CH197573A - Verfahren zur Herstellung von Essig aus Früchten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Essig aus Früchten.

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CH197573A
CH197573A CH197573DA CH197573A CH 197573 A CH197573 A CH 197573A CH 197573D A CH197573D A CH 197573DA CH 197573 A CH197573 A CH 197573A
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sep
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vinegar
fruit
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Hans Mostny
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Hans Mostny
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von Essig aus Früchten.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur       Herstellung    von Fruchtessig, z. B. solchem  aus Kernobst, Steinobst und Beeren, wie z. B.  Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsi  chen, Aprikosen,     Reineclauden,    Mirabellen,  allenfalls auch Orangen, Maulbeeren, Stachel  beeren, Johannisbeeren, also z. B. auch aus  zuckerarmen Früchten, sowie ferner aus min  derwertigen, das heisst zuckerarmen Qualitä  ten von Früchten.  



  Es ist bekannt Obst- und Beerenwein zur  Herstellung von Fruchtessig zu verwenden.  Da der Alkoholgehalt der natürlichen Frucht  weine vom Zuckergehalt der vergorenen  Früchte abhängt, bestimmt der Zuckergehalt  der verarbeiteten Früchte bei der Herstellung  von Fruchtessig durch unmittelbare alkoholi  sche Vergärung der Fruchtsäfte, Fruchtaus  züge oder Fruchtmaischen unter nachfolgen  der Oxydation des gebildeten Alkohols zu  Essigsäure, die erzielbare     Essigsäurekonzen-          tration.     



  Der Zuckergehalt der verschiedenen Frucht-    Sorten, die zur Bereitung von Fruchtessig in  Betracht kommen, ist schwankend. Der mitt  lere Zuckergehalt beträgt nach Angaben im       Schrifttum    beispielsweise in Gewichtsprozen  ten bei Äpfeln 7,2, Birnen 8,2, Kirschen     10,2,     bei vielen andern Früchten, beispielsweise  bei vielen Beeren, noch wesentlich weniger.

    Die natürliche Alkoholkonzentration des für  die Herstellung von Fruchtessig dienenden       Fruchtweines    war bisher bestimmend für die  Konzentration an Essigsäure im Fruchtessig,  wenn man die Fruchtsäfte, Fruchtauszüge  oder Fruchtmaischen nicht vor ihrer Vergä  rung mit zusätzlichem Zucker (Fremdzucker,  wie Rübenzucker oder Stärkezucker) ver  setzte, das heisst     "aufzuckerte",    was, falls  überhaupt, doch nur in gewissen Grenzen  gestattet ist. Die     Aufzuckerung    von Frucht  säften, Fruchtauszügen oder Fruchtmaischen  stellt eine Art Notbehelf dar.

   Von dieser  Massnahme wird meist nur Gebrauch gemacht,  weil die     Vergärung    zuckerarmer Rohsäfte  auf     Schwierigkeiten    stösst,     indem    leicht Ne-    
EMI0002.0001     
  
    ben- <SEP> und <SEP> Fehlgärungen <SEP> auftreten. <SEP> Aitoli
<tb>  macht <SEP> die <SEP> Verarbeitunb <SEP> von <SEP> alkoliolisclicii
<tb>  Flüssigkeiten <SEP> niederer <SEP> Alkoholkonzentration
<tb>  bei <SEP> der <SEP> fernienlativen <SEP> @ssigsüurelüldun@"
<tb>  Schwierigkeiten <SEP> bakteriolo-ische#r <SEP> Art, <SEP> in, < ler  sondere <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Schnellessigvcrf:

  riiren.
<tb>  welche <SEP> oft <SEP> schwere <SEP> Störungen <SEP> der <SEP> Erzun@-iing
<tb>  durch <SEP> fi-iihzeitige <SEP> Versehleininng <SEP> der <SEP> Appa  raturen, <SEP> Herabminderung <SEP> der <SEP> Ansbenle, <SEP> Qua  lität <SEP> und <SEP> der <SEP> Haltbarkeit <SEP> des <SEP> gewonnenen
<tb>  Essigs <SEP> bedeuten. <SEP> Versätiei-l <SEP> inan <SEP> alkoliolannc
<tb>  Flüssigkeiten <SEP> nach <SEP> den <SEP> hekannlen <SEP> l@ssigver  fahren <SEP> mit <SEP> ruhender <SEP> Decke. <SEP> so <SEP> inn13 <SEP> inan
<tb>  lange <SEP> Säuerungszeiten, <SEP> einen <SEP> crliühten <SEP> Ranin  bedarf <SEP> und <SEP> alle <SEP> jene <SEP> weiteren <SEP> Nachteile <SEP> in
<tb>  Kauf <SEP> nehmen, <SEP> die <SEP> zur <SEP> Eitifiilii'ting <SEP> des
<tb>  Sehnellessigverfahrens <SEP> geführt- <SEP> traben. <SEP> abge  sehen <SEP> davon.

