CH201487A - Gleitschutzeinrichtung an Fahrzeugen mit gummibereiften Rädern. - Google Patents
Gleitschutzeinrichtung an Fahrzeugen mit gummibereiften Rädern.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60C—VEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
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Description
Gleitschutzeinrichtung an Fahrzeugen mit gummibereiften Rädern. Die Gleitschutzeinrichtung an Fahrzeugen mit gummibereiften Rädern gemäss der Er findung zeichnet sich dadurch aus, dass die Gummireifen der Räder einen seitlichen Flansch aufweisen, welcher mit starren Greif elementen ausgerüstet ist, die durch Druck wirkung auf den Reifenflansch mit dem Boden in Berührung kommen, also am Boden zum Angriff gebracht werden können.
Eine solche Gleitschutzeinrichtung hat ins besondere den Vorteil, infolge Anordnung der Greifelemente in Gummi geräuschlos zu sein und, weil der Reifen selbst einen Bestandteil der Einrichtung bildet, jederzeit in Wirkung gesetzt werden zu können. Für letzteren Zweck sind vorteilhafterweise mechanische Hilfsmittel vorgesehen, welche vom Fahr- bezw. vom Führersitz des betreffenden Fahrzeuges aus bedienbar sind, um die Greifelemente nach Belieben in und ausser Eingriff zu bringen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes veranschau licht, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Querschnitt durch die Ein richtung, Fig. 2 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt derselben, und Fig. 3 schaubildlich ein Greifelement. Es ist eine Pneumatik-Bereifung ange nommen, von welcher jedoch nur der auf die Felge 1 des Radkörpers 2 aufgebrachte Gum mimantel 3 gezeichnet ist. Der Gummimantel 3 besitzt einen seitlichen Flansch 4 in ge ringem radialem Abstand von seiner normalen Lauffläche. Genannter Flansch 4 endigt in einen radial einwärts gerichteten Schenkel 4', wodurch am Gummimantel 3 aussenseitig eine Rinne 5 gebildet ist, welche am Rad radial nach innen offen ist.
Am Umfang des Flan sches 4 sind in gleichmässigem Abstand von einander die zum Beispiel aus gehärtetem Stahl bestehenden starren Greifelemente 6 angeordnet, welche von einer Dreieckplatte 7 gebildet sind, die beidseitig einen Arm 8 von ungefähr T-förmigem Profil aufweist.
Die bei den Arme 8 liegen in bezug auf die Drei- eckplatte 7 in ein und derselben Querebene, bilden also zusammen an der Dreieckplatte 7 einen Quersteg, dessen infolge Abschrägung des Stegschenkels entstandene untere Kante gemäss Fig. 1 und 3 mit der in gleicher Weise entstandenen untern Kanten der be treffenden Seite der Dreieckplatte bündig liegt, so dass das Greifelement eine kantige, kreuzartige Stirnbegrenzung hat. Die starren Greifelemente 6 sind mittels ihrer Dreieck platte 7 in quer gerichtete Schlitze des Flan sches 4 eingesetzt.
Das einzelne Greifelement 6 ist in diesem Schlitz durch einen zwei- schenkligen, gespreizten Splint 9 festgehalten, welcher in der Rinne 5 des Reifens durch ein Loch der Dreieckplatte 7 hindurch ge steckt ist, wobei der Quersteg S der Drei eckplatte 7 jedes Greifelementes auf der äussern Seite des Schlitzes am Flansch 4 anliegt und die Splinten auf der innern Seite, so dass das Greifelement festen Halt am Reifen findet. In der Rinne 5 ist den Splin ten 9 Halt und Schutz gegeben.
Dem radial einwärts gerichteten End- schenkel 4' des Flansches 4 steht eine in gleicher Ebene liegende Pressscheibe 10 ge genüber, die mittels ihrer Achse 11 an einem Tragarm 12 angeordnet ist. Der Tragarm 12 ist durch nicht gezeichnete Mittel zurr Bei spiel an der Achse des Radkörpers 2 beweg lich, zum Beispiel verschiebbar geführt und mittels Verbindungsgestänge an einen Stell hebel angeschlossen, welcher vom Sitz des Führers des betreffenden Fahrzeuges aus be wegt werden kann.
Durch entsprechendes Be wegen dieses Stellhebels oder gegebenenfalls eines andern Bedienungsgliedes kann die Pressscheibe 10 entgegen der Kraft einer am Tragarm 12 angreifenden Feder gegen den Endschenkel 4' des Reifenflansches 4 gedrückt und wieder von demselben weg in die ge zeichnete Ruhelage zurückbewegt werden. Durch Andrücken der Pressscheibe 10 an den Endschenkel 4' des Reifenflansches 4 wird dieser radial auswärts gedrückt, so dass die starren Greifelemente 6 mit ihrer kantigen Stirnbegrenzung am Boden zum Angriff kom men, um ein Gleiten des Rades auf der Bodenfläche zu verhindern; da der Reifen flansch 4 nur mit seinem dem Boden am nächsten liegenden Teil der Druckwirkung der in Wirkungslage bewegten Pressscheibe 10 ausgesetzt ist, nimmt er in seinem übrigen Umfangsteil Normallage ein.
