CH197271A - Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden und Katalysator zur Durchführung desselben. - Google Patents
Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden und Katalysator zur Durchführung desselben.Info
- Publication number
- CH197271A CH197271A CH197271DA CH197271A CH 197271 A CH197271 A CH 197271A CH 197271D A CH197271D A CH 197271DA CH 197271 A CH197271 A CH 197271A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- platinum
- wires
- ammonia
- catalyst
- alloys
- Prior art date
Links
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 24
- MWUXSHHQAYIFBG-UHFFFAOYSA-N nitrogen oxide Inorganic materials O=[N] MWUXSHHQAYIFBG-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 21
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 title claims description 12
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 title claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 title claims description 4
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 title claims description 4
- BASFCYQUMIYNBI-UHFFFAOYSA-N platinum Chemical compound [Pt] BASFCYQUMIYNBI-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 46
- 229910052697 platinum Inorganic materials 0.000 claims description 22
- 229910001260 Pt alloy Inorganic materials 0.000 claims description 12
- HWLDNSXPUQTBOD-UHFFFAOYSA-N platinum-iridium alloy Chemical class [Ir].[Pt] HWLDNSXPUQTBOD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 7
- PXXKQOPKNFECSZ-UHFFFAOYSA-N platinum rhodium Chemical compound [Rh].[Pt] PXXKQOPKNFECSZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 229910000566 Platinum-iridium alloy Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 229910000629 Rh alloy Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 229910052741 iridium Inorganic materials 0.000 claims description 4
- GKOZUEZYRPOHIO-UHFFFAOYSA-N iridium atom Chemical compound [Ir] GKOZUEZYRPOHIO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 230000003197 catalytic effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 claims description 3
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 229910052703 rhodium Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000010948 rhodium Substances 0.000 claims description 3
- MHOVAHRLVXNVSD-UHFFFAOYSA-N rhodium atom Chemical compound [Rh] MHOVAHRLVXNVSD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000000956 alloy Substances 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 1
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 229910001092 metal group alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009257 reactivity Effects 0.000 description 1
- 238000009941 weaving Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B21/00—Nitrogen; Compounds thereof
- C01B21/20—Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
- C01B21/24—Nitric oxide (NO)
- C01B21/26—Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia
- C01B21/265—Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia characterised by the catalyst
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden und Katalysator zur Durchführung desselben. Die vorliegende Erfindung (Erfinder Dr. 0. Brack), betrifft ein Verfahren zur Oxy- datioct von Ammoniak zu Stickoxyden durch Überleiten von Ammoniak in Gegenwart sauerstoffhaltiger Gase über einen Katalysator bei erhöhter Temperatur.
Die Verwendung von Platin bezw. Platin legierungen, insbesondere solchen aus Platin- Iridium und solchen aus Platin-Rhodium als Katalysatoren für die Oxydation von Ammo niak zu Stickoxyden ist bekannt. Die Platin Rhodium-Legierungen haben den Vorteil, eine vorzügliche Ausbeute an Stickoxyden und geringe Platinverluste während des Betriebes zu ergeben; sie haben dagegen den Nachteil, dass sie etwas träge und nur bei höheren Temperaturen reagieren, so dass man gezwun gen ist, entweder den Kontaktkörper selbst zu erwärmen, oder die Kontaktgase vorzu wärmen.
Die Platin-Iridium-Legierungen rea gieren dagegen viel lebhafter und bei niederer Temperatur; sie haben jedoch den Nachteil, dass die Reaktion leicht zu weit geht und elementarer Stickstoff gebildet wird, was einer schlechten Ausbeute entspricht, und dass die Platinverluste grösser sind als bei andern Legierungen. Drähte aus reinem Platin wurden dagegen wenig verwendet, da sie eine ungenügende Kontaktwirkung ergeben, obgleich sie den Vorteil haben, sehr duktil zu sein und ihre Duktilität auch bei höheren Temperaturen lange beizubehalten, wogegen die Platinlegierungen mit der Zeit spröde und brüchig werden.
Um diese Nachteile, zusätzliche Wärme zufuhr und hohe Arbeitstemperaturen einer seits, schlechte Ausbeute, Platinverluste und Sprödigkeitszunahme anderseits zu vermeiden bezw. zu vermindern, soll nach vorliegender Erfindung ein Katalysator verwendet werden, welcher aus mindestens einem Gebilde be steht, welches mindestens drei voneinander verschiedene, miteinander verflochtene bezw. verwobene Arten von Platindrähten enthält, nämlich Drähte aus Platinlegierungen, welche hohe katalytische Wirksamkeit besitzen und hohe Netzausbeuten liefern, Drähte aus Pla tinlegierungen, welche so aktiv sind,
dass sie die Gase ohne Vorwärmung umzusetzen ver mögen und Drähte aus reinem Platin.
