Schiessordner. Die bishin bekannten Schiessordner haben alle den Nachteil, da.ss sie dem Schützen nicht die Zeit angeben, zu der er zum Schiessen kommt. Das hat zur Folge, dass bei grösseren Standschiessen trotz .der Schiessordner jeder Stand von einer grösseren Anzahl Schützen, die warten bis die Reihe an sie kommt, um lagert wird. Das lange Warten verärgert die Schützen, und die Wartenden hindern die Zirkulation im Schiessstand, wodurch der ganze Schiessbetrieb leidet.
Diesem Übelstand ist bei Verwendung des Schiessordners nach vorliegender Erfin dung abgeholfen. Dieser Schiessoirdner ist nämlich so eingerichtet, dass der Schütze, der sich zum Schiessen auf einer Scheibe anmel det, die Zeit zum voraus bestimmen kann, wann er schiessen will, soweit die Scheibe nicht von früher Angemeldeten schon belegt ist. Seine Anmeldung wird auf dem Ordner so registriert, dass ihm innert einer bestimm ten Zeitspanne, zum Beispiel einer bestimm ten Stunde, die gewährbare Zeit zum Schie ssen auf die betreffende Scheibe reserviert bleibt. Er hat also nicht. nötig. stunden lang im Stand hinter den Schiessenden zu warten und aufzupassen, wann die Reihe zum Schiessen an ihn kommt.
Es genügt, wenn er innerhalb der von ihm gewählten Zeitspanne antritt. Dadurch erfüllt der Appa rat ein eigentliches Bedürfnis der Schützen an Schützenfesten.
Die Zeichnung stellt mehrere Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht, und Fig. 2 einen Querschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels, von dem Fig. 3, 4 und; 5 eine Einzelheit in ver schiedenen Ansichten zeigen; Fig. 6 und 7 zeigen Ansicht und Quer schnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels; Fig. 8 zeigt von einem weiteren Ausfüh rungsbeispiel ein- Bruchstück in Ansieht, und Fig. 9 einen Querschnitt; Fig. 10 und 11 zeigen Schnitte 3-B und C-D in Fig. 6 und B.
Beim Beispiel nach Fig. 1 bis 5 besteht die Unterlage U aus einem Klotz aus Holz oder Metall, der Vertiefungen A besitzt, die in zwei Längsreihen so angeordnet sind, dass Gruppen von je fünf gebildet sind, zwischen denen breitere Stege S der Unterlage liegen, während die Vertiefungen- einer Gruppe nur durch dünne Zwischenwände IV voneinander getrennt sind. Eine Platte P überdeckt den mittleren Teil der Oberfläche des Klotzes U, so dass je ein am äussern Ende liegender Teil jeder Vertiefung A freiliegt. In jedem so frei liegenden Teil der Vertiefungen A ist passend ein Stempelehen B lose eingesteckt.
Das Stempelehen steht über die Platte P vor und trägt auf der Sichtfläche eine Zahl, die Ordnungszahl oder Rangeurnummer. Diese Zahlen bilden in jeder Gruppe eine fortlau fende Zahlenreihe, und zweckmässigerweise auch alle Zahlen zusammen eine fortlaufende Zahlenreihe, zum Beispiel von 1 bis 60.
Über jeder Fünfergruppe der Vertiefun gen ist eine Zeitperiode vermerkt. Beim Beispiel sind die Stunden von morgens 6 Uhr bis abends 7 Uhr angegeben, ausgenommen die Stunde von 12-1 Uhr mittags, wäh rend welcher das Schiessen in der Regel ein gestellt ist; also 6-7, 7-8, 8-9 etc. etc. bis 6-7.
Im verdeckten Teil jeder Vertiefung A liegt lose ein. Schieber D, welcher so unter der Wirkung einer Feder C steht, dass der Schieber an -die Stelle des Stempelchens B tritt und eine auf ihm angebrachte Zahl, die der Zahl auf der Sichtseite des Stempelchens entspricht, sichtbar wird, wenn das Stem pelehen B aus der Vertiefung herausgezogen wird. Zweckmässigerweise ist die Fläche des Schiebers, welche die Zahl trägt, auffällig, und zwar verschieden von der Farbe des Stempelchens ,gefärbt, zum Beispiel leuchtend rot, damit der Beschauer des Ordners sofort weiss, ob er die Zahl des Stempelchens oder die Zahl des Schiebers sieht.
Auf der Platte P ist je am innern Ende jedes Fensters mit- telst eines Scharniers eine Klappe g ange bracht. Ist das Stempelehen aus der Vertie- fung weggenommen, so kann die Klappe K so umgelegt werden, dass sie das Fenster ver deckt und somit die Zahl des vorgeschobenen Schiebers D nicht sichtbar ist.
Jedes Stem pelehen trägt als Druckzeichen, wie Fig. 5 zeigt, die Nummer der Scheibe, zu der der Ordner gehört, zum Beispiel "Sch 36", ferner die sogenannte "R.angeurnummer", zum Bei spiel "R 36", das ist die Nummer, unter wel cher das Stempelehen in der fortlaufenden Zahlenreihe auf dem Ordner eingeordnet ist. und ferner die Zeitperiode der Stempel gruppe, zu der das Stempelehen gehört, zum Beispiel "2-3". Die Nummern der Stempel ehen könnten in jeder Gruppe eine Zahlen reihe für sich bilden, und es könnte in allen Gruppen die gleiche Zahlenreihe, zum Beispiel .die Reihe 1-5, gebildet sein.
