CH198212A - Verfahren zur Beseitigung von Schichten von gebrauchten Filmen oder Filmabfällen mit Alkalilauge ohne besondere mechanische Behandlung. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Schichten von gebrauchten Filmen oder Filmabfällen mit Alkalilauge ohne besondere mechanische Behandlung.

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CH198212A
CH198212A CH198212DA CH198212A CH 198212 A CH198212 A CH 198212A CH 198212D A CH198212D A CH 198212DA CH 198212 A CH198212 A CH 198212A
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Paul Colemann
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Paul Colemann
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/24Removing emulsion from waste photographic material; Recovery of photosensitive or other substances

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Separation, Recovery Or Treatment Of Waste Materials Containing Plastics (AREA)

Description


  Verfahren zur Beseitigung von Schichten -von gebrauchten Filmen oder Filmabfällen  mit     Alkalilauge    ohne besondere mechanische Behandlung.    Zur Entfernung der Schichten von Filmen  und     Fümabfällen    sind eine Reibe von Ver  fahren bekannt geworden, nach denen die  Filme mit Chemikalien enthaltenden Bädern  behandelt werden, um die Schichten aufzu  lösen oder auch nur aufzulockern. In letz  terem Falle     muss    der chemischen Behandlung  eine mechanische mit Bürsten, Schabern,  Messern     usw.    folgen, um einen reinen Film  zu erhalten.  



  In den Vereinigten Staaten werden die  Filme meist in der Weise hergestellt,     dass     die Oberfläche des     Zelluloidfilmes    verseift  wird, um der     Gelatineschicht    mit den Silber  salzen ein besseres Anhaften' zu erlauben,  während die europäischen Filmfabriken die  feste Haftung der     Gelatineschicht    in der  Weise erreichen,     dass    sie zunächst auf den       Zelluloidfilm    einen dünnen Eiweissüberzug       (Präparationsschicht)    bringen, der eine ge  eignete Unterlage für die     Gelatineschicht     bildet.

      Die Festigkeit der     Gelatineschicht    kann  noch durch Härtung der     Gelatine#    beziehungs  weise durch Versehen mit einem     Lacküberzug     erhöht werden  Die Verfahren zur Entfernung der Schich  ten zwecks Rückgewinnung des<B>.</B> Zelluloids  der Filme richten sich nach der Beschaffen  heit der Schichten.  



  Nachdem amerikanischen Patent<B>1669</B> 394  werden die Filme in Bruchteilen einer Minute  durch ein<B>86-90 0</B>     C    warmes Bad, bestehend  aus 2     1/oiger    Natronlauge, geführt. Dabei wird  die     Gelatineschicht    nur aufgelockert. Um sie  zu entfernen, ist es, besonders wenn die       Gelatineschicht    gehärtet oder lackiert war,  erforderlich, die aufgelockerte Schicht durch  Bürsten, Schaber oder dergleichen zu behan  deln. Die dafür geeignete, ziemlich     umfäng-          liehe    Apparatur ist in dem amerikanischen  Patent<B>1669</B> 394 beschrieben.  



  Bei Verarbeitung von Filmabfällen euro  päischer Produktion wird das Verfahren nach      <B>D.</B> R. P. 364 845 bevorzugt, nach     w(Ichein     die Filme nach Entfernung der     photographi-          sehen    Schicht mit einer     Natriumhypochlorit-          lösung    behandelt werden, welche die     Präpa-          rationsschicht    aus Eiweiss auflöst. Hierbei  ist also die Anwendung zweier Bäder erfor  derlich     und    ausserdem das Nachwaschen der  Filme zur Entfernung letzter Chlorspuren un  umgänglich.  



  Die Beförderung und Behandlung des  sperrigen Filmmaterials bereitet ziemlich  grosse technische     Schwierigkeiten#    die Besei  tigung der     Präparationsschicht    dauert<B>15</B> bis  <B>30</B> Minuten.  



  Nach dem Verfahren des österreichischen  Patentes 112<B>989</B> werden alte     Kinemato-          graphenfilme    zunächst zwecks Entfernung  der     Gelatineemulsion    mit warmer, sehr ver  dünnter     Ätzalkalilauge    behandelt, worauf  dann die     Präparationsschicht    durch eine     mehr-          stündige        Nachbehandlung        mit        kalter    4     %iger     Natronlauge entfernt wird.

   Ganz abgesehen  davon,     dass    die Entfernung von     Gelatine-          emulsionen    mit sehr verdünnter, warmer       Ätzalkalilauge    nicht gelingt, wenn sie ge  härtet und mit einem     Laeküberzug    versehen  sind, hat auch dieses Verfahren den Nach  teil, die Anwendung von zwei Bädern er  forderlich zu machen und wegen der langen  Behandlungsdauer nur eine kleine Produk  tion zu erlauben, wenn man nicht unver  hältnismässig umfangreiche Behandlungsbäder  verwenden will.  



