CH205752A - Selbstregelnder Verstellpropeller, insbesondere für Luftfahrzeuge. - Google Patents

Selbstregelnder Verstellpropeller, insbesondere für Luftfahrzeuge.

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CH205752A
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Argus-Motoren Gesellschaft M H
Reissner Hans Dr Ing Professor
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Argus Motoren Gmbh
Reissner Hans Dr Ing Professor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C11/00Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
    • B64C11/30Blade pitch-changing mechanisms
    • B64C11/32Blade pitch-changing mechanisms mechanical
    • B64C11/34Blade pitch-changing mechanisms mechanical automatic
    • B64C11/343Blade pitch-changing mechanisms mechanical automatic actuated by the centrifugal force or the aerodynamic drag acting on the blades

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Description


  Selbstregelnder Verstellpropeller, insbesondere für Luftfahrzeuge.    Die     Befestigung    der Flügel von Luft  fahrzeugpropellern durch Kreuzgelenke mit  einer zur Antriebswelle radialen und     einer     zur Flügelaxe querliegenden Axe zu dem  Zwecke, die     Eigenfrequenz    des Systems Mo  torenwelle-Propeller zu erhöhen und     Bie-          gungs-    und Kreiselmomente auf ein     Kleinst-          mass    herunterzubringen, ist bekannt.  



  Es sind auch Vorschläge bekannt, die  Flügelsteigung solcher Verstellpropeller von  Hand während des Fluges einstellbar zu  machen, z. B. durch ein an dem der Antriebs  welle zunächst     liegenden    Glied des Kreuz  gelenkes angreifendes Verstellgetriebe, wel  ches zum Beispiel mit einem Regler und  einem     Servomotor    zwecks     Gleichhaltung     bezw. Änderung der Drehzahl des Propellers  versehen ist.

   Solche Vorrichtungen haben  den Nachteil, dass sie     Kraftzuleitungen    und  Gestänge vom Führer zum Propeller für den       Servomotor    oder für den Regler zwecks Um-    schalturig auf verschiedene     Drehzahlen    oder  für beide erfordern, was Platz und Gewicht  vieler verwickelter     Teile    beansprucht, und  dass sie bei     Änderung    der Betriebsdrehzahl  oder Übergang zur Gleitflugstellung (Stei  gung unendlich) der Propellerflügel einen  Eingriff des     ohnehin    schon stark in An  spruch genommenen Führers verlangen.  



  Bei Propellern mit nur um eine Radial  axe verstellbare. Flügeln anderseits ist vor  geschlagen worden, diese Axe so zu stellen,  dass sie     unter    einem kleinen Winkel schräg  zur Flügelblattlängsaxe verläuft, damit eine       Änderung    der Flügelsteigung bei     Änderung     des Flugzustandes selbsttätig herbeigeführt  wird.  



  Die     Erfindung    bezieht sich auf einen  selbstregelnden     Verstellpropeller,    insbeson  dere für Luftfahrzeuge, bei welchem jeder  Flügel um eine wenigstens annähernd radial  zur Propellerwelle stehende     Axe    und um     eine         quer zu dieser stehende Axe schwenkbar ist,  und besteht darin, dass die Queraxe um die  Radialaxe schwenkbar ist.

   Dies hat den Vor  teil, dass die Flügel, welche sehr geringe Bie  gungsmomente und Kreiselkräfte erzeugen  und die Resonanzfrequenz der Motorwelle  wesentlich heraufsetzen, sich ohne Eingriff  des Führers und ohne Platzbedarf für ein  vor oder hinter dem Propeller liegendes Ver  stellgetriebe auf die vorgeschriebenen Höchst  drehzahlen bei Höchstleistung des Motors  und auf niedrigere Spardrehzahlen bei Dros  selung des Motors bezw. Stillstand im Gleit  flug selbsttätig einstellen.  



