CH211124A - Verfahren zur Herstellung eines Mehrfarbenbildes mit Tonaufzeichnung mit Hilfe der farbigen Entwicklung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Mehrfarbenbildes mit Tonaufzeichnung mit Hilfe der farbigen Entwicklung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Nehrfarbenbildes mit Tonaufzeichnung mit Hilfe der farbigen Entwicklung. Es ist bekannt, subtraktive Mehrfarben filme in der Weise herzustellen, dass die in mehreren üb:ereinanderliegenden Schichten angeordneten Teilfa,rbenhilder nur aus Farb stoffen bestehen und keinerlei Silber oder sonstiges Metall enthalten.
Diese Verfahren eignen sich sehr gut zur Herstellung von Bildfilmen, bieten aber bei der Erzeugung der Tonspur Schwierigkeiten, weil die heute üblichen Tonabnahmegeräte vor allem für infrarote Strahlen empfindlich sind und die reinen Farbstoffbilder, auch wenn sie durch Übereinanderlagerung sämtlicher :drei Teil farben ein äusserlich dem Silberniederschlag gleichwertiges Schwarz ergeben, für infra rote Strahlen durchlässig sind. Hierdurch wird die Tonwiedergabe ausserordentlich be einträchtigt. Es musste daher versucht wer den, auch bei derartigen reinen Farbstoff bildern die Tonspur in geeigneter Weise infrarot-undurchlässig zu machen.
Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrfarben bildes mit Tonaufzeichnung mit Hilfe der farbigen Entwicklung, das dadurch gekenn zeichnet ist, dass man nach einer Bildvorlage auf ein mehrschichtiges photographisches Material mit mehreren übereinand:
ergegosse- nen Halogensilberemulsionsschichten, die dif- fusionsechte Farbs.toffbil,dner enthalten, ko piert, alsdann farbig entwickelt, hierauf das metallische Silber herauslöst und auf den Rand des Filmes die zugehörige Tonauf zeichnung kopiert und mit Hilfe eines Schwarzweiss-Entwicklers entwickelt und darnach das nicht entwickelte Halogensilber herauslöst.
Zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung eignen sich besonders gut solche diffusionsechte Komponenten wie sie be schrieben .sind in den Schweiz. Patenten Nr. 204253, 192171, 199495, 197606,. 201644. Man kann hierbei zum Beispiel wie folgt vorgehen: Man kopiert zunächst auf einen dreischichtigen Kopierfilm, der in den ein zeln übereinandergegossenen Schichten je eine diffusionsechte Farbstoffkomponente enthält, eine beliebige mehrfarbige Vorlage. die ihrerseits entweder selbst nach dem Ver fahren der farbigen Entwicklung oder aber nach einem der bekannten andern Verfahren, z.
B. mit Hilfe des Imbibitionsdruckes, nach dem Indigosolverfahren, mit. Hilfe des Farbstoff-Ausbleichverfahren.s oder mit Hilfe des Silberfarbbleichverfahrens, hergestellt sein kann. Statt einer unmittelbar farbiben Vorlage kann man auch optisch in bekannter Weise unter Zwischenschaltung der üblichen blehrfarbenfilter ein Linsenrasternegativ als Kopiervorlage benutzen, oder man kann über haupt nach beliebigen Teilfa.rbenauszügen Kopien herstellen.
Die Teilfarbenauszüge können vorteilhaft mit Hilfe eines Zwei oder l@lehrpacks oder mit Hilfe von Strahlen- teilungssystemen oder mit Hilfe von Schlit tenkameras aufgenommen -,werden. Die Ver wendung von Teilauszügen, die mit Hilfe eines Strahlenteilungssy stemes oder mit Hilfe eines Mehrpacks erhalten wurden, als Kopier vorlage ist besonders, vorteilhaft, weil hierbei für die Aufnahme ein hochempfindliches @lateriaJ verwendet werden kann.
Das in dem 1Vlehrschicht-Farbentwick- lungsfilm durch diesen Kopiervorgang er zeugte latente Bild kann nach dem Verfahren der chromogenen Entwicklung zu einem far bigen positiven Bild entwickelt und das ent standene metallische Silber in an sich be kannter Weise herausgelöst -,werden. Dank der Verwendung diffusionsechterKupplungs- komponenten in den drei Teilschichten lä.sst sich der farbige Entwicklungsvorgang sehr rasch, einfach und automatisch durchführen.
Nach der Entwicklung wird, ohne dass das nichtentwickelte Halogensilber heraus fixiert wird, auf den Rand des noch nassen oder vorher getrockneten Kopierfilms das nach einem beliebigen Verfahren erzeugte Tonnegativ aufkopiert. Dieses wird nunmehr in einem gewöhnlichen Schwarzweiss-Ent , iw ickler, z. B. Hydrocliinoil, entwickelt.
