CH199028A - Schutzeinrichtung für elektrische Netze. - Google Patents

Schutzeinrichtung für elektrische Netze.

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CH199028A
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  Schutzeinrichtung für elektrische Netze.    Zum     Überwachen    von Streckenteilen elek  trischer Netze ist es bekannt, an den beiden  Enden von dem     Auftreten        eines    Fehler  symptomes abhängige     Anregerelais        sowie          Zeitrelais    anzuordnen, die die     Auslösung     steuern.

   Als     Anregerelais    werden im allge  meinen     Überstrom-,        Unterspannungs-    oder       Unterimpedanzrelais    vorgesehen, die     beim     Auftreten eines     Fehlers    das     Zeitrelais        in     Gang setzen, wenn gleichzeitig ein in den       Anlageteil    hineingerichteter     Energiefluss    vor  handen ist. Die Zeitrelais können     überstrom-          oder        widerstandsabhängig        sein.     



  Sind nun an den beiden Streckenenden  verschiedene Bedingungen für das     Zeitrelais     vorhanden, zum Beispiel verschiedene     Ströme     oder verschiedene Fehlerentfernung, so wür  den diese Relais nicht zu gleicher Zeit ab  schalten. Man     verwendet    nun im Distanz  schutz häufig Relais mit     stufenförmiger     Kennlinie und einer     Eilzeit.    Diese     bewirkt          bis    zu     einer    bestimmten     Fehlerentfernung       Abschaltung mit     ider        :geringstmöglichen    Zeit  verzögerung.

   Um     nun    auch das andere     @Strek-          kenende    im Fehlerfall so schnell wie möglich  abzuschalten und somit die Fehlerstelle völ  lig     spannungslos    zu machen, verwendet man       Hilfseinrichtungen,    die in     bestimmten    Fäl  len einen     Auslöseimpuls    von einer     Station    an  die     andere    übertragen und somit auch     dort     eine Schnellauslösung herbeiführen.  



  Verwendet man nun bei einer derarti  gen Einrichtung eine     Ruhestromschaltung,          dann    ist es möglich, das Vorhandensein des  Ruhestromes und damit den Zustand der  Schutzeinrichtung zu überwachen. Es be  steht dann     allerdings    die Gefahr, dass beim  Ausbleiben des Ruhestromes infolge eines  Fehlers in der Schutzeinrichtung selbst beim  späteren Auftreten eines Kurzschlusses au  sserhalb der zu überwachenden Leitungs  strecke     eine        Fehlauslösung    herbeigeführt  wird.

   Um dies zu vermeiden, wird nach der       Erfindung    der     Auslöseimpuls    zwar von dem      Ausbleiben eines Ruhestromes abhängig ge  macht; sein Ausbleiben wird jedoch nach  einer zur Betätigung der Schutzeinrichtung  erforderlichen Zeit wirkungslos gemacht.  



  Die Wirkungsweise der erfindungsgemä  ssen Einrichtung soll anhand des Ausfüh  rungsbeispiels in der Zeichnung erläutert  werden. In dieser ist schematisch eine zu       sehützende    Leitungsstrecke mit den Statio  nen X. Y und Z aufgetragen; ausserdem sind  die zu den Stationen gehörigen Schalter ein  gezeichnet. Über der Strecke sind gestrichelt       Auslösekennlinien    von Schutzrelais aufge  tragen, wobei die Fehlerentfernung nach  rechts und die     Auslösezeit    nach oben zu  nimmt. Entsprechende Kennlinien sind auch  von den Stationen aus nach links aufzutra  gen, der Übersichtlichkeit halber aber in der  Zeichnung fortgelassen.  



  Tritt beispielsweise bei     M    ein Fehler auf,  so wird der diesen Fehler speisende Schalter  in der Station Y, da die Fehlerentfernung  gering ist,     unverzögert    abgeschaltet. Der  Schalter in der Station X würde aber ent  sprechend der     eingezeichneten        Relaiskenn-          linie    erst mit der zweiten Zeitstufe den Feh  ler abschalten. Es wird daher von Y nach X  ein     Auslöseimpuls    übertragen, der die sofor  tige Öffnung auch des Schalters in der Sta  tion X bewirkt.  