   <SEP> dass <SEP> die <SEP> nach <SEP> diesum <SEP> Verfahren
<tb>  erhaltenen <SEP> Essige <SEP> zufolge <SEP> ihre. <SEP> nicrlri!.;cii
<tb>  Gehaltes <SEP> an <SEP> Essigsätue <SEP> keine <SEP> zulricd < @nslcl  lende <SEP> I3altbarkeit <SEP> besitzen. <SEP> Der <SEP> Zusatz <SEP> von
<tb>  F <SEP> remdzricker <SEP> züi <SEP> den <SEP> Säften, <SEP> Auszügen <SEP> oder
<tb>  Maisehen <SEP> ei>müglieht <SEP> es <SEP> zwar, <SEP> zu <SEP> a@l;

  o@io@rei  elieren <SEP> Flüssigkeiten, <SEP> als <SEP> sie <SEP> das <SEP> nicht <SEP> auf  gezuelzei-te <SEP> Gut <SEP> liefern <SEP> würde. <SEP> züi <SEP> gelangen.
<tb>  nimmt <SEP> jedoch <SEP> den <SEP> erzielten <SEP> Produkten <SEP> den
<tb>  Charakter <SEP> eines <SEP> Naturproduktes. <SEP> Wollte <SEP> nian
<tb>  einen <SEP> Obstessig <SEP> aus <SEP> Destillaten, <SEP> wie <SEP> rohem
<tb>  Branntwein <SEP> aus <SEP> Trestern. <SEP> Weingeläger, <SEP> Pflau-  inen <SEP> oder <SEP> Kirschen. <SEP> dci- <SEP> gebrannt <SEP> ?0 <SEP> bis
<tb>  Alkohol <SEP> enthält, <SEP> verarbeiten. <SEP> so <SEP> würde.

   <SEP> wie
<tb>  bekannt <SEP> ist, <SEP> das <SEP> Aroma <SEP> rles <SEP> Essigs <SEP> vollstän  dig <SEP> zerstört <SEP> werden, <SEP> so <SEP> dass <SEP> der <SEP> fertige <SEP> Essig
<tb>  von <SEP> reinem <SEP> Spritessig <SEP> nicht <SEP> nnierschieden
<tb>  werden <SEP> kann. <SEP> Das <SEP> vorlierende <SEP> Verfahren <SEP> ei-  möglielit <SEP> es, <SEP> alle <SEP> diese <SEP> Seliwierigkeiten <SEP> lind
<tb>  Nachteile <SEP> zu <SEP> vermeiden.
<tb>  



  Das <SEP> Verfahren <SEP> gemäss <SEP> der <SEP> Erfinrlnng <SEP> zur
<tb>  Herstellung <SEP> von <SEP> Essig <SEP> aus <SEP> Frischten <SEP> durch
<tb>  alkoholische <SEP> Gärurig <SEP> und <SEP> @ssigg@irung <SEP> ist <SEP> da  durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> da.ss <SEP> mindestens <SEP> einem
<tb>  Teile <SEP> des <SEP> aus <SEP> den <SEP> Friiehten <SEP> üereiteten <SEP> flüssi  gen <SEP> Gärgiftes <SEP> eine <SEP> solche <SEP> Menge <SEP> Nasser <SEP> spä  testens <SEP> unmittelbar <SEP> vor <SEP> der <SEP> Essiggärung <SEP> ent  zogen <SEP> wird,

   <SEP> dass <SEP> die <SEP> der <SEP> Essiggärung <SEP> züi <SEP> un  terwerfende <SEP> ungebrannte <SEP> alkoholische <SEP> Flüs  sigkeit <SEP> den <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Zucker <SEP> der <SEP> Früchte <SEP> ge  bildeten <SEP> Alkohol <SEP> in <SEP> einer <SEP> höheren <SEP> Konzen-            tration        enthält.    als sie leim     Vergärungspro-          dukt    des aus den verarbeiteten Früchten     ge-          winnbaren        Presssaftes        wäre    und sich nach  durchgeführter Essiggärung ein Essig ergibt,  der mehr als<B>5</B>     Gcw.-Prozent    Essigsäure.

       ent-          liiilt.    Unter     flüssigem    Gärgut werden     vorlie-          (rend        I'ruchtsüfYc,        Fruchl-auszüge    und der  flüssige Teil von     Fruchtmaischen,    und zwar       sowohl        vor        als        auch        nach     der       alkoholischen        Gärung        verstanden.     



