CH198101A - Spulmaschine. - Google Patents

Spulmaschine.

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CH198101A
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Inventor
Co W Schlafhorst
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Schlafhorst & Co W
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  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description


      Spulmasehine.       Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildet eine     Spulmaschine,    bei der zum  Führen des Fadens     eine        Nutentrommel    und  ein vor derselben hin- und hergehender     Hilfs-          fadenführer    dienen.

   Es     sind        Spulmaschinen     bekannt, bei denen der     Hilfsfadenführer        un-          mittelbar    vor der     Nutentrommel    um eine  parallel zur Trommelachse angeordnete     Welle     rotiert: Ferner hat man auch vorgeschlagen,  den     Hilfsfadenführer    durch eine vor der       Nutentrommel    hin- und     herverschiebbare     Stange zu bilden, in der den Faden auf  nehmende Kerben angeordnet sind.  



  Ein     derartiger    hin- und hergehender       Hilfsfadenführer    besitzt den grossen Nach  teil, dass derselbe den Faden über die gefähr  liche Umkehrstelle     hinwegreisst,    was zu un  vermeidlichen Fadenbrüchen führt. Die vor  liegende     Erfindung    hat sich die Aufgabe ge  stellt, den     Hilfsfadenführer    so auszubilden,  und anzuordnen, dass der Faden so wenig wie  möglich beansprucht wird, was besonders für  feine Garnnummern,     -Kunstseide    oder dergl.-         Fasermaterial    von grosser     Bedeutung    ist.

   Die  Aufgabe wird- dadurch- gelöst, dass der Faden  führen vor der     Nutentrommel    in ungefähr  waagrechter Ebene     schwingt    und so angeord  net ist,     dass-der    Abstand seiner     Wendepunkte     ungefähr dem Abstand der- äussersten     greu-          zungspunkte    =der     Nütentrommel    entspricht.  



  Die     Zeichnung    veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel mit     einer    Detailvariante,  und zwar zeigen:       Fig.    1 - die     Gesämtfadenführung    einer       Spulstelle    in Seitenansicht,       Fig.    2 den-     obern.    Teil einer     Spulstelle    in  Draufsicht gemäss Pfeil     I1        in.        Fig:

      1, \       Fig.-    3 -und 4     eine    weitere     Ausführung     des     Fadenführers-in    Seitenansicht und     Drauf-          Sicht,        Fig.    5     bis-10    schematische     Ansichten,    des       Fadenlaufes    bei verschiedenen Stellungen des  Fadenführers.  



  Die ablaufende Spule 65 jeder     Spulstelle     ist auf ihrem Träger 29 schwenkbar angeord  net. Die     auflaufende        Spule    67 erhält ihren           Antrieb    von der Trommel 38, die mit Füh  rungsnuten 82 versehen ist. Vor der ab  laufenden Spule befindet sich eine beliebige  Fadenbremse 33, die schematisch durch die  zugehörige Leitöse angedeutet ist.

   Das An  legen des Fadens und die Verknüpfung der  Fadenenden bei Fadenbruch erfolgt in übli  cher Weise mittels     Handknoter    oder einer  besonderen, mit der Maschine umlaufenden       bezw.    an einer Stelle fest eingebauten     Knot-          vorrichtung.    Der eigentliche Fadenweg, der  der Steuerung bedarf, verläuft zwischen den  Punkten     v    und w     (Fig.    1) unter einem Winkel  a.

       (Fig.    5 und 8), der um so grösser     ist,    je     weiter     sich der Faden von der Mittellage     o-o    ent  fernt und seinen grössten Betrag beim An  laufen der     Spulenenden   <I>x</I> und<I>y</I>     (Fig.    2)  durch den Faden erreicht. Würden     keine     Führungsmittel für den Faden vorhanden  sein, so     würde    der Faden in der Hauptsache  in der Mittellage     o-o    auflaufen und dort  einen Wulst bilden.

   Um also den Faden über  die Strecke     x-y    hin- und herzuführen, dienen  die bekannten Fadenführer     bezw.,    wie im  Beispiel, eine     Nutentrommel    (Wickelzylin  der) 38, welche gleichzeitig der     auflaufenden          Spule    ihre     Drehbewegung    erteilt, und aus  deren Nuten die Auflaufspule den Faden  heraushebt.  



  Die     Nuten    sind mit einer dem gewollten       Spulenaufbau    entsprechenden Steigung in  die Trommel 38 eingearbeitet. Hierdurch ent  stehen auf den mittleren Wegen zwischen  den Punkten     x-y        (Fig.    2) Kreuzungsstellen  q und an den Enden der Trommel 38 Wende  stellen r.

