CH214047A - Verfahren zum Desinfizieren von Gegenständen, und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Desinfizieren von Gegenständen, und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens.

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CH214047A
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CH
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boiler
gas
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Inventor
Hubertus Van Keulen
Original Assignee
Hubertus Van Keulen
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/16Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using chemical substances
    • A61L2/20Gaseous substances, e.g. vapours

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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


  Verfahren zum     Desinfizieren    von Gegenständen, und Anlage zur Durchführung  dieses Verfahrens.    Zum     Desinfizieren    von Gegenständen     aller          .Art,    die     krankheiterregende    Bakterien oder  sonstige schädliche Lebewesen, wie z. B. In  sekten, enthalten, benutzt man oft Dampf  mit einer     Temperatur    über 100   C. Lässt  man den Dampf entsprechend lang einwirken,  so erzielt man eine vollkommene Desinfektion.  Viele Gegenstände können diese hohe Tem  peratur aber nicht gut vertragen.  



  Mit Rücksicht darauf benutzt man oft  ein Desinfektionsmittel, das auch bei niedri  gerer Temperatur die gewünschte     Wirkung     hat.     Gewöhnlich        verfährt    man dann so, dass  man einen vorzugsweise vorgewärmten Kessel  mit den zu     desinfizierenden    Gegenständen  beschickt, darauf evakuiert und     ihn    dann       Formaldehyd,    gegebenenfalls mit Dampf ver  mischt, ansaugen lässt.

   Das in den Kessel  eingeführte Desinfektionsmittel erhält man  während     einiger    Zeit     auf    einer den Gegen  ständen unschädlichen, erhöhten Temperatur  von     zum    Beispiel 70<B>0</B> C, wonach man wie-    der Luft in den Ofen einführt und das Des  infektionsmittel     entweichen    lässt. Obgleich  man auf diese Weise oft befriedigende Er  gebnisse erzielt, wirken derartige Desinfek  tionsanlagen nicht     immer    zuverlässig, beson  ders nicht, wenn die zu desinfizierenden Ge  genstände dicht und schlechte Wärmeleiter       sind,    wie z. B. Matratzen.  



  Die     Erfindung    bezweckt eine Verbesse  rung des bekannten Verfahrens zum     Desin-          fizieren    von Gegenständen in einem Kessel,  bei dem nach Beschickung des Kessels die  ser zunächst evakuiert und darnach mit einem  gasförmigen     Desinfektionsmittel        gefüllt    wird  sie besteht darin, dass die Evakuierung und  der Einlass des Desinfektionsgases     wenigstens          einmal,    vorzugsweise aber verschiedene Male  wiederholt wird.

       Dadurch    wird erreicht, dass  die Luft aus allen Poren besser entfernt wird       und    das Gas seine     desinfizierende    Wirkung  in allen Teilen der infizierten Gegenstände,  wo sich die     Ansteckungsstoffe    oder dergleichen           befinden    können, kräftig ausüben kann. Die  Erfindung umfasst auch eine Anlage zur  Durchführung des Verfahrens.  



  Die schematische Zeichnung zeigt ein Aus  führungsbeispiel einer erfindungsgemässen Des  infektionsanlage, an Hand welcher auch ein  Durchführungsbeispiel eines erfindungsgemä  ssen Verfahrens erläutert ist.  



  Die Anlage umfasst zwei Gasbehälter in       Form    von Kesseln 1 und la, die je mittels  eines Deckels 2     bezw.    2a gasdicht abge  schlossen werden können. Jeder Kessel ist  durch eine Leitung 3     bezw.    3a mit der Saug  seite     einer        gemeinschaftlichen    Gaspumpe 4       verbunden,    deren Druckseite durch eine Lei  tung 5 mit dem Einlass eines     Gaswärmers    6 in  Verbindung steht. Der     Auslass    des Wärmers 6  ist durch Leitungen 7, 7a mit den     Kesseln    1       bezw.    la verbunden.  



  Die Leitungen 3, 3a und 5 können durch  Ventile 8, 8a     bezw.    9 mit der Aussenluft in  Verbindung gebracht werden. Weiter sind  in den Leitungen 3, 3a nahe der Pumpe 4  Ventile 10     bezw.    10a vorgesehen. Der Gas  wärmer 6 kann durch Ventile 11, 12 und  12a von den Leitungen 5, 7     bezw.        7a    abge  sperrt werden.  



  Es sei angenommen, dass der Kessel 1a  mit einem Gemisch von Luft und     Formaide-          hyddämpfen    gefüllt ist, der Kessel 1 mit       infizierten    Gegenständen beschickt ist und  die Deckel 2, 2a sowie auch sämtliche Ven  tile, ausgenommen 10 und 9, geschlossen sind.  Stellt man nun die Pumpe 4 an, so wird  Luft aus dem Kessel 1 durch die Leitung 3,  die Pumpe 4, die Leitung 5 und das Ventil 9  in die Aussenluft     abgeführt.    Ist der Kessel 1  evakuiert, so sperrt man die Ventile 10, 9  ab und schaltet die Pumpe 4 aus. Darauf       öffnet    man die Ventile 10a, 11 und 12, wo  durch Gas aus dem Kessel la durch die Lei  tung 3a, die Pumpe 4, die Leitung 5, den  Gaswärmer 6 und die Leitung 7 in den  Kessel 1 überströmt.