  Um bei einer Unterbrechung der Hilfs  leitung auch im Fehlerfalle eine sofortige  Abschaltung zu erhalten, verwendet man eine       Ruhestromsehaltung    für die Übertragung des       Auslöseimpulses,    das heisst beim Ausbleiben  des Ruhestromes wird die Auslösung vorbe  reitet. Es ist nun möglich, dass ein innerer  Fehler in der     Chertragungseinrichtung,    also  eine Störung des Hilfsleiters oder der Hilfs  relais eintritt. Dies ist im Normalfall ohne  Einwirkung auf die Abschaltung, da hierzu  noch     Anregebedingungen    für die Schutz  relais erforderlich sind.

   Tritt aber nach einer  Unterbrechung des Ruhestromes infolge eines       innern    Fehlers der Übertragungseinrichtung  ausserdem ein Fehler ausserhalb des über  wachten     Anlageteils    auf, beispielsweise bei  N, so sind in X     Anregebedingungen    und    ebenfalls eine Energierichtung vorhanden,  die das Vorhandensein eines Fehlers möglich  erscheinen lässt. Das Zeitrelais würde aber  beim Ausbleiben des Ruhestromes     überbrückt     sein, so dass der Schalter in X abgeschaltet  würde, obwohl der Fehler im     übernäehsten     Streckenteil vorhanden ist.

   Aus diesem  Grunde wird erfindungsgemäss das Ausblei  ben eines Ruhestromes, d. h. die Über  brückung des Zeitrelais nach einer gewissen  Zeit, die erfahrungsgemäss zur Betätigung  der Schutzeinrichtung der gestörten Leitungs  strecke ausreicht, wieder wirkungslos gemacht.  



  Im obern Teil der Abbildung sind die  Kontakte und teilweise auch die Relaisspu  len der Hilfseinrichtung in einem schemati  schen Schaltbild dargestellt. Mit an und     (r     sind die Kontakte von nicht gezeichneten       Überstromanrege-    und Richtungsrelais be  zeichnet, die in Serie zu der Betätigungs  spule Z eines Zeitrelais an der Ortsbatterie  liegen. Parallel zu Z ist die     Auslösespule    A     b     des Schalters der zu schützenden Strecke,  sowie die drei Kontakte     z"        z=,        z3    des Zeit  relais Z angeordnet.

   Die Kontakte     z1    und     z.     liegen dabei in Serie zu den Kontakten     v1     und     v2    von (nicht dargestellten) Impedanz  stufenrelais. Die Kontakte     v1    werden bei  einem Fehler in der ersten Zone, d. h. unge  fähr in 80     %    des zu überwachenden Leitungs  teils, geschlossen; die Kontakte     v,    bei einem  Fehler in der zweiten Zone des Schutzbe  reiches.  



  Wenn nun in einer Station, Y, ein Netz  fehler, z. B. bei M, in der Grundzeit ausge  löst wird, d. h. durch die geschlossenen Kon  takte     z1    und     vx,    dann soll gleichzeitig ein  Impuls an die andere Station, X, gegeben  werden, damit auch in dieser mit der Grund  zeit der Schalter betätigt werden kann.

   Um  dies zu erreichen, ist parallel zu der Aus  lösespule Ab ein Relais T geschaltet, dessen  Kontakt     tü    entsprechend dem Stromkreis 11  in Serie mit einem von Hand zu     betätigenden     Kontakt Tb und dem normalerweise geschlos  senen Kontakt     s;ü    eines Sicherheitsrelais     S;          (vergl.    Stromkreis IV) und in Serie zu dem  zugehörigen Senderelais     S    dieser     Station    Y      liegt.

   Dieses Relais betätigt einen Kontakt     s,,     (Stromkreis V), der das Gitter einer Sende  röhre G überbrückt und damit den aus einem  Kupplungstransformator     K    und einem Kon  densator C bestehenden Teil eines Senders  ausser Betrieb nimmt.  



  Das Relais     S    kann ferner durch einen  von Hand betätigten     Kontakt        T,,    willkür  lich an Spannung gelegt werden.  



  Das Relais     81,    das den in Serie zur Spule  S liegenden Kontakt     siII    betätigt, liegt ent  sprechend dem Stromkreis     IV    in Serie zu  einem Kontakt     adlV    sowie zu einem Um  schaltkontakt     a3IV,    so dass das Relais     IJj    nor  malerweise von einem Ruhestrom durchflos  sen wird.

