Strassenwalze. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Strassenwalze, welche zum wahl- weiserL Antrieb mit Dampf oder mit einem Brennstoff eingerichtet ist, wobei letzterer aus dem Feuerraum des Dampfkessels der Maschine zugeführt wird. Die bekannten Strassenwalzen sind zumeist als Dampf walzen ausgebildet, bei welchen eine Dampf maschine den Antrieb besorgt. Eine Dampf wal:ze hat nun den Nachteil, dass sie nicht jederzeit betriebsbereit ist.
Es vergeht vom Momente des Beginnens des Anheizens eine geraume Zeit, bis .die Dampfwalze in Betrieb gesetzt werden kann. Anderseits sind oft auch .diejenigen Strassenwalzen unvorteilhaft, i@-elche von einer Brennkraftmaschine mit irgend einem Kohlenwasserstoff, z. B.
Benzin, Petrol, Rohöl etc. oder mit Gas be trieben werden, insbesondere wenn, Schwie rigkeiten in der Beschaffung des. Brenn stoffes bestehen. Erfindungsgemäss, kann Dampf oder ein Brennstoff gewählt wer den, je nachdem, ob Kohle oder der Brenn stoff am besten in der Gegend herbei- geschafft werden kann, in welcher die Strassenwalze für längere Zeit ihren Dienst versehen soll. Es können dabei zwei oder mehrere Betriebs maschinen vorgesehen sein.
Die Betriebsmaschine kann aber auch für gemischten Betrieb vorgesehen sein, z. B. für Dampf oder Kohlenwasserstoff.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in verschiedenen bei spielsweisen Ausführungsformen. dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Strassenwalze mit Dieselmotor in Ansicht, Fig. 2 den Grundrzss zu Fig. 1, Fig. 3:
eine Ansicht der bei der Walze nach Fig. 1 verwendeten Kupplungen und konischen Räder, Fig. 4- einen Schnitt nach Linie a-b der rig.1, - Fig. 5 einen Schnitt nach Linie c-d der Fig. 1, Fig. 6 die Antriebspartie der Walze mit Dampfmaschine,
EMI0002.0001
Fig.
<SEP> 7 <SEP> die <SEP> Antriebspartie <SEP> einer <SEP> Walze,
<tb> bei <SEP> welcher <SEP> ein <SEP> Kettengetriebe <SEP> mit <SEP> in <SEP> t1n wendung <SEP> kommt,
<tb> Fig. <SEP> 8 <SEP> den <SEP> Grundriss <SEP> zu <SEP> Fig. <SEP> 7.
<tb>
Fig. <SEP> 9 <SEP> eine <SEP> Strassenwalze <SEP> in <SEP> @usivlit, <SEP> bei
<tb> welcher <SEP> der <SEP> Dieselmotor <SEP> um <SEP> !1i <SEP> 1 <SEP> " <SEP> gegenüber
<tb> en
<tb> der <SEP> Stellung <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> gedreht <SEP> ist,
<tb> Fier. <SEP> 10 <SEP> den <SEP> Grundriss <SEP> zu <SEP> Fig. <SEP> 9,
<tb> Fig. <SEP> 11 <SEP> ein <SEP> Detail <SEP> in <SEP> grül@cr;#m <SEP> Mal3'stalre<I>!</I>
<tb> Fig. <SEP> 12 <SEP> eine <SEP> StrassenNvalze <SEP> iii <SEP> Ausiebl,
<tb> bei <SEP> welcher <SEP> zum <SEP> Betriebe <SEP> der <SEP> Walze <SEP> ein
<tb> Schneckerigetriehe <SEP> zur <SEP> An -en;lung <SEP> kommt.
<tb>
Fig. <SEP> 1:3 <SEP> den <SEP> Grundriss <SEP> zii <SEP> Fig. <SEP> <B>12</B> <SEP> und
<tb> Fig. <SEP> 1-t <SEP> ein <SEP> Detail <SEP> in <SEP> Stii-n < lilsieht.
<tb>
Nach <SEP> den <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 5 <SEP> ist <SEP> die <SEP> Strassen walze <SEP> mit <SEP> einem <SEP> ini <SEP> Rahmen <SEP> _'-t <SEP> gelagerten
<tb> Dieselmotor <SEP> 9 <SEP> ausgerüstet., <SEP> auf <SEP> dessen <SEP> Kur belwelle <SEP> das <SEP> Kegelrad <SEP> 4 <SEP> sitzt. <SEP> Das <SEP> letztere
<tb> ist <SEP> im <SEP> Eingriff <SEP> mit <SEP> den <SEP> Iiegeli-iiderii <SEP> :i, <SEP> @i.