  Vorzugsweise      wird    die durch den Wasser  entzug erreichte     Alkoholkonzentration    der       der    Essiggärung     züi    unterwerfenden     unge-          brannten    alkoholischen Flüssigkeit so hoch  bemessen,     class    n     acli        durchgeführter        Essig-          gärung    ein Essig     erhalten    wird, der     minde-          stens    8     Gew.-Prozente        Essigsäure    enthält.  



       l)as        Verfahren        gemäss    der Erfindung ist.       vorzugsweise    für die     Verarbeitung    von Kern  obst,     insbesondere    von Kernobst mit seinem  natürlichen     Wassergehalt,    bestimmt.  



  Zur     Ausführung    des     erfindungsgemässen     Verfahrens kann man     beispielsweise        den        CTe-          halt    des     C]'riirgiites        (z.    B.

       Fruchtsaft.        Frucht-          inaische    oder durch Extraktion     bezw.    Diffu  sion     gewonnener        Friichtanszug)    an     natür-          lichem    Zucker erhöhen,     indem    man das Gär  gut in     schonender    Weise nach an sich be  kannten     3lethoden    konzentriert. z. B. die  Säfte.

   Auszüge     oder    Maischen     durch    vorsich  tiges     Eindampfen,    zweckmässig im     Vakuum     oder durch     Versprühen    in     Ltift    und     dergl.     einengt.

   Eine andere     dienliche,    an sich be  kannte Art der     honzentriernng    des     Gärgutes     besteht, in dein Ausfrieren eines Teils seines       @\Tasscrs.    plan     kann        einein    solchen     Gefrier-          prozess,    der     den        Vorteil    aufweist.

   dass durch  die Kälte auch kolloide Stoffe, insbesondere  Eiweissstoffe,     ausgeschieden    werden, die un  vergorenen Säfte, Auszüge oder Maischen       unterwerfen,    wobei diese durch     Ausfrieren     von Wasser in bezug auf den Gehalt an       Früchtezucker    konzentriert werden. Ferner  kann man ein     zuckerarmes        Gärgut    mit. einem  eingedickten Fruchtsaft vermischen, wobei  also einem Teil der     Mischung,    nämlich dem  konzentrierten Fruchtsaft, Wasser entzogen  ist.

        Die zum Beispiel so mit natürlichem       Früchtezucker    angereicherten Konzentrate  werden dann für die Ausführung des erfin  dungsgemässen Verfahrens der alkoholischen  Gärung unterworfen, wodurch alkoholische  Flüssigkeiten von erhöhtem Alkoholgehalt  gewonnen werden, die erfindungsgemäss der  Essiggärung unterworfen werden. Es kann  auch das Gärgut     ohne    vorhergehende Kon  zentration der Alkoholgärung unterworfen  und dann der Alkoholgehalt des vergorenen  Gutes durch Wasserentziehung (wobei das  alkoholische Gut nicht destilliert gebrannt  wird), beispielsweise durch Ausfrieren eines  Teils des Wassers, erhöht und hernach die  Essiggärung durchgeführt werden.  



  In allen diesen Fällen erfolgt der erfin  dungsgemässe Wasserentzug an dem auf Essig  zu verarbeitenden flüssigen Gärgut spätestens  vor     Beginn    der Essiggärung, wobei der Was  serentzug auch an einem, mehreren oder  allen Teilen einer Mischung, und zwar vor,  während oder nach der alkoholischen Gärung  bewirkt werden kann.    Anstatt oder neben frischen Früchten  können auch getrocknete Früchte, beispiels  weise gedörrte Birnen, Apfel, Zwetschgen  usw. benutzt und aus diesen Fruchtauszüge  oder Fruchtmaischen bereitet werden, die be  reits einen höheren Gehalt an     Früchtezucker,     im Vergleich mit den     Presssäften    der frischen  Früchte, aufweisen, z.