  Die selbsttätige Steigungseinstellung der  Flügel kommt dadurch zustande, dass beim  Anwerfen des Motors jeder Flügel durch  seinen Luftwiderstand zunächst etwas in der  Umlaufebene zurückgeschwenkt wird, so dass  die Luftkraft mit den Komponenten Schub  und Drehwiderstand ein Drehmoment um die  Radialaxe ausübt. Hierdurch wird der Flügel  nebst seiner Queraxe um die Radialaxe her  umgedreht, bis das Gleichgewicht von Schub,  Drehwiderstand und Fliehkraft     am.    Flügel  erreicht ist. Beim Herumdrehen des Flügels  um die Radialaxe wird nämlich der Flügel  unter der Wirkung einer grösseren Luftkraft  auf eine geringere Steigung eingestellt, wäh  rend ein zunehmendes Drehmoment des Mo  tors den Flügel steiler zu stellen sucht.

   Da  mit dem Flacherstellen des Flügels auch die  Queraxe um die Radialaxe derart     ver-          schwenkt    wird, dass der Flügel mit dem  Flacherstellen auch mehr in Richtung der  Luftkraft, z. B. nach vorn, schwenken kann,  passt sich der Flügel auch jeweils der Rich  tung der Fliehkraft an. Der Flügel stellt sich  also jeweils selbsttätig derart ein, dass Schub,  Drehwiderstand und Fliehkraft am Flügel  im Gleichgewicht sind.  



  Allerdings lassen sich auf diese Weise  nur in zwei Flug- und Drehmomentzustän  den die Drehzahlen genau vorschreiben, da  zunächst nur zwei konstruktive Variable,  nämlich der Abstand der Queraxe von der  Propellerwelle und der Winkel der Queraxe  zum -Flügelblatt vorhanden sind. Wählt man    jedoch zwei äusserste Flugzustände, z. B.  Start und Flug mit maximaler Geschwindig  keit, so wird der Drehzahlverlauf zwischen  ihnen eine stetige Funktion. Es ist jedoch  auch, wenn eine grössere Anzahl genau vor  geschriebener Drehzahlen für verschiedene  Flugzustände und     Brennstoffzufuhren    ver  langt wird, möglich, weitere konstruktive  Variable anzufügen.

   Zu diesem Zwecke kann  zur selbsttätigen Veränderung des Winkels  der Queraxe zum Flügelblatt in der radialen  Axe ein federbelastetes Fliehgewicht an  geordnet sein, das so abgestimmt werden  kann, dass es bei konstanter Federhärte für  einen dritten Flugzustand genau vorschreib  bare Drehzahl und für veränderliche Feder  härte für beliebig viele Flugzustände vor  schreibbare Drehzahlen liefert.    Eine sichere Einstellung der Flügel unter  der Wirkung von Schub, Drehwiderstand  und Fliehkraft kann insbesondere durch einen  kann     insbesondere    durch einen  Lagerkörper erzielt werden, der sich um eine  radial zur Propellerwelle stehende Axe  dreht und den Flügel in einem queraxigen  Lager trägt oder gleichzeitig selbst mitsamt  dem Flügel um die Queraxe schwenkbar ist.

    Die in sämtlichen Stellungen praktisch bie  gungsfreie Flügelwurzel nimmt dann ihre  Selbsteinstellung unter Ausschluss jeder       Klemmungsgefahr    äusserst schnell und stoss  frei vor, und dadurch wird die Selbsteinstel  lung so feinfühlig, dass auf ein (konstruktiv  an sich leicht mögliches)     Gleichlaufkuppeln     sämtlicher Flügel des Propellers verzichtet  werden kann und damit die aus Windstössen  und Kreiselkräften beim Kurvenflug ent  stehenden Beanspruchungen durch die freie  Einzelnachgiebigkeit der Flügel besonders  klein gehalten werden.  