<tb> welche <SEP> lose <SEP> auf <SEP> der <SEP> <SEP> elle <SEP> ? <SEP> I <SEP> . <SEP> \velclie <SEP> das
<tb> Zahnrad <SEP> 1 <SEP> trägt. <SEP> sitzen. <SEP> Die <SEP> M'elle <SEP> \31 <SEP> ist
<tb> Beidseitig <SEP> in <SEP> den <SEP> La-ern <SEP> ?2. <SEP> '_';
<SEP> -(-,lagert.
<tb> Mittels <SEP> der <SEP> Kupplung <SEP> 3 <SEP> wird <SEP> da=s <SEP> Kegelrad
<tb> und <SEP> mittels <SEP> der <SEP> Kupplung <SEP> 7 <SEP> wird <SEP> das <SEP> Ke gelrad <SEP> 6 <SEP> mit <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> verbunden. <SEP> Das
<tb> Zahnrad <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> im <SEP> Eingriff <SEP> mit <SEP> denn <SEP> Zaliii rad <SEP> ?, <SEP> das <SEP> auf <SEP> der <SEP> einen <SEP> Seite <SEP> cler <SEP> Kurbel welle <SEP> 211, <SEP> welche <SEP> den <SEP> Kurbelzapfen <SEP> 8 <SEP> auf weist, <SEP> befestigt <SEP> ist. <SEP> Auf <SEP> der <SEP> andern <SEP> Seite
<tb> der <SEP> Kurbelwelle <SEP> 2't) <SEP> ist <SEP> (his <SEP> Zahnrad <SEP> 1 < i <SEP> vor gesehen, <SEP> welches <SEP> im <SEP> Eingriff <SEP> stellt.
<SEP> mit <SEP> dein
<tb> Zahnrad <SEP> 16, <SEP> das <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 19 <SEP> verkeilt
<tb> ist. <SEP> Auf <SEP> der <SEP> letzteren <SEP> ist- <SEP> ebenfalls <SEP> das <SEP> Zahn rad <SEP> 17 <SEP> befestigt. <SEP> das <SEP> im <SEP> Eingriff <SEP> steht <SEP> finit
<tb> dein <SEP> Zahnrad <SEP> 18, <SEP> welches <SEP> auf <SEP> der <SEP> L < lufrad achse <SEP> verkeilt <SEP> ist. <SEP> In <SEP> dem <SEP> Feuerraum <SEP> 11 <SEP> des
<tb> Dampfkessels <SEP> <B>10</B> <SEP> ist <SEP> der <SEP> punktiert <SEP> gezeich nete. <SEP> Behälter <SEP> 7 <SEP> 3 <SEP> für <SEP> Brennstoff <SEP> eingesetzt.
<tb> Soll <SEP> die <SEP> Strassenwalze <SEP> vorwärts <SEP> laufen, <SEP> so
<tb> wird <SEP> die.
<SEP> Kupplung <SEP> 3 <SEP> eing.csclialtet <SEP> und <SEP> die
<tb> Laufräder <SEP> der <SEP> Walze <SEP> werden <SEP> durch <SEP> die
<tb> Ruder <SEP> 4. <SEP> 5, <SEP> 1. <SEP> ?, <SEP> 1:5. <SEP> 16. <SEP> 17 <SEP> und <SEP> 18 <SEP> an getrieben. <SEP> Soll <SEP> die <SEP> Strassenwalze <SEP> rückwärts
<tb> laufen. <SEP> so <SEP> wird <SEP> die <SEP> Kupplung <SEP> 7 <SEP> eingeschaltet
<tb> und <SEP> die <SEP> Laufräder <SEP> -erden <SEP> durch <SEP> die <SEP> Räder
<tb> 1. <SEP> 6. <SEP> 1. <SEP> 2. <SEP> 1.5. <SEP> 16. <SEP> 17 <SEP> und <SEP> 18 <SEP> angetrieben.
<tb> Soll <SEP> die <SEP> Geschwindigkeit <SEP> geändert. <SEP> werden.
