CH192702A - Verfahren zur Reinigung von 3.6-Diamino-acridiniumverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von 3.6-Diamino-acridiniumverbindungen.

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CH192702A
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acridinium
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Reinigung von     3.6-Diamino-acridininmverbindungen.       In der deutschen Patentschrift 605123 ist  ein Verfahren zur Herstellung von Konden  sationsprodukten aas     3.6-Diamino-acridinium-          verbindungen    mit     aliphatisehen,        aliphatisch-          aromatischen    und hydroaromatischen     Ketonen     beschrieben.  



  Es hat sich gezeigt, dass sich aus diesen  Kondensationsprodukten die     Ketone-    wieder  leicht abspalten lassen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Reinigung von 3.     6-Diamino-          a-"ridiniumverbindungen,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man diese Verbindun  gen mit     Ketonen    kondensiert und aus den  Kondensationsprodukten das     Keton    durch  Hydrolyse abspaltet. Dies kann z. B. durch  lochen mit Wasser geschehen. Schon bei  kurzem Kochen beginnen z. B. hierbei die       Ketone    zu entweichen. Bei fortgesetztem  Kochen erhält man z.

   B. eine reine wässerige  Lösung der     3.6-Diamino-acridiniumhydroxyde.       Diese     Hydroxyde    lassen sich mit Alkoholen,       Phenolen,        Alkoholaten    oder     Phenolaten    in  die entsprechenden Äther oder mit Salzen  oder Säuren in die entsprechenden     Acridinium-          salze    überführen. Mit verdünnten Säuren  werden die     Ketonverbindungen    z. B. durch  Stehenlassen bei Zimmertemperatur allmäh  lich, durch Kochen sehr rasch gespalten.

   Man  hat es hierbei in der Hand, durch Anwen  dung berechneter Mengen der Säure neutrale  oder bei Anwendung von zwei- oder mehr  basischen Säuren oder deren Salzen saure       Acridiniumverbindungen    der entsprechenden  Säuren zu bekommen.  



  An Stelle der Säuren kann man als     Hy-          drolisierungsmittel    auch ihre Salze mit leicht  flüchtigen Basen, beispielsweise Ammoniak,  Anilin,     Methylamin,        Dimethylanilin    und ferner       Säureamide    wie     Formamid    oder     Acetanilid     verwenden, welch letztere ja beim Kochen  mit Wasser die entsprechenden     Ammonium-          oder        Aminsalze    liefern.

        Das Verfahren bietet die Möglichkeit,       3.6-Diamino-acridiniumverbindungen,    insbe  sondere auch besonders leicht lösliche, auf  einfache Weise und in völlig reiner     Form     zu gewinnen. Die Verfahrensprodukte sollen  als Desinfektionsmittel für Gegenstände aller  Art, aber auch für Menschen und Tiere  Verwendung finden.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Eine Mischung von 3 Liter Wasser,  1 Liter Aceton und 200 cm' Natronlauge  vom     spez.    Gewicht 1,530 wird auf<B>600</B> er  hitzt. Dazu lässt man unter Rühren eine  heisse Lösung von 250 g rohem     3.6-Diamino-          10-methylacridiniumchlorid    in 1 Liter Wasser  fliessen. Die klare Lösung trübt sich bald  unter Aufhellung und allmählich scheiden  sich     bräunlich-gelb    gefärbte Nadeln aus. Man  saugt ab, rührt die Fällung in 5000 cm'  kaltes Wasser ein und sättigt mit Kohlen  säure.

   Nach dem Absaugen des Rückstandes,  Auswaschen mit Wasser und Trocknen zeigen  die Kristalle den Schmelzpunkt 188 0     unkorr.     65 g der so erhaltenen     3.6-Diamino-10-me-          thylacridiniumacetonverbindung    werden mit  3 Liter Wasser und etwas Tierkohle im       Kochsalzbad    erhitzt. Das entweichende Aceton  wird     abdestilliert.    Da das entstehende     Acri-          diniumhydrogyd    sehr     ogydabel    ist, leitet man  durch den Kolben einen starken Stickstoff  strom. Wenn etwa 1200     cm3    Flüssigkeit  überdestilliert sind, hört die Abspaltung von  Aceton auf.