   Der Umschalter     a3IV    legt in seiner  zweiten Stellung das Relais     Si    an einen aus  einem Widerstand     ZV    und einem Serienkon  densator     CIV    bestehenden Entladungskreis,  der den Strom an dem Relais     Si    während  einer Zeit aufrecht erhält, die länger ist als  die zur Betätigung der     Schutzeinrichtung     erforderliche Zeit. Um diese Zeit noch zu  verlängern, liegt auch während des Ent  ladungsvorganges das Relais     Si    über einem  Widerstand R an Spannung, dessen Ohm  wert jedoch so hoch ist, dass der über ihn  gehende Erregerstrom das Relais     Si    nicht  zum Festhalten seiner Kontakte zu veran  lassen vermag.

    



  Die Kontakte     alIV    werden von einem  nichtgezeichneten Alarmrelais gesteuert, das  bei einem innern Fehler in der Schutzein  richtung, und zwar an ihrem Einbauort, an  spricht, also bei einem Fehler im Sender oder  Empfänger, in den Röhren desselben oder       dergl.     



  Zur Betätigung des Umschalters     a3IV     dient ein Relais A., das vom Empfänger E  (Stromkreis     VI)    gesteuert wird, also dann  anspricht, wenn der Empfänger unter dem  Einfluss einer von dem Sender der Nachbar  station ausgehenden Hochfrequenz in Tätig  keit sich befindet. Parallel zu dem Relais  A, ist ein kleiner Kondensator geschaltet, der  den Zweck hat, den Übergang des Empfän  gers auf     Notstrombetrieb    zu gestatten, ohne    dass hierdurch das Relais     entregt    wird. Diese  Umschaltung kann dann erforderlich wer  den, wenn als normale Speisung ein an das  Netz angeschlossener Spannungswandler mit  Gleichrichter dient und nur zur Notversor  gung eine Batterie eingebaut sein soll.

   Beim  Umschalten von dem einen Betrieb auf den  andern darf dann das Relais     A3    nicht zum  Abfallen kommen, sondern es muss eine Ver  zögerungszeit besitzen, die der zur Umschal  tung erforderlichen Zeit entspricht. Das Re  lais     A3    steuert     weiterhin.        einen    Kontakt     a3I     (Stromkreis I), der in Serie zu dem norma  lerweise geschlossenen Kontakt     sii    parallel zu  den Kontakten des Zeitrelais und der wider  standsabhängigen Relais liegt.  



  Ausser einem nicht dargestellten Alarm  zeichen, das beim Ansprechen des Relais     Al     gegeben wird, ist eine Signallampe L (Strom  kreis     III)    vorgesehen, die über normaler  weise geschlossene Kontakte     alIII    des Alarm  relais und über normalerweise geöffnete  Kontakte     siIII    des Sicherheitsrelais     Ni    an       Spannung    liegt.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist  folgende  Bei einem Fehler im eigentlichen Schutz  bereich, d. h. in dem Bereich, für den das  Zeitrelais mit     Grundzeit    arbeitet, also bei  spielsweise bei M, werden die Kontakte an  und q der dem Fehler benachbarten und  eventuell auch weitere Stationen geschlossen.  Das zusätzliche Zeitrelais Z (z. B. der Sta  tion Y links) wird erregt und schliesst mit  Grundzeit seinen ersten Kontakt     z1.    Da in  diesem Fall (Y links), also bei einem Fehler  in der ersten Zone, auch der Kontakt     v',    des  eigentlichen     Überwachungsrelais    geschlossen  ist, wird die     Auslösespule    Ab erregt und der  Schalter der     Station    Y mit Grundzeit aus  gelöst.

   Gleichzeitig wird aber auch das Re  lais T erregt, das parallel zur     Auslösespule     liegt. Dieses Relais öffnet seinen Kontakt       tII    und     entregt    dadurch das Relais     S.    Dieses  schliesst seinen Kontakt     sV    und unterbricht  somit die Aussendung des Ruhestromes, bei  spielsweise eines     Hochfrequenzruhestromes,     nach der Gegenstation X. In dieser     Station         ist die grundsätzliche gleiche Einrichtung  enthalten.