<SEP> so
<tb> muss <SEP> die <SEP> Übersetzung <SEP> der <SEP> Räder <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> wech- seln. Dies kann durch Auswechseln der Räder 1, \? derart geschehen, da.ss die Welle 21 unverrückbar stehen bleibt, oder es kann bloss das Zahnrad 1 ausgewechselt werden,
wobei der Rahmen 24 samt Dieselmotor 9 verschiebbar angeordnet sein nluss. Es kann aber die Anordnung auch so getroffen sein, dass bloss der Dieselmotor verschiebbar an geordnet ist. Soll gemäss Fig. (i an Stelle des Dieselmotors eine D@ampfinascliine 13 ver wendet werden,
so wird die Pleuelstange 1d der Dampfmaschine 12 mit dein Kurbel zapfen 8 verbunden. Der Behälter 13 wird aus dem Feuerraum 11 entfernt und der Kessel 1(1 mit Wmser gefüllt. das zugleich zum Beschweren der Strassenwalze dient.
Ausserdem kann ein Teil des U\assers zum Bespritzen der zu bearbeitenden Strasse ver wendet werden. Iim den Rahmen 2-1 samt Dieselmotor 9 nicht. verrücken zu müssen und trotzdem eine Gesohwindigkeitsänderung der M'alze durch Au:
-echslung nur eines Rades erreichen zu können, ist nach Fig. 7 und 8 an Stelle der Zahnräder 1 und \? das Ketten- getriebe finit den Rädern 22a, 36 und der Kette 27 eingefügt.
In dieseln Falle wird zuni Vorwärtslaufen der Walze die Kupplung 7 und zuin Rtickwärt.slaufen die Kupplung 3 eingerückt. Für Geschwindigkeitsänderungen wird das Kettenrad<B>26</B> ausgewechselt.
Nach den Fig. 9, 1(1 und 11 ist die Strassenwalze finit einem Dieselmotor ver sehe n, der quer, also um 90 gegenüber der Stellung in F'ig. 1 und 2 gedreht auf dem Rahmen aufgesetzt ist.
Diese Anordnung des Dieselmotors bezweckt den Wegfall des Ke- ge@ra < @getriebcs; das Vorwärts- und Rück wärtslaufen der Strassenwalze wird durch Einschalten eines Kettenradgetriebes bezw. eines Zahnradgetriebes erreicht. Zu diesem Zm,ecke ist auf der Welle des Dieselmotors 9 das Kettenrad 2L8 angebracht. das mittels Kette 29 das Kettenrad 30 antreibt, das auf der Welle 39 (Fig. 11) angebracht ist.
Auf der Welle 39 sind die Kupplungen 31. 32 vorgesehen. welche mittels der Büchsen. 37, 38 eingerückt werden. Auf der Welle 39 ist das Zahnrad 36 lose gelagert, das in das Zahnrad 3,5 eingreift, welches auf der Kur- behvelle 20 angebracht ist.
Auf der letzteren sind noch das Zahnrad 15 und das Ketten rad 34 vorgesehen, welches mittels Kette vom Kettenrad 3,3 angetrieben, wird, das ebenfalls lose auf der Welle 3:9 gelagert ist. Die Anordnung der andern Zahnräder 15, 16, 17, 1.8 ist genau dieselbe wie vorher.
Soll die .Strassenwalze vorwärts fahren, so wird mittels der Kupplung 32 das; Zahn radgetriebe eingeschaltet. Soll die Strass@en- waIze rückwärtsi fahren, so wird mittels, der Kupplung 3,1 das Kettenradgetriebe ein geschaltet.
Um nun die Brennkraftmaschine einmal mit einem Antrieb nach Fig. 1 und 2 und ein anderes Mal mit einem Antrieb nach Fig. 9, 10, 11 benutzen zu können, ist es von Vorteil, wenn die Walze so ein gerichtet ist, @dass@ die Brennkraftmaschine in beiden Stellungen angeordnet werden kann. Einmal soll die Achse der Brennkraft- maschine in Längsrichtung .der Walze liegen können und ein anderes Mal quer zu dersel ben.
Die Walze muss also ein Verdrehen der Brennkraftma.schinie erlauben. Natürlich müssen in diesem Falle sowohl Kegelräder vorgesehen sein, um die Brennkraftmaschine in Längsrichtung benutzen zu können, als auch Kettenräder, um die Brennkraft- ma.schine in Querrichtung verwenden zu können.
