Elektrodentrageinrichtung an elektrothermischen Öfen. Vorliegende Erfindung betrifft eine Elek- trodentrageinrichtung an elektrothermischen Ofen. Es ist bereits eine Trageinrichtung für kontinuierliche, mit Metallmantel versehene Elektroden in Aluminiumöfen bekannt, bei welcher die Elektroden länglichen Quer schnittes mittels horizontal angeordneter Reihen von Kontakten, die von der Aussen seite in die Elektrode eingeführt sind, auf gehängt sind. Die Kontakte werden hierbei von längsgehenden Eisenbalken getragen, die mittels Querverbindungsteilen zusammen gehalten werden.
Die Tragbalken sind hier bei etwas länger als die Elektrode selbst und die Querverbindungsstücke sind etwas länger als die kurzen Seiten der Elektrode. Die Enden der Tragbalken und die Enden der Querverbindungsstücke greifen an den Ecken übereinander, wodurch zwischen den horizon talen Tragbalken genügend Platz zum Ein führen der Kontakte zur Verfügung steht.
Die Tragbalken bestehen beispielsweise aus U-Eisen Normalprofil Nr. 10, und auch die Querverbindungsstücke sind 10 cm hoch, so dass zwischen je zwei übereinanderliegenden Tragbalken ein freier Zwischenraum von 10 cm Höhe besteht. In dieser Weise sind also<B>50</B> /WO der Elektrodenoberfläche im Fas sungsbereich von den Tragbalken gedeckt, während die übrigen 50 % ungeschützt liegen.
Die Aufhängung erfolgt mittels des un tersten Tragbalkenpaares. Sobald ein Trag balken bis an die Kruste gelangt ist, die das Bad im Ofen deckt, muss er von der Elektrode entfernt werden. Dadurch werden nicht nur der 10 cm breite Streifen der Elektroden fläche, der von dem Tragbalken bedeckt war, sondern auch der oberhalb folgende 10 cm hohe Streifen freigelegt.
Da der Elektroden- mantel gewöhnlich aus Aluminium besteht, das bei 660 C schmilzt, wird infolgedessen die Elektrode an der Badoberfläche der Luft oxydation stark ausgesetzt. Dies kann unter ungünstigen Umständen, z.
B. wenn der Ofen aus irgend einem Grunde etwas wärmer als gewöhnlich arbeitet, zu den bekannten ge fährlichen Korrosionserscheinungen der Elek- i-rode führen. Diese Korrosion kann unter ;gewissen Umständen so weit fortschreiten, chiss auch der Teil der Elektrode, welcher durch die beiden oberhalb liegenden Trag- 1:alken bedeckt ist, angegriffen wird.
Die Ofengase werden dann an der Innenseite dieser Balken emporsteigen und durch den oberhalb liegenden freien Zwischenraum ent- eichen. Diese Verhältnisse sind für den Be trieb der Elektrode sehr gefährlich und kön nen sogar dazu führen, dass die ganze Elek trode wegen der tiefgreifenden Korrosion zer schlagen werden muss.
Dieser Nachteil wird nun bei der erfin dungsgemässen Einrichtung dadurch beseitigt, dass aus mehreren lösbar miteinander ver bundenen Teilen bestehende metallische Rah men vorgesehen sind, welche derart aufeinan der gelegt werden können, dass sie zusammen einen ringsum geschlossenen Behälter zur Aufnahme der frischen Elektrodenmasse im obern Teil der Elektrode bilden. Dabei kön nen die Rahmen die gesamte Oberfläche der Elektrode von der Badoberfläche aufwärts lückenlos decken. Zur Einführung der Kon takte können Löcher in den Rahmen vor gesehen sein.
