CH170607A - Einrichtung zum dauernden Verschliessen der Blutadern bei blutigen Operationen. - Google Patents

Einrichtung zum dauernden Verschliessen der Blutadern bei blutigen Operationen.

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CH170607A
CH170607A CH170607DA CH170607A CH 170607 A CH170607 A CH 170607A CH 170607D A CH170607D A CH 170607DA CH 170607 A CH170607 A CH 170607A
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Hammersberg Elemer Dr Von
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Hammersberg Elemer Dr Von
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  Einrichtung zum dauernden Verschliessen der Blutadern bei blutigen     Operationen.       Die übliche Methode zum Verschliessen  der bei     blutigen        Operationen        durchschnitte-          nen    Blutadern besteht     darin,    dass die blu  tenden Enden aller durchschnittenen     Adern     durch ebensoviel Aderzangen (Pinzetten) zu  sammengedrückt und während dieses Zustan  des die Blutadern an ihren den zusammen  gedrückten Enden unmittelbar benachbarten  Stellen durch Umwickeln von Seidenfäden  und Verbinden der letzteren zu einer Masche,  dauernd abgebunden und schliesslich die frei  hervorstehenden Endstücke der verbundenen  Seidenfäden abgeschnitten werden,

   worauf  die Aderzangen geöffnet und entfernt wer  den. Dieses übliche Verfahren ist ziemlich  umständlich, erhöht in bedeutendem Masse  die Zeitdauer der     Operation    und ist sowohl  für die Kranken, als auch für die Chirurgen  nachteilig. Ausserdem kann der Seidenfaden   ein Material, das im menschlichen Körper  niemals aufgesaugt wird - auch zu " Faden  eiterungen" Veranlassung geben.  



  Die     Einrichtung    gemäss der Erfindung    ist dazu     bestimmt,    diese Nachteile zu beseiti  gen, das heisst eine gegenüber den bisherigen  viel leichtere und bedeutend raschere Durch  führung des     dauernden        Verschliessens    der  Blutadern zu ermöglichen und die Möglich  keit der     "Fadeneiterung"    auszuschliessen.

    Diese Einrichtung kennzeichnet sich durch  eine als     Verschlussmittel    der     Adern    dienende       Klemme,    die aus zwei Hälften besteht, wel  che in der     aufeinander    gedrückten Lage einen  Hohlraum für die Blutadern     zwischen    sich  belassen, und durch     eine    Zange, die- zum       vorübergehenden    Aufhängen der Klemmen  hälften von aussen her bewegbare und in  Ansätze der letzteren lösbar eingreifende Be  standteile besitzt und die zum Zusammen  drücken der     Klemmenhälften    dienlich ist.  



  Um derartige     Klemmenhälften    vorzusehen,  kann man zum Beispiel von den für andere  Zwecke an sich bekannten     Drukknöpfen    aus  gehen, die aber in ihrer üblichen Gestalt zum  Verschliessen der Blutadern     unmittelbar    nicht  geeignet sind, da beim Zusammendrücken der           Druckknopfhälften    am Ende der Ader der  Stempelteil des     Druckknopfes    die Aderwan  dung durchreissen würde.

   Aus .diesem Grunde  kann der Druckknopf in der     Weise        um-          gestaltet    werden, dass in der     Mitte    der Ma  trizenhälfte des     Druckknopfes    ein derartiger  Einschnitt vorgesehen und der     Matrizenteil     derart höher     ausgebildet    wird, dass, wenn  beim Zusammendrücken der Stempel des  Druckknopfes gegen die sich in den Ein  schnitt des     Matrizenteils    einlegende Ader vor  dringt, die     Aderwandung    durch das Ende  des Stempels     Abis    zum vollständigen Abschluss       flachgedrückt        wird,

      ohne durchgerissen zu  werden. Der Druckknopf kann aber auch in  umgekehrtem Sinne abgeändert werden, in  dem in der     Mitte    des Stempelteils ein Ein  schnitt, in der     Mitte    des     Matrizenteils    aber       eine        hervorragende    Rippe vorgesehen werden       (rann,    wobei also durch ,die letztere der Druck  stempel gebildet wird. Im allgemeinen kann  der Druckknopf, der in Rede stehenden Be  dingung (der     Vermeidung    des     Durchreissens)     entsprechend, vielfach umgestaltet werden.