  Für die praktische Ausgestaltung ist es       wichtig,    dass die     Flügelqueraxe    sowohl hin  sichtlich ihres Abstandes von der Propeller  welle wie hinsichtlich ihrer Winkelstellung  zum Flügelblatt im Stillstand einstellbar ist.  Das ermöglicht dann nicht nur das nachträg  liche Ausgleichen unvermeidbarer Ungenauig  keiten bei der Vorausberechnung dieser Ein-      stellungen, sondern auch das Anpassen ein  und desselben Propellers an verschiedene  Flugzeugarten.

     Die     Zeichnung    veranschaulicht den Er  findungsgegenstand in einigen Ausführungs  beispielen, und zwar ist:  Fig. 1 die schematische Perspektivdar  stellung des Verstellpropellers,  Fig. 2 die Seitenansicht einer Ausfüh  rung. mit getrennten Wälzlagern für beide       Schwenkbewegungen,    teilweise im     Schnitt,     Fig. 3 die Hinteransicht einer Ausfüh  rung -mit nach innen gewölbten Mehrfach  Kugelschalen für gleichzeitige Ermöglichung  beider Bewegungen bei schrägliegender  Flügeläxe, teilweise im Schnitt,  Fig.

   4 der Längsschnitt einer Ausführung  mit nach aussengewölbten Kugelsohalen zur       gleichzeitigen    Ermöglichung beider     Bewe-          gungen.    und mit     vollen        Leichtmetallflügeln,     Fig. 5 und 6 der Längsschnitt und die  Flügelfuss-Oberansicht eines im Stand auf  verschiedene Selbstregel-Charakteristiken ein  stellbaren     Propellers,        mit    nach     aussen,    gewölb  ten Kugelschalen,  Fig.

   7 ein Teilschnitt einer Abwandlung  mit     Fliehgewicht    zum     selbsttätigen        Ändern     dar     Propellercharakteristik    für weitere     Be-          triebszustände,    und  Fig. -8 ein Teilschnitt einer Ausführungs  form mit Öldruckkolben zum Handeingriff       oder        selbsttätigen        Eingriff    in die     Selbstrege-          lungswirkung.     



       Grundsätzlich    für     jeden        Propeller    sitzt  nach Fig. 1 jeder Flügel auf einer     Quer-          schwenkaxe    48, die ihrerseits um eine radial  zur Propellerwelle stehende Axe 49 drehbar  ist.

   Die Queraxe 4.8 schliesst mit einem  irgendwo herausgegriffenen Flügelblattprofil       (schraffiert    gezeichnet)     einen        bestimmten     Winkel     ein,    der     am.        einfachsten    als;

   die Dif  ferenz der     beiden        eingezeichneten        Winkel    50,  51 gegen die zur Propellerwelle     parallelen     Linien 52, 53 zu messen ist.     Anderseits    hat  dis Queraxe den eingezeichneten Abstand 54  von der     Propellerwelle.    Bei dem durch     Pfeil     angedeuteten Drehsinn' der Pröpellerwelle    entsteht eine     Resultierende    der auf     jedes        Pro-          filelement        wirkenden    Beiträge vom     ,Schub    55       (d.    h.

   der in     Flugrichtung        wirkenden.    Kom  ponenten der Luftkraft), vom Drehwider  stand 56 (d. h. der in Umfangsrichtung ,des       Propellers        wirkenden.    Komponente .der Luft  kraft und der Fliehkraft 57, infolge derer  der Flügel in der Drehebene um ,seine     Quer-          ass    48     zurückschwanken    muss.

   Der nach vorn  wirkende     Schub    5,5 des Propellers hat dabei  einen Hebelarm 5,8 um die radiale Axe 49  des     Flügels    und dreht ,diesen     nach    vorn um  so stärker, je stärker der ;Schub im Verhältnis  zum Drehwiderstand und zur Fliehkraft     ist.     Mit dieser Drehung ist eine Flacherstellung  der Flügelblattprofile verbunden, deren Aus  mass vorausbestimmbar ist durch den Ab  stand 54 der Queraxe 48 von der     Propeller-          welle    und ,die     Einstellung    des Winkels zwi  schen der Queraxe und der Sehne des als  massgebend herausgegriffenen Flügelblatt  profils.     _     Nach Fig.