Fig. 1 stellt den Ordner so dar, dass in den Vertiefungen der Reihe links die Stem pelehen B -eingesteckt sind, aus den zwei untern Fünfergruppen der Reihe rechts die Stempelehen herausgenommen und die Zah len der Schieber sichtbar sind, während aus den Vertiefungen der vier obern Gruppen rechts die Stempelehen weggenommen und die Klappen K so umgelegt sind, dass sie die Fenster der Platte P überdecken.
Bei Gebrauch des Ordners nach Fig. 1 bis 5 wird dem Schützen, der sich zum Schie ssen auf eine bestimmte Scheibe anmeldet, mit einem der Stempelehen der Zeitperiode, wäh rend der er zu schiessen wünscht, ins Schiess büchlein auf eine hierzu vorgesehene Seite das Stempelzeichen aufgedruekt. Das Besetzt sein einer Ordnungsnummer wird dadurch erkenntlich gemacht, dass das Stempelehen, nachdem damit dem Schützen das Stempel zeichen ins Schiessbüchlein eingedruckt wor den ist, nicht wieder in den Ordner einge setzt wird. Dann ist die auf auffälliger Grundfarbe aufgezeichnete Nummer des Schiebers D sichtbar (Fig. 1, Perioden 1-2 und 2-3, und Fig. 2 rechts).
Da der ein gereihte Schütze weiss, innert welcher Zeit periode er schiessen kann, ist er nur gehalten, in dieser Periode, die er vom Abdruck im Schiessbüchlein jederzeit ablesen kann, sich aai dem zur Scheibe gehörigen Schützenstand ort einzufinden. Hat er eine niedere Num mer, so wird er am Anfang der Zeitperiode, hat er eine höhere Nummer, erst in der zwei ten Hälfte der Zeitperiode am Schützenstand ort eintreffen müssen. In jeder Zeitperiode werden nur soviele Schützen eingereiht, als während derselben ,schiessen können, also zum Beispiel 5, wenn die Periode eine Stunde be trägt und jeder Schütze nur während 10 Mi nuten anhaltend auf dieselbe Scheibe schiessen darf.
Für den Wechsel der Schiessenden sind dabei je zwei Minuten gerechnet. Wenn ein eingereihter Schütze geschossen hat, so wird das auf *dem Ordner dadurch angezeigt, dass seine Rangeurnummer durch die Klappe K zugedeckt wird. In Fig. 1 sind die Klap pen K der Zeitperioden 3--4 bis 6-7 abends in dieser Stellung dargestellt.
Beim Beispiel nach Fig. 6 und 7 besteht die Unterlage aus einem Brett U, auf dem aus Blech gebildete Taschen A befestigt sind. Durch Querleisten Fq und Längsleisten Fl sind die Taschen A in Gruppen zu je fünf abgeteilt. Die Taschen sind durch auf den Längsflächen Ft aufgetragene Zahlen fort laufend mit den Ordnungsnummern 1-60 bezeichnet und über jeder Fünfergruppe ist auf der dort liegenden Querleiste Fq eine Stunde der Zeit zwischen' morgens 6 und abends 7 Uhr vorgemerkt, ausgenommen die Stunde 12-1, weil angenommen ist, dies sei die Ruhepause, während der nicht geschos sen werde.
Wenn sich ein Schütze zum Schiessen auf die Scheibe, zu der der Ordner gehört, an meldet, so kann er die Stunde bestimmen, innerhalb der er zu schiessen wünscht, soweit die Scheibe nicht schon belegt ist. Dann gibt er einen Coupon aus seinem Schiessbüchlein, der dessen Nummer trägt, und lässt denselben in eine der fünf Taschen der Stunde ein schieben. Jetzt bleibt ihm innerhalb der Stunde, unter die seine Schiessbüchleinnum- rner eingereiht ist, die einem Schützen zum Schiessen zu gewährende Zeit reserviert, so dass es genügt, wenn er innerhalb dieser Stunde sieh am Standort einfindet.
Hat ein Schütze geschossen, oder ist er innerhalb der Stunde nicht angetreten, so wird seine Büch- leinnummer wieder aus dem Ordner entfernt und eingezogen, wenn er geschossen hat, oder zurückgegeben, wenn er verspätet antritt. damit er sich wieder neu einreihen lassen kann.
Das Beispiel nach Fig. 8 und 9 unter scheidet sich vom Beispiel nach Fig. 6 und i dadurch, ,dass auf der Unterlage U nicht Ta schen, sondern aus T-förmigen Zungen Z aus Blech, Führungen angeordnet sind, in der Rähmchen aus Blech mit Merkzeichen tragen den Kontrollstreifen eingeschoben werden können. Solche Rähmchen sind zum Beispiel durch das Schweiz. Patent Nr. 46200 bekannt. geworden. Die Ordnungsnummern befinden sich auf einer Längsleiste Fl, die. sich in der Mitte der Unterlage U befindet.
Die Ge brauchsweise dieses Ordners ist dieselbe, wie die in bezug auf das vorbeschriebene Beispiel erläuterte.
Bei allen dargestellten Beispielen ist als Zeitperiode eine Stunde gewählt. Die Zeit periode könnte natürlich auch grösser oder kleiner als eine Stunde gewählt werden. Ebenso könnten die einer Zeitperiode entspre chenden Gruppen von Ordnungsnummern statt aus fünf, wie bei den Beispielen, aus mehr oder weniger Nummern gebildet wer den.