    So kann zum Beispiel die eine     Klemmenhälfte     aus einem einfachen, starren und vollen  Stempel oder Pfropfen, die andere Klemmen  hälfte aber     aus    einem     federnden        Matrizenteil     mit einer     mittleren    Öffnung zur Aufnahme  des Stempels oder Pfropfens bestehen, wobei  der eingedrückte Stempel vom Boden der Ma  trize in einem     Abstande    verbleibt, der der  Stärke der     flachgedrückten    Ader (der zwei  fachen     Aderwandstärke)    entspricht.  



       Im    übrigen     können    auch von den Druck  knöpfen vollständig abweichende Klemmen  hälften, zum Beispiel je ein Halbring oder  je eine Halbschelle oder auch     lamellenförmige     Teile angewendet werden, deren     Mittelteile          mit    einfacher, glatter Auflage die Blutader  zwischen sich fassen, wobei ihre Enden ausser  halb der Ader verbleiben und durch an die  sen Enden vorgesehene     Teile,    zum Beispiel  Löcher und diese durchsetzende     Dorne,    mit  einander gekuppelt werden.  



  Das Auflegen der     Klemmenhälften    auf       ,die    Blutader und Zusammendrücken dieser  Hälften durch die blosse Wand     würde    sich    insbesondere mit Rücksicht auf die geringen       Abmessungen        etwas    schwerfällig gestalten,  weshalb in Verbindung mit den     Klemmen-          hälften    ein Zangeninstrument angewendet  wird.

   Für diesen Zweck kann die übliche  Aderzange derart umgestaltet werden, dass  sie zum vorübergehenden Halten der     Klem-          menhälften    zum     Zusammendrücken    derselben  gleichzeitig mit der Ader und- schliesslich  zum leichten Abheben der Zange von den  dauernd zusammengedrückten     Klemmenhälf-          ten    geeignet wird.

   Dies kann zum Beispiel  dadurch erreicht werden, dass an den Schen  keln der Zange der     Klemmenhälften    einander  gegenüber     aufhängende,    lösbare Bestandteile,  zum Beispiel an der     Innenseite    der Zangen  schenkel verschiebbare (von aussen     beweg-          liehe)    Schieber angebracht werden, die in  ihrer gegen die     Zangenenden    vorgeschobenen  Lage in kleine,

   an der Rückseite der     Klem-          menhälfte    für diesen Zweck vorgesehene Ösen  eingreifen und nach     erfolgtem    Zusammen  drücken der     Klemmenhälften    und der Ader  zurückgezogen werden     können,    wobei sich die  Zange von der Klemme     %btrennt.    An Stelle  von     Schiebern    können auch     in    den Enden der       Zangenschenkel    angeordnete     Blattfederpaare     angewendet werden, zwischen welche an der  Rückseite der     Klemmenhälften    vorgesehene  kleine Zapfen eingedrückt werden können,

   und  welche Blattfedern nach erfolgtem Zusammen  drücken der     Klemmenhälften    und der Ader  durch von der Aussenseite der Zange aus  bewegliche Knöpfe gespreizt werden kön  nen, wobei die Zange sofort angehoben wer  den kann.    In der     Zeichnung    sind ein     Ausführungs-          beispiel    des     Erfindungsgegenstandes,    sowie  einige Detailvarianten desselben dargestellt.  



       Fig.    1 ist     eine        Seitenansicht    von druck  knopfähnlichen, zur     Einrichtung    gehörenden       Klemmenhälften    in grösserem     Massstabe;          Fig.    2 zeigt die     Stempelhälfte    der Klemme  in Draufsicht;

         Fig.    3 ist eine Seitenansicht einer abge  änderten     Ausführungsform    der     drnekknopf-          ähnlichen        Klemmenhälften,              Fig.    4 eine Draufsicht auf die untere       Hälfte    der Teile nach     Fig.    3,       Fig.    5 eine Seitenansicht und teilweise  ein senkrechter     Schnitt    des zur Einrichtung  gehörenden     Zangeninstrumentes,          Fig.    6 eine Draufsicht zu     Fig.    5,

         Fig.    7 eine teilweise Seitenansicht des  Zangeninstrumentes in der geöffneten Lage.  das heisst vor dem     Zusammendrücken    der       Klemmenhälften,          Fig.    8 eine Seitenansicht, teilweise Schnitt,  zweier aus     Magnesiumlamellen    bestehender       Klemmenhälften,    .  



