Verfahren zum Stanzen von Blechen für Transformatoren. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Stanzen voll Blechen für Transformatoren, das bezweckt, die Abfälle auf ein Mindestmass herabzusetzen und da durch die einzelnen Bleche zu verbilligen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Verfahrens zum Stanzen von Blechen für Mantel- und Kerntransformatoren schematisch dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 die schematische Aufsicht eines vollständigen Bleches der Manteltype, beste hend ans zwei gleichen Teilblechen<I>I</I> und<I>11,</I> welche in den Stossfugen Z-förmige Ansätze besitzen, so dass durch Einlegen der uni<B>180"</B> gedrehten nächsten Bleche sich diese Ansätze überlappen.
Die gestrichelten Linien deuten die um 180 gedreht eingelegten Bleche an; Fig. 2 die schematische Aufsicht eines vollständigen Bleches der Kerntype, beste hend aus zwei gleichen Teilblechen I und 1I, welche in den Stossfugen Z-förmige Ansätze besitzen, so dass durch Einlegen der um 180 gedrehten nächsten Bleche sich diese Ansätze überlappen.
Die gestrichelten Linien deuten die um 180<B>"</B>gedreht eingelegten Bleche an; Fig. 3 Stanzvorgang der Teilbleche mit- telst Folgeschrittwerkzeugen in drei Opera tionen in einem gemeinsamen Werkzeug, nämlich: erste Operation Ausstanzen der runden und rechteckigen Öffnungen, zweite Operation Ausstanzen des linken Teilbleches, dritte Operation Ausstanzen des rechten Teil- bleches. Die verschiedenen Operationen sind verschieden gestrichelt dargestellt;
die run den Löcher dienen gleichzeitig als Führungs löcher F beim Stanzvorgang; Fig. 4 Stanzvorgang der Teilbleche mit- telst Folgeschrittwerkzeugen in zwei Opera tionen in einem gemeinsamen Werkzeug, nämlich: erste Operation Ausstanzen der runden und rechteckigen Offnungen, zweite Operation Ausstanzen beiderTeilbleche gleich zeitig.
Beide Operationen sind verschieden gestrichelt dargestellt; die runden Löcher dienen gleichzeitig als Führungslöcher F; Fig. 5 Stanzvorgang der Teilbleche in zwei Operationen mittelst Folgeschrittwerk- zeugen in einem einzigen Werkzeug vereinigt, nämlich: erste Operation Ausstanzen der runden und rechteckigen Offnungen, zweite Operation Ausstanzen eines Teilbleches.
Der Stanzvorgang kann nach dem Durchstanzen des Streifens auf einer Seite durch Umkeh ren desselben mit der andern Seite wieder holt werden; Fig. 6 Stanzvorgang eines Teilbleches durch gieicbzeitiges Ausstanzen der runden Löcher und des fertigen Teilbleches mittelst eines Blockschnittes.
Die runden Löcher die nen gleichzeitig als Führungslöcher .F' beim Stanzvorgang; Fig. 7 Stanzvorgang von zwei Teilblechen durch gleichzeitiges Ausstanzen der runden Löcher und der fertigen Teilbleche mittelst eines Blockschnittes; Fig. 8 schematische Darstellung der An wendung der gestanzten Teilbleche zum Zu sammensetzen des Blechkörpers eines Dreh stromtransformators mit fünf Schenkeln, wo bei die drei mittleren Schenkel bewickelt werden und die beiden Aussenschenkel als gemeinsame Ausgleichsjoche dienen.
Die in Fig. 1 gezeichneten Bleche für den Eisenkörper eines Manteltransformators be stehen aus gleichen Teilblechen<I>I</I> und II, welche sowohl im Kern, als auch in den seitlichen Jochen mit Z-förmigen Ansätzen versehen sind. Beim Zusammensetzen zweier Teilbleche passen die Ansätze a und L des einen in die zugehörigen Vertiefungen a1 und bi des andern Teilbleches hinein.
