CH171237A - Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides.

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CH171237A
CH171237A CH171237DA CH171237A CH 171237 A CH171237 A CH 171237A CH 171237D A CH171237D A CH 171237DA CH 171237 A CH171237 A CH 171237A
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CH
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acetic acid
lanata
genuine
split
digitoxin
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English (en)
Inventor
Sandoz Chemische Fabri Vormals
Original Assignee
Chem Fab Vormals Sandoz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J19/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring
    • C07J19/005Glycosides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids

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Description


      Zusatzpatent    zum Hauptpatent Nr. 166354.    Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen     Glucosides.       Das vorliegende Verfahren     betrifft    die  Darstellung von     Acetyldigitoxin    und ist da  durch gekennzeichnet, dass man     Digilanid    A       (Helvetica        Chimica    Acta, Band 16, Seite  1088     ff.),    welches identisch ist mit dem so  genannten genuinen     Lanataglucosid    A, der  Einwirkung eines zuckerabspaltenden Enzyms  unterwirft.  



  Man kann so vorgehen, dass man zerklei  nerte Blätter von Digitalis     lanata    bei Gegen  wart     voll    Wasser mit einem     Extraktionsmittel     stehen lässt, bis die enzymatische Glucose  abspaltung aus dem genuinen     LanataglucosidA     erfolgt ist, dann den Extrakt abtrennt und  auf     Acetyldigitoxin    verarbeitet, oder dass     mal)     frische Blätter der Digitalis     lanata    mit einem  den     Zelltod    herbeiführenden und gleichzeitig  die Fäulnis verhindernden Medium, wie Es  sigester oder Chloroform, zusammenbringt und  stehen lässt,

   bis die Glucose aus dem genuinen       Glucosid    abgespalten ist und     dann    die Extrak  tion des     Acetyldigitoxins    vornimmt.  



  Vorteilhaft arbeitet man auch so, dass  man das     enzymhaltige    Material in Form von    zerkleinerten     Digitalisblättern    in eine     alko-          holisch-wässerige    Lösung von     Lanatagluco-          sid    A einträgt, dann damit in Berührung  lässt, bis die Abspaltung der Glucose erfolgt  ist, und hierauf das gebildete     Acetyldigito-          xin    isoliert.  



  <I>Beispiel:</I>  2     gr    des genuinen     Lanataglucosids    A, ge  löst in 800 cm' Alkohol, werden mit dem  Enzymmaterial, bestehend aus 1 kg fein zer  kleinerten frischen Blättern von Digitalis       lanata,    vermischt und zwei bis drei Tage lang  stellen gelassen, filtriert, der Rückstand mit  Alkohol-Wasser 1 : 1 erschöpfend nachgewa  schen. Das klare Filtrat wird mit Essigester  erschöpfend extrahiert. Der     Essigesterextrakt     wird     filtriert,    im Vakuum völlig eingedampft  und der Rückstand mit 2 bis 3 Liter Äther  erschöpfend extrahiert, wobei das abgebaute       Glucosid    in den Äther geht.

   Nach dem Fil  trieren wird die Ätherlösung im Vakuum  völlig eingedampft und der Rückstand mit       Petrolätlier    nochmals gewaschen, bis der       Petroläther    fast farblos bleibt. Der ungelöste      Anteil .wird in 2 Liter eines Gemisches von       Wasser-Methanol    1:1 gelöst und mit un  löslichem     Gerbstoffällungsmittel    behandelt.  Nach dem Filtrieren wird die Lösung im  Vakuum vom Methanol befreit, wobei das  partiell abgebaute     Cxlucosid,    das durch Kristal  lisation aus Alkohol gereinigt werden kann;  ausfällt.  



  Das     Acetyldigitoxin    kristallisiert aus ver  dünntem Alkohol in glänzenden rechteckigen  Täfelchen. Es ist ziemlich leicht löslich in  Methanol und Äthanol, leicht löslich in Chloro-    form - schwer löslich in Äther und prak  tisch unlöslich in Wasser. Die Elementar  analyse ergab       C        =        63,0        bis        64,0        %        und        H        =        8,0        bis        8,,

  5        %.     Bei der     Laktontitration    verbrauchten 0,076     gi-          Substanz    1,9 cm'     1/jo    n Lauge, woraus sich  ein     Molekulargewicht    von etwa 800 ableitet.

    Bei der sauren Hydrolyse liefert die Substanz       etwa        46        %        Aglucon        (Digitoxigenin),        etwa          55'/o        Digitoxose        und        etwa        7,5%        Essigsäure.     Die Spaltung erfolgt nach der Gleichung:

      <B>043H66014</B>     +   <B>4 H20</B> =     C23113404        +   <B>3</B>     C6111204        +        02H402          Digitoxigenin        Digitoxose    Essigsäure.    Bei vorsichtiger Behandlung mit verdünnten  Alkalien wird nur die Essigsäure abgespalten    und man erhält     Digitoxiir    neben essigsaurem  Alkali nach der Gleichung:    <B>C431166014</B>     +        NaOH    =     C411164013        +        CHSCOONa          Digitoxin.  

Claims (1)

  1. Das Acetyldigitoxin soll in der Therapie Verwendung finden. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Acetyldigi- toxin, dadurch gekennzeichnet, dass man Digi- lanid A der Einwirkung eines zuckerabspal tenden Enzyms unterwirft. Das neue Glucosid besteht in glänzenden rechteckigen Täfelchen.
    Bei der sauren Hydro- lyse liefert die Substanz etwa 46 % Aglucon (Digitoxigenin), etwa 55 % Digitoxose und etwa 7,
    5 % Essigsäure. Die Spaltung erfolgt nach der Gleichung: 043H66014 -h' 4 1120 = C23Hs404 + <B>3 06H1204</B> + 02H402 Digitoxigenin Digitoxose Essigsäure.
    Bei vorsichtiger Behandlung mit verdünnten Alkalien wird nur die Essigsäure abgespalten und man erhält Digitoxin neben essigsaurem Alkali nach der Gleichung: C431166014 + NaOH = C411164013 + CHsC00Na Digitoxin. Das Acetyldigitoxin soll in der Therapie Verwendung finden. ÜNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zerkleinerte Blät ter von Digitalis lanata bei Gegenwart von Wasser mit einem Extraktionsmittel stehen lässt, bis die Glucoseabspaltung aus dein genuinen Lanataglucosid A erfolgt ist. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man frische Blätter von Digitalis lanata mit einem den Zell- tod herbeiführenden und gleichzeitig die Fäulnis verhindernden Medium zusammen bringt, bis die Glucoseabspaltung aus dem genuinen Lanataglucosid erfolgt ist, und das entstandene Acetyldigitoxin extrahiert. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Blätter von Digi talis lanata als Ausgangsprodukt ver wendet. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das reine genuine Lanataglucosid A als Ausgangsprodukt verwendet.
CH171237D 1932-07-22 1932-07-22 Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides. CH171237A (de)

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