   2' ,sind in einer Nabe 1 für die ein  zelnen Flügel Lagerhülsen 2 eingeschraubt; sie  mithalten mit Verschlussmuttern 3 festgelegte       Lagerringe    4, die     runter        Zwischenfügung        üb-          licher        Lagerkugeln    oder -rollen je einen       Lagerkörper    5     tragen,    der sieh     somit    um die  ideelle Mittelaxe des unigeschwenkten Flü  gels     drehen    kann.

   Der     Lagerkörper    5     enthält     einen     mittels    einer Muffe 6     eingesetzten    hoh  len     Lagerzapfen    7 und an dem Fuss 8 des       Flügels    ist durch     eine        Verlängerung    9     ein          Querlagern    10     angesetzt,

      das     unter        Einfügung     von Kugeln oder     Rollen    oder     Nadeln    als       Wälzkörper    auf dem     Zäpfen        y7        läuft.    Der       .r1    lüget kann auf     .diese    Weise im Lagerring 4       um,den        :

  Zapfen        '1    pendeln und     ausserdem    zu  sammen mit     @    dem     Lagerkörper    5     sich    im  Lagerring 4 um die radiale Axe des Flügels  drehen, so dass er sich also unter den Ein  wirkungen der Fliehkraft, des Drehwider  standes und des Schubes einstellt.  



       Der    Flügel     ist,zweckmässig        nahe    dem Fuss  8     möglichst    dünn ausgebildet, um dann erst  zur Längsmitte hin, breiter oder dicker oder  jedenfalls biegungssteifer zu werden, so dass  die     $legungssteifigkeit        unda@ss@enverilung         überall im     -wesentlichen    den auftretenden  Biegungsbeanspruchungen entsprechen.  



  Nach Fig. 3 sind die Nabe 1 und die  Lagerhülse 2 ähnlich wie im vorigen Bei  spiele; aber in diese Hülse ist hier eine Reihe  von     Kugelschalen    11, 12 eingesetzt, welche  ,der Flügelfuss 8 mit Kugelschalen 13, 14 hin  tergreift, die an :der Flügelfussverlängerung  9 -durch eine mehrstufige Ringmutter fest  gelegt sind. Ein Boden 15 des Flügelfusses 8  wirkt als Gegenlagerfläche, so dass der Flü  gel     spielfrei    indem von den Schalen gebilde  ten Gleitlager     gehalten    ist.

   Da in diesem  Lager der Flügel vollkommen frei kugel  gelenkig .spielen könnte und somit überhaupt  keine     festen        Steigungswinkel    einhalten würde,  ist die Einschränkung auf eine Bewegung um  eine Queraxe durch eine von den eigentlichen  Lagerbelastungen freie Zusatzschale 16 ge  geben, die in der     Lagerhülse    2 mit     Bewe-          gungsgewinde        leicht    drehbar ist und     eine    Nut.  enthält, in die eine Mitnehmerrippe 17 .der  Flügelfuss-Lagerschale 14 so eingreift, dass  der     Flügelfuss    nur in Richtung .dieser Nut,  also in der Zeichnungsebene schwenken kann.  



  Die     mehrstufige        Ringmutter    kann zur  Genaueinstellbarkeit der Kugelschale u 13, 14  durch     getrennte    Schraubenmuttern ersetzt  sein. Zusätzlich oder in Ersatz dieser Ein  stellbarkeit können auch die Kugelschalen 11,  121 an .der Nabe getrennt     einstellbar    sein.

       Die     doppelte Anordnung der Kugelschalen be  wirkt, dass ohne unerwünschte Vergrösserung       dies    gesamten     Lagerdurchmessers    die Flächen  pressung im Lager herabgesetzt ist, und das  kann durch Hintereinauderschaltang von noch  mehr als je zwei Kugel-schalen in noch wei  terem     Masse    geschehen, während\ anderseits  bei     leichten        Flügeln    je eine einzige     Kugel-          sohale        genügt.     



