DE723448C - Kohlenanode - Google Patents

Kohlenanode

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Publication number
DE723448C
DE723448C DEV36292D DEV0036292D DE723448C DE 723448 C DE723448 C DE 723448C DE V36292 D DEV36292 D DE V36292D DE V0036292 D DEV0036292 D DE V0036292D DE 723448 C DE723448 C DE 723448C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anode
pair
blocks
carbon
dovetail
Prior art date
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Expired
Application number
DEV36292D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Schmitt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Aluminium Werke AG
Original Assignee
Vereinigte Aluminium Werke AG
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Publication date
Application filed by Vereinigte Aluminium Werke AG filed Critical Vereinigte Aluminium Werke AG
Priority to DEV36292D priority Critical patent/DE723448C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE723448C publication Critical patent/DE723448C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/08Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes
    • C25C3/12Anodes
    • C25C3/125Anodes based on carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Kohlenanode Die Erfindung betrifft eine zusammengesetzte Kohlenanode, insbesondere für die Schmelzflußelektrolyse von Aluminium.
  • Bei der Schmelzflußelektrolyse von Aluminium besteht bekanntlich die an dem Pluspol der Stromquelle angeschlossene Elektrode im wesentlichen aus Kohlenstoff, der durch .den bei der Elektrolyse der Tonerde frei werdenden Sauerstoff verbrennt. Mit Rücksicht auf die gewünschte hohe 'Reinheit des zu gewinnenden metallischen Aluminiums soll die Anode möglichst wenige Verunreinigungen enthalten; der Kohlenstoff darf also nur sehr geringen. Aschengehalt aufweisen.
  • Der Tatsache, daß die Anode während des Betriebes verbraucht wird, steht der Wunsch nach einer stetigen Reduktion, d. h. nach einem stetigen Betrieb der Elektrolysezelle, entgegen. Es sind deshalb schon verschiedene Anoden für den stetigen Betrieb vorgeschlagen worden. Eine bekannte Anode (Söderberg-Anode) ist aus einer grünen, in der Zelle selbst brennenden Masse aus Pechkoks und Weichpech gebildet. Diese für den stetigen Betrieb brauchbare Anode besitzt gegenüber den aus Kohlenblöcken bestehenden Anoden noch den Vorteil, daß keine Anodenreste und -abfälle entstehen. Anderseits ist es aber mit derartigen Anoden sehr schwierig, einen gleichmäßigen Betrieb der Zelle zu erzielen., da dieser in hohem Maße von der Zusammensetzung und der Beschaffenheit der Kohlenmasse der Anode abhängig ist, die Eigenschaften der Bestandteile aber, aus denen @die Masse zusammengesetzt ist, von Lieferung zu Lieferung beträchtlich schwanken. Dieser Nachteil ist kaum zu beheben, da die--Eigenschaften der Masse, auf die es im Betrieb an kommt, schwer feststellbar sind, denn sie wirken sich auf die Leitfähigkeit und Druckfestigkeit erst im gebrannten Zustande der Masse aus, und dieser wird erst im Betriebe erreicht. Werden dagegen Anoden verwendet, die vor dem Einbau fertiggebrannt wurden, dann kann man die Eigenschaften vorher überprüfen und schlechte Anodenstücke ausscheiden.
  • Deshalb ist :auch versucht worden, stetig arbeitende Anoden aus fertiggebrannten Kohlenblöcken herzustellen, doch sind diese Versuche daran gescheitert, daß man zwischen den .einzelnen Stößen der Anode keine Verbindung schaffen konnte, die eine hohe Leitfähigkeit aufweist und einen gleichmäßigen Abbrand auch an der Stoßstelle gewährleistet. Man hat z. B. die Verbindung durch Haltenippel aus Kunstkohle oder anderen Stoffen herzustellen versucht, doch führt dies zu einer Unterbrechung des Kohlengefüges und damit leicht zur Rißbildung und zum Abfallen von Anodenteilen. Auch der Versuch, die Kohl@enblöche zusammenzukitten, ist gescheitert, weil man keinen Kitt von entsprechenden chemischen und physikalischen Eigenschaften gefunden hat.
  • Gemäß der Erfindung wird nun der Betrieb der Elektrolysezelle ebenfalls durch eine zusammengesetzte Kohlenanode.ermöglicht, doch werden die eben genannten Nachteile vermieden, und zwar geschieht dies dadurch, daß die Anode aus zusammengepreßten Paaren von in einer senkrechten Längse`oene zusammenstoßenden Blöcken besteht, die an ihrer Ober-und Unterseite mit einem gemeinsamen, über die ganze Länge der Blöcke verlaufenden Schwalbenschiv:anzvorsprung bzw. einer entsprechenden Ausnehmung versehen sind.
