DE69701330T2 - Verbesserte Regelung und Verlangsamungssystem des Reifungsverfahrens von Bananen - Google Patents

Verbesserte Regelung und Verlangsamungssystem des Reifungsverfahrens von Bananen

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    • A23B7/14Preserving or ripening with chemicals not covered by group A23B7/08 or A23B7/10
    • A23B7/144Preserving or ripening with chemicals not covered by group A23B7/08 or A23B7/10 in the form of gases, e.g. fumigation; Compositions or apparatus therefor
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Description

    Verbessertes Regelungs- und Verlangsamungssystem des Reifungsprozesses von Bananen
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur verbesserten Regelung des Reifungsprozesses und zur Verlangsamung des Reifungsprozesses von Bananen.
  • Eines der größten Probleme des Bananenhandels ist die Notwendigkeit, die Früchte über lange Strecken und große Zeiträume hinweg zu transportieren. Dies führt oft dazu, daß die Schale oder das Fruchtfleisch der für den Verkauf bestimmten Bananen beschädigt wird. Die Beschädigung kann in der Form auftreten, daß sich die Farbe der Bananenschale verändert oder der Geschmack der Banane verschlechtert, so daß Verluste sowohl für Bananenproduzenten als auch - konsumenten entstehen. Ein Grund für die Beschädigungen liegt darin, daß sich Bananen nur kurze Zeit lagern lassen. Vielmehr setzt sich der Reifungsprozeß während des Transportes fort, und die reifen Bananen werden weitaus leichter beschädigt. Um während des Transports eine zu große Beschädigung der Bananen zu vermeiden, werden die Bananen üblicherweise in unreifem Zustand geerntet, wenn sie über 70% des Zeitraums gereift sind, der üblicherweise bis zur Ernte reifer Bananen benötigt wird. In diesem Zustand sind die Bananen noch grün. Obwohl unter Verwendung dieses Verfahrens während langer Transportdauern weniger Beschädigungen entstehen, ist der Nachteil dabei, daß die Früchte, nachdem die Schale gelb geworden ist, nicht weich sind und die Früchte nicht so gut schmecken wie unter natürlichen Bedingungen gereifte Bananen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur verbesserten Regelung der Reifung der Bananenfrucht und zur Verlangsamung des Reifungsprozesses bereitzustellen und somit die Nachteile bekannter Verfahren zu umgehen.
  • Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen gekennzeichneten Ausführungsformen gelöst.
  • Somit betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur verbesserten Kontrolle der Reifung der Bananenfrucht und/oder zur Verlangsamung des Prozesses der Fruchtreifung, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
  • (a) Ernten des Bananenfruchtkörpers (Fruchtbündel) zusammen mit dem Baumstamm; und
  • (b) Wässern des Stammes und des Fruchtkörpers während des Transports und/oder der Lagerung; und
  • (c) Wärmen des Fruchtkörpers und Stammes während des Transports und/oder der Lagerung.
  • Es wurde festgestellt, daß die Bananenfruchtreifung durch das oben beschriebene Verfahren wirksam geregelt werden kann. Darüber hinaus sind die entstehenden reifen Früchte fester und die Schale hat eine schönere Farbe als unter natürlichen Bedingungen gereifte Bananen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird der gemäß Schritt (a) des erfindungsgemäßen Verfahrens geerntete Stamm zusammen mit den Wurzeln geerntet und umfaßt vorzugsweise noch intakte Wurzeln. Die Funktion der Wurzeln ist die Aufnahme von für den Fortbestand das Baumes notwendigen Nährstoffen.
  • Eine mögliche und bevorzugte Art zum Erhalten von Bananenbaumstämmen mit Wurzeln ist das Kultivieren des Bananenbaums in einer mit Erde gefüllten Plastiktüte, die an ihrer Unterseite nicht vollständig geschlossen ist. Der Bananenbaum mit fast reifen Früchten kann dann problemlos mit intakten Wurzeln aus der Plastiktüte entnommen werden, indem z. B. zuerst der Boden um die Wurzeln herum aus der Plastiktüte entfernt wird und der Baum dann mit einer speziellen Vorrichtung hochgehoben wird.