  In sämtlichen Ausführungsformen kann  ferner die, in Fia. 3 gezeigte Einzelheit     vor-          geseh@en    :sein. dass die Fl'ügelfusshiilse 8  gegeniiber der radialen Lageraxe im Sinne  der     Resultierenden    aus Schub,     Drehwider-          ctand    und Fliehkraft so     geneigt    ist. dass ein  üblicher geradliniger Flügel in .den verschie  denen     Flugzuständen        jeweils    nur kleine    Schwenkbewegungen     bis    zum     Einspielen    in  die jeweilige Resultierende     auszuführen     braucht.

   Das ergibt dann infolge der kleinen  Einspielwege kleine und leicht unterbring  bare Flügelgelenke mit zentrischen Durch  trittslöchern für die Flügelfussverlänge  rung 9.  



  Nach Fig. 4 sind in die an die Schrauben  welle angeflanschte     Nabe    1 wieder zwei (oder  mehr) Hülsen 2 eingeschraubt und durch       Gegenmuttern    oder sonstige Mittel gesichert,  die hier in nach aussen durchgewölbten  Kugelschalen 20 endigen. Diese Kugelschalen  20 sind zwischen Flügelschaft-Kugelsclralen  21 und innern Kugelisehalen 22 eingeschlossen,  von denen die     ersten        unmittelbar    an den  Flügeln 23 sitzen, die hier aus Leichtmetall  hergestellt sind, während die innern Kugel  schalen 2,2 an den Flügeln durch Schrauben  bolzen 24     gehalten    sind; diese sämtlichen  Teile sind aneinander gegen     Verdrehen    ge  sichert.  



  Am Schraubenbolzen 24 ist auf eine feine  Verzahnung 25 ein Mitnehmerkranz 2'6 auf  gesetzt, in den     wieder    die diametrale Mit  neh:merrippe 17 eingreift, die hier an der in  der Hülse 2     drehbaren    Hilfsschale 16 sitzt.  Der Mitnehmerkranz 26 ist axial leicht be  weglich und durch eine Feder 2:7 an die  Hilfssichale 16 angedrückt.

   Die     Verdrehbar-          keit    d er Hilfsschale 16 ist ferner auf .den für  die Flügeleinstellung     nötigen        Bereich    be  grenzt. indem eine Änschlagschraube 28 von  der     Hülse    2 aus zwischen Anschläge 29 der       Schale        eingreift.        Insbesondere    dient einer der  Anschläge auch zur     Begrenzung    der Segel  stellung.  



  Dieter     Prepeller    arbeitet wie :der     wrigge;     nur     ermöglich'.;    hier die nach aussen gewölbte       Iiugelsehale    20 das     Ueranlegen    der     durch    den  Kugelmittelpunkt gehenden     Querase    dicht an  die     Propellerwelle,        wie    es die Rechnung in  vielen; Fällen erfordert.  



  Mittels der     Feinverzahnung    25 kann der  Winkel     zwischen    dem     Flügelblatt    und der       Queraxe    eingestellt werden, indem die Hilfs  schale 16     herausgeschraubt        wird    und der dä-           durch    von der     Verzahnung    25     abgleitende     Mitnehrmerkranz 26 nach verlangter Ver  drehung wieder auf :die Verzahnung aufge  setzt wird. Ein vornliegendes Handloch :der  Nabe 1 gibt hierzu bequeme Zugänglichkeit.  



  Nach Fig. 5 und 6 sind die Schalau 2,0,  21, 22,dieselben wie im vorigen Fallre. Hin  gegen sind die :äussern Kugelschalen 21 an  Flüzgelfusshülsen 30 vorgesehen, die im Quer  profil     zweispitzig    sind und     -dabei    aus zwei  mit Rippen     versehenen,    durch Schrauben       gegeneinander    gepressten Halbschalen be  stehen, die den     stromlinienförmigen    Flügel  schaft festspannen, während die innern       Kugelschalen    22     mit    den Flügelschäften       ,durch    besondere     hohle    Zugbolzen 3:1 verbun  den     sind.    Diese Zugbolzen 31 .greifen an :

  .den       Flügelschäften    mit     einer        Feinverzahnung   <B>3.2</B>  an, .so dass sie verschiedene Drehlagen zum       Flügelschaft        einnehmen    und     diesen    dann  nach dem Anziehen :des Bolzens     unverrückbar          festhalten        können,        also    sich     mitsamt    dem  Flügelschaft ;drehen.

