CH155352A - Verfahren zur Verhütung des unerwünscht schnellen Aufblühens von Blumen. - Google Patents
Verfahren zur Verhütung des unerwünscht schnellen Aufblühens von Blumen.Info
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Description
Verfahren zur Verhütung des unerwünscht schnellen Aufblühens von Blumen. Alljährlich erleiden die Inhaber von Blumengeschäften grossen Schaden dadurch, dass grosse Mengen von Rosen usw. bei ,sonst vollkommener Frische unverkäuflich werden, weil die geschlossenen Blüten sich kurz nach dem Schneiden völlig öffnen, also aufblühen. Rosen in aufgeblühtem Zustande gelten aber den meisten Rosenliebhabern als verblüht und werden nicht gekauft und sind wertlos.
Um diesen Übelstand zu vermeiden, hat man versucht, ein zu rasches Aufblühen durch Anbringen von Haken zu verhindern, welche die Blütenblätter zusammenhalten. Diese Ha ken aber werden sehr störend und unschön empfunden, und der Kauf solcher gehakter Rosen wird meist abgelehnt. Ausserdem tritt durch das Haken der Rosen leicht eine Be schädigung der Rosenblüte ein, die sie min- derwertig macht.
Es ist auch schon, zur Verhinderung des Entblätterns von Blüten - also nicht zur Verzögerung des Aufblühens -, vorgeschla gen worden, einen warmen, geschmolzenen Klebstoff mittelst eines Pinsels zwischen Kelch und Blumenblätter oder auch zwischen die einzelnen Blumenblätter zu streichen. Durch solche, aus Ceresin, Tragant.h, Peru balsam usw. bestehende Klebmittel werden aber die Blütenblätter derart fest miteinander verbunden, dass ein weiteres Wachsen und Aufblühen der Blumen nicht möglich ist.
Die Blume erhält durch diese Behandlung ein starres, unnatürliches Aussehen. das auch durch die Verwendung eines war men Klebstoffes ganz erheblich beeinträch- tigt wird. , Durch das Verfahren gemäss der Erfin dung soll ein unerwünscht schnelles Auf blühen von Blumen, zum Beispiel frisch ge schnittener, halb erblühter Rosen, vermieden werden. Die Blüte soll also ihre natürliche Triebkraft behalten und sich voll entwickeln, nur das Aufblühen soll verzögert werden, um die Blume längere Zeit in knospenhaftem Zustande zu erhalten.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass noch geschlos sene Blumen mit einer . kalten, wässerigen Lösung eines Klebemittels behandelt werden, durch welches die Blütenblätter an ihrem Rande so schwach verklebt werden, dass die natürliche Triebkraft der Bhune nicht be- einträohtigt wird und nach einiger Zeit die verklebten Ränder sich voneinander lösen und die Blüte sich voll entfalten 'kann. Es kann für das Verfahren ein Klebmittel ver wendet werden, das; nicht sichtbar ist und die Farbe und das natürliche Aussehen der Blumen nicht beeinträchtigt.
Als Klebemittel kommt vorzugsweise Gelatine zur Anwendung, und zwar in einer wässerigen Lösung, der etwas Alkohol zu- gemischt sein kann, um eine schnellere Trocknung zu erzielen. Auch kann durch Zugabe von Salizyl die Zersetzung der Ge latine in der wässerigen Lösung verhindert werden. Die Anwendung des Klebmittels kann in beliebiger zweckdienlicher Weise erfolgen, am vorteilhaftesten werden die Blumen in die Flüssigkeit getaucht oder mit dieser be sprengt.
Claims (1)
1'ATENTANSPRUCFI Verfahren, um das unerwünscht schnelle Aufblühen von Blumen mittelst eines die Blütenblätter zusammenhaltenden Klebstof fes zu verhüten, dadurch gekennzeichnet, dass die noch geschlossenen Blumen mit einer kalten, wässerigen Lösung eines Klebemittels behandelt werden, durch welches die Blüten blätter an ihrem Rande so schwach ver klebt werden, dass die natürliche Triebkraft der Blumen nicht beeinträchtigt wird, und nacheiniger Zeit die verklebten Ränder sich voneinander lösen und die Blüte sich voll entfalten kann.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH155352A true CH155352A (de) | 1932-06-30 |
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|---|---|---|---|
| CH155352D CH155352A (de) | 1930-08-23 | 1931-04-07 | Verfahren zur Verhütung des unerwünscht schnellen Aufblühens von Blumen. |
Country Status (1)
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1931
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