  • Die zur Kultivierung der Bananen verwendete Plastiktüte hat üblicherweise eine Oberfläche von etwa 4 Quadratmeter, ist etwa 80 cm hoch und mit Erde gefüllt. Die Plastiktüte sollte an der Unterseite Löcher haben, so daß die Wurzeln unterhalb der Plastiktüte in die Erde vordringen können (siehe Fig. 1). Die Plastiktüte ist vorzugsweise nicht im Boden versenkt, sondern wird auf den Boden gestellt, um das problemlose Abschneiden der Wurzeln zu erleichtern, die durch die Unterseite des Plastiks in die darunterliegende Erde vordringen.
  • Wie aus Fig. 4 ersichtlich, kann der Stamm zusammen mit den Wurzeln leicht erhalten werden, indem die Erde aus der Plastiktüte um die Basis des Bananenbaums entfernt wird und die Wurzeln, die durch die Unterseite der Plastiktüte in den Boden reichen, abgeschnitten werden. Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung einer Plastiktüte zur Kultivierung des Bananenbaums ist, daß weniger Dünger benötigt wird. Der Dünger kann direkt zur Erde in der Plastiktüte gegeben werden.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren einen Schritt zur Förderung des Wachstums der Radialwurzeln des geernteten Bananenbaumstammes. Zu diesem Zweck kann die Basis des Bananenbaumstamms in ein Gemisch aus Wasser, Kokosnußmilch und einem geeigneten Dünger gesetzt werden. Vorzugsweise wird der Stamm in eine Art hölzernes Fach (siehe Fig. 4) und eine die oben beschriebene Lösung enthaltende Plastiktüte gesetzt. Vorzugsweise ist die Plastiktüte sauerstoffdurchlässig. Nach 5 bis 8 Tagen entwickeln sich die Radialwurzeln an den Wurzeln des Banananbaumstammes.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die Blätter des Bananenbaumstammes entfernt, bevor der Bananenfruchtkörper zusammen mit dem Stamm gemäß Schritt (a) des erfindungsgemäßen Verfahrens geerntet wird.
  • Das Entfernen der Blätter geschieht vorzugsweise kurz vor Ernte der Bananen. Die Blätter sollten vom oberen Teil des Baumes aus nach unten entfernt werden. Das Entfernen der Blätter erleichtert den Transport des Bananenbaumstammes in den folgenden Schritten und spart Platz.
  • Der Bananenbaum, dessen Äste abgeschnitten und dessen Wurzeln vom Boden abgetrennt worden sind, kann dann mit einer geeigneten Vorrichtung aus der Plastiktüte gehoben werden. Dies sollte vorsichtig geschehen, um jegliche Beschädigung, insbesondere das Abreißen von Teilen des Bananenfruchtkörpers, zu vermeiden. Besondere Vorsicht sollte darauf verwendet werden, daß an der sehr empfindlichen umgedrehten U-Kurve der Staude keine Beschädigung entsteht. Bei diesem Schritt sollte beachtet werden, daß das Xylem des Bananenfruchtkörpers und des Baums nicht beschädigt werden. Das Xylem des Stammes versorgt den Bananenfruchtkörper mit Flüssigkeit und ist somit sehr wichtig, um ein Austrocknen und vorzeitiges Reifen der Bananen zu vermeiden. Vorzugsweise umfaßt die Vorrichtung zum Hochheben und Transportieren des Bananenbaums einen Behälter mit einer speziellen Vertiefung, in die der Stamm hineinpaßt. Ein solcher Behälter kann beispielsweise aus Fiberglas hergestellt werden.
  • Üblicherweise beträgt das Gewicht des Fruchtbündels und des Stammes etwa 120 kg. Daher sollte die Vorrichtung zum Hochheben und Transportieren auf ein solches Gewicht ausgerichtet sein.