   Man filtriert in einen     Messkolben,     stellt auf 2000     cms    ein und verdrängt die  Luft aus dem Kolben durch Stickstoff. So  ist die Lösung unbegrenzt haltbar. Gesättigte  Kochsalzlösung fällt aus ihr     diaminoacridin-          freies        3.6-Diamino-10-methylacridinium-          chlorid    vom Schmelzpunkt zirka<B>292'.</B>  



  2. Man löst 260 g rohes saures     3.6-Di-          amino-10-methylacridiniumsulfat    in 1,5 Liter  heissem Wasser, fügt 1 Liter Methylalkohol  hinzu und macht mit 150     cm3    10     n-Kalilauge     stark alkalisch. Auf Zugabe von 100 g     Cy-          cloheganon    entfärbt sich die Lösung inner  halb kurzer Zeit und es entsteht ein dicker  Kristallbrei.

   Dieser wird abgesaugt und in         5000        cm3        verdünnte        Essigsäure        (1        %o)        ein-          gerührt.    Nach zweistündigem Rühren wird  das Ungelöste abgesaugt und mit Wasser  und Methylalkohol gewaschen.

   Die     Cyclo-          heganonverbindung    bildet fast farblose Na  deln vom Schmelzpunkt 236 0     (unkorr.).    16 g  dieser Verbindung werden mit 200 cm'  1/2     n-Schwefelsäure    auf dem Wasserbad er  hitzt und nach Aufhören des     Schäumens     noch eine Stunde gekocht. Durch Abkühlen  der Lösung erhält man reines saures     3.6-          Diamino-10-methylacridiniumsulfat,    die neu  trale Verbindung gewinnt man in bekannter  Weise durch Abkühlen der mit Soda neu  tralisierten Lösung.  



  3. 100 g rohes     2,7-Dimethyl-3.6-diamino-          10-metbylacridiniumchlorid    werden in 5 Liter  Wasser von 70 0 gelöst. Dazu lässt man unter  Rühren 200     cm3    Aceton fliessen und macht  die klare Lösung durch Zusatz von 100     cm3     Natronlauge vom     spez.    Gewicht 1,530 stark  alkalisch. Die ausgeschiedenen gelbbraunen  Nadeln werden abgesaugt, in 3 Liter Wasser  suspendiert, mit verdünnter     Natriumbisulfit-          lauge    oder gasförmiger schwefeliger Säure  behandelt, bis nichts mehr in Lösung geht,  wieder     abgenutseht    und gründlich mit Wasser  gewaschen.

   Sie sind löslich in verdünnten  Mineralsäuren und in den meisten organischen  Lösungsmitteln, aber unlöslich in Wasser und  Alkalien und schmelzen nicht unterhalb  <B>3000</B> C.  



  16 g dieser     2,7-Dimethyl-3.6-diamino-10-          methylacridiniumacetonverbindung    werden mit  200     cm3    Wasser und 7 g     Anilinchlorhydrat     der     Wasserdampfdestillation    unterworfen.  Wenn weder Anilin noch Aceton mehr über  gehen, wird die gelbe Lösung mit etwas  Tierkohle filtriert und abgekühlt. Das     2,7-          Dimethyl-3.        6-diamino-10-methyl    -     acridinium-          chlorid    scheidet sich ganz rein aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von 3.6-Diamino- acridiniumverbindungen, dadurch gekennzeich net, dass man sie mit Ketonen kondensiert und aus den Kondensationsprodukten durch Hydrolyse die Ketone wieder abspaltet. ÜNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als hydroly- sierendes Mittel verdünnte Säuren ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als hydroly- sierendes Mittel Salze flüchtiger Basen verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als hydroly- sierendes Mittel Wasser verwendet.
CH192702D 1935-04-20 1936-04-18 Verfahren zur Reinigung von 3.6-Diamino-acridiniumverbindungen. CH192702A (de)

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