CH191925A - Brennkraftmaschine mit als Umlaufpumpe ausgebildeter Spül- oder Ladeluftpumpe. - Google Patents

Brennkraftmaschine mit als Umlaufpumpe ausgebildeter Spül- oder Ladeluftpumpe.

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CH191925A
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Akti Flugzeug-Und-Motorenwerke
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Messerschmitt Boelkow Blohm
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      Brennkraftmasehine    mit als Umlaufpumpe     ausgebildeter    Spül- oder     .Ladeluftpumpe.       Es ist bekannt, die zur Lieferung der       Spül-    oder Ladeluft einer     Brennkraft-          maschine    dienende Pumpe als sogenannte  Umlaufpumpe (mit umlaufenden Verdrän  gungsgliedern) auszubilden. Ferner ist es  bekannt, eine derartige Pumpe an eine nicht  mit einer Hilfswelle versehene     Brennkraft-          maschine    anzubauen und von der Kurbel  welle aus über ein besonderes Getriebe (Zahn  räder und Wellen oder     Kettentrieb)    anzu  treiben.

   Diese     bekannten    Anordnungen der  Spül- oder Ladeluftpumpe haben jedoch den  Nachteil, dass zum Antrieb der Umlaufpumpe  von der Kurbelwelle aus zusätzliche Kon  struktionsteile (Getriebe, Lager usw.) er  forderlich sind, die das Maschinengewicht er  höhen, eine Vermehrung der der     Wartung     und Schmierung bedürfenden Teile zur Folge  haben und den Platzbedarf der Maschine ver  grössern, was insbesondere     unerwünscht    ist,  wenn für den Einbau der     Maschine    nur ein    beschränkter Raum zur     Verfügung    steht,     wie     es zum Beispiel bei Fahrzeugmotoren der  Fall ist.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine       Brennkraftmaschine    mit einer zur Kurbel  welle     parallelen.    Hilfswelle und einer die  letztere mit der Kurbelwelle verbindenden,  quer dazu liegenden     Zwischenwelle    und mit  einer an die Maschine angebauten, als Um  laufpumpe ausgebildeten Spül- oder Lade  luftpumpe.  



  Die     Erfindung    behebt den angeführten  Nachteil dadurch, dass der anzutreibende,  umlaufende Teil der Pumpe auf der die  Kurbelwelle mit der Hilfswelle verbindenden  und schneller als diese     beiden    Wellen um  laufenden Zwischenwelle sitzt und mit letz  terer kraftübertragend verbunden ist.  



  Auf der beifolgenden Zeichnung sind       einige    Ausführungsbeispiele der     Erfindung     schematisch dargestellt.      Es zeigt:       Fig.    1 einen senkrechten Mittelschnitt  durch eine     Brennkraftmaschine    nach Linie       I-I    der     Fig.    2,       Fig.    2 einen waagrechten Schnitt nach  Linie     II-II    der     Fig.    1 (mit Zahnkolben  pumpe als Spül- oder Ladeluftpumpe),       Fig.    3 einen waagrechten     Schnitt    einer  Maschine ähnlicher Art wie     Fig.    1,

   jedoch  mit einer     Kreiskolbenpumpe    als Spül- oder  Ladeluftpumpe,       Fig.    4 einen senkrechten Mittelschnitt  durch eine     Brennkraftmaschine    nach Linie       IV-IV    der     Fig.    5, und       Fig.    5 einen waagrechten Schnitt nach  Linie     V-V    der     Fig.    4 (mit     Schieberkolben-          pumpe    als Spül- oder Ladeluftpumpe).  



  Bei den in der Zeichnung dargestellten  Ausführungsbeispielen     wird    das Arbeitsver  mögen der in den Zylindern 1 erzeugten  Brenngase über die Motorkolben 2 und die  Pleuelstangen 3 auf eine ein     Schwungrad    4  tragende Kurbelwelle 5 übertragen. In den  Wandungen der Zylinder 1 sind in bekann  ter Weise am äussern Ende des     Hubraumes          Einlassschlitze    6 für die Spül- oder Ladeluft  vorgesehen, welche von den Kolben 2 ge  steuert, das heisst nach Bedarf geöffnet oder  geschlossen werden. Die Schlitze 6 stehen  durch Kanäle 7 untereinander und mit der  Förderseite 8 einer als Umlaufpumpe ausge  bildeten und an die     Brennkraftmaschine    an  gebauten Spül- oder Ladeluftpumpe 9 in  Verbindung.