   Der Fliehkraftdruck  wird dabei durch     ein.        Kugellager    3:3: über  tragen, :das unter     :die        Mutter        3:4    :des Zug  bolzens 31 gelegt ist.     In    jeden     Zugbolzen    ist  mit Verkeilung oder Verzahnung :eine Mit  nehmerrippe 17 eingesetzt, die in einem  Längsschlitz der Hilfsschale 16     gleitbar    ist.

    die ihrerseits in :der Traghülse 2i leicht ver  drehbar ,gelagert ist, entweder wie dargestellt  mittels eines üblichen Lagers oder wie in  Fig. 4 mit Bewegungsgewinde, :das den Vor  teil hat,     dass,    es     :einteilig    ohne     Gegenmutter     und deren Sicherungen als Lager arbeitet.  



  Mittels der Zugbolzen-Feinverzahnung 3.2  kann eine     Grundeinstellung    vorgenommen  werden, die die durch die Mitnehmerrippe 17  festgelegte Quergelenkage in verschiedene  Stellungen zu :der als massgeblich     zugrunde     gelegten     Profilsehne    des     Flügelblattes    :einzu  stellen erlaubt, je     nach    :den geforderten  Selbsteinstellungen des Flügels zwecks Er  zielung zweier bestimmter Drehzahlen in  zwei     Betriebszuständen.       Nach Fig. 7 hält der Zugbolzen 31 die  Mitnehmerrippe 17 :statt mit einer Feinver-    zahnung mit einem nicht selbstsperrenden  Stellgewinde 36 derart, dass die Rippe bei  einer Axialverschiebung eine Verdrehung er  fährt.

   Zum Erzeugen dieser Axialverschie  bung ist die Mitnehmerrippe 17 .durch eine       Stange    317 an     ein        Fliehgewicht    3.8 angeschlos  sen und entgegen dessen Fliehkraftwirkung       durch    eine oder     mehrere    Federn 3:9     belastet,     die sich an einem Sitzkragen 40 :des Bolzens  31     abstützten.    Die     Wirkung    ist hier beispiels  weise die, dass bei allen üblichen Betriebs  drehzahlen :das Fliehgewieht 38 :durch :

  die  Feder 39 au seinen .Sitz gepresst .gehalten  bleibt, so dass also die Drehlage der     Mit-          nehmerrippe    17 zum Zugbolzen 31 und     damit     zum     Flügel    unverändert bleibt und :die üb  liche     Regelung        erfolgt.        Nimmt    dann die       Drehzahl    über     ein,        bestimmtes        Grenzmass        hin-          aus    zu, so     beginnt    :

  das Fliehgewicht 38 nach       aussen    zu gehen und verdreht     :dabei    die     Mit-          nehmerrippe    17 und diese     Verdrehung    der  Quergelenkaxe gegenüber :dem Flügelblatt  bedeutet     :eine        Zusatzregelung,    :die durch     Stei-          gungsvergrösserung    ein unerwünscht weit  gehendes     Überschreiten    .der     Regeldrehzahl          verhütet.    .         Umgekehrt    kann auch die Feder 39 so  schwach gewählt sein, dass das.

   Fliehgewicht  3'8 im     Regelbetrieb    an     seiner        äussern    Hub  begrenzung anliegt und nur bei starker Un  terschreitung der Regeldrehzahl ,sich nach  innen bewegt und .der Mitnehmerrippe 17     ein:-          entgegengesetzte        Verdrehung        gegenüber    der  oben erwähnten erteilt, so dass eine un  erwünscht     weitgehende        Unterschreitung    der       Regeldrehzahl    :durch     Steigungsverkleinerung     verhütet     wird.     



