlungen ist.  



  In beiliegender Zeichnung sind zwei Aus  führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan  des veranschaulicht; es zeigen:       Fig.    1 und 2 eine schematische Darstel  lung     zweier        Trethebelanordnungen,          Fig.    3 einen durch die Achsen des Hinter  rades und von Spannrollen geführten Schnitt.  Die     Fig.    1 und 2 zeigen schematisch zwei  verschiedene Ausführungsbeispiele der An  triebsvorrichtung in zur Bewegungsebene  senkrechter Ansicht. In beiden Figuren ist  1 die beiden Antriebsgruppen     gemeinsame    an  getriebene Radachse, auf welcher pro An  triebsgruppe eine Antriebsrolle 4 fest ange  bracht ist. Um die beiden Antriebsrollen ist.

    je ein endloses biegsames Organ 6 geschla  gen, welches durch eine auf einer Achse dreh  bar gelagerte Spannrolle 5 nach unten aus  gespannt ist. Die Spannrolle 5 sitzt senkrecht  oder annähernd senkrecht unter der Radachse  l.. Indem als biegsames Umhüllungsorgan 6  eine beim Fahrrad übliche Gelenkkette und  als Antriebsrolle ein entsprechendes     gezahn-          tes    Kettenrad verwendet wird, besteht zwi  schen beiden eine     schlupffreie    Bewegungs  verbindung. Um eine sichere Führung des       Umhüllungsorganes    auf der Spannrolle zu er  reichen, kann auch die Spannrolle als ge  zahntes Kettenrad ausgebildet sein.

   An jedem  Umhüllungsorgan greift an einem Gelenk  punkt 7 ein Trethebel 8     bezw.    8' mit einer       Tretfläche    14 an. Damit die Trethebel zur  Hauptsache eine gegenläufige     Sch-,venkbewe-          gung    ausführen, sind die     Gelenkpunkte    7 bei  der Umhüllungsorgane im Umlaufsinn der  selben gegeneinander um einen halben Um  lauf versetzt.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    1 sind die Ge  lenkverbindungen zwischen     Trethebeln    und  Umhüllungsorganen mittels Laschen 13 be  werkstelligt, welche in den Gelenkpunkten 7  mit den Umhüllungsorganen und in den Ge-         lenkpunkten    22 mit den     Trethebeln    verbun  den sind. Die Trethebel sind unmittelbar an  der gemeinsamen, am Fahrradrahmen fest  liegenden Achse 15 voneinander unabhängig  drehbar gelagert.

   Durch die besondere, in der       Fig.    1 dargestellte Anordnung und Lagerung  von     Trethebel,    Lasche, Antriebsrolle und  Spannrolle jeder Antriebsgruppe sind fol  gende zwei Bedingungen erfüllt, die für die  Zweckmässigkeit der Vorrichtung nach     Fig.    1  entscheidend oder wichtig sind:  1. Der Trethebel soll bei einem vollstän  digen     Arbeitshul).    also während seiner       Schwenkbewegung    aus der höchsten in die  tiefste Stellung, das Umhüllungsorgan um  etwas mehr als einen halben Umlauf um  drehen.

   Dann ist. bei der in     Fig.    1 gezeich  neten tiefsten Stellung des einen Trethebels  seine zugehörige Lasche in dem untern Tot  punkt, während der andere Trethebel seine  höchste Stellung bereits verlassen, also seinen  Arbeitshub begonnen, und seine zugehörige  Lasche ihren obern Totpunkt überschritten  hat. Beim Niedertreten dieses in     Fig.    1 in  hochgehobenem Zustand gezeichneten Tret  hebels bis in seine tiefste Stellung wird die  Radachse 1 eindeutig im     Uhrzeigersinn    an  getrieben und gleichzeitig der in seiner tief  sten Stellung gezeichnete Trethebel bis etwas  über seine höchste Stellung hinaus hochge  zogen, so dass er bei seiner weiteren Abwärts  bewegung die Radachse wieder unfehlbar im  gleichen Drehsinn weiterdreht.

   Bei Erfüllung  dieser Bedingung werden also die Totpunkt  lagen durch die eigentliche     Tretbewegung     selbst überwunden.  