   B. indem man die ge  trockneten Früchte mit Flüssigkeit, beispiels  weise Wasser oder Fruchtsäften, einmaischt       (bezw.        mazeriert)    und dann erfindungsgemäss  vor oder nach Durchführung der alkoholi  schen Gärung noch einen Anteil des Wassers  entzieht.  



  Unter Umständen kann es zweckmässig  sein, unmittelbar von der Presse kommende  Rohsäfte oder Maischen oder wenig     konzen-          irierte    Auszüge soweit. durch Eindampfen  usw. zu konzentrieren, dass der hierdurch an  gereicherte natürliche Zucker eine     Konservie-          iaing    des Gutes bewirkt. Zur späteren erfin  dungsgemässen Verarbeitung wird man dann  die im eigenen Zucker konservierten Produkte    wieder durch Zusatz von etwas Wasser oder  zuckerarmen Gärgut verdünnen.  



  Wenn man die     Presssäfte,    Maischen oder  Auszüge bis zu einem zur unmittelbaren     Ver-          gärung    auf einer erfindungsgemässen Alko  holkonzentration     geeigneten    Grad konzen  triert, oder darüber hinaus bis zur Konser  vierung im eigenen Zucker verdickt und her  nach bei Anstellung zur Vergärung in einem  späteren     Zeitpunkt    wieder bis zu dem ge  wünschten Zuckergehalt verdünnt, so hat  man den Vorteil, dass die Gärung mit gerin  geren     Mengen    Gärgut, verglichen mit der bis  herigen Arbeitsweise, durchgeführt werden  kann,

   was nicht nur eine     Ersparnis    an     Gär-          raum    und     apparativen        Hilfsmitteln    bedeutet,  sondern auch eine bessere Überwachung der  Gärung ermöglicht. Es kann auch zweck  mässig sein, durch scharfe Filtration ent  keimte Säfte zu verarbeiten. Für die alkoho  lische Gärung verwendet man vorzugsweise  kräftige stark gärende     Reinzuchthefen,    z. B.

         saecharomyces        ellipsoideus        (Stamm        Südwein     oder Stamm     Walporzheim)    oder     schizosaccha-          romyces        mellacei        Jörgensen    oder andere oder  geeignete Kombinationen solcher Hefestämme.  



  Durch Mischung von verschiedenen Kon  zentraten ein und derselben Fruchtgattung  oder auch verschiedener     Fruchtgattungen,          beispielsweise    Apfel und Birnen, kann man,  insbesondere wenn unvergorene Konzentrate  gemischt oder die Konzentrate während der  Gärung zusammengebracht werden, mit ge  ringerem Kraftaufwand, Raumbedarf und  grösserer Sicherheit als bisher einheitliche  Produkte erzielen, was für die Standardisie  rung von grossem Wert ist.

   Für die Ausfüh  rung der Erfindung hat sich eine Arbeits  weise als besonders vorteilhaft erwiesen, bei  welcher zunächst ein Saft von nicht oder nur  schwach erhöhtem Zuckergehalt in Gärung  versetzt     wird,    und dann ein Konzentrat von  hohem Zuckergehalt zu der in Gärung be  findlichen Flüssigkeit zulaufen gelassen und  das Ganze vergoren wird. Diese Art der Gär  führung erleichtert erheblich die Vergärung  der Konzentrate.

   Ferner kann man, allen-      falls entkeimte, Fruchtweine niederer Alko  holkonzentration mit einem ans Früchten ge  wonnenen unvergorenen     Konzentrat    vermi  schen und die Mischung vergären     lassen.    In       beiden    Fällen kann selbstverständlich die An  reicherung an     natürlichem    Zucker     auch    durch  Zusatz des Konzentrates irre     halbflüssigen    bis  festen Zustand erfolgen.

   In allen diesen Fäl  len erfolgt der     '\Vasserenizug    mindestens     an     einem Teil des     Gärgutes.    da die     mitverwende-          ten    Konzentrate durch     Wasserentzug    an       Früehtezucker    angereichert sind.

           Tiie    Oxydation fies     Alkohols    der     vergore-          non    Flüssigkeiten kann nach     üblichen        3letho-          den,        insbesondere        auch    nach dem     'Sehnell-          essigverfahren,    bewirkt werden.  