Diese Brennkraftmaschine kann wiederum :durch eine Dampfmaechine ersetzt werden.
In den Fig. 12 bis 14 ist eine Strassen walze schematisch dargestellt, bei welcher ein bochtouriger Motor 49 in Anwendung kommt. Um eine schnelle Reduktion der Touren zu bewirken, ist ein :Schneckengetriebe zwischen Motor und Laufräder der Walze vorgesehen.
Auf der verlängerten Motorwelle sind die Kupplungen 45, 46, das Kettenrad 41 und das Zahnrad 43 ängebraclht. Das Kettenrad 41 treibt -mittels Kette 48 das Kettenrad 42 und das Zahnrad 43 treibt das Zahnrad 44 an.
Das Kettenrad 42 und das Zahnrad 44 sind auf der Schneckenwelle 50 befestigt, auf welcher auch die Schnecke 40 angebracht ist, die in das Schneckenrad 47 eingreift. Die Laufräder sind fest mit dem Schneckenrad 47 verbunden.
Soll die Walze vorwärts laufen, so wird mittels der Kupplung 46 das Zahnrad 43 mit der verlängerten Motorenwelle gekuppelt. So-11 jedoch die Walze rückwärts laufen, so wird das Kettenrad 41 mit der verlängerten Motorenwelle verbunden.
Der hoahtaurige Motor 49 ist als kombi nierte Betriebsmas=chine gedacht, die so ein gerichtet ist, da,ss sie mit Kohlenwasserstoff und mit Dampf betrieben werden kann.
Handelt es sich um eine Zweitakt-Brennkraf t- maschine,die also bloss eine Expan.sion:s- und eine Kompressionsperiode aufweist, so braucht für den Dampfbetrieb bloss die Ex pansionsperioide in die Einlassperiode und die Kompressionsperiode in die Auslassperiode umgewandelt zu werden. Auch. bei Anwen dung einer Viertakt-B.rennkraftmaschine könnten die verschiedenen Perioden für einen Dampfmaschinenbetrieb leicht umgewandelt werden.
Unter Zuhilfenahme von Schiebern oder Ventilen können die Ansauge- und die Kompressionsperiode in Einlass- und Aus lassperiode für den Dampf umgewandelt wer den. Ein gleiches könnte mit der Expansions- und der Auslassperiode des Viertaktas ge schehen, indem auch diese Perioden in Ein- und Auslassperioden für Dampf umgewan delt werden.
Zum Betriebe einer Holzgasmaschine, die ausser einer Dampfmaschine als Antriebs- maschin:e in Betracht käme, ist der Feuer raum des Dampfkessels als Generator zum Entwickeln von Holzgas ausgebildet.
Um wahlweise eine Dampfmaschine oder eine Brennkraftmaschine aufnehmen zu können, kann der Rahmen zur Aufnahme der einzelnen Betriebsmaschinen ausv@echsel- bar angeordnet sein. Statt dessen kann auch ein Rahmen mit auswechselbaren Schrauben, Klemmen etc. vorgesehen sein,
mittels w el- cher verschiedene Betriebsmaschinen auf ein und demselben Rahmen befestigt werden können. Der Rahmen mit Motor kann auch als Ganzes wegnehmbar sein, um auf andere Walzen aufmontiert werden zu können. Der Feuerraum kann ausser zur Aufnahme von Brennstoff zur Aufnahme von Wasser etc. eingerichtet sein.
Er kann dabei so unter teilt sein, dass Wasser direkt ohne besondere CTefässe in mehrere Räume eingebracht wer den kann, so dass das Wasser ganz unter sehiedlieli in bezun auf die Laufradachsen verteilt werden kann. Dies bezweckt. dass die \Valze mehr vorn oder mehr hinten beschwert -erden kann. Das Wasser kann ausser zum Beschweren der Walze zum Bespritzen der Strasse etc. benutzt werden. Sofern die Walze nicht zum Strassenwalzen benutzt wird, soll durch Aufstecken von Hilfsorganen, z. B.
Riemenscheiben auf eine von dem Motor an getriebene Welle die Walze zum Antriebe anderer Maschinen, z. B. Steinbrechmaschinen benutzt werden können. Die Walze ist auch dank eines Hakens imstande. Lasten zu ziehen.