  In der österreichischen Patentschrift ist  ausdrücklich darauf hingewiesen,     dass    bei  Verwendung konzentrierter Laugen und er  höhter     Badtemperatur    Trübungen des behan  delten Zelluloides eintreten.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    es gelingt,  ohne Anwendung von Bürsten, Schabern oder  dergleichen, und im Falle der Verarbeitung  von Filmen mit     Präparationsschicht    ohne  Benutzung eines zweiten Bades eine voll  kommene Entfernung der Schichten von den  gebrauchten Filmen beziehungsweise von den  Filmabfällen zu erreichen, wenn die Filme  mit einem erwärmten Bad, welches<B>8</B>     %    oder  mehr     Ätzalkali    enthält, so lange behandelt    werden, bis einerseits die auf den Filmen  vorhandenen Schichten gelöst sind, anderseits  aber die     Zelluloidschicht    noch nicht getrübt  oder sonst beschädigt ist.  



  Bei der Behandlung mit einem solchen  konzentrierten warmen     Alkalibad    werden die       Gelatineschichten,    auch wenn sie gehärtet  beziehungsweise mit einem Lacküberzug ver  sehen sind, so vollständig abgelöst,     dass    eine  besondere Entfernung durch Bürsten, Scha  ber, Messer oder dergleichen mit einer ent  sprechenden Apparatur nicht erforderlich ist.  Das Verfahren bringt also den grossen Vor  teil, eine solche Apparatur überflüssig zu  machen.  



  Weiter aber wird durch die Einwirkung  eines solchen konzentrierten warmen     Alkali-          bades    auch die     Präparationsschicht    in wenigen  Minuten gelöst. Eine Nachbehandlung mit  irgendwelchen Chemikalien, wie bei     derVer-          wendung    von     Hypochloritbädern    zur Ent  fernung der     Präparationsschicht    ist nicht  erforderlich.  



  Die nach der Literatur zu erwartende  Trübung des Zelluloides tritt nicht ein, wenn  man nur darauf achtet, die Filme nur wenige  Minuten in dem Bade zu lassen. Es besteht  also die Möglichkeit, das Auftreten von  Trübungen im Zelluloid zu vermeiden und  mit einem einzigen Bade und einfachster  Apparatur in sehr kurzer Zeit bei allen Arten  von Filmen die Schicht abzulösen, was einen  sehr erheblichen technischen Fortschritt gegen  über den bisher bekannt gewordenen Ver  fahren bedeutet.  



  Es kommt immer darauf an, die Behand  lungsdauer,     Badtemperatur    und     Badkonzen-          tration    gegeneinander so abzustimmen,     dass     zwar die völlige Lösung der Schichten ein  tritt, aber noch nicht die Trübung des Zellu  loides.     Dass    ein solcher Punkt bei Verwendung  warmer, konzentrierter     Alkalilauge    abzupassen  wäre, war bisher noch nicht bekannt.  



  Man arbeitet beispielsweise wie     folgt-          Der    mit der vollständigen Bildschicht ver  sehene Filmstreifen wird durch eine in     fla-          cher        Wanne        befindliche        15        %ige        Natronlauge     mit einer so bemessenen Transportgeschwindig-           keit    gezogen,     dass    der Film mit der Lauge  zirka<B>1-3</B> Minuten lang in Berührung bleibt.  Die Temperatur der Lauge wird dabei auf  <B>600 0</B> gehalten.

   Der so behandelte Film ist  nach     Abspftlen    mit Wasser und Trocknen  vollkommen frei von jeder Bild-     und        Prä-          parationsschicht    und weist nicht die geringste  Trübung auf.  



  Natürlich kann man das Verfahren auch  bei Filmen anwenden, die nur eine Eiweiss  schicht besitzen, sei es,     dass        nojh    keine licht  empfindliche Schicht aufgebracht ist, sei es,       dass    die Bildschicht in irgend einer Weise  schon entfernt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von Schichten von gebrauchten Filmen oder Filmabfällen mittels Alkalilauge ohne besondere nach folgende mechanische Behandlung, dadurch gekennzeichnet, dass die Filme mit einem erwärmten Bade, welehes <B>8</B> % oder mehr Ätzalkali. enthält, so lange behandelt werden, bis einerseits die auf den Filmen vorhandenen Schichten gelöst sind,
    anderseits aber die Zelluloidschicht noch nicht getrübt oder so'ilst beschädigt ist. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass die Filme mit einer etwa 600 C warmen wässrigen 16%igen Ätz- alkalilösung <B>1-3</B> Minuten behandelt werden.
CH198212D 1937-04-26 1937-04-26 Verfahren zur Beseitigung von Schichten von gebrauchten Filmen oder Filmabfällen mit Alkalilauge ohne besondere mechanische Behandlung. CH198212A (de)

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