Die Löcher können in den Rahmenbalken oder so zwischen den Rahmen balken liegen, dass eine Hälfte des Loches in der Oberkante des untern Rahmenbalkens und die andere Hälfte in der Unterkante des daraufliegenden Rahmenbalkens ausgeschnit ten ist. Die einzelnen Rahmen können auch fest miteinander verbunden werden, so dass gleichzeitig mehrere Rahmen am Tragen der Elektrode teilnehmen können.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. In dieser zeigt: Fig. 1 einen Ofen in senkrechtem Schnitt und Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die Elektrodentrageinrichtung; Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab eine Einzelheit der Rahmen in Draufsicht. Bei der dargestellten Anordnung wird die Elektrodenmasse 1 in den feststehenden Eisenmantel 2 eingefüllt, entsprechend dem täglichen Verbrauch an Elektrode.
Der fest stehende Eisenmantel 2 ist aus Eisenplatten zusammengesetzt und hängt im Sandver- schluss 3, der an der Plattform 4 befestigt ist. Die Rahmen 5 werden um den Mantel 2 aufmontiert, und werden mit der Elektrode zusammen, allmählich gesenkt, in dem Masse, wie die Elektrode am untern Ende auf gebraucht wird. Die Stromzufuhr ist in Fig. 2 näher gezeigt und geschieht in bekannter Weise mittels des Rahmens 6, der Schienen 7 und der Kontakte B.
Diese sind nur angedeu tet und werden in die Elektrodenmasse durch Löcher in den einzelnen Rahmen 5 eingeführt. Der Tragrahmen 6 besorgt die Stromzufuhr zur Elektrode und dient gleichzeitig zum Aufhängen der Elektrode, zu welchem Zweck er gehoben und gesenkt werden kann mittels zweier Spindeln 9, die mit einer über der Elektrodenfassung liegenden Zentralwelle 10 verbunden sind, die mittels einer Bette 11 und eines Kettenrades 12 bedient werden kann.
Die Eckverbindung der einen Rahmen 5 zusammensetzenden Rahmenbalken ist aus Fig. 3 ersichtlich. Die Rahmenbalken 5a und 5b sind U-Eisen, z. B. Normalprofil Nr. 18, und zwar überragen die Querbalken 5b die Enden der Längsbalken 5a. Jeder Längs balken 5a hat an den Enden des Steges Keil hülsen 15, und jeder Querbalken 5b hat zwei ähnliche Keilhülsen 17, die in einiger Ent fernung von den beiden Enden so angesetzt sind, dass ihre äussern Enden ungefähr bündig mit der Stegflansche der Längsbalken ab schliessen. Sämtliche Keilhülsen sind an geschweisst.
In die Keilhülse 15 ist ein Nasenkeil 16 eingesetzt, welcher durch einen Schlitz<B>5e</B> im Steg des Querbalkens 5b hin durchragt und am vordern Ende einen Längs schlitz hat. Ein ähnlicher Nasenkeil 18 ist in der Hülse 17 so eingesetzt, dass sein vorderer Endteil, dessen äussere Flanke Anzug hat, durch den Schlitz des Nasenkeils 16 hin durchtritt. Auf diese Weise sind sämtliche Balken des Rahmens sicher und fest zu sammengehalten und können rasch und ein fach gelöst und wieder zusammengesetzt wer den, indem lediglich die Nasenkeile heraus geschlagen und wieder eingesetzt werden müssen.
In Fig. 1, ist zugleich angedeutet, wie der Ofen zwecks Gasabsaugung geschlossen aus gebildet werden kann. 12 sind Löcher im feststehenden Eisenmantel. Das Gas strömt durch diese in einen Gaskanal 13 an der Innenseite des Eisenmantels. Von diesem wird das Gas durch ein Sammelrohr 14 weg geleitet, das über der Elektrode angebracht ist.
Durch die beschriebene Anordnung ergibt sich eine Reihe von Vorteilen im Ofenbetrieb. Die ganze Elektrodenoberfläche wird sehr wirksam geschützt und in den durch die Rahmen gebildeten Behälter kann die Elek- trodenmasse ohne weiteres eingefüllt werden; durch die Praxis hat sich-ergeben, dass der Aluminiummantel der Elektrode weggelassen werden kann.