  • Nun ist aber eine aus einer Vielzahl von Kohlensektoren zusammengesetzte Rundelektrode bekanntgeworden, bei der jedoch niemals .ein Druck auf die waagerechten Stoßflächen der :einzelnen Segmente ausgeübt werden kann. Da diese bekannte Elektrode für Wechselstromöfen verwendet werden soll, kommt es dabei nicht wie bei Elektrolysezellen so sehr darauf an, niedrige Ohmsche Übergangswiderstände in den zusammengesetzten Elektroden zu erzielen.
  • Auch den anderen bekannten, aus mehreren Teilelektroden aufgebauten Elektroden fehlt das wesentliche Merkmal des Erfindunagsgegenstandes, da jede Teilelektrode nur für sich mit einem Schwalbenschwanz versehen ist, wodurch die beim Erfindungsgegenstand infolge der Ausstattung von zwei zu .einem Paar aneinandergepreßter Kohlenblöcke mit einem gemeinsamen Schwalbenschwanz gewonnene Möglichkeit des Anpressens der einzelnen Elektrodenteile nicht vorhanden ist.
  • Im Gegensatz hierzu stehen gemäß der Erfindung durch diese Zusammenpressung der Paarhälften die Stoßflächen zwischen den einzelnen Kohlepaaren unter Druck, wodurch der Spannungsabfall an den Trennfugen zwischen den aufzustockenden Kohlen :auf ein 'Mindestmaß herabgedrückt wird.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung hervor, in der an Hand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel erläutert ist.
  • In der Zeichnung zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch eine Elektrolysezelle mit einer Seitenansicht der Anode gemäß der Erfindung und Abb.2 einen Querschnitt durch diese Zelle und zwei Anoden.-Die Elektrolys:ezelle besteht in üblicher Weise aus dem bewehrten Eisenblechkasten i, dessen Boden mit dem Matiertverk 2 versehen ist. Die Wanne 3 der Zelle ist durch den aus Kohle bestehenden Boden q. und die aus Magnesitziegeln bestehende Ausfütterung 5 der Seitenwände gebildet. Die Wanne ist durch einen aus zGvei Teilen 6 und 6' bestehenden Deckel gegen Wärmeverlust geschützt. Dieser Deckel hängt an Rollen 7, die in Längsschienen 8 laufen, die auf den seitlich der Zelle angebrachten Stützen 9 ruhen. Aus dem Längsschnitt der Abb. i ist erkennbar, daß die beiden Teile des Deckels 6 und 6' nach rechts und links. verschoben werden können, so daß der Zutritt zur `Vanne 3 freigegeben wird. Die Anode, von der im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Stück nebeneinander in die Zelle eingehängt sind, besteht aus übcreinander angeordneten Kohlenblöcken i 1, 12 und 13, 14. Das Paar i i, 12 ist durch den Druckrahmen 15 in waagerechter Ebene zusammengedrückt, so daß die mittleren senkrechten Stoßflächen fest aufeinandergepreßt sind. Die Unterseite dieses Paares i i, 12 ist mit einem schwalbens,chwanzförmigen Ausschnitt versehen, in den ein entsprechender schwalbenschwanzförmiger Vorsprung .auf der Oberseite des Blockpaares 13, 1 4. einpaßt. Das Paar 13, 1 4 der Kohlenblöcke war ursprünglich auf seiner Unterseite ebenfalls mit einer schwalb.en.schwanzförmigen Ausnehmung versehen, doch ist in Abb. 2 die Form der Unterseite dargestellt, die sie während des Betriebes annimmt, da die seitlichen Vorsprünge an den Kanten rasch abbrennen.
  • Damit nun der Druck, unter den das obere Kohlenpaar mittels des Druckralunens 15 gesetzt ist, sich über die Seitenflächen des Schwalbenschwanzes auf das untere Kohlenpaar überträgt, ist zweckmäßig eine Möglichkeit für die Beivegting der einzelnen Kohlenblöcke eines Paares in der Druckrichtung vorgesehen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist dies dadurch erreicht, daß ein Zwischenraum 16 zwischen dem unteren Teil der Stoßflächen des Paares durch Abschrägen dieser Stoßflächen geschaffen ist. Dadurch stoßen die Blöcke nur mit 'dem oberen Teil ihrer P'aßflächen zusammen, während die unteren Innenkanten des Schwalb:enschwanzau.sschnittes fest die Seitenflächen des Schwalbenschwanzvorsprungs des unteren Kohlenpaares, fassen und auch die waagerechten Flächen der beiden Kohlenpaare fest zum Anliegen gebracht werden. Der zwischen dem Kohlenpaar geschaffene Zwischenraum 16 kann entweder leer bleiben, oder @es, kann auch auf. die Paßflächen vor dem Zusammenbau des Paares eine plastische Kohlenmasse aufgetragen werden, die den Zwischenraum dann ausfüllt. Die Flächen, die den Schwalbenschwanz bilden, können auch zur Verringerung des Übergangswiderstandes mit einem Kitt aus Kohlenmasse o. dgl. hestrichen werden. Die einzelnen Kohlenpaare können mit einem Blechmantel umgeben sein, der sie vor vorzeitiger Oxydation und Abrieselung schützt.