  Bei der     Feder    39     :kann    eine nicht lineare  Federcharakteristik durch Federn mit     kege-          ligen    oder     verschieden,    stark     steigenden    Win  dungen     oder        Zusammenarbeiten    mehrerer       Federn,        erzielt    und dazu benutzt sein, für be  liebig viele     Flugzustände    genau vorgeschrie  bene     Drehzahlen    zu erzwingen.  



  Nach     Fig.    8 ist auf ähnlichem Wege eine       Reglerbeeinflussung    von Hand     .erzielbar,    in  dem im Zugbolzen :31 :die     Mitnehmerrippe    7.7      wieder .mit einem     Steilgewinde        3G    geführt  und hier durch eine Stange 3,7 an einem hy  draulischen Kolben 41 angeschlossen ist,  während     eine    Feder 42 den Kolben hier im       Sinne    der Fliehkraft     belastet.        Eine        Schlauch-          leitung        ,

  43    führt     Drucköl    vom Motor oder von  einem besonderen     Behälter    her über ein von       Hand    zu     öffnendes        und    zu schliessendes       Steuerglied    heran, und zwar in eine     .Bohrung     44 der     Kolbenstange    ,37     hinein,        aus    der es in  den     ausserhalb    des     Kolbens    41 liegenden     Zug-          bolzenraum    fliesst.

   Hier nimmt also der Kol  ben 41 samt der Mitnehmerrippe 17 eine       aussenliegende    Regelstellung ein, in der er       beim.    ganzen     Regelbetrieb    bleibt, bis durch  von     Hand    (oder     durch        einen    Regler) ge  steuerte Druckölzufuhr ein Einwärtsdrücken  des Kolbens und Verdrehen der Mitnehmer  rippe erfolgt und dadurch die Flügelsteigung  in     besondere        zur        Sicherung    gegen     Sturzflug-          Überdrehzahle:

  n    oder auch zur     Umsteuerung     auf     Rückwärts-drücken        eingestellt    wird, oder  es wird     umgekehrt,der    von selbst sich immer  auf     genügend        grosse        Steigungen    einregelnde  Flügel durch die willkürlich., Druckölzufuhr  auf     .kleinere        Steigungen    gebracht für beson  ders     starkes    Anziehen beim Start oder etwa  auch zur     Umsteuerung    auf Rückwärts  drücken.