  • Nach dem Heben des Bananenfruchtkörpers mit dem Stamm aus der Plastiktüte wird dieser zum weiteren Säubern von Erde vorzugsweise in ein Becken gesetzt. Das Waschen der Basis des Stammes und der Wurzeln mit Ausnahme des Fruchtkörpers (der Bananen) wird vorzugsweise unter Verwendung sauberen Wassers (Trinkwassers) ausgeführt. Zu diesem Zweck wird die Baumbasis etwa 30 Minuten lang untergetaucht, um die restliche Erde an der Basis und den Baumwurzeln aufzuweichen. Die Erde wird dann unter Verwendung beispielsweise einer Bürste entfernt (eine Drahtbürste kann verwendet werden). Anschließend können der Stamm und die Wurzeln durch Besprühen mit Wasser unter Hochdruck weiter gesäubert werden, um die gesamte Erde vom Stamm und den Wurzeln zu entfernen. Die Bananen können durch wiederholtes etwa 20-minütiges Besprühen mit Seifenlauge gesäubert werden. Die verwendete Seife kann jede kommerziell erhältliche Waschseife sein.
  • Darüber hinaus kann der Baum (mit Ausnahme der Bananen) zur Entfernung von Insekten behandelt werden. Dies kann beispielsweise durch Besprühen mit warmem Wasser erreicht werden.
  • Weiterhin kann der Baum (mit Ausnahme des Fruchtkörpers) in eine Lösung von roten Chilischoten, die zuerst zerkleinert und mit einer Lösung von zerkleinertem Knoblauch gemischt wurden, eingetaucht werden. Um wirksam jedes Insekt zu entfernen, sollte der Baum mindestens etwa 30 Minuten in eine solche Lösung eingetaucht werden.
  • Anschließend werden der Baum und die Bananen nochmals etwa 20 Minuten lang mit sauberem Wasser gewaschen.
  • Um etwaige verbleibende Insekten zu töten, kann der Baum (einschließlich der Bananen) in ein mit Wasser gefülltes Fiberglas-Becken gesetzt werden, wobei eine einzelne Phase (N) hoher Spannung an das Wasser gelegt wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird nach dem Ernten gemäß Schritt (a) des erfindungsgemäßen Verfahrens der Bananenbaum von der Basis bis zum direkt vor dem Fruchtkörper liegenden Teil geschält. Weiterhin werden vorzugsweise alle beschädigten Teile der Wurzeln entfernt. Am meisten bevorzugt werden etwa 6 Schichten um den Stamm, entsprechend etwa 2 cm der Tiefe der Rinde, entfernt. Demgemäß werden Teile der Wurzeln vorzugsweise durch Abschneiden bis zu einer Tiefe von etwa 2 cm vom beschädigten Teil entfernt. Vorzugsweise wird die Rinde des Stammes entfernt, da diese üblicherweise das Merkmal trockenen Holzes aufweist, in dem Insekten nisten.
  • Nach dem Schälen der Rinde und der beschädigten Teile der Wurzlen kann der saubere Stamm weiterhin einer auf die Baumbasis gerichteten Bestrahlung mit Gamma-Strahlen ausgesetzt werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird der Stamm mit Humus bedeckt, vorzugsweise aus Meerespflanzen, und in nasse Baumwolle eingewickelt. Der Humus soll die Wurzeln des Bananenbaumes bedecken, um sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Er wird um die Wurzeln gebreitet und wahlweise mit Wasser besprüht. Der Vorteil hierbei ist, daß er auch gut luftdurchlässig ist und ein Verstopfen der Wurzeln verhindert. Die nasse Baumwolle hat vorzugsweise einen Wassergehalt von zwischen 90 und 95%, mehr bevorzugt zwischen 91 und 93% und am meisten bevorzugt etwa 91.49%. Vorzugsweise hat die nasse Baumwolle einen basischen pH.