   Beim Ausbleiben des Ruhestromes       wird    daher in dieser Station der Empfänger  E ausser Wirkung gesetzt und das Relais     A3          entregt.    Dadurch werden in der Schutzein  richtung dieser Station die Kontakte     a;,l    ge  schlossen, und wenn auch hier die Kontakte       n     und q geschlossen sind, die     Auslösespule     <I>Ab</I> erregt.

   Durch das Ansprechen des Relais       :1."    d. h. durch Verschwinden seiner Erre  gung, wird der Umschalter     AJV    umgelegt  und das Relais     Si        entregt.    Die     Entregung    er  folgt jedoch über den Stromkreis W,     CIV    in  einer solchen langen Zeit, dass die     Kontakte          sil    so lange geschlossen bleiben, dass die Aus  lösespule A b inzwischen betätigt werden  konnte.  



  Bei einem Fehler ausserhalb des Schutz  hereiches werden ebenfalls in der einen Sta  tion die Kontakte<I>an</I> und<I>q</I> geschlossen. Die       Kontakte        r,    bleiben jedoch geöffnet. Da  durch werden die     Kontakte        v2    und     später        z,     nur .dann     geschlossen    werden können, wenn  nicht     inzwischen    eine andere Station (Y  rechts) abgeschaltet hat und     so    die Schutz  einrichtung der     betrachteten    Station X wie  der in ihre     Ausgangslage        zurückgekehrt    ist.

    Es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich um       zweiseitige    oder einseitige Speisung handelt.  



  Bei Annahme eines innern     Defektas    der       Schiitzeinriohtung    in der Station X, also  beim Verschwinden der Anoden- oder Gitter  spannung     des    Heizstromes, der Relaisspan  nung, die -durch irgendwelche innern Fehler       verursacht;

      werden können, spricht das nicht       dargestellte        Alarmrelais    an und öffnet seine  Kontakte     alIV.    Das Sicherheitsrelais     Ni    wird  dadurch sofort     entregt    und öffnet seinen  Kontakt     sil.    so     da.ss    die Schutzeinrichtung für  diesen Schalter in der Station X auch dann  nicht auslösen kann, wenn nachträglich oder       gleichzeitig        Anregebedingungen,        beispiele-          weise    durch einen Fehler bei     V,    auftreten.

    Durch das Ansprechen des Alarmrelais wer  den auch die     Kontakte        alIII    geöffnet. Die  Lampe L bleibt     infolgedessen    dunkel trotz  des     Schliessens    der Kontakte     silII.    Das Tönen  der Alarmvorrichtung ohne     Aufleuchten    der    Lampe L lässt darauf schliessen, dass der Feh  ler in der eigenen Station Y sich befindet.  



  Ferner werden aber auch die     Kontakte          sill    geöffnet und dadurch das Relais     S        ent-          regt.    Die Kontakte     s",    werden geschlossen, so  dass die     Ruhestromsendung    nach X unter  brochen wird. In der Nachbarstation X wird  daher das Relais     A9        entregt    und schliesst die  Kontakte     aJ.    Dies bleibt jedoch ohne Bedeu  tung, da die Kontakte an und q offen sind,  sofern kein Netzfehler da ist.

   Ferner werden  die     Kontakte        ajIV    umgelegt und dadurch das  Relais     Si    mit entsprechender Verzögerung       entregt.    Die     Kontakte        sil    in der Nachbarsta  tion X werden infolgedessen geöffnet und  die Kontakte     silll    geschlossen. Das Öffnen  der Kontakte     siI    hat zur Folge, dass wenn  nunmehr ein Netzfehler ausserhalb des ei  gentlichen Schutzbereiches zwischen der Sta  tion X und Y auftritt, trotz etwaigen Schlie  ssens der Kontakte<I>an</I> und<I>q</I> in einer oder  beiden Stationen keine Auslösung mit Grund  zeit erfolgen kann.