   An den Kopfteilen der Arbeits  zylinder 1 sind     Auslassventile    10 angeordnet,  die durch eine Nocken 1.1 tragende und par  allel zur Kurbelwelle     verlaufende    Hilfs  welle 12 angetrieben werden. Die Hilfswelle  12 ist durch eine quer zur Kurbelwelle 5 lie  gende Zwischenwelle 14 und durch Übertra  gungsglieder, die beim ersten Beispiel aus       Kegelradpaaren    15, 16 und 17, 18 bestehen,       zwangläufig    mit der Kurbelwelle 5 verbun  den.

   Der anzutreibende umlaufende Teil der  Spül- oder     Ladeluftpumpe    9, beim Beispiel  gemäss     Fig.    1 und 2 der eine Läufer 21 einer  aus dem Läuferpaar 21, 22 bestehenden       Zahnkolbenpumpe,    ist auf die     Zwischenwelle       14 aufgesetzt und mit ihr kraftübertragend  verbunden. Der Teil 21 ist der anzutreibende  Teil, weil seine Welle, das heisst die Zwi  schenwelle 14 von aussen angetrieben wird,  während die Welle des Teils 22 von der  Zwischenwelle über ein Getriebe angetrieben  wird.  



  Im Beispiel nach     Fig.    3 ist auf die Zwi  schenwelle 14 eine (in der Zeichnung nicht  sichtbare) die Kreiskolben 23 tragende Nabe,  die mit den letzteren den anzutreibenden um  laufenden Teil der Pumpe bildet, aufgesetzt  und mit der Zwischenwelle 14 kraftüber  tragend     verbinden;    diese Kreiskolben bilden  zusammen mit dem umlaufenden Schieber  körper 24 eine     Kreiskolbenpumpe.    Beim  Lauf der Maschinen gemäss     Fig.    1 bis 3       wird    demnach die Pumpe 9 von der Zwi  schenwelle 14 unmittelbar angetrieben, so  dass besondere     Pumpenantriebsglieder    in  Fortfall kommen.

   Neben einer vorteilhaften  Verminderung des Platzbedarfes der Ma  schine wird bei der beschriebenen Pumpen  anordnung eine Verkleinerung des Maschi  nengewichtes (infolge weitestgehender Ver  kürzung der Leitungen für Spül- und Lade  luft), sowie eine Verringerung der Zahl der  einer Wartung und Schmierung bedürfenden  Teile erreicht. Um Abmessungen und Ge  wicht der Pumpe 9 klein zu halten, lässt man  sie rascher umlaufen als die Kurbelwelle, in  dem man die die Kurbelwelle 5 mit der       Zwisehenwelle    14 verbindenden Übertra  gungsglieder (.Kegelräder 15, 16) als Über  setzung ins Schnelle ausbildet. Die Zwischen  welle 14 dreht sich auch schneller als die  Hilfswelle 12.

   Zwischen die pumpenseitigen  Kegelräder 16, 17 und den den Teil 21  tragenden Teil der Zwischenwelle 14 ist je  eine nachgiebige Kupplung 19, 20 eingefügt,       vvas    vorteilhaft ist, um geringe     Achsenab-          weichungen    unschädlich zu machen.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    nach den       Fig.    4 und 5 ist die Spül- oder Ladeluft  pumpe 9 als     Schieberkolbenpumpe    ausgebil  det. Ihr anzutreibender umlaufender Teil,  der aus der mit radial     verschieblichen    Ver  drängungskörpern 26 ausgestalteten Trommel      25 besteht, ist auf die die Hilfswelle 12     mit     der     Kurbelwelle    5 verbindende Zwischenwelle  14 aufgesetzt und kraftübertragend mit dieser       -\\lelle    verbunden.