Durch die gegenseitige Wechselwirkung der verschiedenartigen untereinander kombi nierten Kontaktkörper kann man die Eigen schaften derselben gegeneinander derart kom pensieren und abstimmen, dass die nachteiligen Wirkungen des einzelnen Kontaktkörpers weitgehend aufgehoben werdet), dagegen seine Vorteile zur vollen Geltung kommen. Dadurch gelingt es, die Aninioniakoxydation ohne oder fast ohne Vorwarmung der Gase durchzu führen bei gleichzeitiger hoher Ausbeute, geringen Platinverlusten und langer Lebens dauer der Kontaktkörper, z.
B. Netze.
.Als Platinlegierungen mit polier kataly tischer Wirksamkeit und hohen Netzausbeuten sind besonders nur bei höherer Temperatur reagierende Platin-Rliodiurn-Legi(,rungen, z.B. Platin mit 10-50% Rhodium, geeignet, während als aktivere, bei niedrigerer Tem peratur reagierende Legierungen vor allem Platin-Iridium, z. B. Platin mit 1-10"/o Iridium, in Fragen kommen.
Die verwendeten Drähte aus Platinlegierun gen werden mit der Zeit brüchig, wodurch die Drahtnetzgewebe zerfallen und sich Löcher und Risse bilden, welche das Netz unbrauch bar machen, obwohl die Kontaktwirkung der einzelnen Drähte noch unvermindert vorhan den ist. Demgegenüber halten Drähte aus reinem Platin, das heisst mit ca. 99,9 0/ü Pt, sich viel besser, da sie nicht so schnell brüchig werden, doch zeigen dieselben, wie bekannt, eine urigenügende Kontaktwirkung.
Obwohl durch die oben erwähnte Kombina tion verschiedener Platinlegierungen die Ar- beitstemperaturerniedrigt wird und aus diesem (;runde die Netze geschont werden. wurde nun gefunden, dass man die Lebensdauer der Kontaktnetze noch erheblich verlängern kann, wenn man dieselben durch ein Skelett < ins reinen Platindrähten, z. B. solchen mit einem maximalen Gehalt von 0,1 % Iridium, zusani- nienhält, z.
B. dadurch, dass man die Drähte aus reinem Platin in das Drahtnetz aus Pla tinlegierungen mit hineinwebt. Dadurch wer den die brüchig werdenden Drähte aus Pla- tiulegierung zusammengehalten und das Netz am Zerfall verhindert.
Der Katalysator besteht vorzugsweise aus mindestens einem, vorzugsweise mehreren Drahtnetzen, welche durch inniges Verweben von Drähten aus mindestens drei voneinander verschiedenen Arten von Platindrähten her gestellt sind, nämlich Drähten aus einer Platin-Rhodium-Legierung, Drähten aus einer Platiri-Iridirini-Legiei-ur)g und Drähten aus reinem Platin.
Dabei wird man die Dicke der Drähte vorzugsweise so wählen, dass die verwendeten Drähte je eine ihrer Abnützung im Betrieb entsprechende Dicke aufweisen, z. B. derart, dass man die Drähte aus der etwas leichter flüchtigen Platin-Iridium-Legierung dicker wählt, als diejenigen aus der weniger flüch tigen Platin-Rhodium-Legierung.
<I>Beispiel:</I> Je drei Drähte einer Platin-Rliodium-Le- gierung mit 100/.i Rhodiumgehalt von 0,060 mm Durchmesser werden abwechslungsweise mit einem 0,0705 nim starken Draht aus einer Platin-Iridium - Legierung mit 1 % Iridium- gelialt und einem 0,08 mm starken Draht aus einem mindestens 99,
90%igen Platin in der üblichen Weise zu einem Drahtnetz mit 1020 Maschen pro cm-' verwoben. Diese Netze können einzeln oder zu mehrerer) auf- einaudergelegt, zweckmässig in 5-6 Lager), als Kontaktkörper verwendet werden.
Dieser wird in einer Ammoniak-Luft-Atmosphäre mit einer Wasserstoffflamme zur schwachen Rotglut erhitzt und daraufhin ein Gasgemisch, bestehend aus ca. 9,511/0 Ammoniak und 90,5"/o Luft, oder aus 12,5"/o Aninloniak, 86,5'"'o Luft und 100i. o Sauerstoff hindurch geleitet.
Der Kontaktlzüi-per erhält sich durch die nun auftretende katalytische Reaktioris- %värine, ohne äussere Wärmezufuhr, auf gleich bleibender Temperatur von ca. 700 0 C und setzt das Ammoniak in vorzüglicher Ausbeute, ca. 96-98 %, zu Stickoxyden um. Die Lebens- dauer der Netze beträgt ca. 24 Monate und mehr.