Durch Zurück bewegen des erwähnten Bedienungsgliedes kann die Druckwirkung der Pressscheibe 10 am Reifenflansch 4 wieder aufgehoben wer den, wodurch der Reifenflansch infolge Eigen elastizität wieder ringsum seine Normallage einnimmt und die Greifelemente demgemäss ausser Berührung mit dein Boden und somit ausser Wirkung kommen. Es können also vom Führersitz des Fahrzeuges aus die Greif elemente nach Belieben bezw. nach Erforder nis in und ausser Wirkung gesetzt werden.
Bei entsprechender Ausbildung der Bedienungs vorrichtung für stufenweises Einstellen kön nen durch Druck der Pressscheibe 10 auf den Reifenflansch 4 die Greifelemente 6 mehr oder weniger stark gegen die Bodenfläche gepresst werden, je nachdem deren Beschaffen heit dies wünschbar macht.
Durch die kreuzartige, kantige Stirnbe grenzung der starren Greifelemente wird ein Schutz sowohl gegen Gleiter) nach vorn und hinten als auch nach beiden Seiten gewähr leistet, und zwar auf Schnee und Eis bezw. vereister Fahrbahn, auf Wiesenboden, auf aufgeweichtem und nassem Boden; anhaften der Schnee und Kot beeinträchtigen die Ad häsion der starren Greifelemente am Boden ihrer Kanten wegen nicht. Die Greifelemente können erforderlichenfalls zwecks Ersatzes durch Herausziehen des Splintes 9 leicht aus dem Reifenflansch 4 herausgenommen werden.
Die Ausbildung der Greifelemente und ihre Einbettung im Reifenflansch kann natürlich sehr verschiedenartig sein, wie auch das Profil des Reifenflansches so oder anders seit) kann. Auch die Pressvorrichtung zum Auswärts drücken des Reifenflansches kann sehr ver schiedenartig ausgeführt sein; zum Beispiel kann die Drtickwirkur)g auf den Reifenflansch gegebenenfalls mittels eines Pedales erfolgen.
Die Erfindung umfasst selbstverständlich auch Gleitschutzeinrichtungen an Fahrzeugen mit Vollgummireifen oder mit Doppelreifen, an welchen die Flansche auf der einen oder auf beiden Aussenseiten vorgesehen sein kön nen; das Strassenfahrzeug kann dabei mit und ohne Kraftantrieb sein. Da die mit den Greifelementen versehenen Räder zum Bei spiel in gewissen Jahreszeiten ständig ver wendet werden, ist ein Montieren und nach- heriges Wiederabnehmen von Greifelementen im Bedarfsfall unnötig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gleitschutzeinrichtung an Fahrzeugen mit gummibereiften Rädern, dadurch gekennzeich net, dass die Gummireifen der Räder einen seitlichen Flansch aufweisen, welcher mit starren Greifelementen ausgerüstet ist, die durch Druckwirkung auf den Reifenflansch mit dem Boden in Berührung gebracht wer den können. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gleitschutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Press- vorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher der Reifenflansch radial auswärts gedrückt werden kann, uni die Greifelemente in Wir kung zu setzen, und dass durch Aufhebung der Druckwirkung auf den Reifenflansch dieser infolge Eigenelastizität wieder seine Normallage einnimmt, wodurch die Greif elemente ausser Wirkung kommen. 2.Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine ver stellbar und drehbeweglich angeordnete Pressscheibe zum Zusammenwirken mit dem Reifenflansch vorgesehen ist, um die Greif elemente nach Belieben in und ausser Wir kung setzen zu können. 3. Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Press- scheibe an dein dem Boden am nächsten liegenden Teil des Reifenflansches zur Ein wirkung gebracht werden kann. 4. Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druck wirkung der Pressscheibe auf den Reifen flansch stufenweise eingestellt werden kann. 5.Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifen flansch einen einwärts gerichteten, zum Zusammenwirken mit der Pressscheibe be stimmten Endschenkel aufweist. 6. Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Reifenflansch mit Hilfe seines Endschen- kels aussenseitig am Reifen eine Rinne ge bildet ist, welche am Rad radial nach innen offen ist und die Befestigungsteile für die Greifelemente aufnimmt. 7. Gleitschutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifele mente quer gerichtete Schlitze des Reifen flansches durchsetzen und auf beiden Seiten der Schlitze am Flansch anschlagen. B.Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Greif elemente eine kreuzartige kantige Stirn begrenzung aufweisen. 9. Gleitschutzeinrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Greif elemente durch eine Platte mit Quersteg gebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH201487T | 1938-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH201487A true CH201487A (de) | 1938-11-30 |
Family
ID=4442812
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH201487D CH201487A (de) | 1938-09-28 | 1938-09-28 | Gleitschutzeinrichtung an Fahrzeugen mit gummibereiften Rädern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201487A (de) |
-
1938
- 1938-09-28 CH CH201487D patent/CH201487A/de unknown
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