  2. Die Lasche 13 soll während eines rela  tiv grossen Teils des Arbeitshubes, also wäh  rend ihrer Abwärtsbewegung, wenigstens an  nähernd vertikal gerichtet sein und wenig  stens annähernd     tangential    zu der Bewe  gungsbahn ihres Gelenkpunktes 7 und damit  zum Rad 4 liegen, damit horizontale Kraft  komponenten auf das Umhüllungsorgan mög  lichst vermieden werden.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    2 sind die       Trethebel    in den Achsen 10 gelenkig mit den  Lenkern 9 verbunden,      -elche    ihrerseits in der      am Antriebsrahmen festliegenden gemein  samen Achse 11 voneinander     unabhängig    ge  lagert sind. Die Betätigung der Antriebsvor  richtung erfolgt durch wechselseitiges Nieder  treten der beiden Trethebel, wobei ihre     Tret-          flächen    die strichpunktiert eingezeichnete       ellipsenähnliche    Bahn beschreiben und die       Totpunktlagen    durch horizontales Schieben  der Tretflächen überwunden werden, wie dies  bei der-üblichen Drehkurbel geschieht.

   Auch  bei diesem Beispiel soll die am Organ 6 an  greifende     Trethebelkraft    während eines Teils  des     Abwärtshubes    wenigstens annähernd  senkrecht nach unten und wenigstens an  nähernd     tangential    zum Rad 4 gerichtet sein.  



  Die mit den Trethebeln fest verbundenen  Tretflächen 14 können sowohl bei der Aus  führung nach     Fig.    1 wie nach     Fig.    2 für be  sondere Anwendungszwecke des Antriebes  natürlich auch an andern als den eingezeich  neten Stellen der Trethebel angebracht wer  den, so zum Beispiel     zwischen    der     Hebel-          sch-,venkachse    15     bezw.    10 und dem Gelenk  punkt 22     bezw.    7, so dass der Lastarm der  Trethebel grösser ist als der Kraftarm.

   Oder  die Tretflächen können auch im Gelenkpunkt  22     bezw.    7 selbst an den Trethebeln sitzen,  so dass die Hebel keine Antriebskräfte über  tragen, sondern lediglich der Führung der  Tretflächen dienen. In besonderen Anwen  dungsfällen, wenn zum Beispiel zwei Per  sonen gleichzeitig den Antrieb betätigen sol  len, kann pro Trethebel auch mehr als eine  Tretfläche angebracht werden.  



  Die     Fig.    3 zeigt im Schnitt durch die bei  den     Kettenradachsen    eine beispielsweise An  ordnung der     Antriebsvorrichtung    nach     Fig.    2  an einem Fahrrad. Die angetriebene Rad  achse 1 ist als Hohlwelle ausgebildet und  trägt in fester Verbindung die beiden An  triebsrollen 4, welche als Kettenräder ge  zeichnet sind. Die Hohlwelle 1 ist auf einer  sie durchsetzenden Achse drehbar gelagert,  welche ihrerseits beidseitig durch die     Stützen     2 getragen wird. Diese Stützen sind durch  nicht gezeichnete Stege mit dem Fahrradrah  men 3 in fester Verbindung. Die ebenfalls  als Kettenräder gezeichneten Spannrollen 5         sind    auf an den Stützen 2 befestigten Achsen  drehbar gelagert.

   Die Gelenkachsen 7' sind  fest mit den Trethebeln 8' verbunden. Die  Trethebel 8' sind in höchster und tiefster  Stellung eingezeichnet.  



  Durch die     in        Fig.    1 und 2 dargestellte  hängende Anordnung des biegsamen Organs  und sein dadurch während des Arbeitshubes  erzieltes Ablaufen in hauptsächlich vertikaler  Richtung nach unten vom anzutreibenden  Antriebsrad weg wird eine Entlastung des  Traglagers der anzutreibenden     Laufradachse     erreicht. Es wird nämlich     durch    die jeweilige  Tretkraft am Fahrradgestell in der Schwenk  achse des Trethebels eine hauptsächlich ver  tikal nach oben gerichtete Kraft erzeugt, die  der     Gewichtsbelastung    des Fahrradgestelles  entgegenwirkt.

   Gegenüber dem Zustand des  Fahrens ohne Treten wird daher das Trag  lager des anzutreibenden Laufrades beim  Fahren mit Treten nicht nur nicht zusätzlich  belastet, wie dies beim heute üblichen Fahr  radantrieb durch den horizontalen Kettenzug  geschieht, sondern um die     Reaktionskraft    im       Hebelschwenklager        bezw.    um die     vertikale     Komponente dieser Kraft entlastet. Dies ge  schieht     abwechslungsweise    auf der linken und  rechten Antriebsseite, so dass das linke und  rechte     Laufrad-Traglager    abwechslungsweise  nach Massgabe der Tretkräfte entlastet wer  den.