Die Abstände zwischen dem Kern und den Jo chen sind so gewählt, dass sie gleich der Breite eines Kernbleches oder zweier Joch- bleche eines andern Teilbleches sind, so dass beim Stanzen dieser Teilbleche das verwen dete Transformatorenblech bis auf einer) kleinen Rest vollständig ausgenützt werden kann.
Durch dieses Verfahren gelingt es, das Material bis zu 95% auszunützen, wäh- rend beim Ausstanzen eines voller) Bleches nach der alten bekannten Methode nur im Maximum 50"/o ausgenützt werden kann und der Rest als Abfall verloren geht.
Diese Ver minderung des Abfalles ermöglicht es, der) Blechkörper eines Transformators um mehr wie 40 % billiger herzustellen, so dass der fertige Transformator dadurch einen um nahezu '/s kleineren Herstellungspreis bedingt. Durch diese Zweiteilung eines vollen Bleches wird auch die Montage des Transformators wesentlich einfacher.
Das Verfahren zum Stanzen der Teilbleche kann entweder durch Folgeschrittwerkzeuge in mehreren Opera tionen ausgeführt werden, wie in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellt ist. Die Bleche kön nen auch mittelst gewöhnlicher Blockschnitte ausgestanzt werden., wie in den Fig. 6 und 7 angegeben ist. Diese Verfahren gestatten auch Stanzautomaten zu verwenden.
Die in der Zeichnung angegebenen Ansätze im Kern und in den Jochen der Teilbleche sind des halb notwendig, damit beim Einlegen von je zwei urri <B>180'</B> gedrehten Teilblechen sich die Ansätze gegenseitig überlappen, wodurch die Stossfugenamperewindungen bekanntlich sehr stark reduziert werden.
Die gezeichneten Bleche der Kerntype bestehen ebenfalls aus je zwei gleichen Teil blechen I und II (Fix. 2), bei welchen in den Kernen Z-förrnige Ansätze angebracht sind, so dass die Ansätze a des einen Teil- bleches beim Zusammensetzen in die ent sprechenden Vertiefungen a1 des andern Teil bleches passen.
Diese Ansätze an den Teil blechen müssen nicht unbedingt planparallel mit den zugehörigen Schenkeln sein, wie in der Zeichnung angegeben ist, sondern kön nen auch auslaufend trapezförmig ausgebildet werden, jedoch bietet die planparallele Aus führungsform eine vielseitigere Anwendungs möglichkeit. Der Abstand zwischen zwei Kernen ist gleich der Breite zweier Kerne, so dass es möglich ist, das verwendete Trans formatorenblech bis auf einen kleinen Rest vollständig auszunutzen.
Die Teilbleche der Kerntype lassen sich auch durch Folgeschrittwerkzeuge in mehre ren Operationen herausstanzen, wie in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellt ist, oder aber sie können auch einzeln oder zu zweien mit- telst Blockschnitten gestanzt werden, wie die Fig. 6 und 7 darstellen. Auch bei diesen Teilblechen der Kerntype sind die Z-förmigen Ansätze in den Stossfugen der Kerne unbe dingt notwendig, damit sich dieselben beim Zusammensetzen des Blechkörpers gegensei tig überlappen und damit die Stossfugen amperewindungen reduziert werden.
Die angegebenen Teilbleche der Mantel type lassen sich auch zum Zusammensetzen des Eisenkörpers eines Drehstromtransfor- inators anwenden, wenn nach Fig. 8 pro volles Blech vier Teilbleche verwendet wer den. Werden die folgenden vier Teilbleche um 18011 gedreht eingelegt, so überlappen sich auch hier die Z-förmigen Ansätze gegen seitig, wodurch praktisch ein stossfugenfreier Xraftflussübergang gesichert ist.
Ein auf diese Art zusammengesetzter Eisenkörper eines Drehstromtransformators hat gegenüber einem normalen dreischenkligen Transformator den Vorteil, dass die einzelnen Phasen durch die beiden Auf)enschenkel entlastet werden, wo durch die Beeinflussbarkeit aller drei Phasen untereinander verringert wird.