   Bei diesem Beispiel wird  die     ZZÄ'iSChenwelle    14 und somit der umlau  fende Teil 25 der Pumpe 9 über ein Stirn  radpaar 27, 28 und ein     Kegelradpaar    29, 30  angetrieben. Diese Anordnung hat den Vor  teil, dass die Lager 31, 32 der beiden Kegel  räder 29, 30 am gleichen Gehäuseteil, näm  lich am obern Teil 33 des Wellengehäuses  vorgesehen sein können und somit gegenein  ander unverrückbar sind, so dass die gegen       Lagenänderungen    besonders empfindlichen       Ziegelräder    stets unter den günstigsten Be  dingungen arbeiten können;

   die im Betriebe  unvermeidlichen, durch Wärmedehnungen  und dergleichen verursachten     Achsialver-          schiebungen    der Kurbelwelle 5 werden hier  bei durch das     Stirnradpaar    27, 28 aufgenom  men, für welches solche Verschiebungen völ  lig unschädlich sind.  



  Eine besonders vorteilhafte Ausführungs  form des Erfindungsgegenstandes ergibt sich,  wenn - wie bei dem in     Fig.    4 und 5 darge  stellten Beispiel - das Gehäuse der an einer  Schmalseite der Maschine angeordneten, das  heisst mit den Arbeitszylindern 1 in Reihe  liegenden Pumpe mit dem Maschinengehäuse  ein einheitliches Ganzes bildet, wenn also die  ein- oder mehrteilige äussere Wand des Zy  linderblockes auch die Spül- oder Ladeluft  pumpe mit umschliesst. In diesem Falle kann  die Spül- oder Ladeluft aus der Pumpe un  mittelbar in die im Maschinengehäuse selbst  vorgesehenen Luftkanäle 7 eintreten, so dass  also lange     Luftzuführungswege    vermieden  sind und besondere Rohrleitungen nicht be  nötigt werden.

   Der Lufteintritt erfolgt hier  bei zweckmässig durch Öffnungen 35 in der  Mantelfläche 36 des die Pumpe umschliessen  den Teils des Zylinderblockes, weil sich so  bequem ein grosser     Ansaugequerschnitt    unter  bringen lässt, der eine geringe Drosselung,  also     geringen        Kraftverlust    und geringe Ge  räuschbildung zur Folge hat. Auch lassen  sich Luftfilter bei dieser Anordnung gut an  bringen.

      Schliesslich hat die     letztgenannte    Unter  bringung der Spül- oder Ladeluftpumpe in  ,dem Maschinengehäuse noch den     fertigungs-          technischen    Vorteil, dass die Bohrung für die  Pumpe zusammen mit den Bohrungen der  Arbeitszylinder in einer     Aufspannung    auf  dem Bohrwerk gemacht werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Brennkraftmaschine mit einer zur Kurbel welle parallelen Hilfswelle und einer die bei den Wellen verbindenden, quer dazu liegen den Zwischenwelle und mit einer an die Ma schine angebauten, als Umlaufpumpe ausge bildeten Spül- oder Ladeluftpumpe, dadurch gekennzeichnet, dass der anzutreibende, um laufende Teil der Pumpe (9) auf der die Kurbelwelle (5) mit der Hilfswelle (12) ver bindenden und schneller als Kurbelwelle und Hilfswelle umlaufenden Zwischenwelle (14) sitzt und mit letzterer kraftübertragend ver bunden ist.
    UNTERANSPRÜCHE: l.. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des umlaufenden Teils der Spül- oder Ladeluftpumpe (9) von der Kurbelwelle (5) aus über ein Stirnradpaar (27, 28) und ein Kegelradpaar (29, 30) erfolgt, derart, dass etwaige Achsialverschiebun- gen der Kurbelwelle (5) sich nur auf die Stirnräder auswirken. <B>2 .</B> Brennkraftmaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kegelräder (29, 30)
    des Pumpenantriebes stützenden Lager (31, 32) am gleichen Ge häuseteil (33) angeordnet sind. 3. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die pumpen- seitigen Kegelräder (16, 17) bezw. (30, 17) mit dem umlaufenden Pumpenteil durch nachgiebige Kupplungen (19, 20) verbunden sind. 4. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse der mit den Arbeitszylindern in Reihe lie genden Spül- oder Ladeluftpumpe (9) mit dem Maschinengehäuse ein einheitliches Ganzes bildet.
    5. Brennkraftmaschine nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass für den Luftzutritt zur Pumpe (9) Öffnungen (35) in der Mantelfläche des die Pumpe um- schliessenden Teils (316) des Zylinders Blockes vorgesehen sind.
CH191925D 1935-04-10 1936-03-11 Brennkraftmaschine mit als Umlaufpumpe ausgebildeter Spül- oder Ladeluftpumpe. CH191925A (de)

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