  • In einer bevorzugteren Ausführungsform wird der in nasse Baumwolle gewickelte Stamm zusätzlich mit einer dünnen Schicht aus Schaumgummi eingewickelt, wobei ein Trocknungsverfahren angewendet wird mit bis zu 105ºC und unter Verwendung eines pH-Meßverfahrens einer 5%-igen Lösung mit einem pH-Wert von 6.55. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise eine dünne Schicht Schaumgummi mit einer Größe von etwa 100 cm · 100 cm und einer Dicke von 1 cm verwendet. Die Baumwolle wird mit einer Maschine gepreßt, um sie weich und leicht zu machen. Nach dieser Behandlung sollte die Baumwolle eine Dicke von etwa 2 cm und eine Oberfläche von etwa 100 cm · 100 cm haben. Sie wird dann auf den Schaumgummi gelegt.
  • Die langen und gesunden Wurzeln der Stämme werden dann in dieselbe Richtung gewunden, damit sie nicht beschädigt werden.
  • Anschließend wird ein Stück Hartgummis mit einer Größe von etwa 15 cm · 5 cm · 15 cm als Stützkissen auf die Baumwolle gelegt, um den Humus leichter nahe bei dem unteren Teil zu halten.
  • Der wie oben beschrieben vorbereitete Stamm wird dann auf den Schaumgummi gesetzt. Der Humus wird in einer Schicht von etwa 15 cm darum ausgebreitet. Hierauf wird der Schaumgummi um den Stamm gewickelt und daran festgebunden.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das Wässern gemäß Schritt (b) des Verfahrens regelmäßig etwa alle 12 Stunden für einen Zeitraum von etwa einer Stunde durchgeführt. Vorzugsweise wird das Wässern tagsüber zwischen 11 und 12 Uhr durchgeführt.
  • Das Besprühen mit Wasser in regelmäßigen Abständen kann beispielsweise mittels einer automatischen Vorrichtung geregelt werden. Ein Beispiel einer solchen Vorrichtung ist in Fig. 8a gezeigt.
  • Sie umfaßt: (1) eine modifizierte Uhr, (2) einen Sensor, (3) ein Relais, (4) eine Gleichstrombatterie mit 24 Volt, (5) eine von der Batterie betriebene Wasserpumpe und eine Wanne für Trinkwasser und Eiswürfel. Jedesmal wenn der Uhrzeiger den photoelektrischen Sensor passiert, erkennt das Licht den vorbeiziehenden Zeiger und sendet ein Signal an die Relaiseinheit, zwischen dem An-/Aus-Status zu wechseln. Alternativ dazu kann auch ein automatischer Zeitgeber zum An- und Ausschalten der Pumpe zum Wassersprühen verwendet werden (siehe Fig. 8b).
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Wässern mit Wasser, das eine Temperatur zwischen 20 und etwa 28ºC hat, durchgeführt. Das tagsüber durchgeführte Besprühen mit Wasser soll eine Art Flüssigkeitsfilm dazu stimulieren, unter die Schicht der grünen Fruchtschale einzudringen. Die Fruchtschale, die ursprünglich runzlig ist, wird sich dann durch das regelmäßige Besprühen glätten. Das Wässern wird darüber hinaus auch durchgeführt, um die Wurzeln des Stammes naß zu halten, den Bedarf des Fruchtstandes an Wasser zu decken und die Bananenschale abzukühlen.
  • Das Wärmen der Bananen gemäß Schritt (c) des Verfahrens wird üblicherweise in regelmäßigen Abständen durchgeführt, vorzugsweise regelmäßig alle 24 Stunden für einen Zeitraum von etwa 8 Stunden. Eine Möglichkeit zum Erzielen eines geeigneten Wärmens der Bananen ist die Verwendung von Halogenlampen, vorzugsweise mit einer Kapazität von 200 Watt.
  • Es scheint, als seien die Bananenschale als auch der Stamm aus Strukturen in umgekehrter U-Form gebildet und als sei die Temperaturveränderung zum Öffnen der Poren notwendig, damit eine in Schale und Stamm enthaltene Art Flüssigkeitsfilm verdunsten kann. Unter Verwendung der Wärmebehandlung ist es möglich, während des Transports und/oder der Lagerung die Aufnahme von Wasser durch den Bananenbaum zu erhöhen. Die Flüssigkeitszirkulation in der Frucht wird stimuliert, und daher zieht sich die Fruchtschale zusammen.