  • Die Stromzuleitung zu den Anoden erfolgt in an sich bekannter Weise z. B. durch die in das untere Kohlenpaar eingeschraubten Nippel 17, die mit der Stromzuleitung 18 verbunden ,sind. Der Strom fließt aus der Zelle durch die Kathode 4 und den metallischen Leiter ig ab. Um die Höhenlage der Anode einstellen zu können, ist der Druckrahmen auf Ketten 21, 22 aufgehängt, die über Rollen 23, 24 laufen, welche in dem nur in Abb. i angedeuteten Ständer 25 gelagert sind.
  • Der Betrieb der dargestellten Zelle mit der Anode gemäß der Erfindung geschieht in folgender Weise: Ist das untere Kohlenpaar bis in die Nähe der Nippel abgebrannt, dann wird die Anode, nachdem die Deckelhälften 6 und 6' zur Seite geschoben wurden, mittels der Aufhängevorrichtung hochgezogen. Zweckmäßig werden sodann die Deckelhälften 6 und 6' wieder zusammengefahren, damit man die Anode auf der Oberseite des Deckels, aufsetzen kann. Nun werden die Nippel 17 aus dem unteren Kohlenpaar entfernt, nachdem die Stromzuführungsleitungen von diesen gelöst worden sind. Die Nippel werden in :das obere Kohlenpaar eingesetzt und die Zuführungsleitungen wieder angeschlossen. Darauf wird die Anode nach Öffnung des Deckels wieder in den Ofen gesenkt und der Deckel geschlossen. Die Anode wird nun gebildet aus dem oberen Kohlenpaar und den noch von dem unteren Kohlenpaar verbliebenen Stümpfen, die durch den Schwalhenschw:anz mit dem oberen Kohlenpaar verbunden sind. Sind die Stümpfe im Betrieb vollkommen abgebrannt, so sind Maßnahmen für das Aufsetzen eines neuen Kohlenpaares: auf das Paar i i und 12 zu treffen. Zu diesem. Zweck wird die Anode wieder hochgezogen, auf den Deckel aufgesetzt und ein neues Kohlenpaar oben aufgebracht; darauf wird der Druckrahmen vom Paar i i und 12 gelöst und um das neue Paar gelegt. Die Stromzuführungsnippel verbleiben zunächst in dem Kohlenpaar i i und 12. Nach Durchführung dieser Maßnahmen wird die nunmehr aufgestockte Anode nach vorheriger öffnung des Deckels wieder in den Ofen gesenkt und der Deckel geschlossen. Ist das Paar i i und 12 im Verlauf des Betriebes bis, in die Nähe der Nippel abgebrannt, so werden .die Nippel wieder, wie oben beschrieben, umgesetzt usf. Diese Maßnahmen, d. h. also die Aufstockung der Anoden und die Versetzung der Nippel, können ohne Unterbrechung des Betriebes der Zelle durchgeführt werden, da während der Arbeiten an der einen Anode die andere Anode weiterlaufen kann.
  • Die Schwalbenschwanzausnehmungen und -vorsprünge sind verhältnismäßig schmal und verlaufen über die ganze Länge der Kohlenblöcke. Infolgedessen ist ihre mechanische Beanspruchung gering, und es besteht keine Gefahr der Rißbildung. Da die einzelnen Kohlenblöcke in fertiggebranntem Zustande zur Verwendung gelangen, können ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften genau überwacht werden, so daß keine unb-rauchbaren Stücke zur Zelle gelangen und deren Betrieb stören.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zusammengesetzte Kohlenanode, insbesondere für die Schm.elzflußelektrolyse von Aluminium, die aus übereinander angeordneten, durch Schwalbenschwanz verbundenen Teilstücken besteht, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Teilstück aus einem zusamniengepreßten Paar von in einer senkrechten Längsebene zusammenstoßenden Blöcken gebildet ist, die an ihrer Ober- und Unterseite mit einem gemeinsamen, über die ganze Länge der Blöcke verlaufenden Schwalbenschwanzvorsprung bzw. einer entsprechenden Ausnehmung versehen sind.
  2. 2. Anode nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, d.aß die senkrechten P:aßflächen der beiden Blöcke nach unten etwas abgeschrägt sind.
DEV36292D 1939-11-09 1939-11-09 Kohlenanode Expired DE723448C (de)