   Es wirken dann die nor  malen     Zeiten    der Schutzeinrichtung. Ein  Fehler bei N würde zum Beispiel von der  Station X aus erst mit der dritten Stufe ab  geschaltet werden,     wenn    weder die Schutz  einrichtung der Station Z noch die in der  Station Y inzwischen gearbeitet haben. Bei  einem Fehler zwischen den Stationen X und  Y, also beispielsweise bei M, löst Y über die       Kontakte    v, und z, mit kürzester Zeit aus.  Ein Signal an der Gegenstation X     wird    aber,  falls ein Fehler innerhalb der Sendeanlage  vorhanden ist, nicht gegeben. Diese kann  dann nur über ihre Kontakte     v2    und     z2,    also  mit der zweiten Zeitstufe; ihren Schalter zum  Auslösen bringen.

   Das Schliessen der Kon  takte     siIII    in einer Station hat zur Folge, dass  in dieser Station die Lampe L aufleuchtet  und somit anzeigt, dass es sich um einen     in-          nern    Fehler der Schutz-     bezw.    der Übertra  gungseinrichtung handelt, der aber nicht     in     der betreffenden Station selbst liegt, sondern  in der Gegenstation.  



  Bei einem Defekt im Übertragungskanal  für den Ruhestrom wird in beiden     Stationen     das Relais A,     entregt.    Die Vorgänge sind in      beiden Stationen die gleichen wie die zuvor  betrachteten, welche in der einen Station auf  treten bei einem innern Fehler in der Nach  barstation.  



  Es ist also zu sehen, dass bei intakter  Einrichtung ein Fehler in der ersten Zone  der überwachten Leitung die Schutzeinrich  tung mit Grundzeit betätigen lässt. Ein De  fekt in dem Übertragungssystem zwischen  den     Schutzeinrichtungen    der beiden mitein  ander gekuppelten Stationen hat lediglich  zur Folge, dass die zusätzliche Einrichtung,  nicht jedoch die gesamte Schutzeinrichtung  unwirksam wird. Die Schutzeinrichtung kann  vielmehr dann mit der normalen Zeit aus  lösen, d. h. ein Fehler bei M würde von Y  aus     unverzögert,    und von X aus mit der  zweiten Zeitstufe abgeschaltet werden. Eine  Fehlauslösung wird jedoch nicht herbeige  führt.  



  Nur in dem an sieh sehr     unwahrschein-          lichen    Fall, dass ein Defekt innerhalb der  Schutzeinrichtung und gleichzeitig ein Feh  ler im Netz vorhanden ist, kann unter Um  ständen ein Schalter zuviel ausgelöst wer  werden. Ist zum Beispiel der Hilfsleiter  zwischen X und Y     unterbrochen    oder aus  einem andern Grunde die     Ruhestromüber-          tragung    von Y nach X weggefallen und  tritt im gleichen Moment ein Fehler bei N  neu auf, so sind für eine bestimmte Zeit  sowohl die Kontakte<I>an, q,</I>     a3I    geschlossen.

         Eine    Öffnung des Kontaktes     sil    öffnet vor  aussetzungsgemäss erst nach einer zur Be  tätigung der     Schutzeinrichtung    erforder  lichen Zeit, d. h. in diesem Fall würde der  rechts von X dargestellte Schalter gleichzei  tig mit dem Schalter von 2 herausfallen.  Durch die Einschaltung des Sicherheitsrelais       8i,    das das Ausbleiben des Ruhestromes nach  einer bestimmten kurzen Zeit     unwirksam     macht, ist nur für einen ganz kleinen Zeit  raum überhaupt die Möglichkeit einer Fehl  auslösung vorhanden.

   Mit dem gleichzeitigen  Auftreten eines innern Defektes der Schutz  einrichtung und eines Fehlers im überwach  ten Netz braucht jedoch nicht gerechnet zu  werden, so dass die Einrichtung hinsichtlich    der     Vermeidung    von     Fehlauslösungen    prak  tisch allen Anforderungen genügt, wenn zu  fällig ein Fehler     in.    einer andern Lei  tungsstrecke     Anregebedingungen    vortäuschen  sollte.  