       Fig.    9 eine Draufsicht .auf die untere  Klemme nach     Fig.    -8,       Fig.    10 eine teilweise Draufsicht einer  abgeänderten Ausführungsform der Ader  zange,       Fig.11    ein Schnitt nach der     Linie        XI-XI     der     Fig.    10 und schliesslich       Fig.    12 ein teilweiser, senkrechter Schnitt  einer weiteren Ausführungsform der Zange.

    In     Fig.    1 und 2 bedeutet 1 die Matrizen  hälfte der     druckknopfähnlichen,    zur Einrich  tung gehörenden     Klemme    und 2 deren     ro-          settenartige,    durch Schlitze     federnd    gemachte  Stempelhälfte. In letzterer ist in der Rich  tung eines Durchmessers ein Einschnitt 3  vorgesehen, in welchem das zu verschliessende  Ende 5 der Ader Platz findet.

   In der     Mitte     der     Matrizenhälfte    1     ist    eine senkrechte  Brücke oder Rippe 4 vorgesehen, die beim  Zusammendrücken der     Klemmenhälften    in  den Einschnitt 3     eindringt,    wobei die Ab  messungen derart gewählt sind,     dass    in der  zusammengedrückten Lage der beiden     Klem-          menhälften    (in welcher der Stempel 2 in  die Matrize vollständig     eindringt,)

      die sich  gegen den Boden des     Einschnittes    3     eindrük-          kende    Ader 5 durch das untere Ende der  Rippe 4 flachgedrückt und dadurch ver  schlossen wird, ohne     dass.    die Rippe die     Ader     durchzureissen vermag. An der Rückseite  jeder     Klemmenhälfte    ist eine Öse 6 vor  gesehen, deren Bestimmung später unten be  schrieben wird.  



  Gemäss der abgeänderten Ausführungs  form nach     Fig.   <B>3</B> und 4 wurde die Matrizen-         hälfte    1 federnd gemacht, während der Stem  pel 2 aus einem vollkommen starren, einfachen  Zapfen besteht, der in den Hohlraum der       kegelstumpfförmigen    Matrize 1 eindringen  kann; um dies zu     erleichtern,    ist die Innen  seite 8 des Kopfes 7 der     Matrize.    1 abgerun  det.

   Damit sich die Ader 5 eindrücken kann,  ist die Matrize 1 bei 3     (Fig.    4) in Durch  messerrichtung 5     durchschnitten,    so dass die  Ader 5 auf die obere Fläche des Tellers 9  der Matrize 1 zu liegen kommt, wobei die Ab  messungen wieder     derart    gewählt sind, dass  in     der        zusammengedrückten    Lage der  Klemme, in welcher der Zapfen 2 in das  Innere der Matrize 1     eingedrungen    ist, die  Ader 5 durch den Zusatz 2 ohne Zerstörung  flachgedrückt     wird.     



  Zur     Vorbereitung    der nach     Fig.    1 bis 4  oder in anderer     gewünschter    Weise gestal  teten     Klemmenhälften    für die Operation, das  heisst zum Halten derselben in einer geeig  neten Lage zueinander und zum gleichzeiti  gen Zusammendrücken der Klemme mit der  Ader kann die zur     Einrichtung    gehörende  Aderzange nach     Fig.    5 und 6 verwendet  werden,     an,deren    beiden Schenkeln 10 je ein  Schieber 11 angeordnet ist, der zwischen  Seitenführungen an den Innenflächen der  Schenkel 10 hin- und hergeschoben werden  kann.

   Zu diesem Zwecke besitzt der Schie  ber 11 einen Zapfen 12a, der in einem die       Zangenschenkel    10     bis    zur Aussenfläche  durchsetzenden Schlitz 12     mittelst    eines  äussern Knopfes 13 verschoben werden kann.  In den Enden der Schenkel 10 der Zange  ist je eine kleine Vertiefung 14 vorgesehen,  in welche die an der Rückseite der Klemmen  hälften 1, 2 befindlichen Ösen 6 eingescho  ben werden können. Die äussern     Ränder    der       Klemmenhälften    reichen bis     zum    Ende der  Zange     (Fig.    7), doch können sie die Zange  teilweise auch überragen.  