  Die     fermentative    Oxydation der alkoholi  schen     Flüssigkeiten    mit einem erheblich     höhe-          ren    Alkoholgehalt als einer     Essigsäurekon-          zentration    von     :

  5        Gew.-Prozent    im Endpro  dukt     entspricht,    vermindert die Betriebs  schwierigkeiten und     Quali.tätsversehlechterun-          gen,    die bei der Verarbeitung     niedrigprozen-          tiger    alkoholischer Fruchtweine     zufolge    von  Infektionen, insbesondere durch Schleimbak  terien, die sich in wenig Alkohol und Essig  säure enthaltendem Gut leicht entwickeln,  auftreten.

   Überdies lassen sich, wie Versuche  ergaben, nach dem Verfahren der     Erfindung          hiihere        Ausbeuten    an Essigsäure, auf den  Alkoholgehalt bezogen, erzielen, indem     Vber-          oxydationsvorgänge    hintangehalten werden.  Die Gefahr der Verschleimung und Überoxy  dation ist bekanntlich um so geringer, je  alkoholreicher das auf Essig zu verarbeitende  Gut ist.

   Man kann nach dem Verfahren ge  mäss der Erfindung, zumeist infolge einer  reicheren     Veresterung.    Essige von besonders  aromatischem Charakter erhalten. insbeson  dere dann. wenn hei der     Herstellung    der alko  holischen     Flissigkeit    stark     bukettbildende     Mikroorganismen zugegen sind.

           :4        ttsf        ührungsbeispiel:          12@@t1@1    Liter möglichst rein zentrifugierter  und filtrierter Birnensaft mit einem Zucker  gehalt von 12     Gew.-Prozent    werden im Va-    kaum bei 3:> bis     -1()"    f_' so lange eingedampft,  bis der Gehalt     ;in        natürlichem    Zucker auf  24     Gew.-Prozent        angestiegen    ist.

   Es werden  so zirka     60(1I)        Lit.cr        Dicksaft    erhalten, die mit       120()        g        Aninioniuniclilorid    und     100Liter    stür  misch gärender     Anstellhcfe        (z.    B. Heferein  zucht     Gumpoldskirclien)        innig    vermengt wer  den. wobei die Mischung     zweckmässig    mit  Hilfe einer sterilen     I\mlaufpumpe        vorgenoin-          inen    wird.

   Die bald nach der     Dlischung    ein  setzende stürmische Gärung ist je nach der  Gärführung in ? bis 3 Wochen beendet. wor  auf die Nachgärung folgt, die je nach den       Umständen    in längstens 2 bis 3 Monaten be  endet ist. Der so     erhaltene    Obstwein zeigt  11,8     Vol.-Prozent        Alkoholgehalt.    Nach been  deter Gärung wird vom     Trub    sauber abgesto  chen, geschönt, blank filtriert und zweck  mässig 3 Monate     zum    Zwecke der     Abschei-          dung    kolloidal gelöster Substanzen gelagert.

    allenfalls neuerlich filtriert, sodann auf einem       Schnellessigbildner    in Essig     übergeführt,    wo  bei ein Essig mit einem Gehalt von etwa<B>10</B>       Gew.-Prozent    Essigsäure und 0,4     Vol.-Prozent     Restalkohol erhalten wird.  



  Es ist schon vorgeschlagen worden, bei  der Herstellung von Essig aus     Melonensäften     zum     Zwecke    der Vertiefung der Farbe, der  Verbesserung des Körpers und des Ge  schmackes, die Säfte vor der alkoholischen  Gärung bis zu einer     Normaldichie    entspre  chend einem Zuckergehalt von 8     Gew.-Pro-          zent    einzudampfen, wodurch gleichzeitig     a.ucli     bei schwankendem     ZuckergPhalt    der     Säfte    die  gleichbleibende     übliche        Säurekonzentration     sichergestellt werden sollte.

   Die durch     Ver-          gärung    eines     derartigen    Saftes     gewonnene     alkoholische Flüssigkeit weist jedoch einen  zu geringen     Alkoholgehalt    auf, um ohne       Schwierigkeit    auf Essig     nach    dem Schnell  essigverfahren verarbeitet werden     zii    können.  abgesehen davon, dass auch schon bei der  alkoholischen Gärung infolge des niedrigen  Zuckergehaltes die bereits angegebenen Nach  teile auftreten.

