Verfahren zum Verschliessen und Öffnen einer Büchse für Sterilisiergut und Gerätesatz zur Darchführang des Verfahrens. Im Privathaushalt, Restaurants, Pensio nen usw. werden zur Aufbewahiting von Ste- rilisiergut luftdicht verschliessbare Gläser, sogenannte Sterilisiergläser, verwendet. Ab gesehen vom hohen Kostenpunkt solcher Glä ser muss mit diesen besonders beim Verschlie ssen derselben mit besonderer Sachkenntnis und wegen der Zerbrechlichkeit auch sehr sorgfältig umgegangen werden.
Zur Vermei dung dieser heiklen Behandlungsweise wer den daher in Konservenfabriken vorwiegend Blechbüchsen für Sterilisiergut verwendet. Durch die vorliegende Erfindung soll es nun auch Privathaushaltungen, Restaurants, Pen sionen etc. ermöglicht werden, für die Ein bringung und Aufbewahrung selbst bereite ten Sterilisiergutes mit. Vorteil Blechbüchsen zu verwenden.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Ver fahren zum Verschliessen und Öffnen einer Büchse für Sterilisiergut, bei :dem der Deckel mittels einer Vorrichtung aufgedrückt und am Büchsenrande lösbar festgelegt wird, und gemäss welchem zum Offnen der Büchse der am Büchsenrand festgelegte Rand des Deckels mittels eines Werkzeuges so gelöst wird, dass der Büchsenrand nicht beschädigt wird und eine Wiederverwendung der Büchse mit neuem Deckel möglich ist. Die Erfindung betrifft ferner einen Gerätesatz zur Durch führung des Verfahrens.
In der Zeichnung ist. eine beispielsweise Ausführungsform des Gerätesatzes , gemäss der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht einer Vorrichtung mit eingesetzter Büchse teilweise im Schnitt bei gehobenem Pressring, Fig. 2 eine Teilansicht der Vorrichtung teilweise im Schnitt bei gesenktem Pressring, Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2, Fig. 4 eine Teilansicht der Büchse mit festgepresstem Deckel,
Fig. 5 einen Teil der Büchse im Schnitt und das Werkzeug zum Lösen des Deckel randes in Arbeitsstellung und Fig. 6 eine Ansicht des Vorderteils des Werkzeuges.
Die zur Aufnahme :des Sterilisiergutes dienende, hermetisch verschliessbare Blech büchse 1 weist an ihrem obern Rand einen
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nach <SEP> aussen <SEP> gelegten <SEP> Randwulst <SEP> 2 <SEP> auf. <SEP> Zum
<tb> hermetischen <SEP> Abschliessen <SEP> der <SEP> Büchse <SEP> 1 <SEP> dient
<tb> ein <SEP> Deckel <SEP> 3, <SEP> in <SEP> welchen <SEP> von <SEP> der <SEP> Unterseite
<tb> her <SEP> eine <SEP> Randnute <SEP> 4 <SEP> eingedrückt <SEP> ist. <SEP> Der <SEP> die
<tb> äussere <SEP> Begrenzung <SEP> der <SEP> Randnute <SEP> 4 <SEP> bildende
<tb> Deckelrand <SEP> trägt.
<SEP> einen <SEP> nach <SEP> aussen <SEP> gelegten
<tb> Randwulst <SEP> 5, <SEP> welcher <SEP> durch <SEP> in <SEP> gleichen <SEP> Ab ständen <SEP> vorgesehene <SEP> Unterbrechungen <SEP> etwa
<tb> 12 <SEP> Randwulstteile <SEP> 5' <SEP> bildet. <SEP> In <SEP> die <SEP> Rand nute <SEP> 4, <SEP> welche <SEP> zur <SEP> Aufnahme <SEP> des <SEP> Randwul stes <SEP> 2 <SEP> der <SEP> Büchse <SEP> 1 <SEP> bestimmt <SEP> ist, <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Dich tungsring <SEP> 6 <SEP> aus <SEP> CTummi <SEP> oder <SEP> dergleichen <SEP> ein gebettet.