  Die     Gebrauchsweise    der     beschriebenen     Einrichtung ist     die    folgende:  Vor der Operation wird die Zange ge  öffnet     und,die    Knöpfe 13 werden nach     rück-          wä@rts,    das heisst gegen den     Drehpunkt    der       Zangenschenkel    verschoben.

   Nun     nimmt    man      zum     Beispiel    die     Klemmenhälfte    1 nach     Fig.     1 in die Hand und schiebt deren Öse 6 (in  einer solchen Lage, dass die den Hohlraum  der Ilse begrenzenden Seitenwände zu den  Zangenschenkeln parallel verlaufen) in die       Vertiefung    14 des obern Zangenschenkels  hinaus     (Fig.    7).

   Während die Klemmen  hälfte 1 in dieser Weise mit dem Finger in  hinaufgeschobener Lage     gehalten        wird,    wird  der Knopf 13 des obern Zangenschenkels und  dadurch der obere     Schieber    11 vorgeschoben,  wobei dessen vorderes Ende die Öse 6 der       Klemmenhälfte    1 durchdringt; wenn man da  bei den Finger     loslässt,    so bleibt die     Klem-          menhälfte    1 am Zangenschenkel hängen.  Dieselben Massnahmen werden auch mit der       Klemmenhälfte    2 vorgenommen, mit dem  Unterschiede, dass die Öse der letzteren in  die Vertiefung 14 des untern Schenkels der  Zange abwärts geschoben wird.

   Bei der Ope  ration wird das Ende der Blutader mit der  Zange erfasst und diese     zusammengedrückt,     wodurch das Ende der Ader sich in den       Einschnitt    3 der     Klemmenhälfte    2 eindrückt  und die     Klemmenhälften    1, 2 sich ineinander  pressen, worauf man beide Köpfe 13 mit  zwei Fingern gleichzeitig zurückschiebt, wo  bei die Zange sofort und leicht abgehoben  werden kann, ohne dass sie an den Klemmen  hälften und der Ader zerren     würde.     



  Gemäss der     Ausführungsform    nach     Fig.    8  und 9 besteht die     Klemme    aus zwei La  mellen 1 und 2, wobei an den Enden der  Lamelle     \?    aufwärts ragende Dorne 15, an  den Enden der     Lamelle    1 aber Löcher 16 zur  Aufnahme der Dorne vorgesehen sind. Nach  dem die beiden Lamellen 1, 2 um die Ader 5  herum gegeneinander gedrückt und die       Dorne    15 in die Löcher 16     eingedrungen    sind,       können    die Enden der Dorne     in    der unten  beschriebenen Weise zu     nietkopfähnlichen          Gebilden    gestaucht werden.

   Würde man für  diesen Zweck -die Zange nach     Fig.    5 bis 7  in einer zu den Zangenschenkeln parallelen  Lage der Lamellen 1, 2.     verwenden,    so     würde     das     Zusammendrücken    der Enden der La  mellen     infolge        ihres    verschiedenen Abstandes  vom     Drehpunkt    der Zangenschenkel mit ver-         schiedener    Kraft und daher ungleichmässig  vor sich gehen. Mit Rücksicht hierauf er  scheint es für diesen Fall zweckmässiger,  eine nach     Fig.    10 und 11 umgestaltete Zange  zu verwenden, die quer gerichtete Kopfteile  oder Backen 17 besitzt.

   In der     Mitte    der  Backen 17 sind     Vertiefungen    14 zur Auf  nahme der Ösen 6 der Lamellen nach     Fig.    8  und 9 vorgesehen, in welche Ösen die Enden  der in     Verbindung    mit     Fig.    5 bis 7 bereits       beschriebenen,        mittelst        Knöpfe    13 vorzuschie  benden Schieber eingreifen können.  