   Zudem gelangte man mit  Hilfe dieses Verfahrens nur     zii    schwachem       Melonenessig,    keinesfalls über 5     Gew.-Prozent     Essigsäuregehalt, da einem Zuckergehalt von      8     Gew.-Prozent    ein Essigsäuregehalt von  höchstens 3,5     Gew.-Prozent    entspricht.  



  Die Herstellung von Fruchtweinen aus  konzentrierten Fruchtsäften und das Ausfrie  ren von Wasser aus Fruchtweinen war bereits  bekannt, nicht dagegen, dass ein erhöhter Ge  halt der Säfte an natürlichem Zucker     bezw.     ein erhöhter Gehalt der Fruchtweine an dem       natürlichen    Zucker entstammendem Alkohol  für die Herstellung von Fruchtessigen von  Vorteil ist. Man ist so bisher an der Möglich  keit vorbeigegangen, bei der Verarbeitung  von zuckerarmen Früchten, ohne durch Auf  zuckern oder     Aufspriten    die Beschaffenheit  des Essigs zu beeinträchtigen, die bisher be  standenen Erzeugungsschwierigkeiten zu ver  meiden und dabei hochprozentige und     zu-          0   <B>01</B> eich hochwertige Essige zu gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Essig aus Früchten durch alkoholische Gärung und Essiggärung, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einem Teil des aus den Früchten bereiteten flüssigen Gärgutes eine solche Menge Wasser spätestens unmittelbar vor der Essiggärung entzogen wird, da.ss die der Essiggärung zu unterwerfende ungebrannte alkoholische Flüssigkeit den aus dem Zucker der Früchte gebildeten Alkohol in einer höhe ren Konzentration enthält, als sie beim Ver- gärungsprodukt des aus den verarbeiteten Früchten gewinnbaren Presssaftes wäre und sich nach durchgeführter Essiggärung ein Essig ergibt, der mehr als 5 Gew.-Prozent Essigsäure enthält.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss der Wasser entzug so hoch bemessen wird, dass nach durchgeführter Essiggärung ein Essig erhalten wird, der mindestens 8 Gew.- Prozente Essigsäure enthält. ?. Verfahren nach dem Patentänspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs material Kernobst verwendet wird. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass Kernobst, welches noch seinen natürlichen Wassergehalt besitzt, als Ausgangsmaterial verwendet wird. 4.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass man das un vergorene flüssige Gärgut bezüglich seines Gehaltes an Früchtezucker kon zentriert, es dann der alkoholischen Gä rung unterwirft und darnach die gewon nene alkoholische Flüssigkeit zu Essig vergärt. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass man das umvergorene flüssige Gärgut vor der alkoholischen Gärung durch schonendes Eindampfen konzen triert. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass man das unvergorene flüssige Gärgut vor der alkoholischen Gärung durch Ausfrieren von Wasser konzen friert. 7.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass man ein unvergorenes flüssiges Gärgut vor der alkoholischen Gärung mit einem früchtezuckerreichen Produkt ver mischt. B. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das flüs sige Gärgut der alkoholischen Gärung unterwirft und hernach die Alkoholkon zentration der alkoholischen Flüssigkeit durch Wasserentzug erhöht. 9. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass man die Alkoholkonzentration der Flüssigkeit durch Ausfrieren von Wasser erhöht.
    <B>10.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einem mindestens teilweise aus getrockneten Früchten gewonnenen flüssigen Gärgut spätestens unmittelbar vor der Essig gärung Wasser entzieht und die so er- haltene Flüssigkeit der Essiggärung un terwirft. 11. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 11l, dadurch gekennzeich net, dass man einem unvergorenen flüssi gen Gärgut getrocknete Friichte zusetzt. 1 ?.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekenuzeiclmet, dass man zuniiclist ein Gärgut von geringem Zuckergehalt in alkoholische Gärung versetzt und dann während dieser Gärung ein aus Fi-iichten gewonnenes unvergorenes -Konzentrat zu setzt, und das Ganze vergären lässt. 13. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zu einer alkoholischen Flüssigkeit von niederer Alkoholkonzentration ein aus Früchten gewonnenes unvergorenes Konzentrat zu setzt und das so erhaltene Gemisch ver gären lässt.
CH197573D 1936-06-20 1937-05-10 Verfahren zur Herstellung von Essig aus Früchten. CH197573A (de)

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CH197573D CH197573A (de) 1936-06-20 1937-05-10 Verfahren zur Herstellung von Essig aus Früchten.

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