   Die erläuterten Antriebe sind ferner um  eine volle Stufe unmittelbarer als diejenigen  beim heute üblichen     Tretkurbelantrieb,    indem  die Trethebel je über ein den heutigen     Pedal-          Drehlagern    entsprechendes Drehgelenk (7)  unmittelbar am biegsamen Organ angreifen,  so dass die Kraftübertragung von einem trei  benden Kettenrad auf die Kette wegfällt. Der  mechanische Gesamtwirkungsgrad der erläu  terten Antriebe     ist    daher grösser als derjenige  des heute üblichen     Fahrradantriebes.     



  Gleichzeitig besteht bei den erläuterten  Antrieben die Möglichkeit der besseren Aus  nützung der Tretkraft infolge des während  des grössten Teils des Trethubes gleichblei  benden wirksamen Armes der Trethebel und  der beschränkten     Totpunktbereiche.    Die Füsse  und Beinkleider des Radfahrers befinden      sieh völlig ausserhalb des Bereiches der ge  schmierten Antriebsteile und sind deshalb  keiner Beschmutzung oder Verwicklung beim  Antriebsmechanismus ausgesetzt.  



  Ferner sind bei den erläuterten Beispie  len die Tretflächen fest mit den Trethebeln  verbunden und daher stets zum Betreten be  reit. Der erfindungsgemässe Antrieb ermög  licht bis auf die verschiedenen Hilfsvorrich  tungen eine vollkommen symmetrische Bau  weise des Fahrrades, was für dessen Herstel  lung und Aussehen von     Vorteil    ist.

Claims (1)

  1. PATEN TA1i SPRUCH Fahrradantrieb mit zwei gleichen, auf die anzutreibende Radachse treibenden Antriebs gruppen, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Antriebsgruppe ein Trethebel mit einem endlosen, für Zahneingriff eingerich teten, während der Antriebsbewegung beider Antriebsgruppen gleichsinnig umlaufenden biegsamen Organ gelenkig verbunden ist.
    welches in hängender Anordnung uni ein auf der anzutreibenden Radachse sitzendes und mit ihr drehfest verbundenes verzahntes An triebsrad geschlagen ist, derart, dass die vom Trethebel auf das genannte biegsame Organ übertragene Antriebskraft während eines Teils des Trethubes wenigstens annähernd vertikal nach unten und wenigstens an nähernd tangential zum Umfang des An triebsrades gerichtet ist. UIVTERA--\-SPRtCI3E: 1. Fahrradantrieb nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Tret- hebel einarmig sind.
    \?. Fahrradantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- riet, dass die Trethebel hinter der anzutrei benden Radachse gelagert sind. 3. Fahrradantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennezichnet, dass die Gelenkver bindungen zwischen den biegsamen Organen und den Trethebeln mittels an den biegsamen Organen und den Hebeln gelenkig angreifen der Laschen (13) bewerkstelligt sind. 4. Fahrradantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die Trethebel gegenüber dem Fahr radrahmen ortsfest gelagert sind.
    Fahrradantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge- I;ennzeiehnet, dass jedes biegsame Organ uni ein unterhalb dein zugehörigen Antriebsrad angeordnetes Spannrad gelegt ist, und dass iii jeder Antriebsgruppe die Bemessung und gegenseitige Lagerung von Trethebel, Lasche, Antriebsrad und Spannrad so gewählt sind, dass der Trethebel während seiner Abwärts von der von der obern zur untern Tot- kn das zugehörige biegsame Organ um mehr als einen halben Umlauf umdreht.
    #zo dass Totpunktlagen vermieden werden, welche durch die Tretbewegung eines der bei den Trethebel nicht überwunden werden kön nen. (i. Fahrradantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trethebel auf gegenüber dem Fahrradrahmen schwenk- baren Lenkern gelagert sind.
    ?. Fahrradantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Radachse als Hohlwelle ausgebildet und auf einer sie durcli.etzenden und mit dem Fahrradrahmen fest verbundenen Achse drehbar gelagert ist.
CH230010D 1942-04-11 1939-08-22 Fahrradantrieb mit Trethebeln. CH230010A (de)

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