  In den     obern    Backen 17 sind ferner Ver  tiefungen 18 vorgesehen, in welche beim Zu  sammendrücken der Lamellen 1, 2 die Enden  der Dorne 15 nach     Durchdringung    der Lö  cher 16 eindringen, und welche derart be  messen     sind,,dass    beim Zusammendrücken der  Zange die Enden der Dorne 15 zu Nietköp  fen gestaucht werden, wodurch die Lamellen  1, 2 miteinander dauernd gekuppelt werden.  Im übrigen     stimmt    die Gebrauchsweise der  Zange nach     Fig.    10 und 11     mit    jener nach       Fig.    5 bis 7     überein.     



  Nach der in     Fig.    12 (lediglich für das  Ende des obern Zangenschenkels) dargestell  ten Ausführungsform der Zange ist am Ende  jedes Zangenschenkels 1,0     eine    kleine Kam  mer 19 ausgebildet, in welcher ein Blatt  federnpaar 20 angebracht ist. An der Aussen  seite der untern Teile der Blattfeder liegt       der        untere    Flansch 22 eines in der Wand  der Kammer 19 gleitenden Knopfes 21 auf.  In     Verbindung    mit diesem     Instrument    wer  den an der Rückseite der     Klemmenhälften    1,  2 keine Ösen, sondern bei 23 eingekerbte  Zapfen 24 vorgesehen.

   Wird die Klemmen  hälfte 1 in die Kammer 19 hineingedrückt,  so wird das     Federnpaa.r    2.0 durch das Ende  des Zapfens 24 gespreizt, worauf das Federn  paar beim     weiteren    Eindrücken des Zapfens  24 in die Einkerbung 23     einschnappt    und  dadurch. die     Klemmenhälfte        in    aufgehängter  Lage festhält.

   Nachdem beide     Klemmenhälf-          ten    in der soeben beschriebenen Weise in  die Kammern 19 der Zangenschenkel 10       hineingedrückt    und das Ende der Blutader,  sowie die     Klemmenhälften    durch Schliessen      der     Zange    zusammengedrückt wurden, ge  nügt es zum Abheben der     Zange,    die Knöpfe  21 der Zangenschenkel 10 einwärts zu     drük.-          ken,    wobei die     Federnpaare    20 durch die  Flanschen 22 der Knöpfe 21 gespreizt wer  den, so dass sie sich von den Zapfen 24 los  lösen, worauf die Zange     sofort    entfernt wer  den kann.

   Werden hierbei die Knöpfe 21  losgelassen, so kehren diese     unter    der Wir  kung .der zurückschwingenden     Federnpaare     2,0 in die dargestellte ursprüngliche Lage       selbsttätig    zurück.  



  Es sei bemerkt, dass die beschriebene  Einrichtung insbesondere auch in der Mund  chirurgie, zum     Beispiel    bei Mandeloperatio  nen, mit grossem Vorteil angewendet werden  kann. In     derartigen    Fällen war die Beseiti  gung der Blutungen durch die bisherige Me  thode der     Abbindung    der     Adern    durch Sei  denfäden infolge der schweren Zugänglich  keit der Kehle     fast    undurchführbar; viel  mehr war man bei Nachblutungen gezwun  gen, den Hals von aussen aufzuschneiden,  um die betreffende Ader abzubinden.

   Dem  gegenüber können mittelst der beschriebenen  Einrichtung derartige Blutungen     einfach     durch eine gebogene oder gekröpfte und  dadurch in die Kehle einfuhrbare Form der  Aderzange nebst     Klemmenhälften    ohne wei  teres sofort beseitigt. werden; die soeben er  wähnte besondere Gestaltung der Aderzangen  wäre bisher mit Rücksicht auf die frühere       Abbindungsmethode    zwecklos gewesen.  



  Es versteht sich von selbst, dass die  Klemmen und das Zangeninstrument der  Einrichtung auch, von den beschriebenen  Ausführungsformen abweichend, mannigfaltig  ausgeführt werden können, ohne dass hier  durch das Wesen der Erfindung geändert  würde, die gestattet, dass die Adern ohne Zer  störung dauernd verschliessende Klemmen  hälften und ein     Zangeninstrument    zum vor  übergehenden Aufhängen derselben in der  kupplungsbereiten Lage und zum Zusammen  drücken der Klemme angewendet werden  können. Es ist ferner zweckmässig, dass der  verschiedenen     Stärke    der     Blutadern    entspre  chend, Gruppen von Klemmen verschiedener    Grösse vorgesehen werden.

