Einrichtung zum Reinigen von Plansieben. Bekannten Einrichtungen zum Reinigen von Plansieben haften noch grosse Mängel an, auf die es zurückzuführen ist, dass eine scharfe, ideale Sichtung nicht erreicht wird. Diese Mängel sind: 1.
Bei Bürsten. mit seitlicher Zapfen führung die ungleichmässige Hin- und Herbewe- gung des Bürstenkörpers, vor allem bei Bürsten mit grossem Radius, wodurch der äussere Teil des Besatzes auf beiden Seiten grösserer Abnutzung unterliegt als der innere und die äussere Siebfläche mehr als die nach der Mitte liegende angegriffen wird, ganz ab gesehen davon, dass das Mitschleppen der Schleifplatte mit Zapfen als Ballast im all gemeinen einen raschen Lauf und schnelle, sowie sichere Wendung verhindert.
z. Bei Reiterbürsten mit geschlossener Führungsschiene, unruhiger Lauf und besonders langsame Wendung in der Kurve, ganz gleich, ob die Führung an der Bürste aus festen Schleif backen, Rollen oder Stossbündeln besteht.
3. Jede Rollenanordnung zeigt sich als hinderlich und unpraktisch, hinzu kommen noch der geräuschvolle Lauf und rasche Abnutzung.
4. Bürsten mit Stossbündeln bewähren sich nicht für die Dauerleistung, und dies gilt ganz besonders für grössere Bürsten, da diese den Schwingungen des Sichters in der Schnelligkeit nicht folgen können und somit die Stossbündelanordnung in kurzer Zeit zerstört ist, ganz gleich, wo diese,Stossbündelanordnung liegt.
5. Zweiteilige Reiterbürsten zeigen am Verbindungsstück keine oder mangelhafte obere und untere Bassetzung, wodurch oben die Siebe in der Mitte der Bahn ungenügend gesäubert werden, auch langsam und unsicher in der Fortbewegung sind, was sich ganz besonders in den Kurven als grosser Nachteil auswirkt. 6. Die Führungsleisten der Rollzapfen- bürsten mit seitlicher Führung, ob von Holz oder Metall, sind hinderlich und kostspielig.
7. Die Führungsschienen für Reiter bürsten sind konstapielig, verursachen grosses Geräusch, die Befestigung ist kompliziert und die geschlossene Führungsbahn ist auf dem Sammelboden schwer zu befestigen; Los lösen vom Sammelboden und Verwerfen des selben sind nicht zu vermeiden.
B. Die bisher verwendete, geschlossene Führung musste auf dem Sammelboden be festigt werden; weder Auflöten noch Ruf nieten hält auf die Dauer; daher Lösen der Befestigungsstellen, Verziehen der Sammel- böden, und als Folge davon Stehenbleiben, sowie geräuschvoller Lauf der Bürsten, alles erhebliche Nachteile. Der Blechsammelboden mit der an ihm befestigten Führungsschiene verhält sich wie ein kräftiger Resonanzboden.
9. Überbrückung der Kanäle ist bei lang sam drehenden Bürsten ein Erfordernis.
10. Die bisherigen Bürstensysteme müs sen den Bürsten im Längslauf bedeutenden Spielraum lassen, daher grosse Bewegung der Bürsten und rascher Verschleiss der Seide; bei Wendung der Bürsten, besonders bei Reiterbürsten, erfolgt diese Wendung lang sam und unvollkommen, daher an diesen Stellen besonders grosse Abnutzung der Be spannung.
Durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung zum Reinigen von Plansieben werden die vorerwähnten Mängel beseitigt. Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des.
Fig. 1 zeigt die Unterseite, Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Bürste, Fig. 3 die Oberseite der Bürste; Fig. 4 ein Schnitt nach Linie A-A in Fig. 3; Fig. 5 ist ein Querschnitt durch den Sieb rahmen; Fig. 6 zeigt diesen in Draufsicht.
Bei der dargestellten Einrichtung fehlt jegliche Rollenanordnung; das Charakte ristische derselben ist in erster Linie die ein fache Konstruktion der Bürste und der Füh rung: Um die Bürste auch bei geringer .Siebhöhe verwenden zu können, und eine gleich inten sive Bestreichung der Bespannung zu errei chen, ist der Bündelträger a (Fig. 2) vorzugs weise aus einem Stück hergestellt und dabei verhältnismässig stark gewählt, damit das richtige Bürstengewicht zustande kommt. Die obere Besetzung b ist jedoch versenkt an geordnet (Fig. 4), um für beide, obere b und untere c Besetzung, die erforderliche Haar länge zu erhalten.