<tb> Die <SEP> zum <SEP> Aufbringen <SEP> des <SEP> Deckels <SEP> auf <SEP> die
<tb> Büchse <SEP> dienende <SEP> Vorrichtung <SEP> ist <SEP> eine <SEP> Spin delpresse,
<SEP> deren <SEP> Widerlagerplatte <SEP> 7 <SEP> mittels
<tb> einer <SEP> Zwinge <SEP> 8 <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> an <SEP> einer <SEP> Ticli platte <SEP> festlegbar <SEP> ist, <SEP> und <SEP> mit. <SEP> einem <SEP> an <SEP> iln angeschweissten <SEP> Bügel <SEP> 9 <SEP> einen <SEP> Rahmen <SEP> bil det, <SEP> in <SEP> welchem <SEP> die <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Handhabe <SEP> 10
<tb> für <SEP> den <SEP> Antrieb <SEP> versehene <SEP> Spindel <SEP> 11 <SEP> ver schraubbarist. <SEP> Am <SEP> Unterende <SEP> der <SEP> Spindel <SEP> 11
<tb> ist <SEP> ein <SEP> Presskolben <SEP> 12 <SEP> drehbar <SEP> gelagert, <SEP> wel cher <SEP> an <SEP> seinem <SEP> Unterende <SEP> eine <SEP> Randab setzung <SEP> 13 <SEP> besitzt.
<SEP> Der <SEP> abgesetzte <SEP> Unterteil
<tb> des <SEP> Kolbens <SEP> passt <SEP> genau <SEP> in <SEP> den <SEP> Deckel <SEP> 3
<tb> innerhalb <SEP> der <SEP> Randnute <SEP> 4, <SEP> wobei <SEP> letztere <SEP> in
<tb> die <SEP> Randabsetzung <SEP> eingreift. <SEP> Am <SEP> Umfang des <SEP> Presskolbens <SEP> 12 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Pressring <SEP> 14 <SEP> ge führt, <SEP> welcher <SEP> mit. <SEP> einem <SEP> Bügel <SEP> 15 <SEP> versehen
<tb> ist, <SEP> der <SEP> an <SEP> einem <SEP> an <SEP> der <SEP> Spindel <SEP> 11 <SEP> ver schraubbaren <SEP> Mutterstück <SEP> 16 <SEP> drehbar <SEP> ge lagert <SEP> ist.
<SEP> Beim <SEP> Verschrauben <SEP> des <SEP> Mutter stückes <SEP> 16 <SEP> längs <SEP> der <SEP> Spindel <SEP> 11 <SEP> wird <SEP> der
<tb> Pressring <SEP> 14 <SEP> in <SEP> bezug <SEP> auf <SEP> den <SEP> Presskolben <SEP> 12
<tb> axial <SEP> verschoben. <SEP> 14' <SEP> ist. <SEP> eine <SEP> Innenkanten abschrägung <SEP> am <SEP> untern <SEP> Rand <SEP> des <SEP> Pressringes.
<tb> Zum <SEP> Drehen <SEP> des <SEP> Mutterstückes <SEP> 16 <SEP> dient <SEP> eine
<tb> Rätschvorrichtung <SEP> 17, <SEP> dessen <SEP> Klinke <SEP> 18 <SEP> in
<tb> ein <SEP> am <SEP> Mutterstück <SEP> 16 <SEP> sitzendes <SEP> Sperrad <SEP> 19
<tb> eingreift.
<SEP> Die <SEP> Klinke <SEP> 18 <SEP> ist <SEP> in <SEP> einem <SEP> a <SEP> m
<tb> Mutterstück <SEP> 16 <SEP> drehbar <SEP> gelagerten <SEP> Gehäuse
<tb> 20 <SEP> geführt <SEP> und <SEP> durch <SEP> eine <SEP> Feder <SEP> 21 <SEP> so <SEP> abge stützt, <SEP> dass <SEP> ihr <SEP> abgeschrägtes <SEP> Ende <SEP> gegen <SEP> die
<tb> Zähne <SEP> des <SEP> Sperrades <SEP> 19 <SEP> angedrückt <SEP> wird.