   Da der Faden stets zur Mittellage  hinstrebt, so wird -er beim Durchlaufen der  Wendestellen r     (Fig.    7 und 10) immer die  Neigung haben, der Spur der Wendestellen  zu folgen, also im Beispiel     Fig.    7 nach links       bezw.    im Beispiel     Fig.    10 nach rechts zu  rücklaufen.     Verfolgt    man dagegen den Fa  denlauf gemäss     Fig.    5 an der     Kreuzungsstelle     <I>q,</I> so erkennt man, dass die Kreuzungsstelle<I>q</I>  seitlich des Weges     v-w    liegt. Infolgedessen  hat der Faden an der Kreuzungsstelle q die  Neigung, aus der     Spurrichtung    herauszutre  ten.

   Diese Vorgänge sind als solche bekannt.    U m nun das Abweichen des Fadens von  der Spur zu verhindern, hat man schon der       Nutentrommel    schwingende, auf einer Stange  längsverschiebbare oder auch die üblichen       Flügelfadenführer    vorgelagert, die dem Fa  den auf etwa. dem ganzen Weg über die  Trommel eine zusätzliche Führung, damit  aber auch eine dauernde zusätzliche Reibung       bezw.        Knickung    erteilen. Diese Fadenführer  sind ausserdem in grosser Trommelnähe an  geordnet, erschweren also die Bedienung und  besitzen im allgemeinen umlaufende Teile, in  denen sich die Enden des     gerissenen    Fadens  leicht verfangen und aufgewickelt werden.

    Hinzu kommt, dass eine Anordnung der Fa  denführer in der Nähe der     Nutentrommeln,     namentlich wenn die Führung des Fadens  über die ganze Länge der Trommel zwang  läufig erfolgt, eine unnötig starke     Knickung     im Fadenwege     v-av    vor der Trommel hervor  ruft, die wiederum zur Folge hat, dass der  Fadenführer bis etwa an den     äussersten    Um  fang der Trommel     verschoben    werden muss,  damit der Faden nicht     vorzeitig    aus der     Nute          springt        bezw.    reisst.  



  Diesen Missständen begegnet nun die Er  findung dadurch, dass der Fadenführer in  einer ungefähr waagrechten Ebene schwingt  und so angeordnet ist, dass der Abstand  seiner Wendepunkte     etwa    dem Abstand der  äussersten Kreuzungspunkte der     Nutentrom-          mel    entspricht.  



  Die     Fig.    5 bis 10 zeigen den Fadenlauf  bei Anwendung eines in verhältnismässig  grosser Entfernung von der     Nutentrommel     angeordneten, in einer ungefähr waagrech  ten Ebene     schwingenden    Fadenführers mit  schlitzförmigem Auge. Der Abstand der  Wendepunkte     bezw.    der Hub dieses Faden  führers entspricht etwa dem Abstand der  äussersten Kreuzungspunkte q, wobei unter  dem letzteren Abstand die Entfernung der  durch diese Punkte q gehenden, senkrecht  zur Achse des     Nutenzylinders    stehenden  Ebenen zu verstehen ist.

   In     Fig.    5 läuft der  Faden von<I>v</I> nach     w    in annähernd gerader  Linie, so dass der Fadenführer ohne nennens  werten Einfluss auf den Lauf bleibt und      auch bleiben kann; das Auge braucht also in  diesem Falle nicht     ösenartig    begrenzt zu sein.  Dreht sich nun die     Nutentrommel    38 im  Pfeilsinne weiter, so springt der Faden, falls  er zum Teil noch auf dem     Trommelmantel     liegt, ohne weiteres in die Verlängerung der  Spur, läuft also, unbeeinflusst vom Faden  führer, bis in die Mittellage     o-o    und auch  noch ein Stück darüber hinaus.

   Beim weiteren  Verlauf erzeugt der Faden alsdann aber im  Fadenführer einen Zug, den man in     Fig.    6  aus dem     Knick    des Fadenweges     v-w    er  kennen kann. Wird nun der Fadenführer bei  dieser Fadenlage aus der Stellung der     Fig.    5  in die     Stellung    der     Fig.    6 geschwenkt, gibt  er also dem Zuge nach, so folgt der Faden  dem bequemeren Wege, das heisst der Spur  im rechten Kreuzungspunkt q weiter.

   Auch  hierbei kann das     Fadenführerauge,    wie der  Augenschein lehrt,     schlitzförmig    sein, das  heisst die Reibung     vermindern.    Nähert der  Faden sich nunmehr der rechten Wendestelle  r     (Fig.    7), so würde der Fadenführer an sich  ohne Wirkung bleiben, wenn er nicht     ver-          schwenkt    wird.