   Nach Erreichung des  Druckgleichgewichtes stellt man die Pumpe 4  wieder an, bis der Kessel la evakuiert ist.  Das Gas, welches ursprünglich den Kessel 1a       füllte,    befindet sich jetzt     im    Kessel 1, und    zwar mit einer Temperatur, welche von der  jenigen abhängig ist, auf     die    man den Gas  wärmer 6 geheizt hat.     Im    allgemeinen braucht  die Gastemperatur nicht höher als ca. 20 bis  30       C    zu sein.  



  Darauf schliesst man sämtliche     Ventile,          öffnet    zunächst das Ventil 8a, wodurch der  Kessel 1a sich mit Luft füllt, dann auch  den Deckel 2a, und beschickt den Kessel la  mit infizierten Gegenständen. Nachdem man  den Deckel 2a und das Ventil 8a geschlossen  hat,     öffnet    man die Ventile 10a und 9 und  setzt die Pumpe 4 wieder in Betrieb,     wodurch     Luft aus dem Kessel la angesaugt und in  die Aussenluft ausgelassen wird.

   Nach Eva  kuierung des Kessels la wird die Pumpe 4  abgestellt und werden die Ventile 10a und  9 geschlossen, worauf man Gas aus dem  Kessel 1 in den Kessel 1a überströmen lässt,  indem man die Ventile 10, 11 und 12a     öffnet.     Ist das Druckgleichgewicht erreicht worden,  so setzt man die Pumpe 4 wieder in Betrieb,  bis das Gas aus dem Kessel 1 jedenfalls  zum grösseren Teile in den Kessel 1a über  geführt worden ist.

       Darnach    lässt man     erneut     Gas aus dem Kessel 1a in den Kessel 1  und aus     letzterem    in den Kessel la     strömen,     welches Spiel man so oft wiederholt, bis die  Gegenstände     gründlich    mit dem Desinfek  tionsgase gespült worden     sind.     



  Befindet sich das Gas     schliesslich    z. B.  im Kessel 1, so     schliesst    man sämtliche Ven  tile, aber     öffnet    das Ventil 8a, wodurch der  Kessel la sich mit Luft     füllt    und die des  infizierten Gegenstände nach     (Öffnung    des  Deckels 2a daraus entfernt werden können.  Anschliessend evakuiert man den Kessel 1a,  lässt das Gas aus dem Kessel 1 in den Kessel  la überströmen, verbindet den Kessel 1     mit     der Aussenluft und füllt ihn wiederum mit  infizierten Gegenständen. Die Anlage befin  det sich dann wieder in     ihrem    ursprünglichen  Zustand.  



  Nötigenfalls kann man die desinfizierten  Gegenstände noch durch Evakuierung von den  letzten Resten des Desinfektionsgases befreien,  ehe man sie aus dem Kessel entfernt.      Etwaige     Formaldehydverluste    kann man  durch     eines    der     Ventile    8,     8a,    9, 11, 12,       12a    ersetzen.  



  Im obigen Beispiel sind beide Gasbehälter  als Desinfektionsmittel ausgeführt. Grund  sätzlich aber wäre es auch möglich, nur einen  dieser Behälter so auszubilden, und für den  zweiten z. B. eine Gasglocke, einen Gasbeutel  oder dergleichen zu benutzen.  



  Die beiden dargestellten Kessel können  gegebenenfalls ein Ganzes bilden; die beiden  je als Einzelkessel dienenden Gasräume müs  sen dann natürlich luftdicht gegeneinander  abgedichtet sein.  



  Weiter kann man anstatt einer einzigen  Pumpe auch zwei Pumpen benutzen, wäh  rend man zum Anwärmen des Gases eine  bereits im Betriebe vorhandene Einrichtung  verwenden könnte.  



  Abgesehen von     ihrer    sehr grossen Zuver  lässigkeit hat die Anlage den     Vorteil,    keinen  Dampf zu benötigen.  



       Schliesslich    wird noch bemerkt, dass die  Anlage     teilweise    selbsttätig arbeitend ausge  führt werden kann. Das gilt besonders für  das Überführen des Gases aus dem einen in  den andern Kessel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Desinfizieren von Ge genständen in einem Kessel, der nach Eva kuierung mit einem gasförmigen Desinfek tionsmittel gefüllt wird, dadurch gekenn zeichnet, da.ss die Evakuierung und der Ein lass des Desinfektionsgases wenigstens einmal wiederholt wird.
    II. Desinfektionsanlage zur Durchfüh rung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei derart an eine Pumpe (4) angeschlossene Kessel (1, 1a), dass die Pumpe den gasförmigen Inhalt jedes Kessels in die Aussenluft abführen und ausser dem den gasförmigen Inhalt des einen Kes sels in den andern Kessel überführen kann. UNTERANSPRUCH: Desinfektionsanlage nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Gaswärmer (6), um beim Überführen des gasförmigen Inhaltes vom einen Kessel in den andern diesen Inhalt erwärmen zu können.
CH214047D 1939-03-24 1940-03-18 Verfahren zum Desinfizieren von Gegenständen, und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens. CH214047A (de)

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