<tb> Aussen <SEP> am <SEP> Gehäuse <SEP> ist. <SEP> eine <SEP> Einsteckhülse <SEP> 22
<tb> angeschweisst, <SEP> in <SEP> welche <SEP> ein <SEP> Stab <SEP> 23 <SEP> als <SEP> Be tätigungshebel <SEP> einsteckbar <SEP> ist, <SEP> welcher <SEP> bei
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i@Tichtgebrau.ch <SEP> in <SEP> eine <SEP> am <SEP> Bügel <SEP> 9 <SEP> angeord nete <SEP> Ei <SEP> insteekhülse <SEP> 24 <SEP> eingeschoben <SEP> wird.
<SEP> Ist
<tb> der <SEP> Stab <SEP> 23 <SEP> in <SEP> die <SEP> Rä <SEP> tschvorriehtung <SEP> 17 <SEP> ein gesteckt, <SEP> so <SEP> kann <SEP> durch <SEP> Hin- <SEP> und <SEP> Her schwenken <SEP> der <SEP> letzteren <SEP> der <SEP> Pressrin" <SEP> 14 <SEP> in
<tb> bezu'- <SEP> auf <SEP> den <SEP> Kolben <SEP> 12 <SEP> verschoben <SEP> werden.
<tb> indem <SEP> die <SEP> Klinke <SEP> 18 <SEP> bei <SEP> Sehwenken <SEP> des
<tb> Hebels <SEP> 23 <SEP> in <SEP> der <SEP> Pfeilrichtung <SEP> (Fix. <SEP> 3) <SEP> über
<tb> die <SEP> Zähne <SEP> des <SEP> Sperrades <SEP> 19 <SEP> rätscht <SEP> lind <SEP> bei
<tb> Zurilckscliwenken <SEP> das <SEP> -tlutterstück <SEP> 16 <SEP> mit bewegt. <SEP> in <SEP> diesem <SEP> Falle <SEP> also <SEP> den <SEP> Pressring <SEP> 14
<tb> senkt.
<SEP> Soll <SEP> der <SEP> Pressring <SEP> 14 <SEP> gehoben <SEP> wer den, <SEP> so <SEP> ist <SEP> die <SEP> Klinke <SEP> 18 <SEP> einfach <SEP> um <SEP> <B>180'</B> <SEP> zu
<tb> drehen, <SEP> und <SEP> es <SEP> wird <SEP> beim <SEP> Hin- <SEP> und <SEP> Her sehwenken <SEP> der <SEP> Rä <SEP> tschvorrichtnnt;
<SEP> 17 <SEP> mittel
<tb> des <SEP> Hebels <SEP> 23 <SEP> das <SEP> llutterstüek <SEP> 16 <SEP> in <SEP> ent:
<tb> gegengesetztem <SEP> Drehsinne <SEP> mitgenommen. <SEP> der
<tb> Pressrin14 <SEP> also <SEP> gehoben.
<tb> Die <SEP> beschriebene <SEP> Vorrichtung <SEP> ist <SEP> zur
<tb> Durchführung <SEP> des <SEP> Verfahrens <SEP> zum <SEP> herme tischen <SEP> Verschliessen <SEP> der <SEP> Büchse <SEP> wie <SEP> folgt
<tb> zu <SEP> bedienen. <SEP> Die <SEP> Büchse <SEP> 1 <SEP> wird <SEP> mit <SEP> hei ssem <SEP> Sterilisiergut <SEP> gefüllt, <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Deckel
<tb> 3 <SEP> zugedeckt. <SEP> auf <SEP> die <SEP> Widerlagerplatte <SEP> 7 <SEP> auf gesetzt <SEP> und <SEP> genau <SEP> konzentriseh <SEP> unter <SEP> den
<tb> Presskolben <SEP> 12 <SEP> gebracht.