   Da der Fadenführer aber für  die Führung des Fadens im rückwärtigen       Sinn        (Fig.    8 bis 10) allmählich in die entge  gengesetzte Lage zur     Fig.    6 gelangen muss,  so kann man ihn bereits in der Stellung       Fig.    7     verschwenken    und hat den Vorteil,  dass sein Ende alsdann einen rechten Druck  gegen den Faden ausübt, der die     Spurhaltung     in der Trommel     unterstützt.    Nunmehr wie  derholt sich das geschilderte Spiel der Faden  führung gemäss     Fig.    8 bis 10 im umgekehrten       Sinne    des Verlaufes nach den     Fig.    5 bis 7  usw.

   bis zur     Abspulung    der Spulen 65. Tritt  ein Fadenbruch ein, so wird das obere ge  rissene Ende noch ordnungsgemäss auf die  Spule 67 aufgewickelt, während das untere  Ende frei nach unten fallen kann.  



  Benutzt man an Stelle des Fadenführers  mit     schlitzfärmigem    Fadenauge     einen    solchen  mit offenem Auge 74 gemäss     Fig.    2 das auf  einer Scheibe 70 um einen Drehpunkt 71       mittels    einer     hin-    und     herschwingenden     Stange 73 über einen Zapfen 72     verschwenkt     wird, so ist der Weg, den der Faden macht,    im wesentlichen der gleiche.

   Auch in diesem  Falle     kann    eine zusätzliche Spannung und       Knickung    nicht eintreten, da die Schwenk  bewegung des     Punktes    74 auf einem sehr  flachen Kegelmantel verläuft, dessen Spitze  der     ablaufende    Faden anlaufen würde, wenn  er nicht inzwischen in die Nute des Trommel  mantels gelangt wäre, die ihn ohne jeden  Zwang     aufnimmt,

      da der gedachte Kegel  mantel an dieser Stelle nur eine leichte Ab  flachung     erfährt.    In seinen äussersten Lagen  kann der Punkt 74 infolgedessen noch un  gefähr     in    Höhe der     äussern    Kreuzungsstellen  q liegen und seinerseits die Umkehrung der       Schwingrichtung    allmählich vornehmen, ohne  dass dieser Vorgang auf das ordnungsgemässe  Durchlaufen des Fadens durch die Wende  stelle r störend     einwirken    kann.  



  An Stelle des Fadenführers mit     schlitz-          förmigem    Auge gemäss     Fig.    5 bis 10     kann     man auch einen Fadenführer benutzen, der  an seiner Vorderseite gänzlich offen ist       (Fig.    3 und 4). In diesem Beispiel ist der  Fadenführer als eine     in    einer ungefähr waag  rechten Ebene hin- und     herschwingende     Platte 75 ausgebildet, die an beiden Enden  mit Ecken 76 zur     Verhinderung    eines Ver  laufene des Fadens versehen ist.

   Diese Si  cherung ist allerdings nicht unbedingt erfor  derlich, da ja der Faden in den Wendestellen  bei erfindungsgemässer Anordnung des Fa  denführers ohne weiteres vor dem Faden  führer bleibt. Die Platte 75 ist mittels des  Verbindungsstückes 77 und eines Führungs  bolzens 78 durch eine     Nutentrommel    79 von  der Welle 80 aus schwingbar, wobei die  Welle 80 im Antriebskasten 30 der     *Spul-          stelle    gelagert ist     bezw.    durch ein besonderes  Schutzblech an Stelle der Vorderwand 30 ab  gedeckt ist, so dass der Faden nicht zu den  sich drehenden Teilen des Antriebes gelan  gen kann,

       bezw.    die Platte 75 in     einem    Schlitz  der     Spulstellenabdeckung    spielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Spulmaschine, bei - der zum Führen des Fadens eine Nutentzommel und ein vor dieser hin- und hergehender Hilfsfadenführer die- neu, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden führer in einer ungefähr waagrechten Ebene schwingt und so angeordnet ist, dass der Ab stand seiner Wendepunkte etwa dem Ab stand der äussersten Kreuzungspunkte der Nutentrommel entspricht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Spulmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Faden führerauge schlitzförmig ausgebildet ist.
    2. Spulmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Faden führer an seiner vordern Seite offen ist. 3. Spulmaschine nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Faden führer als Platte ausgebildet ist, die in einem Schlitz der Spulstellenabdeckung spielt.
CH198101D 1936-04-24 1937-02-26 Spulmaschine. CH198101A (de)

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