Spindelbandantrieb für Spinn-, Zwirn- und ähnliche Textilmaschinen. Die Erfindung betrifft einen Spindel bandantrieb für Spinn-, Zwirn- und ähnliche Textilmaschinen, bei dem jedes Antriebs band in endlosem Zustand eingezogen und um eine auf der Hauptantriebswelle sitzende Trommelscheibe, eine Spannrolle, eine Leit- rolle und eine Gruppe von Spindeln herum gelegt ist. Bei den bekannten Antrieben dieser Art verläuft die Achse der Spannrolle parallel zur Trommelachse. Damit das zwi schen der Spannrolle und der Leitrolle liegende Bandtrum an dem Umfang der Trommelscheibe vorbeigeführt werden kann, muss der Abstand zwischen der Spannrolle und der Leitrolle unverhältnismässig gross gemacht werden.
Infolgedessen ergibt sich eine grosse Maschinenbreite.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, da.ss die Spannrolle als Schränkungsspann- rolle ausgebildet und so zur Trommelscheibe angeordnet und so schräg gestellt ist, und dass die Spindeln der einen Seite zu den Spindeln der andern Seite so zueinander ver- setzt sind, dass die zwischen der Schrän- kungsspannrolle und der Leitrolle befind liche Bandstrecke an der Seitenfläche der Trommelscheibe entlang und an derjenigen Seite der Trommelscheibenwelle vorbei geführt wird, die der auf der Trommel scheibe aufliegenden Bandstrecke zugekehrt ist.
Bei dieser Ausbildung des Antriebes kann der Abstand zwischen der Spannrolle und der Leitrolle wesentlich geringer ge halten werden .als bei den bekannten Ma schinen. Gibt man der Trommelscheibe den üblichen Durchmesser von 300 mm, so erhält man bei den bekannten Maschinen eine Ma schinenbreite von etwa 1200 mm, während man bei der neuen Anordnung mit einer Maschinenbreite von etwa 480 mm aus kommt. Man erhält bei Anwendung des neuen Antriebes demnach eine ausserordent lich grosse Raumersparnis.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Bei spiel der Ausführung. Fig. 1 zeigt die Einrichtung im Aufriss, Fig. 2 im Grundriss.
a ist die Trommelscheibenwelle, b eine Trommelscheibe, c, und c2 sind die Spindeln der einen Seite, c3 und c, die Spindeln der andern Seite,<I>d</I> ist die Leitrolle,<I>f</I> die ein seitig im Winkelhebel e gelagerte Schrä,n- kungsspannrolle. g der Drehpunkt des Win kelhebels, h das auch durch eine Feder oder dergleichen ersetzbare Spanngewicht, i, und zwar<I>i"</I> i2, i", <I>i,</I> das die vier Spindeln trei bende Band, und zwar i, die Strecke zwi schen c, und b, i2 die Strecke zwischen f und <I>c,.</I> i,
die Strecke zwischen c_ und c3, i, die auf der Trommelscheibe b aufliegende Strecke. k, und k2 sind die Spindelbänke, in denen die Spindeln befestigt sind.
Wie die Zeichnung zeigt, liegt waagrecht von der Spindel c, ausgehend das Band vom tiefsten bis weit über den höchsten Punkt des Trommelscheibenumfanges hinweg an der Tommelscheibe b an, geht sodann unten um die Schränkungsspannrolle f herum und über dieselbe hinweg und wird durch die Schräg stellung der Schränkungsspannrolle f an der Seitenfläche der Trommelscheibe b entlang. an der der Bandstrecke i, zugekehrten Ober seite der Trommelscheibenwelle a vorbei zur Leitrolle d geführt, die das Band waagrecht zur Spindel c, leitet.
Von da aus geht das Band über die Spindel c3 zu den Spindeln c,2 und c,.
Die Spindeln c, und c, sitzen nicht ein ander gerade gegenüber, sondern sind zuein ander versetzt angeordnet, und zwar so, dass das Bandtrum i, und das Bandtrum i2 im Grundriss gesehen nicht übereinander, son dern nebeneinander liegen, und zwar so weit auseinander, dass das Bandtrum i2 an der Seitenfläche der Trommelscheibe entlang läuft, ohne dieselbe zu berühren.
Nach dem Mass der Spindelversetzung bestimmt sich die Lage der Trommelscheibe b zu den Spindeln c, und c4 und der Grad der Schrägstellung der Schränkungsspannrolle f.
Es ist klar zu erkennen, dass bei dieser Anordnung das Band nicht vollständig um die Trommelscheibenwelle herumgeht, son dern eine offene Schleife bildet, und da.ss es dadurch ermöglicht ist, ohne weitere Mass nahmen, wie z. B. Losschrauben von Einzel teilen, endlose Binder um die Spindeln, die Trommelscheibe, die Leitrolle und die Schränkungsspannrolle zu legen, und so die endlosen Bänder in die Maschine einzuziehen.
Der Durchmesser der Schränkungsspann- rolle wird zweckmässig so gross wie möglich gewählt. Je grösser er ist, um so grösser kann der Umschlingungswinkel des Bandes um die Trommelscheibe gemacht werden. Ohne Schwierigkeiten kann man hierdurch ge- wünschtenfalls sogar erreichen. dass der Um schlingungswinkel den weitaus grössten Teil des Trommelscheibenumfanges einnimmt.
Bei der durch die Einrichtung erzielten sehr guten Mitnahme des Bandes durch die Trommel ist es unnötig, die Bänder stark zu spannen. Es genügt eine ausserordentlich weiche Bandspannung, um eine sehr gute Mitnahme des Bandes durch die Trommel scheibe und hierdurch die Gleichheit der Drehzahlen der Spindeln zu erreichen. Die Folge hiervon ist, dass, die Bänder geschont werden. dass ferner die Lagerdrücke in den Lagern der Spindeln, der Trommelscheiben welle und den Rollen, somit Lagerverschleiss und Kraftverbrauch sehr gering werden.
Auch das Spanngewicht kann leicht sein, wodurch an Material gespart wird. , Auch die Trommelscheibenbreite kann sehr gering sein. Dieselbe braucht nur so breit. sein wie die Bandbreite. Hierdurch wird viel an Bau stoff, an Bearbeitung und an Gewicht ge spart. Die Trommelscheibe wird sehr leicht. Grosse Unwuchten und Lagerdrücke können deshalb nicht mehr entstehen.
Sehr günstig wirkt der grosse 1'Im- schlingungswinkel des Bandes um die Schränkungsspannrolle, der bei Veränderun gen der Bandlänge nur einen vorteilhaft ge ringen Ausschlag der Schränkungsspannrolle erfordert.
Es ist möglich, die Leitrollen auf eine gemeinsame Welle zu setzen, ebenso diese r Welle besonders anzutreiben, so dass die Spannrolle sich zwischen zwei angetriebenen Scheiben befindet, wodurch die Unterschiede in den Spannungen der Bandstrecken i,. und i. ausgeglichen werden.
Die Spannrolle kann Ränder beiderseits der Lauffläche erhalten, die Lauffläche je nach der Bandbreite und dem Rollendurch messer so gestaltet sein, dass Auf- und Ab lauf des Bandes günstig sind. In den meisten Fällen genügt eine zylindrische oder konvexe Lauffläche.
Die Einrichtung kann für Linkslauf und für Rechtslauf der Spindeln verwandt wer den, ohne dass eine Umstellung nötig ist.
Durch das Band können vier oder mehr Spindeln gemeinsam betrieben werden.
An Stelle von Bänder4 können auch Riemen, Schnüre oder dergleichen verwandt werden.