Da ein solcher Entwickler mit den noch in der Zone der Tonspur in den Scliicliten enthalte nen Kupplungskomponenten nicht reagiert, entsteht eine schwarze Silbertonspur. Diese Entwicklung kann erfolgen, indem man den ganzen Film mit einem Schwarzweiss-Ent- wickler behandelt, oder indem man den Filia nur in der Zone der Tonspur mit dem Ent- wiekler in Berührung bringt. Letzteres kann beispielsweise dadurch geschehen, dass man den Film.
lioclika.nt durch den Entwickler führt, so dass der Film nur in der Zone der Tonspur in den Entwickler eintaucht, oder man kann mit Hilfe einer üblichen Reservage eine Beeinflussung der fertigen Bildzone durch den Sehwa.rzNveiss-Ent@viekler vermei den.
Nunmehr kann alles noeh in den Schieh- ten enthaltene unentzwiekelte Halogensilber in üblicher Weise herausfixiert werden, und man erhält nach der Wässerung einen Bild tonfilm, der neben einem aus reinen Farb stoffen bestellenden siil>traktiven Dlehrfarben- bild eine sellcwarze Silbertonspur enthält.
Das Verfahren kann dahin abgeändert werden, da.ss nach der farbigen Entwicklung des Bildes und naeh dem Herauslösen des entwickelten metallischen Silbers der Film nur in der Zolle der Bildaufzeichnung fixiert wird, worauf auf den unveränderten Rand des Filmes die Tonspur aufkopiert und wie oben beschrieben entwickelt und fixiert wird.
Zweckinässigei-N#,-eise wird zur Entwick lung der Tonspur ein Schwarzwei.ss-Ent\vick- ler verwandt. der das auf dem Bildteil be findliche Halogensilber nicht; verändert. Beispiel: Als Kopiermaterial wird ein DlehrscLicht- material von folgender Beseliaffenheit ver wendet.
Auf einem Seliichtträger ist eine pan- chroma.tisehe Emulsion angeordnet, die als Farbstoffkomponente das Dibenzidid der ci-Oxvnaplitoesäure enthält, das bei der chro- mogenen Entwieklung einen blaugrünen Farbstoff liefert.
Auf der panchromatischen Schicht befindet sich eine grünempfindliche Schicht, die als Farbstoffbildner das 1,4'- Palmitoylaminophenyl - 3 -methyl-5-pyra.zolon enthält, .das bei der chromogenen Entwick lung ein purpurfarbiges Farbstoffbild ergibt.
Darüber befindet sich eine unsensibilisierte Schicht, .die als Farbstoffbildner das Benz- idid d-es Benzoyle ssigesters enthält, das bei der chromogenen Entwicklung ein gelbes Farbstoffbild liefert.
Auf dieses. Material werden die einzelnen Teilfarbenauszüge unter Zwischenschaltung geeigneter Lichtfilter kopiert. Nach der Be lichtung wird mit p-Aminodimethylanilin in allen drei Schichten gleichzeitig das Farb- stoffbild in einem Gang entwickelt.
Hierauf wird, ohne dass der Film fixiert wird, auf den Rand des noch nassen oder vorher getrockneten Filmes die zugehörige Tonaufzeichnung kopiert und diese mit Hilfe eines gewöhnlichen Schwarzweiss-Entwicklers entwickelt und schliesslich der gesamte Film fixiert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Mehr farbenbildes mit Tonaufzeichnung mit Hilfe der farbigen Entwicklung, dadurch gekenn zeichnet, dass man nach einer Bildvorlage auf ein mehrschichtiges photographisches Material mit mehreren übereinandergegosse- nen Halogensilberemulsionsschichten, die dif fusionsechte Farbstoffbildner enthalten, ko piert, alsdann farbig entwickelt, hierauf das metallische Silber herauslöst und auf den Rand des Filmes die zugehörige Tonaufzeich nung kopiert und mit Hilfeeines Schwarz- weiss-Entwicklers entwickelt, und darnach das nicht entwickelte Halogensilber heraus löst.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Herauslösen des metallischen Silbers den Film in der die Bildaufzeichnung tragen den Fläche fixiert, hierauf auf den noch unveränderten Rand des Filmes die zuge hörige Tonaufzeichnung kopiert und mit Hilfe eines Schwarzweiss-Entwicklers ent wickelt und darnach das nicht entwickelte Halogensilber herauslöst. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entwicklung der Tonaufzeichnung ein Schwarzweiss-Ent- wickler verwendet wird, der das auf dem Bildteil befindliche restliche Halogensilber nicht verändert. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer mehrfar bigen Bildvorlage kopiert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach beliebigen Teil farbenauszügen kopiert wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Ent wickeln ohne Herausfixierung des nicht entwickelten Halogensilbers das Tonnega tiv auf den Rand des noch nassen Kopier filmes aufkopiert. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Ent wickeln ohne Herausfixierung des nicht entwickelten Halogensilbers das Ton negativ auf den Rand des vorher getrock neten Kopierfilmes aufkopiert.
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