  Die Kontakte Tb dienen dazu, willkürlich  die Aussendung von Hochfrequenz zu unter  brechen und damit die Nachbarstation zum  Auslösen zu bringen. Die Kontakte     T.,    ge  statten, die     Schutzeinrichtung    in Betrieb zu  nehmen, und     können    wahlweise     entweder     von Hand oder durch ein     etwa    vorhandenes       Wiedereinschaltrelais    betätigt werden. Durch  die Erregung des Relais     S    werden nämlich  die Kontakte     s"    geöffnet und die Sendung  von Ruhestrom veranlasst. Das Relais As der  Nachbarstation spricht infolgedessen an und  öffnet seine Kontakte aal.

   Gleichzeitig wird       a3IV    umgelegt, das Sicherheitsrelais     Si    er  regt und damit die Kontakte     sil    geschlossen.  Die Kontakte     agI    und     sil    werden also in einer  solchen Reihenfolge betätigt, dass sie niemals  gleichzeitig geschlossen     sind,    so dass also bei  der     Inbetriebnahme    keine Fehlschaltung her  beigeführt wird.  



  Ausserdem werden die Kontakte     siIII    ge  öffnet und die Kontakte     siII    geschlossen. Das  letztere hat zur Folge, dass das Senderelais  der Nachbarstation erregt wird und seine  Kontakte     sv    öffnet. Dadurch gelangen in der       einen    Station die Kontakte     a.,1    und     sil    in die  richtige Lage, wie zuvor     beschrieben.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schutzeinrichtung für elektrische Netze, bei der die Abschaltung an den Strecken enden von dem Ansprechen von Anregerelais und Zeitrelais abhängig ist und bei der ein Auslöseimpuls von einem Streckenende an das andere bei Betätigung des Zeitrelais mit Grundzeit gegeben wird, dadurch gekenn zeichnet, dass der Auslöseimpuls von dem Ausbleiben eines Ruhestromes, der von der andern Station ausgesandt wird, abhängig ist, dass dessen Ausbleiben aber nach einer zur Betätigung der Schutzeinrichtung er forderlichen Zeit wirkungslos gemacht wird durch ein Relais (A3), das beim Ausbleiben des Ruhestromes die Kontakte des Zeitrelais (Z)
    überbrückt und gleichzeitig ein Sicher heitsrelais (Si) in Wirksamkeit setzt, das seinerseits nach einer zur Betätigung der Schutzeinrichtung erforderlichen Zeit den Parallelkreis zu den Kontakten des Zeitrelais (Z) wieder aufhebt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicher heitsrelais (M) in einen Ruhestromkreis eingeschaltet ist und beim Ansprechen des von dem Übertragungsruhestrom abhängi gen Relais (A3) auf einen Widerstands kreis (. W, C) geschaltet wird, der nur ein allmähliches Verschwinden des Er regerstromes des Relais (Si) gestattet. 2.
    Schutzeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Vergrösserung der Ver zögerung während des Entregungsvorgan- ges das Sicherheitsrelais (St) über einen so hohen Widerstand (R) an Spannung bleibt, dass der dann durch die Wicklung fliessende Strom den Relaisanker nicht festzuhalten vermag. 3. Schutzeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch ein bei einem innern Fehler in der Schutzeinrichtung der Einbaustation an sprechendes Alarmrelais, das das Sicher heitsrelais (Si) sofort zum Entregen bringt.
    4. Schutzeinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsrelais (St) mit einem weiteren Kontakt (siII) versehen ist, der beim Ansprechen des Re lais den Übertragungsruhestrom nach der Nachbarstation unterbricht. 5.
    Schutzeinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, gekenn zeichnet durch eine Signallampe (L), die beim Ansprechen des Sicherheitsrelais (8i) aufleuchtet, falls nicht gleichzeitig das von einem innern Fehler in der Ein baustation abhängige Alarmrelais (Al) angesprochen hat. 6. Schutzeinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5 mit Um schaltmöglichkeit von Normalspeisung der Relais auf Notstromspeisung, dadurch gekennzeichnet, dass das von dem Über tragungsruhestrom abhängige Relais (A3) eine Verzögerungszeit besitzt, die der zur Umschaltung erforderlichen Zeit ent spricht. 7.
    Schutzeinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, gekenn zeichnet durch einen wahlweise von Hand oder von Wiedereinschaltrelais betätigten Kontakt (T.), der die Sendung des über- tragungsruhestromes steuert.
CH199028D 1936-05-23 1937-05-21 Schutzeinrichtung für elektrische Netze. CH199028A (de)

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