  • Die Erwärmungstemperatur der Bananen liegt vorzugsweise in einem Temperaturbereich von 30 bis 36ºC. Das Abkühlen der Bananen nach dem Erwärmen kann einfach durch das Beenden des Wärmens oder alternativ durch das Besprühen der Bananen mit Wasser erreicht werden. Vorzugsweise werden das Wärmen der Bananen und das Besprühen mit Wasser gleichzeitig ausgeführt. Vorzugsweise findet das Wärmen zwischen 9.00 Uhr und 16.00 Uhr statt.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der bananentragende Stamm während des Transports und/oder der Lagerung in einer speziellen Transport- und/oder Lagerungsvorrichtung, d. h. in einem speziell zu diesem Zweck hergestellten Behälter gelagert. Dieser Behälter hat vorzugsweise einen festen Boden, weist jedoch auch zumindest eine luftdurchlässige Seitenwand und/oder ein luftdurchlässiges Oberteil auf. Am meisten bevorzugt sind die Seitenwände und/oder das Oberteil aus Maschendraht gefertigt.
  • Die Maße eines solchen Behälters sind vorzugsweise etwa 40 Fuß¹ · 2,90 m · 2 m. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Behälter ein Mittel zum Besprühen der Bananen und des Baumstamms mit Wasser, zum Erwärmen der Bananen und des Stammes und/oder ein Mittel zur Lüftung, beispielsweise einen Ventilator (siehe Fig. 10). Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls einen oben beschriebenen Behälter.
  • Die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht eine Verkürzung des Zeitraums vom Pflanzen bis zur Ernte auf etwa 390 Tage. Im Gegensatz hierzu beträgt der übliche Zeitraum 460 Tage. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine wirksame Regelung des Reifungsprozesses der Bananen und erzielt ebenfalls Früchte mit einem festeren Fruchtfleisch und mit einer schöner aussehenden Bananenschale. Darüber hinaus ermöglicht das Verfahren den Transport der geernteten Bananen über lange Strecken und große Zeiträume ohne ernsthafte Beschädigungen und ohne Verwendung chemischer Behandlungen. Zusätzlich ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren, die Bananen ohne Frische- oder Qualitätsverlust bis zu 42 Tage lang zu transportieren.
  • Fig. 1 zeigt schematisch einen in einer großen Plastiktüte kultivierten Bananenbaum, deren unterer Teil nicht vollständig geschlossen ist, damit die Wurzeln in den Boden unter der Tüte wachsen können.
  • Fig. 2 zeigt einen Bananenbaum mit einem Fruchtkörper (Bananenbündel), dessen Blätter vollständig abgeschnitten wurden.
  • Fig. 3 zeigt das Entfernen des Bodens um die Basis des Bananenbaums in der Plastiktüte.
  • Fig. 4 zeigt schematisch eine Hebevorrichtung zum Entfernen des Bananenbaums aus der Plastiktüte.
  • Fig. 5 zeigt das im Becken durchgeführte Waschen.
  • ¹ entsprechend etwa 12,20 m (Anm. d. Übs.)
  • Fig. 6 zeigt einen Bananenbaum, dessen äußere Rinde abgeschält wurde, und einige der intakten Wurzeln, die an der Basis des Bananenbaums wachsen.
  • Fig. 7 zeigt das Einwickeln des Baumes mit Schaumgummi.
  • Fig. 8a und b zeigen schematisch Vorrichtungen zum automatischen Besprühen der Bananen während des Transports oder der Lagerung.