   Besonders wichtig ist diese Öldruck  steuerung, um bei Motoren, die keinen Star  ter haben, aus der Segelstellung den Motor  wiederauspringen zu lassen. Dies wird be  wirkt durch eine solche Verdrehung der Mit  nehmerrippe und somit der Flügel durch Öl  druck, dass infolge der erzeugten Flügelstei  gung .der Fahrtwind ein Drehmoment erzeugt;  das den Motor bei vorheriger     Einstellung    von  Gas und     Zündung    anwirft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbstregelnder Verstellpropeller, ins- besondere für Luftfahrzeuge, bei welchem jeder Flügel um eine wenigstens annähernd radial zur Propellerwelle stehende Ase und um eine quer zu dieser stehende Ase schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Querase -um die Radialaxe schwenkbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Propeller nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Querase sowohl hinsichtlich ihres Abstandes von der Propellerwelle wie hinsichtlich ihrer Winkelstellung zum Flügelblatt einstell- bar ist. 2, Propeller nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass zum Abstandeinstel len das radiale Lager in der Nabe (1) verschieblich und zum Winkeleinstellen das Querlager zur Nabe verdrehbar ist.
    Propeller nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag den Flügel in einer durch den Fahrtwider- stand bei fehlendem Antrieb eintretenden Segelstellung festhält.
    -1. Propeller nach Patentanspruch, dadurch gekennzeic]net, dass die beiden Flügel lager von einer Kugelschale der Nabe (1) und einer Kugelschale, des Flügelfusses gebildet werden und die Beschränkung auf eine Bewegung um die Querase durch eine um die Radialase frei dreh bare Hilfsschale (16) erreicht ist, die mit einer Mitnehmerrippe (17) und Nut den Flügelfuss in nur einer Querrichtung schwenkbar führt. 5.
    Propeller nach Unteranspruch 4, -dadurch gekennzeichnet, dass zur Flächendruck- Verringerung mehrere Kugelschalen (11, 12) der Nabe (1) und Kugelschalen (13, 14) des Flügelfusses (8) hintereinander- gereiht sind. 6. Propeller nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Kugel schalen zur Einzeleinstellbarkeit gegen über ihrem Träger eingerichtet sind. 7.
    Propeller nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass -der Flügelfuss, gegen- überder radialen Lagerase schräggestellt ist. B.
    Propeller nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Flügel mit seinem Gelenklager durch einen geson- dert eingesetzten radialen Zugbolzen (31) verbunden ist, der an einer frei dreh- baren Hilfsschale (16) durch eine dia metral zum Umfang liegende Mitnehmer rippe (17) und Nut schwenkbar geführt ist und an dem der Flügel um seine eigene Axe verdrehbar und feststellbar ist. 9.
    Propeller nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass seine Flügelgelenke von nach aussen durchgebogenen Kugel schalen (2,0, 22) gebildet werden. 10. Propeller mach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass unter Abschliessung des Flügelfusses durch eine Kugelschale (2.1) der Zugbolzen (31) durch die Lager schalen (20, 2:2) hindurchgeht und die Kugelschale (21,1) mit schrägem verzahn tem Kopf erfasst. 11.
    Propeller nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass der Zugbolzen an der mit ,dem Flügel beweglichen Kugelschale (22) mittels eines Wälz lagers (33) innerhalb der Kugelschale an greift. 12. Propeller nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Nabe festliegende Kugelschale (20) in eine Hülse (2) übergeht, die an der Nabe (1) im Abstand von der Propellerwelle ver stellbar befestigt ist. 13.
    Propeller nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerrippe (17) gegenüber dem Zugbolzen mittels einer feinen Verzahnung einstellbar ist. 14. Propeller nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerrippe (17) gegenüber dem Zugbolzen mittels eines Steilgewindes verdrehbar ist. 15. Propeller nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet,dass die Kugelschale (21) am Flügelfuss. das Gelenk als Gegenlager umschliesst. 16.
    Propeller nach Unteranspruch 15, da- ,durch gekennzeichnet, dass, der Flügel fuss mit einer zweiteiligen, im Querprofil länglichen Hülse versehen ist. 17.
    Propeller nach Unteranspruch 16, da durch gekennzeichnet,dass die Flügelfuss hülse (30) im Querprofil zweispitzig ist und aus zwei mit Rippen versehenen Halbschalen.besteht, die durch Sehrauben auf den Flügelfuss aufgepresst sind. 18. Propeller nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerrippe (17) gegenüber .dem Zugbolzen (31) mit tels eines Regelungsgliedes verdrehbar ist. 1.9.
    Propeller nach Unteranspruch 18, da durch .gekennzeichnet, dass als Regelungs glied ein Fliehgewicht (38) nebst Regler feder (39) und Steilgewinde (3,6) in der Längsbohrung .des Bolzens vorgesehen sind. 20. Propeller nach Unteranspruch '18, da durch .gekennzeichnet, dass als Regelungs glied ein mittels biegsamer Leitung (43) mit Öldruck versorgbarer Steilgewinde kolben (41) in der Bolzenbohrung beweg lich untergebracht ist. 2.1.
    Propeller nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsschale (16) der Mitnehmerrippe (17) mit Bewegungs gewinde in einem Kugelschalen-Tragkör- per (2) drehbarr ist.
CH205752D 1938-02-02 1938-04-04 Selbstregelnder Verstellpropeller, insbesondere für Luftfahrzeuge. CH205752A (de)

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