Um zu verhindern, dass die rohe Elek- trodenmasse, die dann in direkter Berührung mit den Rahmenbalken gebacken wird, ver kokt werde und an diesen anhafte, wodurch das Entfernen der Rahmenbalken von der Elektrode erschwert, wenn nicht gar ver- unmöglicht würde, genügt es, die der Elek- trodenmasse zugewendete Kontaktfläche der Rahmenbalken sauber zu halten.
Man kann jedoch die Rahmenbalken mit einer inwendi gen Schicht von Graphit versehen, eventuell einer Mischung von Graphit und Öl, Alaun und Teer oder dergl., wodurch das Entfernen der Rahmenbalken noch mehr erleichtert wird. Falls man es wünscht, kann man na türlich auch einen dünnen Aluminiummantel anwenden, z. B. in Form von Aluminium folien. Wenn die Folien aufgerollt sind, kann die Rolle ganz einfach auf der Elektroden plattform in einer solchen Weise angebracht werden, dass die Folie von der Rolle in dem Masse, wie die Elektrode in den Ofen hinab sinkt, automatisch abgezogen wird.
Mittels der Folien lässt sich auch leicht zwischen Elektrode und Plattform eine gute Abdichtung erzielen. Ferner werden die Löcher für die Kontakte in den Rahmen durch die Folie gedeckt, so dass keine Elek- trodenmasse durch dieselben herausfliessen kann.
Es hat sich jedoch herausgestellt, dass nur an der obersten Schicht der Elektroden masse Gefahr besteht, dass die Masse durch die .Kontaktlöcher hinausfliesst. Sobald die Yasse in der Elektrode etwas getrocknet ist, ist sie so zusammenhängend, dass sie nicht mehr aus den Kontaktlöchern herausfliessen kann.
An der obersten Schicht der Elek- trodenmasse können die Löcher entweder durch Einführung der Kontakte in die Eisen- form, bevor die Mause bis zu den betreffen- den Löchern aufgefüllt wird, oder in anderer Weise zugedeckt werden. .
Dieses Decken der Löcher in den Rahmen kann mit Vorteil mittels des feststehenden Eisenmantels 2 erfolgen, dessen untere gante an der Innenseite des durch die Rahmen ge bildeten Elektrodenbehälters zwischen diesem und der Elektrodenmasse liegt und bis unter die oberste Reihe von Löchern ragt. Beim Senken der Elektrode müssen dann der Be hälter und die Masse gegenüber dem Mantel abwärts gleiten.
Infolge des Wegfallens des Elektroden mantels kann die Höhe der Elektrode stark reduziert werden. Aus praktischen Gründen muss nämlich der Elektrodenmantel aus Stücken von mindestens 1 m Länge auf gebaut werden. Bei der Zusammenfügung muss der obere Teil des alten Mantels über die Eisenrahmen oder (in geschlossenen Ofen) über die Ofenhaube hinausragen. Bei der ge zeichneten Anordnung erreicht man demge mäss eine Reduktion der Gesamthöhe der <B>Ei</B> laktrode von über 1 m auf nur etwa 1 bis 1,20 m.
Die Folge hiervon ist, dass man die beiden Seiten des Aufhängungsgetriebes mittels einer durchgehenden Welle oberhalb der Elektrode direkt miteinander verbinden kann.
Der elektrische Strom wird den Kontak ten mittels Kabeln oder dergl. zugeführt, die mit den äussern Enden der Kontakte ver binden werden. Man kann jedoch auch die Ka.ht91 mit dein Elekti-o(lenl)t#liülter verbinden mid die Kontakte in die Löcher des Rahmens so einpassen. eventuell einschleifen, dass man uiiie ausreichende und gute Kontaktfläche erhält.
Die beschriebene Einrichtung kann na- türlieli auch für Elektroden anderer Quer- sclinittsforin, als der rechteckigen, angewandt werden, z. B. für Elektroden mit kreisförmi gem oder länglichem Querschnitt.
Es sind schon Elektroden hergestellt wor den, bei welchen die grosse Achse des Quer schnittes 3.5 bis 4,5 m lang ist; es kann aber noch höher gegangen werden. Man kann da- durch Einzelelektroden für .111 bis 0()000 Amp. und mehr erstellen.