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DEV36292D DE723448C (de) 1939-11-09 1939-11-09 Kohlenanode

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DEV36292D DE723448C (de) 1939-11-09 1939-11-09 Kohlenanode

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DE723448C true DE723448C (de) 1942-08-05

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DEV36292D Expired DE723448C (de) 1939-11-09 1939-11-09 Kohlenanode

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DE (1) DE723448C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1075321B (de) * 1952-08-12 1960-02-11 Aluminium Company of America Pittsburgh Pa (V St A) Kon tinuierliche Elektroden fur Schmelzfluß elektrolysen
US3063931A (en) * 1957-01-31 1962-11-13 Varda Giuseppe De Multicell electrolytic furnace, including apparatus for rapid starting thereof
DE1154948B (de) * 1954-12-31 1963-09-26 Montedison Spa Verfahren zum Anstueckeln von bei der schmelzelektrolytischen Gewinnung von Metallen, insbesondere von Aluminium, verwendeten Kohleanoden und ergaenzbare Anode zur Verwendung bei der Schmelzflusselektrolyse

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1075321B (de) * 1952-08-12 1960-02-11 Aluminium Company of America Pittsburgh Pa (V St A) Kon tinuierliche Elektroden fur Schmelzfluß elektrolysen
DE1154948B (de) * 1954-12-31 1963-09-26 Montedison Spa Verfahren zum Anstueckeln von bei der schmelzelektrolytischen Gewinnung von Metallen, insbesondere von Aluminium, verwendeten Kohleanoden und ergaenzbare Anode zur Verwendung bei der Schmelzflusselektrolyse
US3063931A (en) * 1957-01-31 1962-11-13 Varda Giuseppe De Multicell electrolytic furnace, including apparatus for rapid starting thereof

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