  • Fig. 8a: 1. Die eingestellte Uhr
  • 2. Optischer Sensor
  • 3. Schalter
  • 4. Batterie zur Stromversorgung
  • 5. Sprühvorrichtung
  • 6. Zum Wässern vorbereitete Bananenbäume
  • Fig. 8b: 1. Solid-State-Zeitgeber
  • 2. Relais
  • 3. Batterie zur Stromversorgung
  • 4. Sprühvorrichtung
  • 5. Zum Wässern vorbereitete Bananenbäume
  • Fig. 9 zeigt schematisch die Anordnung zum Fördern des Wachstums der Radialwurzeln des geernteten Bananenbaumstammes:
  • A: Lösung aus Wasser, Kokosnußmilch und Dünger
  • B: luftdurchlässige Plastiktüte
  • C: hölzernes Fach
  • D: Radialwurzeln
  • Fig. 10 zeigt schematisch ein Beispiel einer Transport- und/oder Lagerungsvorrichtung für Bananen:
  • 1. Drahtgitter mit Löchern
  • 2. Sprühvorrichtung
  • 3. Wasserbehälter
  • 4. Halogenlampe
  • 5. Ventilator

Claims (16)

1. Verfahren zur verbesserten Kontrolle der Reifung der Bananenfrucht und/oder zur Verlangsamung des Prozesses der Fruchtreifung, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
(a) Ernten des Bananenfruchtkörpers (Fruchtbündel) zusammen mit dem Baumstamm;
(b) Wässern des Stammes und des Fruchtkörpers während des Transports und/oder der Lagerung; und
(c) Wärmen des Fruchtkörpers und Stammes während des Transports und/oder der Lagerung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Schritt (a) weiter dadurch charakterisiert ist, daß der Stamm Wurzeln umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, weiter umfassend einen Schritt zur Förderung des Wachstums der Radialwurzeln, das das Setzen der Basis des Baumstamms in eine Lösung aus Wasser, Kokosnußmilch und einem Dünger umfaßt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, weiter umfassend den Schritt des Entfernens der Blätter von der Pflanze, bevor Schritt (a) von Anspruch 1 durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiter umfassend den Schritt des Säuberns des Baumstamms und des Fruchtkörpers von Erde und Insekten.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Entfernen von Insekten erreicht wird durch
(a) Waschen und/oder Besprühen mit Wasser;
(b) Eintauchen des Baumstamms in eine Lösung von zerkleinerten roten Chilischoten gemischt mit einer Lösung von zerkleinertem Knoblauch;
(c) Überführung des Baumstamms in ein Becken, das mit Wasser gefüllt ist und Setzen einer einzelnen Phase hoher Spannung;
(d) Bestrahlung des Baumstamms mit γ-Strahlen;
wobei jede dieser Maßnahmen alleine oder in Kombination mit zumindest einer der anderen Maßnahmen durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, weiter umfassend den Schritt des Schälens des Stammes der Pflanze und/oder des Abschneidens beschädigter Wurzeln, nachdem Schritt (a) von Anspruch 1 durchgeführt wurde.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Schälen des Stammes durchgeführt wird, bis etwa zwei cm der Tiefe der Rinde entfernt sind, entsprechend etwa sechs Schichten der Rinde.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, weiter umfassend den Schritt des Bedeckens des Stammes mit Humus, Einwickeln in nasse Baumwolle, nachdem Schritt (a) durchgeführt wurde, und weiterhin Einwickeln mit einer dünnen Schicht aus Schaumgummi.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei Schritt (b) weiter dadurch charakterisiert ist, daß das Wässern regelmäßig alle zwölf Stunden für einen Zeitraum von etwa einer Stunde durchgeführt wird.
11. Verfahren nach jedem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Wässern mit Wasser, das eine Temperatur zwischen etwa 20ºC und etwa 28ºC hat, durchgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Wärmen des Fruchtkörpers regelmäßig alle 24 Stunden für einen Zeitraum von acht Stunden durchgeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Erwärmungstemperatur im Bereich von 30ºC bis 36ºC liegt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Bananenbaumstamm während des Transports und/oder der Lagerung in einer Vorrichtung gehalten wird, die einen festen Boden und zumindest eine luftdurchlässige Seitenwand und/oder ein luftdurchlässiges Oberteil aufweist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Seitenwand (-wände) und/oder das Oberteil der Vorrichtung aus Maschendraht gefertigt sind.
16. Vorrichtung wie in Anspruch 14 oder 15 definiert, weiter umfassend Mittel zum Bewässern des Bananenbaumstamms, zum Erwärmen des Fruchtkörpers und/oder zur Lüftung.
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