In der Längsrichtung wird _ die Bürste mittelst auf dem Sammel- boden aufgestellter Schienen d geführt, die nur bis zu den Wendepunkten reichen. Zum Zwecke dieser Führung durch die Schienen d besitzt die Bürste auf der untern Seite, in der Mitte des Bündelträgers, zwei Leisten e. Zum Wenden der Bürste werden weder Schienen für Mittelführung, noch Führungsleisten wie bei Rollzapfenbürsten verwendet.
Die Bür sten werden vielmehr von an den Wende punkten am Siebrahmen befestigten Haltern f U-förmiger Gestalt mittelst eines an ihrer innern Stirnseite angebrachten Zapfens g auf gehalten, der an dieser Stelle als Schwenk zapfen dient und der Bürste zu einer äusserst schnellen Wendung verhilft.
Die aus schalldämpfendem Material her gestellten, offenen Führungsschienen d sind weder direkt auf dem Sammelboden befestigt, noch mit der Sichterwand oder mit den den Abfallkanal begrenzenden, in der Längsrich tung des Rahmens durchgehenden Strebe hölzern durch quer über dem Sammelboden liegende Halter verbunden, da solche den Lauf der Bürste behindern würden.
Die Führungsschienen d sind vielmehr an den Enden mit kurvenförmigen Flacheisen h verbunden, deren Kurvenlauf der Kurve ent spricht, die die Bürsten an den Wendestellen beschreiben. Das freie Ende dieser Flach eisen h schneidet mit den den Abfallkanal o begrenzenden Leisten p ab. Die geraden Füh- rungsschienen <I>d</I> und die Flacheisen<I>h</I> liegen auf dem Sammelboden frei auf, und nur die freien Enden der Flacheisen h sind durch Schrauben s oder dergleichen mit den Holz leisten p fest vereinigt. Durch diese Anord nung wird jede Berührung der Bürste mit der Führungsschienenbefestigung vermieden, und die Bürste wird in ihrem Lauf nicht behin dert.
Der Arbeitsvorgang bei der beschriebenen Einrichtung ist folgender: In der Längs richtung läuft die Bürste wie jede Reiter bürste an der Führungsschiene d entlang. Die Führung der Bürste liegt sonach während des geraden Längslaufes in der Mitte der Bürste und erfolgt durch die Leisten, e der Bürstenunterseite. Bei Wen dung der Bürste dagegen verlässtdiese die Schienenführung d und wird dann seit lich durch ihren Zapfen g und den über dem Abfallkanal angeordneten Halter f so gehal ten,
dass sie die Wendung bei nahezu rei bungsloser Führung rasch ausführen kann, und dann am Ende derselben beim Übergehen in die gerade Richtung wieder Führung durch die Schiene d zu erhalten.
Die Vorteile der beschriebenen Einrich tung sind folgende: 1. Vereinfachung der Bürste; Rollen, sonstige komplizierte Teile oder sich schnell verbrauchende Stossbündel zur Führung der Bürste fehlen.
2. Nur einfache, schmale Streifen aus Vulkanfiber oder einem andern, sich eignen den Material dienen zur Führung.
3. Der Bürstenkörper ist einstückig, bei derseitig grössere Haarbesatzfläche, Nicht lösen von Verbindungen sind weitere Vor teile.
4. Für die Längslaufbahn ist zur Füh rung der Bürste als Schiene schalldämpfendes Material verwendet.
5. Der Lauf in der geraden Richtung, so wie in den Kurven ist fast geräuschlos.
6. Die Schwungmassen der Bürste sind im geraden Lauf nach beiden Seiten, beim Wenden jedoch nach einer Seite, verlegt, daher 7. schnellerer, sicherer, stofffreierer Lauf in gerader Richtung, g. leichtes, sicheres und schnelles Wen den in den Kurven; eine halbe Wendung der Bürste benötigt einen, höchstens zwei Hübe.
9. Grosse Geschwindigkeit der Bürste, und zwar bei Seidenbespannung zirka 25 m, bei Drahtgeweben. zirka 30 m je Minute, bei 200 Touren des Sichters und Bürsten mit 210 mm Radius, an der Peripherie gemessen.
10. Die einstückige Bürste mit äusserst schmalen Führungsleisten gestattet oben und unten vollere Besetzung.
11. Die Führungsschienen haben ausser der Verschraubung der Flacheisen h an den Abfallkanalleisten p keine feste Berührung mit dem Sammelboden; die Resonanz, ferner das Verziehen der Böden und Lösen der Schienen von den Böden ist beseitigt, und ruhigerer, sowie sicherer Bürstenlauf sind noch weitere Vorteile.
12. Wegen schneller Wendung ist Ab- fall-Kanalüberbrückung nicht erforderlich. 13. Die Bürsten laufen in der Längsrich tung und beim Wenden schnell und mit nur geringer seitlicher Bewegung, daher grosse Schonung der Bespannung.