CH136608A - Verfahren zum Spinnen viskoser Massen. - Google Patents

Verfahren zum Spinnen viskoser Massen.

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CH136608A
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  Verfahren zum Spinnen viskoser     Massen.       Bei der Ausübung des     Streckspinnverfah-          rens    beeinträchtigt die im     Fällwasser    gelöste  Luft den glatten Verlauf des Spinnvorganges,  weil gelöste Luft die Neigung zur     Abschei-          dung    hat. Sie setzt sich dann manchmal an  unerwünschten Stellen als Luftperlen ab. Zur  Vermeidung dieser Störungen ist vorge  schlagen worden, aus dem Spinnbade alle  darin enthaltene Luft vorher     vollständig    durch  Evakuieren und Erwärmen des Bades zu  entfernen.  



  Die vollständige Entfernung aller gelösten  Luft gelingt mit Vakuum allein schwerlich.  Die Unterstützung durch Erwärmen bezie  liungsweise Kochen des     Fällbades    ist deshalb  notwendig.  



  Das     Fällwasser    wird meistens nur einmal  <B>benutzt,</B>     beziehungsweise    es muss nach ein  maliger Benutzung wiederum entlüftet werden.  Das Quantum des für die Entlüftung in  Frage     kommenden        Fällwassers    ist ausserordent  lich     gross    und beträgt pro Kilo Seide etwa  zwei Kubikmeter, so dass     grössexe    Kunstseiden-         spinnereien    mit einem enormen     Fällbadwas-          serquantum    zu rechnen haben. Das Erhitzen  solcher     3Zengen        Fällwasser    bedingt einen  grossen Wärmeaufwand und hohe Kosten.  



  Dem Vorstehenden gegenüber wurde beob  achtet, dass man mit der teilweisen Entfer  nung der gelösten Luft aus dem     Fällbade     sich begnügen kann, so dass auch dann die  eben erwähnten Störungen vermieden werden.  Der erfinderische Gedanke des in Rede ste  henden Verfahrens liegt darin; dass das Quan  tum nur relative Bedeutung besitzt und er  kannt zu haben, dass der Gehalt gelöster  Luft in dem anzuwendenden Spinnbade über  haupt nicht hindert, wenn er gleich ist der  Menge oder etwas unter ihr liegt, welche  sich     elementarerweise    durch die Temperatur  des Spinnwassers und des beim Spinnen im  Trichter benötigten Unterdruckes     vcn    selbst  im Spinnwasser- ergibt.  



  Angenommen, es wird mit einer freihän  genden Flüssigkeitssäule von 25. cm Länge  und.     mit    3,5<B>0 0</B>     warmen        Spinnwässer    geä;ebei-           tet,    so ist der normale Gehalt an gelöster  Luft unter diesen Verhältnissen etwa 141/2     cm3     pro Liter. Wird nun ein solches     Fällwasser     zum Beispiel so weit entlüftet, dass es nur  noch etwa 10 cm' enthält pro Liter, so ist  es dann nicht mehr befähigt, bei dein Spinn  verfahren unter den vorstehend erwähnten  Bedingungen Luft abzustossen.

   Wird zum  Beispiel mit einem     Fällbade    bei 200 C ge  arbeitet, so stellt sich das Bad auf einen  Gehalt von zirka 18     ein-    Luft ein. Entfernt  man die Luft bis auf etwa     141/s        cm3    pro  Liter, so kann dann auch mit diesem Bade  ohne Störung gesponnen werden.  



  Die neue Arbeitsweise erlaubt, den Ar  beitsprozess zu vereinfachen und die Kosten  zur Herrichtung der     Fällbäder    wesentlich zu  verringern. Hierin liegt ein bedeutender wirt  schaftlicher Fortschritt.  



  Eine technische Ausführung des Erfin  dungsgedankens- gestaltet sich etwa wie folgt:  Zwischen dem hochliegenden     Fällbadreservoir     und den Spinntrichtern wird ein Apparat ge  schaltet, in welchem das     Fällwasser    etwas  über die Spinntemperatur erhitzt wird, wobei  gleichzeitig ein schwacher Luftunterdruck an  gewendet werden kann. Dieser muss jedoch  stärker sein als der im     Spinntricbter    vorhan  dene. Das rückkehrende Bad kühlt dabei  das den Spinnmaschinen     zulaufende    auf die  Gebrauchstemperatur wieder ab. Es können  in diesem Apparat auch     Rippenrohrkörper     eingebaut und zum Heizen beziehungsweise  Kühlen benutzt werden.

   Durch das langsame       Vorbeistreichen    des     Fällbades    an letzterem  wird die Abtrennung der     Luftbläschen    noch  erleichtert.  



  Eine Vorrichtung zur Ausführung des  Verfahrens ist in der Zeichnung schematisch  beispielsweise dargestellt.  



  Im Behälter     a    wird eine Luftleere von  etwa l1/2 m Wassersäule unterhalten. Der  Behälter c enthält das     Fällwasser    und steht  durch Rohr<I>b</I> mit     a    in Verbindung. Das Fäll  wasser tritt von einem     Fällbadreservoir    her  kommend durch das Rohr e in den Behälter       .c    ein. In diesem Behälter kann das Wasser  durch eine Heizvorrichtung     auf    die erforder-    liehe Temperatur erwärmt werden. Es sind  in d eine Anzahl Blechtafeln eingebaut, an  denen das     Fällwasser        vorbeistreicht    und da  bei Luftperlen an die Blechflächen absetzt.

    f ist das Senkrohr für die Wassersäule. g  ist ein Apparat zur Einstellung des     Fällbad-          spiegels.    Der Trichter i wird mit     Fällwasser     gespeist, welches das Rohr     !r    zuführt. Die  Speisung erfolgt auf Grund der     Heberwirkung,     welche durch den Spiegelunterschied bedingt  ist. Infolgedessen fliesst der Faden am un  tern Ende des Trichters zusammen mit dem       Fällbad    aus. Der Faden wird dann auf den  Haspel gewickelt, während das herauslaufende       Fällwasser    anderweitig abgeleitet wird.

   Die  Entlüftung wird in diesem Apparat nur soweit  durchgeführt, dass das     Fällwasser    einen rela  tiv niedrigen Luftgehalt, entsprechend den  in der Patentschrift angegebenen Kennzeichen  besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Spinnen viskoser Massen mittelstbewegterFällflüssigkeiten,dadurch gekennzeichnet, dass man der Fällflüssig- keit vor ihrer Benutzung die darin gelöste Luft nur soweit entzieht, bis ihr Luftge halt gleich oder etwas geringer ist, als er normalerweise der betreffenden Flüssig keitsmenge bei der während des Fällens angewendeten Flüssigkeitstemperatur und -Druck entspricht. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen Fällbadreservoir und Spinntrichter ein Apparat geschaltet ist, welcher eine Heizvorrichtung enthält.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch I1, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Fällbad- reservoir und Spinntrichter nebst der im Pa tentanspruch II, erwähnten Heizvorrichtung noch eine Vorrichtung zur Luftdruckminde- rung geschaltet ist.
CH136608D 1927-09-13 1928-08-30 Verfahren zum Spinnen viskoser Massen. CH136608A (de)

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