   Schliesslich ist zu  bemerken, dass es mit Rücksicht darauf, dass  die Klemme durch den Druck des Blut  stromes in den Blutadern, namentlich in       .Schlagadern,    gegebenenfalls abgestreift wer  den könnte, zweckmässig erscheint, die     innern,     die Aderwandung berührenden Flächenteile  der     Klemmenhälfte    geraubt, zum Beispiel  geriffelt,     auszubilden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum dauernden Verschliessen der Blutadern bei blutigen Operationen, ge kennzeichnet durch eine als Verschlussmittei der Adern dienende Klemme, die aus zwei Hälften besteht, welche in der aufeinander gedrückten Lage einen Hohlraum für die Blutadern zwischen sich belassen, und durch eine Zange, die zum vorübergehenden Auf hängen der Klemmenhälften von aussen her bewegbare und in Ansätze der letzteren lös bar eingreifende Bestandteile besitzt und die zum Zusammendrücken der Klemmenhälften dienlich ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Klemme druckknopfähnliche Klemmenhälften be sitzt, deren eine in der Mitte einen Hohl raum, die andere einen Vorsprung (2 bezw. 4) besitzt, der in der zusammen- gedrückten Lage den mittleren Hohl raum der andern Klemmenhälfte nicht ganz ausfüllt,
    so dass das Ende des Vor sprunges in der zusammengedrückten Lage vom Boden des Hohlraumes der an dern KlemmenhäIfte in einem gewissen Abstande verbleibt. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch einen in der Stempelhälfte (2) des Druck knopfes in Durchmesserrichtung vor gesehenen Einschnitt (3) und einen in ,der Mitte der Matrizenhälfte (1) des Druckknopfes vorgesehenen, in den Ein schnitt (3) eingreifenden Vorsprung (4). 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine oben offene, federnde Matrizenhälfte (1) und eine in deren Hohlraum durch die obere Öffnung eindringende, aus einem starren Zapfen bestehende Stempel hälfte (2). 4. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch. aus Schellenhälften bestehende Klemmenhälften, deren eine an den Enden Dorne (15), die andere aber gegenüber den letzteren Durchla.ss- öffnungen (16) besitzt. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch an der Rückseite der Klemmenhälfte vor gesehene Aufhängeansätze. 6. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 5, gekennzeich- net durch in der Mitte der Rückseite der Klemmenhälften vorgesehene Ösen (6). 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 5, gekennzeich net durch in der Mitte der Rückseite der Klemmenhälften vorgesehene Zapfen (24). B. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch an der Innenseite der Schenkel (10) der Zange verschieb bare, in Ösen der Klemmenhälften ein greifende Schieber (11) und mit diesen durch in Schlitzen (12) der Zangenschen- kel (10) gleitbareZapfen (12a) verbundene äussere Bewegungsknöpfe (13).
    9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, gekennzeichnet durch gegen die Innenseite der Zangenschenkel (1,0) offene Vertiefungen (14 bezw. 19) zur Aufnahme der Ansätze der Klem- menhälften. 10. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 8 und 9, gekennzeich net durch quer gerichtete, aus Backen (17) bestehende Kopfteile zur Aufnahme der Klemmenhälften. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 8, 9 und 10, gekenn- zeichnet durch an -der Innenseite der einen der Backen (17) vorgesehene Ver tiefungen (18) zur Aufnahme der Enden von an der einen Klemmenhälfte vor gesehenen Dornen und zum Stauchen dieser Dornenden in der zusammenge drückten Lage der Zange. 12.
    Einrichtung nach Patentansprueh, ge kennzeichnet durch Blattfederpaare (20) zum lösbaren Festhalten von an der Rückseite .der Kl.emmenhälften vorgesehe nen Zapfen (24) und äussere, mit einem Handgriff versehene Bestandteile (21) zum Spreizen der Blattfederpaare.
CH170607D 1932-07-01 1933-05-29 Einrichtung zum dauernden Verschliessen der Blutadern bei blutigen Operationen. CH170607A (de)

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HU170607X 1932-07-01

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