Die Platinverluste waren nach 23 Mo naten ca. 0,232 g Platin pro Tonne durch gesetztes Ammoniak, bei einem Durchsatz von ca. 1627 Tonnen Ammoniak nach 23 Monaten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden durch Überleiten von Ammo niak in Gegenwart sauerstoffhaltiger Gase über einen Katalysator bei erhöhter Tempe ratur, dadurch gekennzeichnet, dass der Kata lysator aus mindestens einem Gebilde besteht, welches mindestens drei voneinander ver schiedene, miteinander verflochtene bezw. verwobene Arten von Platindrähten enthält, nämlich Drähte aus Platinlegierungen, welche hohe katalytische Wirksamkeit besitzen und hohe Netzausbeuten liefern, Drähte aus Platin legierungen, welche so aktiv sind, dass sie die Gase ohne Vorwärmung umzusetzen ver <I>mögen</I> und Drähte aus reinem Platin. UNTERANSPRÜCHE: I.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aus Platin legierungen bestehenden Drähte einerseits aus einer Platin-Rhodium und anderseits aus einer Platin-Iridium-Legierung be stehen. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und ' Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aus Platinlegierungen bestehenden Drähte einerseits aus einer Platin-Rhodium-Legierung mit einem hoben Prozentsatz an Rhodium und anderseits aus einer Platin-Iridium-Legierung mit einem niedrigen Prozentsatz an Iridium bestehen.PATENTANSPRUCH II: Katalysator zur Durchfübrung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass derselbe aus mindestens einem Drahtnetz besteht, welches durch in niges Verweben von Drähten aus mindestens drei voneinander verschiedenen Arten von Platindrähten hergestellt ist, nämlich Drähten aus einer Platin-Rhodium-Legierung, Drähten aus einer Platin - Iridium - Legierung und Drähten aus reinem Platin.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH197271T | 1935-04-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH197271A true CH197271A (de) | 1938-04-30 |
Family
ID=4440793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH197271D CH197271A (de) | 1935-04-06 | 1935-04-06 | Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden und Katalysator zur Durchführung desselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH197271A (de) |
-
1935
- 1935-04-06 CH CH197271D patent/CH197271A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP4139045B1 (de) | Edelmetallnetz fuer die katalysierung von gasphasenreaktionen | |
| DE10105624A1 (de) | Dreidimensionale, zwei-oder mehrlagig gestrickte Katalysatormetze für Gasreaktionen | |
| EP3680214A1 (de) | Katalysatorsystem sowie verfahren zur katalytischen verbrennung von ammoniak zu stickstoffoxiden in einer mitteldruckanlage | |
| EP0010779A1 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Stadtgas aus Methanol | |
| CH197271A (de) | Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden und Katalysator zur Durchführung desselben. | |
| DE1088037B (de) | Verfahren zur Herstellung und Regenerierung eines Spezial-katalysators fuer die Gewinnung von Hydroxylamin | |
| DE686261C (de) | Katalysator fuer die Ammoniakoxydation | |
| DE1283209B (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff | |
| DE3042362A1 (de) | Katalysatoreinheit | |
| DE731295C (de) | Verfahren zur Herstellung von Paraffin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff | |
| DE2145842A1 (de) | Katalysator und katalysatoranordnung fuer die herstellung von salpetersaeure | |
| DE576711C (de) | Verfahren zur Ausfuehrung katalytischer Reaktionen mit fluechtige Kohlenstoffverbindungen enthaltenden Gasen | |
| DE187736C (de) | ||
| DE479680C (de) | Kontaktverfahren zur Darstellung von Schwefelsaeureanhydrid und Schwefelsaeure | |
| EP4344773A1 (de) | Katalysatorsystem mit einem katalysatornetz umfassend einen edelmetalldraht für lange kampagnen in der ammoniakoxidation | |
| AT139441B (de) | Katalysatorkörper zum Gebrauch bei der Oxydation von Ammoniak. | |
| DE271517C (de) | ||
| DE753028C (de) | Katalytische Oxydation von Ammoniak | |
| CH199773A (de) | Katalysator. | |
| AT203022B (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen | |
| EP4282526A1 (de) | Katalysatornetz mit einem edelmetalldraht aus einer dispersionsverfestigten edelmetalllegierung | |
| AT210390B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Borides | |
| AT120387B (de) | Verfahren zur Oxydation von Ammoniak zu Stickoxyden. | |
| DE2130732C3 (de) | Katalysator zur Ammoniaksynthese | |
| AT48323B (de) | Verfahren zur Darstellung von Stickstoffsauerstoffverbindungen aus Ammoniak und Luft mittels einer Kontaktsubstanz. |