<SEP> Hierauf <SEP> wird <SEP> dureli
<tb> Drehen <SEP> der <SEP> Spindel <SEP> 11 <SEP> der <SEP> Presskolben <SEP> 12 <SEP> ge senkt, <SEP> bis <SEP> der <SEP> Deckel <SEP> 3 <SEP> fest <SEP> auf <SEP> den <SEP> Biiclisen rand <SEP> 2 <SEP> aiifgepresst <SEP> ist. <SEP> vergleiche <SEP> Fig. <SEP> 1. <SEP> Der
<tb> Randwulst <SEP> der <SEP> Büchse <SEP> 1 <SEP> liegt <SEP> in <SEP> der <SEP> Raiirl nute <SEP> 4 <SEP> des <SEP> Deckels <SEP> 3 <SEP> versenkt. <SEP> und <SEP> ist <SEP> her metiseli <SEP> dichtend <SEP> -e--en <SEP> die <SEP> Dichtun-seinlage
<tb> 6 <SEP> angepresst. <SEP> Nun <SEP> wird <SEP> der <SEP> Stab <SEP> 23 <SEP> als <SEP> Be tä.ti#,un--shebel <SEP> in <SEP> die <SEP> Rlitschvorriehtun- <SEP> 17
<tb> eingesteckt <SEP> und <SEP> bei <SEP> wie <SEP> in <SEP> Fig.
<SEP> 3 <SEP> dargestell ter <SEP> Klinkenstellung <SEP> hin- <SEP> und <SEP> hergeschwenkt.
<tb> wodurch <SEP> der <SEP> Pressring <SEP> 14 <SEP> gesenkt <SEP> wird, <SEP> und
<tb> dabei <SEP> durch <SEP> die <SEP> Innenkantenabschrägung <SEP> 1 <SEP> ''
<tb> die <SEP> Randwulstteile <SEP> 5' <SEP> des <SEP> Deckels <SEP> 3 <SEP> nach
<tb> innen <SEP> gewendet <SEP> werden. <SEP> so <SEP> dass <SEP> sie <SEP> den <SEP> Rand wulst <SEP> 2 <SEP> der <SEP> 13ilelise <SEP> 1 <SEP> satt <SEP> untergreifen <SEP> und
<tb> den <SEP> Deckel <SEP> 3 <SEP> in <SEP> :
einer <SEP> Presslage <SEP> festlegen.
<tb> Nach <SEP> vorlierigein <SEP> Drellen <SEP> der <SEP> Klinke <SEP> 18 <SEP> kaim
<tb> nunmehr <SEP> der <SEP> Pressring <SEP> 1.1 <SEP> und <SEP> darauf <SEP> der
<tb> Presskolben <SEP> 12 <SEP> wieder <SEP> gehoben <SEP> werden. <SEP> Die
<tb> Büchse <SEP> ist <SEP> lagerbeständig <SEP> verschlossen.
<tb> Die <SEP> in <SEP> der <SEP> beschriebenen <SEP> Weise <SEP> v <SEP> ersehlos senc <SEP> 13üche <SEP> ist <SEP> nach <SEP> Entfernung <SEP> des <SEP> Deckels.
Verbrauch des Inhaltes und Reinigung unter Verwendung eines neuen Deckels wiederholt j erwendbar. Zum Öffnen der Büchse dient ein Hebel 25, dessen eines Ende zwei gegen über einem mittleren Anschlag 26 nach unten ausgekröpfte Klauen 27 aufweist. Beim An setzen des Werkzeuges 25 an den zu lösenden Deckelrand wird dessen Randwulst 5 von den Klauen 27 unten umgriffen, während sich der Anschlag 26 oben an der Randnute 4 ab stützt. Durch nach oben Schwenken des Werkzeuges 25 wird der von den Klauen 27 uniergriffene Randwulstteil 5' nach aus wärts gebogen.
In dieser Weise wird ein Randwulstteil 5' nach dem andern von dem Randwulst 2 der Büchse 1 gelöst, bis der Deckel 3 abgebogen werden kann.
Für die Wiederverwendung einer ge brauchten Büchse 1 ist jeweils nur der Deckel 3 zu ersetzen, was nur mit unbedeutenden Kosten verbunden ist. Diese Wiederverwend barkeit der Büchse sowie das leichte Ver schliessen und Öffnen derselben mittels der beschriebenen Vorrichtung ermöglicht es, auch im Privathaushalt, Restaurants und Pensionen für Sterilisiergut Blechbüchsen zu verwenden.